<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Dim Beginncdate, Endecdate Nummer = 216 Beginn = "4.7.2014" Ende = "18.7.2014" %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()" id="top">
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AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>-<% Response.Write Ende %>

Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
 
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Zahlreiche Fotos:
forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=2&t=54888
Grundlegendes zu NLCs:
www.meteoros.de/themen/nlc
Überlegungen zu Vorhersagen:
leuchtende-nachtwolken.info/vorhersage.htm
 

In der Nacht vom 3. zum 4. Juli hat alles gepasst: eine sehr klare Nacht über weiten Teilen des deutschen Sprachraums (und Mitteleuropas), nur wenig Mondlicht – und eine Vorstellung der Leuchtenden Nachtwolken (NLCs) von einer Intensität und Ausdauer, wie sie wohl seit fünf Jahren nicht mehr zu bewundern war. Von der Abenddämmerung bis zur Morgendämmerung standen die immer noch von vielen Fragen begleiteten Mesosphärenwolken in 83km Höhe oft hell am Himmel, egal ob in Nord- oder Süddeutschland oder sogar in Österreich und der Schweiz. Nur in den Stunden um die wahre Mitternacht waren sie nur noch mit Mühe zu erkennen, da die Sonne dann selbst für derart hohe Wolken zu tief unter dem Horizont steht, aber am Abend und Morgen war die Geometrie für die Beleuchtung der Wolken vor relativ dunklem Himmelshintergrund ideal.

Schon die abendliche Vorstellung löste in Beobachternetzwerken und darüber hinaus einige Begeisterung aus, wer aber bis zum Morgengrauen ausharrte, wurde mit einer noch viel prächtigeren Show belohnt. Inzwischen gibt es rege Bemühungen, Leuchtenden Nachtwolken für die jeweils kommende Nacht konkret vorherzusagen,und für diese bei weitem beste bisher haben sie auch funktioniert: Die Wahrscheinlichkeit für ein Auftreten war mit immerhin 77% angegeben worden.

Daniel Fischer

 
 
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www.interstellarum.de/aktuelleereignisse.asp
 

Pluto, Ziel der Raumfahrtmission New Horizons der NASA im kommenden Jahr, gelangt am 4. Juli in Oppositionsstellung und erreicht dabei eine Helligkeit von 14m1. Zu diesem Zeitpunkt ist er 31,7AE von der Erde entfernt. Er steht immer noch in der Milchstraße, bewegt sich aber weiter in östliche Richtung aus deren dichterem Teil hinaus.

Als Anhaltspunkt kann der Stern ξ_2 Sagittarii dienen: 1,7° westlich davon, knapp neben dem Offenen Sternhaufen Collinder 394, ist der Ex-Planet und jetzige Zwergplanet Pluto fotografisch zu finden. Beobachter mit größeren Teleskopen können versuchen Pluto bei guten Bedingungen visuell aufzufinden.

André Knöfel

 
 
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Bilder einsenden:
www.interstellarum.de/aktuelleereignisse.asp
 

Bereits im Mai befanden sich der Zwergplanet Ceres (Göttin des Ackerbaus) und der Kleinplanet Vesta (Göttin von Heim und Herd) jeweils in Opposition (vgl. interstellarum 93). Seit Anfang Juni bewegen sich beide Himmelskörper nach dem Durchschreiten der Oppositionsschleife wieder rechtläufig im Sternbild Jungfrau. Die Helligkeit hat dabei bereits merklich abgenommen. Die Bahnen nähern sich von der Erde aus betrachtet scheinbar an und kreuzen sich Mitte Juli.

Am frühen Morgen des 5. Juli befinden sich beide Objekte in unmittelbarer Nachbarschaft am Himmel. Dabei bilden sie mit dem 7m9 hellen Stern HD 117419 ein Trio innerhalb von 20'. Bereits am Abend des 4. Juli kann man die Annäherung der »Göttinnen« bis zu ihrem Untergang gegen 1:00 MESZ verfolgen. Kurz nach dem Ende der Dämmerung sind sie in ca. 25° Höhe über dem Südwesthorizont zu sehen. Der Abstand beträgt nur noch 11' und verringert sich bis zum Untergang des Duos auf 10'. Dabei hat Ceres eine scheinbare Helligkeit von 8m4 und die kleinere Vesta – bedingt durch den geringeren Abstand zur Erde – eine Helligkeit von 7m1.

Nach dieser Begegnung bewegen sich beide Himmelskörper weiter auf ähnlichen, sich kreuzenden Bahnen über den Himmel. Da Vesta aber mit 0,67"/min deutlich schneller ist als Ceres mit 0,50"/min, eilt sie Ceres voraus und lässt dabei den Abstand kontinuierlich anwachsen.

André Knöfel

 
 
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Die Geschichte der Funde:
www.ursa.fi/index.php?id=6404
Die Feuerkugel:
www.oculum.de/newsletter/astro/200/10/1/211.asp#1
 

Ein großer – und erster – Erfolg für ein finnisches Netz von Meteorkameras: Mit seiner Hilfe ist es Ende Mai gelungen, auf der Kola-Halbinsel in der russischen Oblast Murmansk zwei Meteoriten zu bergen, die bei der viel beachteten Feuerkugel vom 19. April gefallen waren.

Sie sind nun der erst 22. Fall, bei dem die Bahn des gelandeten Körpers – diesmal ein gewöhnlicher Chondrit – im Sonnensystem anhand präziser Daten berechnet werden konnte: Drei finnische Meteorkameras und ein russisches Zufallsvideo, das den Flug des Boliden von der anderen Seite zeigte, waren in die Analyse eingegangen. Die 120g und 48g schweren Meteoriten sind die bisher einzigen Funde aufgrund der Berechnungen des Streufeldes: Zwar wird mit noch mehr gerechnet, doch das Gelände erschwert die Bergung beträchtlich.

Daniel Fischer

 

Der Kontrast war so schlecht, dass die wenigen Beobachter, die sich überhaupt auf die Suche machten, den Jupiter im Okular kaum erkennen konnten. Doch das elektronische Auge sieht mehr, und die Bildbearbeitung kann auch mal entschieden weiter getrieben werden als bei guten Daten vom Nachthimmel. Und so gibt es, auch aus dem deutschen Sprachraum, mehrere Aufnahmen des Planeten mit den drei Mondschatten, die am 3. Juni in Europa überwiegend noch vor Sonnenuntergang alle zusammen auf sein Scheibchen fielen.

Die besten Bilder gelangen dabei noch mit Infrarotfiltern – nach Sonnenuntergang waren in der Dämmerung in München trotz der Horizontnähe Jupiters sogar einige Farbfotos möglich.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Originalarbeit:
www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo2190.html
 

In hohen nördlichen Breiten, ganz in der Nähe des Pols des Saturnmondes Titan befindet sich das Methanmeer Ligeia Mare. Von der Ausdehnung her in etwa mit dem irdischen Lake Superior (Oberer See, Nordamerika) zu vergleichen, erreicht es eine Tiefe von bis zu 170m. Zu finden ist in dem Seebecken neben flüssigem Methan auch Ethan und gelöster Stickstoff. Ligeia Mare ist auf der Nordhalbkugel nicht das einzige mit Flüssigkeit gefüllte Oberflächenmerkmal. Seen und Meere aus flüssigen Kohlenwasserstoffen sind im Gegenteil weit verbreitet.

Dennoch zeichnet das Meer eine Besonderheit aus: In einem ca. 20km × 20km großen Gebiet sind Anzeichen dynamischer Phänomene auszumachen, die als erste Hinweise auf aktive Oberflächenprozesse im Norden des Mondes – und damit auf den langsam beginnenden Sommer – gedeutet werden können. Titan erlebt aufgrund seiner Bahngeometrie ausgeprägte Jahreszeiten, die jeweils sieben Erdenjahre lang andauern. Bis 2009 herrschte auf Titan der nordische Winter, der unter anderem auch die Polarregion für Jahre in das Dunkel und die Kälte der Polarnacht hüllte. Derzeit herrscht dort nun Frühling und die hohen nördlichen Breiten befinden sich in permanentem Sonnenlicht. Auf der Südhemisphäre und rund um den Äquator des Mondes sind Oberflächenveränderungen wie z.B. wandernde Küstenlinien schon seit Jahren bekannt. Gleiches wird spätestens mit dem einsetzenden Sommer auch für die nördlichen Breiten erwartet. Denn vor dem Hintergrund der fortdauernden Sonneneinstrahlung erhöhen sich auch die Temperaturen auf der Nordhalbkugel des Mondes um einige Grad Celsius, bis sie zum Sommer des Jahres 2017 dort ihre Höchstwerte erreichen werden. Dadurch werden die nördlichen Oberflächengewässer verdampfen und ihr freigesetztes Methan die Mondatmosphäre anreichern. Vermutlich wird es zu dieser Zeit in den höheren südlichen Breiten zu Methan-Niederschlägen kommen, die die trockenen südpolaren Seebecken füllen, während die nördlichen Breiten austrocknen.

Die aktuell beobachteten kleinräumigen radarauffälligen Ereignisse, die auf älteren Aufnahmen nicht auszumachen sind, markieren insofern den Beginn dieses Prozesses. Sie können von Wellenbewegungen der ansonsten glatten Gewässeroberflächen herrühren, denn mit den steigenden Temperaturen sollten ebenfalls lokale Winde auffrischen. Des Weiteren sind aufsteigende Gasblasen oder schwimmende Objekte, die während des Winters im Nordmeer eingefroren waren, als Ursache der Auffälligkeiten denkbar. In jedem Fall sind die Seen und Meere von Titan erheblichen saisonalen Schwankungen ausgesetzt.

Lars-C. Depka

 
 
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Originalarbeit zu den Starbursts:
arxiv.org/abs/1406.4132
ESA-Veröffentlichung:
sci.esa.int/hubble/54184-small-but-significant-heic1412
Der neue Gezeiten-Zwerg:
arxiv.org/abs/1404.1744
 
 
TIPP DER REDAKTION
Astro-Praxis: Galaxien

Eine Einführung für
Hobby-Astronomen
von Wolfgang Steinicke

www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=68
 

Mit höchstens einigen Milliarden Sternen und geringer Größe und Leuchtkraft scheinen die Zwerggalaxien gegenüber den prächtigen »ausgewachsenen« Sternsystemen keine besondere Rolle im Universum zu spielen. Doch dieser Eindruck trügt: Eine systematische Durchmusterung von fernen Galaxien mit starken Emissionslinien (im Rotverschiebungsbereich 0,3 bis 2,3, als die meisten Sterne entstanden) hat jetzt eine erstaunliche Rolle gerade von Zwerggalaxien bei der Sternentstehung insgesamt etabliert. Über 1000 solcher Galaxien wurden mit dem spaltlosen Spektrographen der Kamera WFC3 des Hubble Space Telescope unter die Lupe genommen und ihre Sternbildungsrate anhand der Stärke der Hα-Linie ermittelt: Bei einer Untergruppe sind beide so gewaltig, dass diese – im Kontinuumslicht unauffälligen – Galaxien weit über dem generellen Trend (weniger Masse = weniger Sternbildung) liegen. Sie sind so fleißig, dass sich ihre gesamte Sternenmasse binnen nur rund 100 Mio. Jahren glatt verdoppelt, während dies normalerweise Jahrmilliarden dauert. Zur gesamten Sternbildung im Kosmos haben diese vermeintlichen Galaxienzwerge grob ein Drittel beigetragen!

Zwerggalaxien treten aber auch ganz anders auf: Manche sind so unauffällig, dass sie selbst in relativer Nähe lange übersehen werden. Solch ein Fall ist eine Gezeiten-Zwerggalaxie (tidal dwarf galaxy, TDG), die in der Messier-66-Gruppe im Löwen, dem Leo-Triplett, gefunden wurde: im Gezeitenschweif der Galaxie NGC 3628, den wohl vor einer knappen Jahrmilliarde Messier 66 aus ihr herausgerissen hat. Eine Verdickung am Ende dieses langen Schweifs aus neutralem Wasserstoff hat sich erst jetzt – vor allem durch Radiospektroskopie mit dem Very Large Array – als eine eigenständig rotierende Mini-Galaxie entpuppt, mit etwa 300 Mio. Sonnenmassen. Dabei ist diese Galaxie rund 450000Lj von NGC 3628 entfernt, während praktisch alle anderen bekannten TDGs höchstens 70000Lj weit von der Galaxie entfernt sind, aus der ihr Material stammt: ein Rekord. Ansonsten ähneln die Eigenschaften der Leo-TDG aber anderen Vertretern dieser Klasse, insbesondere was die Armut an Dunkler Materie betrifft. Als einer der nächstgelegenen Fälle bietet sie sich nun besonders für weitere Detailuntersuchungen an.

Daniel Fischer

 

Die Grenze der äußersten Sonnenatmosphäre und des interplanetaren Raumes wird so definiert, dass sich Plasmawellen in der Korona von der Sonne fort wie auch zu ihr hin ausbreiten können, in der Heliosphäre dagegen – nunmehr als Sonnenwind bezeichnet – das Plasma nur noch von ihr fortströmt.

Die mathematische Analyse von Bilderserien eines Koronographen der STEREO-Satelliten hat jetzt gezeigt, dass die Grenze bei mindestens 12 Sonnenradien über den Polen und 15 Sonnenradien in der Äquatorzone der Sonne liegt – so war es jedenfalls im August 2007 bei besonders geringer Sonnenaktivität.

Bisher hatte es keine verlässlichen Aussagen zur tatsächlichen Ausdehnung der Korona gegeben, die in diesen großen Abständen bereits eine so geringe Dichte und damit geringe Helligkeit hat, dass sie selbst bei totalen Sonnenfinsternissen kaum mehr zu erkennen ist. Jetzt ergibt sich überraschend, dass die für 2018 geplante Solar Probe Plus der NASA, die sich der Sonne mehrmals bis auf 10 Radien nähern soll, tatsächlich in die äußere Korona eintauchen wird: Vielleicht löst sie ja vor Ort das Rätsel um deren Heizmechanismus.

Daniel Fischer

 
 
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Veröffentlichung zu 2007 LQ19:
arxiv.org/abs/1406.6547
Veröffentlichung zu 2012 XJ112:
arxiv.org/abs/1402.0312
 

Immer größer wird der Katalog von erdnahen Kleinplaneten, während gleichzeitig Kameranetzwerke Meteore am Himmel in großer Zahl erfassen, deren Umlaufbahnen bei Beobachtung von zwei Standorten aus ebenfalls ermittelt werden können.

In mehreren Fällen glauben nun spanische Meteorexperten einen Zusammenhang gefunden zu haben: Die Bahn des Kleinplaneten 2007 LQ19 passt zu zwei vermessenen sehr hellen Feuerkugeln von 2009 und 2010 (und eventuell auch dem Meteorstrom der Rho-Herculiden), die von 2012 XJ112 zu einer dritten Feuerkugel von 2012. Schon früher hatte das gleiche mathematische Ähnlichkeits-Kriterium einen Zusammenhang zwischen 2008 XM1 und den nördlichen Chi-Orioniden nahegelegt: Wenn diese Verbindungen real sind, handelt es sich bei den vermeintlichen Kleinplaneten in Wirklichkeit um inzwischen inaktiv gewordene Kometen.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE

Das Internet quillt längst über vor bemerkenswerten Deep-Sky-Aufnahmen: manche einfach nur gut, andere vielleicht überprozessiert, vor allem aber oft von einer Empfindlichkeit und damit Tiefe, von der selbst professionelle Himmelsdurchmusterungen einst nur träumen konnten. Diese Ressource zu heben, haben sich einige kühne Astro-Programmierer zum Ziel gesetzt: Wie David Hogg von der New York University bereits letztes Jahr auf einer »Astro-Hacker«-Konferenz vortrug, soll am Ende eine tiefe Himmelskarte stehen, zu der unzählige Astrofotografen ungefragt beigetragen haben. Der Schlüssel ist das Online-Tool Astrometry.net, das auf jeder halbwegs gelungenen Himmelsaufnahme das Muster der Sterne identifizieren kann und das Bild damit astrometrisch »löst«, d.h. seinen Pixeln konkrete Himmelskoordinaten zuschreibt. Dass dies nicht nur bei speziell für diesen Zweck aufgenommenen Bildern funktioniert, bewiesen schon vor drei Jahren David Lang und Hogg, als sie mal eben alle Aufnahmen des Kometen Holmes während seines 2007er-Riesenausbruchs aus dem WWW fischten, mit Astrometry.net lösten (nicht-astronomische Bilder fliegen dabei automatisch heraus) – und allein aufgrund dieser Zufallsfunde die Kometenbahn bestimmten.

Nun haben beide – unterstützt von Bernhard Schölkopf vom Tübinger MPI für Intelligente Systeme – eine weitere höchst bemerkenswerte Arbeit vorgelegt: Diesmal durchforsteten Suchmaschinen das Internet nach Aufnahmen bestimmter Galaxien, die wiederum automatisch astrometrisch gelöst wurden. Diese wurden dann mit einem neuen Verfahren in einer Weise aufaddiert, dass ein gegen die Verstärkung von Fehlern robustes »Konsensbild« entstand, ohne Kenntnis der konkreten Aufnahmeparameter oder Weiterverarbeitung. Diese Summenbilder zeichnen sich durch einen besonders hohen Dynamikbereich und viele Details auf den geringsten Helligkeitsniveaus aus – und reichen ebenso so tief wie speziell zu diesem Zweck angefertigte Himmelsaufnahmen. Schwache Strukturen im Außenbereich von Galaxien, wo durch Gravitationseffekte Material herausgerissen wurde, werden so sichtbar, etwa im Falle der bekannten Galaxie Messier 51. Wobei dieses Detail in den Einzelbildern nicht zu sehen war: Besonders tiefe WWW-Funde wurden nämlich vor der Summenbildung gezielt eliminiert. Der Weg zu einer regelrechten »Internet-Astrophysik« scheint nun frei.

Daniel Fischer

 

»Heavy Maintenance« wird die große Wartung genannt, die jetzt am Hamburger Flughafen bei der Boeing 747 begonnen hat, die mit ihrem großen Teleskop das amerikanisch-deutsche »Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie« (SOFIA) bildet: Da der spezielle 747-Typ kurzer Bauweise in den USA gar nicht mehr unterstützt wird, lag ein transatlantischer Transfer nahe. Deutschland übernimmt mit der über vier Monate dauernden Wartung zugleich seinen Anteil an den Betriebskosten.

Das weitere Schicksal SOFIAs ist zwar noch nicht ganz klar, aber einhellige Unterstützung in beiden Häusern des US-Kongresses macht einen Weiterbetrieb zumindest bis Ende 2015 nun doch wieder wahrscheinlich. Während des Hamburger Aufenthalts wird auch an SOFIAs Teleskop gearbeitet – Besuche bei der ungewöhnlichen fliegenden Sternwarte in kleinen Gruppen sind nach Anmeldung möglich!

Daniel Fischer

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %> - <% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Online-Voting ab 17. Juli:
www.interstellarum.de/fotowettbewerb-2014-voting.asp
interstellarum-Fotowettbewerb 2014:
www.interstellarum.de/fotowettbewerb-2014.asp
Astroshop (nimax):
www.astroshop.de
teleskop austria:
www.teleskop-austria.at
Vixen:
www.vixen-astronomie.de
AME 2014:
www.astro-messe.de
 
Großer interstellarum-Fotowettbewerb! Mit Preisen von

Der Einsendeschluss des großen interstellarum-Fotowettbewerbs mit Preisen von Teleskop-Austria, Vixen und Astroshop.de war am 30. Juni. Die zehn Finalisten der beiden Kategorien Newcomer und Einsteiger werden nun von unserer Jury (Stefan Binnewies, Ranga Yogeshwar und Bernhard Hubl) ausgewählt. Vom 17.7. bis 10.8.2014 können Sie per Online-Voting die Sieger küren! Die Preise im Gesamtwert von mehr als 11000€ werden am 13.9.2014 auf der 9. Internationalen Astronomie-Messe (AME) überreicht.

Die Preise in der Kategorie Newcomer
 
Die Preise in der Kategorie Experten
 
Weiterer Ablauf

• Einsendeschluss war am 30.6.2014
• Online-Voting unserer Leser vom 17.7. bis 10.8.2014
• Preisverleihung auf der 9. Internationalen Astronomie-Messe (AME) am 13.9.2014
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, ebenso ein Umtausch der Preise in Bargeld oder andere Leistungen

 
 
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interstellarum Plus-abo und Plus-Upgrade:
oclm.de/abo
 

Demnächst können Sie interstellarum nicht nur wie gewohnt blätternd genießen, sondern auch digital auf Ihrem Smartphone oder Tablet. Wann immer und wo auch immer, mit der neuen interstellarum‐App haben Sie jeden Text und jeden Artikel der gedruckten Ausgabe stets griffbereit dabei. Die digitalen Heftausgaben sind vollständig verlinkt und bieten Verknüpfungen zu einzelnen Beiträgen und Produkten, die eine einfache Vernetzung zwischen Verlag, Herstellern/Händlern und Kunden ermöglichen.

Möglich wird dies durch die Einführung einer neuen interstellarum-App, die in Kürze für iOS‐ und Android‐Geräte verfügbar sein wird; zu einem etwas späteren Zeitpunkt folgt eine browserbasierte Java‐App für klassische PCs oder Macs. Die App selbst ist kostenlos. Digitale Einzelhefte stehen sowohl innerhalb der App als auch über unseren demnächst startenden Webshop zum regulären Heftpreis zum Kauf bereit.

Das Beste: Leser, die sich für unser neues interstellarum Plus-Abo entscheiden, erhalten nicht nur die digitalen Inhalte zum gedruckten Heft dazu, sondern zusätzlich auch noch Zugriff auf unser neues digitales Heftarchiv innerhalb der App ab Ausgabe 86.

Hinweis

Das neue interstellarum Plus-Abo (Print + Digital) kann ab sofort über unserem Shop abgeschlossen werden. Es kostet grundsätzlich 8,–€/Jahr mehr als das entsprechende Print-Abo für Ihre Region. Sind Sie bereits Abonnent können Sie alternativ das Plus-Upgrade zur Printausgabe dazubuchen (8,–€/Jahr).

• Das neue Plus-Abo oder das Plus-Upgrade: oclm.de/abo

Der Bezug des interstellarum Plus-Abos startet mit interstellarum-Ausgabe 95 und wird für iOS, Android und als browserbasierte Java-App verfügbar sein.

Highlights:

Das interstellarum Plus-Abo kostet grundsätzlich nur 8€/Jahr mehr als das entsprechende Print-Abo:
Bestehende Abonnenten können jederzeit auf das neue interstellarum Plus-Abo upgraden.

Komfortable Bedienbarkeit:
Die Performance ist vergleichbar mit einem ausgereiften E-Book-Reader

Intelligente und extrem leistungsstarke Suche:
Die interstellarum‐App bietet eine extrem performante Volltextsuche, die selbst auf dem Tablet blitzschnelle Ergebnisse liefert.
• Suche über mehrere Heftausgaben hinweg
• unscharfe Suche: »Finde Bereiche, die meiner Auswahl ähnlich sind!«
• erweiterte Suchparameter (AND, OR, NOT, Wildcard, Näherung etc.)
• gewichtete Trefferanzeigen

Elektronisches Inhaltsverzeichnis:
Leser können das Inhaltsverzeichnis direkt aus dem App‐Menü aufrufen und per Fingertip zur referenzierten Seite springen.

Komfortables Annotieren und Teilen:
Beliebige Textpassagen können vom Leser durch unterschiedliche Markierungen hervorgehoben werden. Aber auch eigene Text‐ und Audiokommentare sowie Bilder (auch direkt mit der Kamera) können an jeder Stelle im Text angehängt werden. Annotationen können via E‐Mail, Twitter oder Facebook geteilt werden. Außerdem werden sie automatisch über alle Geräte eines Nutzers hinweg synchronisiert.

 
 
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DIE SONNE:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=81
DIE SONNE INHALTSVERZEICHNIS (PDF):
www.oculum.de/oculum/download/sonne2-inhalt.pdf

Die Sonne ist der Stern direkt vor unserer Haustür. Das Gestirn, das unser Leben bestimmt, bietet ein großartiges astronomisches Beobachtungsobjekt, das jeden Tag ein neues Gesicht zeigt. Selbst mit dem (geschützten!) bloßen Auge lassen sich faszinierende Beobachtungen machen.

Dieses Buch erklärt die Phänomene auf der Sonne und zeigt, wie man diese mit modernen Sonnenteleskopen beobachten und fotografieren kann. Dazu zählt neben dem herkömmlichen »Weißlicht« die Beobachtung in speziellen Spektrallinien der Elemente Wasserstoff und Kalzium.

Besonderer Wert wird auf die Sicherheit der Sonnenbeobachtung gelegt. Ausführlich werden verschiedene Filtermethoden erklärt und ihre Eignung für die verschiedenen Beobachtungszwecke herausgestellt. Die 2. aktualisierte Auflage wurde astronomisch und technisch auf den neuesten Stand gebracht und erweitert. Zahlreiche neue Abbildungen spiegeln die Entwicklung auf unserem Stern in den vergangenen Jahren wider.

Jürgen Banisch, Oculum-Verlag
240 Seiten, Softcover, 17cm × 24cm
ISBN: 978-3-938469-68-2
24,90€

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck auf einigen Beispielseiten.

 

 

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