<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Dim Beginncdate, Endecdate Nummer = 212 Beginn = "9.5.2014" Ende = "23.5.2014" %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()" id="top"> <% =NLBannerTop %> <% =NLBannerRight %>
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Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>-<% Response.Write Ende %>

Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
 
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Aktuelle Planetenaufnahmen:
www.planetenaktuell.de
Internationale Saturnfotos:
alpo-j.asahikawa-med.ac.jp/Latest/Saturn.htm
Eigene Ergebnisse einsenden:
www.oculum.de/interstellarum/aktuelleereignisse.asp
 
 
TIPP DER REDAKTION
Hobby Astronom
in 4 Schritten
Das 1×1 der praktischen Astronomie von Lambert Spix
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=52
 
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Bahn des Saturn im April/Mai 2014. [F. Gasparini]

Der Ringplanet bewegt sich rückläufig im zentralen Teil des Sternbilds Waage. Seine Entfernung zur Erde beträgt 1,331 Mrd. km (8,9AE), wenn er am 10. Mai in seine Oppositionsstellung gelangt. Er ist in den Stunden um Mitternacht ein auffälliges Objekt über dem Südhorizont mit einer Helligkeit von 0m1.

Der Planet erscheint im Fernrohr als 18,7" großes, stark abgeplattetes Scheibchen. Das Ringsystem selbst besitzt eine Ausdehnung von knapp 43" und hat sich zu dieser Opposition weiter auf fast 22° geöffnet. Allerdings steht Saturn sehr weit im südlichen Teil der Ekliptik und erreicht daher nur eine maximale Höhe von ca. 25° über dem Horizont. Damit sind gute atmosphärische Bedingungen notwendig, um unter Verwendung von Teleskopen mit mehr als 60mm Öffnung die Cassini-Teilung zwischen dem A- und B-Ring im Ringsystem des Saturn erkennen zu können.

Jetzt mitmachen!

Auch Sie können uns Fotos von diesem wichtigen Ereignis über unsere Uploadseiten zusenden. Alle Ergebnisse werden wie immer in unserer Online-Galerie »Planeten aktuell« zu sehen sein und eine Auswahl veröffentlichen wir im gedruckten Heft.

Bilder einsenden: www.interstellarum.de/aktuelleereignisse.asp

Planeten aktuell: www.planetenaktuell.de

André Knöfel

 

Ein Ereignis dieser Größe gibt es zwar etwa zweimal pro Woche irgendwo über dem Planeten, aber für eine bestimmte Region nur einmal alle fünf bis zehn Jahre: Um 16:17 Uhr Nachmittags wurde am 4. Mai im kanadischen Ontario und im benachbarten US-Bundesstaat New York eine auffällige Feuerkugel am Himmel beobachtet, die deutlich heller als der Vollmond (aber weniger hell als eine zweite Sonne) strahlte, mehrere Helligkeitsmaxima erlebte, mit einem oder mehreren Donnerschlägen einherging und eine ungewöhnlich geformte weiße Wolke hinterließ, die in den folgenden Minuten von Höhenwinden zerzaust wurde. Die Datenlage ist nahezu ideal: Es gibt mindestens fünf Videos des Boliden von Dashcams also ständig laufenden Kameras auf den Armaturenbrettern von Autos, zahlreiche Berichte von Augen- und Ohrenzeugen, eine akustische Aufzeichnung der atmosphärischen Explosion durch Meteorspezialisten und viele Fotos der am Himmel zurückgebliebenen Wolke. Noch vor Mitternacht waren – obwohl es ein Sonntagabend war – auch schon wesentliche quantitative Aussagen möglich.

Zu verdanken war dies einerseits dem (nicht nur in Kanada) sehr bekannten Meteorforscher Peter Brown, den die kanadischen Medien zielstrebig kontaktierten und der bereits die Dashcam-Videos und die akustischen Daten – das Mikrofon gehörte seinem Institut – kannte: Er schloss v.a. aus letzteren auf eine Explosionsenergie von 10 bis 20 Tonnen TNT, woraus die eingangs erwähnte Häufigkeit solcher Ereignisse folgt, einen ursprünglichen Durchmesser des Meteoroids von 0,5m bis 1m und einen nicht unwahrscheinlichen Meteoritenfall. Andererseits waren bei der American Meteor Society zahlreiche Beobachtungsberichte eingegangen, aus denen bereits nach wenigen Stunden die ungefähre Flugbahn von West nach Ost knapp nördlich des Lake Ontario abgeleitet werden konnte. Auch diese Datenbank ist den nordamerikanischen Medien vertraut, die für sie werben, und sie besitzt ein besonders laienfreundliches Eingabe-Interface. Erfreulicherweise wird derzeit ein vielsprachiger Klon in Europa eingerichtet, so dass eines Tages auch hier so vorbildlich auf Feuerkugeln reagiert werden kann, wie es die Kanadier vorgemacht haben.

Daniel Fischer

 
 
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Proba-2-Animation:
www.youtube.com/watch?v=ajxFMoO8qVc
Rohbilder Proba-2s:
proba2.oma.be/swap/data/eng/2014/04/29
Hinode-Animation:
www.youtube.com/watch?v=nvFEQ1uAOac
 

Erwartungsgemäß hat keines Menschen Auge die Sonnenfinsternis vom 29. April als Ring am Himmel gesehen, doch ein kleiner Satellit der ESA hatte Glück: Die Bahn von Proba-2 lag so, dass seine Extrem-UV-Kamera SWAP gleich viermal den Mond vor die Sonne treten sah. Dreimal blieb dabei die maximale Bedeckung partiell, aber auf einem einzigen Bild, von 6:58 UTC, steht der Mond tatsächlich praktisch zentral vor der Sonne.

Da SWAP einerseits von dieser selbst nur aktive Regionen und keine geschlossen helle Scheibe sieht, dafür aber andererseits auch Teile der inneren Sonnenkorona wahrnimmt, sieht das – im FITS-Format im Rohbilder-Archiv zu besichtigende – Ergebnis nicht wie eine typische Ringphase einer Sonnenfinsternis aus. Aber immerhin blieb sie nicht völlig unbeobachtet; der japanische Satellit Hinode verpasste sie auf einer anderen Bahn leider.

Daniel Fischer

 

Der zur Zeit etwa 9m helle Komet C/2012 K1 (PANSTARRS) erfreut schon jetzt, Monate vor seinem Perihel am 27. August, die Astrofotografen: Auf tiefen Aufnahmen mit großem Gesichtsfeld erschien, abgewinkelt von einem kurzen, hellen Staubschweif, auch ein langer, schwacher Plasmaschweif voller veränderlicher Strukturen.

Mal war er eine breite Fahne, die im Sonnenwind regelrecht wehte, dann wieder dominierten scharfe Strahlen in der Nähe der Koma. Zur Zeit steht PANSTARRS in der Nähe des Großen Wagens hoch am Himmel, ab dem 18. Mai auch wieder ohne störenden Mond. Im Juni schließt sich das Sichtfenster dann, erst im Herbst kann der Komet wieder gesehen werden: zwar vermutlich um etwa zwei Größenklassen heller, dafür aber nur flach am Morgenhimmel.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Originalarbeit:
www.pnas.org/content/early/2014/04/23/1401816111
 

Es war ein Verfahren, auf das weite Teile der Forschergemeinde große Stücke setzte: Belebte Planeten außerhalb des Sonnensystems mittels Biosignaturen in ihren Atmosphären zu identifizieren. Denn die Zusammensetzung der Atmosphären könnte verraten, ob auf den Planeten Leben existiert. Doch ein solches Signal taugt kaum zum Nachweis von Leben, vor allem dann nicht, wenn der Planet von einem Mond umkreist wird. Unter dem Sammelbegriff der Biosignaturen bzw. Biomarker versteht man Gase wie Sauerstoff (O2), Ozon (O3), Wasser – speziell als Wasserdampf – (H2O), Kohlenstoffmonoxid (CO) und Methan (CH4), die auf biologische Aktivität eines Exoplaneten hinweisen könnten. Mittels Spektropolarimetrie sollten Methoden entwickelt werden, um Biosignaturen extraterrestrischer Ökosysteme qualitativ belastbar detektieren zu können.

Im Einzelnen verrät ein ungewöhnliches Mengenverhältnis der Biomarker untereinander die mögliche biologische Aktivität. Ein Ungleichgewicht im Mengenverhältnis zweier oder mehrerer Biosignaturen entsteht mit hoher Wahrscheinlichkeit nur dann, wenn Lebewesen mit ihrem aktiven Stoffwechsel das Verhältnis der Stoffe verändern. Auf einem unbelebten Planeten pendeln sich hingegen die Verhältnisse auf ein natürliches Gleichgewicht ein.

Als Paradebeispiele der Biomarker gelten der molekulare Sauerstoff und Methan. 2012 erprobten Astronomen diese Möglichkeit mit dem VLT und analysierten den Erdschein. Aufgrund des prinzipiellen Funktionsnachweises der Methodik (man »entdeckte«, dass die Erde von Wolken bedeckt ist und konnte sogar sehen, wie sich der Grad der Bedeckung im Laufe der Zeit änderte. Man fand große Ozeane, außerdem »entdeckte« man die Vegetation am Erdboden und damit den Beweis dafür, dass auf der Erde Leben existiert) entwickelte sich schnell die Absicht, mit zukünftigen astronomischen Instrumenten, wie z.B. dem European Extremely Large Telescope diesen Ansatz zur Erforschung von Biosignaturen auf Exoplaneten voranzutreiben und auch bei Exomonden anzuwenden.

Nun aber scheint es, als ob ausgerechnet die kleinen Planetenbegleiter diesen Überlegungen – geringstenfalls bei der Anwendung auf Zwillingserden – zuwiderlaufen Denn besitzt der fragliche Exoplanet einen Mond mit eigener Atmosphäre, verschmelzen die Spektren beider Himmelskörper miteinander, was eine differenzierte Aussage über den Ursprung der auffälligen Daten ausschließt. So könnte beispielsweise das ungewöhnliche Sauerstoff-Methan-Verhältnis vom Planeten selber stammen, oder ein sauerstoffreicher Exoplanet könnte von einem methanreichen Exomond (ähnlich dem Titan) umkreist werden.

Der derzeitige Stand der technischen Möglichkeiten erlaubt es auf Jahrzehnte nicht zuverlässig, beide Fälle voneinander zu unterscheiden. Wie sich mittels Simulationen synthetisch generierter Spektren von Exoplaneten und –monden zeigte, lässt sich derzeit eine solche notwendige Unterscheidung zweier Spektren, oder das Ausschließen eines Mondes, nur bis zu einer Entfernung von etwa 30 bis 32 Lichtjahren zum zu untersuchenden Objekt realisieren. Bei deutlich größeren Supererden oder Planeten um massearme Sterne allerdings dürfte die klassische Zwei-Substanzen-Biosignatur über größere Entfernungen leichter nachzuweisen sein.

Lars-C. Depka

 

In der großen infraroten Himmelsdurchmusterung des kleinen NASA-Satelliten WISE ist nun ein Himmelsobjekt in der Nachbarschaft der Sonne entdeckt worden, über dessen Einordnung in den Zoo kleiner Himmelskörper Uneinigkeit herrscht: Nach einem »Positions-Statement« der IAU von 2001 müsste man WISE J085510.83-071442.5 als »Sub-Braunen Zwerg« oder vielleicht auch »frei schwebenden Planeten« bezeichnen, denn seine Masse liegt irgendwo zwischen dem drei- und zehnfachen derjenigen Jupiters, und jedwede Kernfusion in seinem Inneren ist ausgeschlossen.

Trotzdem beharrt der Entdecker Kevin Luhman gegenüber interstellarum darauf, den Fund als vollwertigen Braunen Zwerg anzusprechen und weiß sich damit im Einklang mit anderen Pionieren der Erforschung dieser »gescheiterten Sterne«, deren Masse nicht zur Wasserstoff-Fusion ausreicht: Keine Wasserstoff-Fusion sei die ursprüngliche Definition Brauner Zwerge gewesen, noch bevor überhaupt welche entdeckt worden waren, ohne irgendeine Massenuntergrenze. Die allerdings sieht nicht nur die IAU meist bei 13 Jupitermassen, unterhalb derer auch keine Deuterium-Fusion mehr möglich ist.

Doch für Luhman spielt deren An- oder Abwesenheit für Erscheinungsbild und Entwicklung derartiger Körper kaum eine Rolle: Hauptsache, sie sind unabhängig von einem Stern entstanden, sonst wären es natürlich Planeten. Dass WISE J085510.83-071442.5 nicht früher einmal ein solcher war, der aus seinem Planetensystem entwich, lässt sich zwar nicht ausschließen, ist aber statistisch unwahrscheinlich. Seine geringe Masse jedenfalls folgt – zusammen mit theoretischen Modellen – aus seiner später mit dem Infrarot-Satelliten Spitzer gemessenen IR-Helligkeit und -Farbe, aus der sich auch eine Oberflächentemperatur von 225 bis 260 Kelvin, selbst im wärmsten Fall also noch deutlich unter 0°C, ergibt.

Als was immer man das Objekt mit dem Spektraltyp Y nun bezeichnen mag: Dieser nahe kalte Nachbar der Sonne weist die drittgrößte Eigenbewegung und viertgröße Parallaxe (und damit viertkleinste Distanz von der Sonne) aller bekannten stellaren oder sternähnlichen Objekte der Milchstraße auf, sofern man Alpha und Proxima Centauri als ein Objekt sieht. Wie erhofft, hat damit WISE auch ganz nah noch Übersehenes aufspüren können: Im sichtbaren Licht ist WISE J085510.83-071442.5 nämlich gänzlich unsichtbar, selbst das große irdische Nah-IR-Teleskop VISTA konnte ihn nicht finden.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1404.7506
ESO-Pressemitteilung:
www.eso.org/public/germany/news/eso1414
 

Immer weiter geht es mit der physischen Erforschung der Planeten fremder Sterne: Bei β Pictoris b, einem der wenigen, die von ihrem Stern räumlich getrennt direkt beobachtet werden können, ist nun mit dem ESO-VLT die spektroskopische Messung seiner Rotationsgeschwindigkeit gelungen. Seine Kohlenmonoxidlinien sind durch schnelle Rotation um 25km/s ± 3km/s verbreitert, und da β Pic b aufgrund seiner Helligkeit rund 1,7 Jupiter-Durchmesser haben sollte, folgt eine Tageslänge von 8±1 Stunden.

Noch ist der erst rund 12 Jahrmillionen Jahre alte β Pic b aber heiß und damit aufgebläht: Später sollte er schrumpfen und die Tageslänge sogar auf 3 Stunden sinken. Bereits jetzt ist die Tageslänge kürzer als bei jedem Planeten des Sonnensystems und schreibt damit ungefähr ein dort gültiges Gesetz fort, nach dem Planeten mit zunehmender Masse immer schneller rotieren. β Pic b bringt es nämlich auf etwa 6 bis 13 Jupitermassen, während Jupiter eine Periode von 10 Stunden hat.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1404.6458
Blitze und Krater:
www.oculum.de/newsletter/astro/200/00/3/203.b0om.asp#1
 

Seit einigen Jahren wird die dunkle Seite des Mondes von je mindestens zwei 360mm-Teleskopen eines speziellen NASA-Überwachungsprogramms beobachtet, die inzwischen über 300 Lichtblitze durch einschlagende Meteoroide registriert haben. 126 besonders gut registrierte Ereignisse wurden jetzt systematisch ausgewertet: Die Blitze hatten zwischen 10m und 5m, die Massen der eingeschlagenen Meteoride lagen zwischen ca. 0,5g und 3,5kg.

Der Mond hat sich damit als idealer Detektor für Impakte in einem Größenbereich erwiesen, die sich von der Erde aus nur mit Mühe beobachten lassen: Für einen einzelnen Beobachter treten Meteore von Körpern dieser Größenordnung nur selten auf, außerdem sind die Explosionsenergien – im Bereich von Zentnern TNT – für den Nachweis durch globale Infraschall-Netzwerke zu klein.

Alles passt nun zusammen: Im Wesentlichen ein einziges Potenzgesetz überspannt 12 Größenordnungen Explosionsenergie, von den kleinsten sichtbaren Mondimpakten bis zur Statistik direkt beobachteter Kleinkörperimpakte.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Spheretec Concenter Ray:
www.spheretec.de/10047b.php
 

Das Concenter ist ein Justierokular, das zur Kollimation von Newton-Teleskopen verwendet wird. Bereits in der ersten Version konnte es in einem interstellarum-Vergleichstest durch seine leichte Handhabung und die Sicherheit der Justierergebnisse überzeugen (interstellarum 54).

Nach der steten Weiterentwicklung des Justierokulars, stellt der Hersteller Spheretec aktuell nun das Modell der fünften Generation vor: Das Concenter Ray. Neuartig ist eine selbstleuchtende Funktion der konzentrischen Kreise, die nach kurzem Anstrahlen mit einer Weißlicht-Lichtquelle (z.B. Taschenlampe) für ca. fünf Minuten nachleuchten und – nach Angaben des Herstellers – damit das Justieren bei Dunkelheit erheblich erleichtern sollen. Das externe Beleuchten der Kreisscheibe durch eine seitliche Öffnung mittels einer Astrolampe, wie beim Concenter SE, ist auch weiterhin möglich. Das Concenter Ray ist nur mit 2"-Einsteckdurchmesser erhältlich, sein Preis beträgt 69€.

Frank Gasparini

 

Dutzende Milliarden Euro werden jedes Jahr weltweit für die Straßenbeleuchtung ausgegeben, und derzeit wird viel in effizientere Lampen investiert, um am Ende die Stromkosten zu drücken: In Europa stehen dafür sogar harte gesetzliche Regelungen an. Doch schon jetzt zeigt sich, dass größere Effizienz nicht mit sinnvollerem Einsatz der Leuchtmittel einhergeht: Da sie spürbar weniger Strom verbrauchen, werden immer mehr installiert (dazu sagt der Gesetzgeber ja nichts), und die Lichtverschmutzung steigt insgesamt noch an. Das künstliche Licht auf der Erde wächst derzeit um 3% bis 6% pro Jahr, und die Außenbeleuchtung hat daran einen Anteil von 1/6 bis 1/5. Die Kosten für Lampen und Strom liegen global bei etwa ungefähr konstanten 0,7% des Bruttoinlandsprodukts, egal wie effizient die Leuchttechnologie mit der Zeit auch geworden ist. Drei Lichtverschmutzungs-Experten stellen nun einer Veröffentlichung – leider versteckt hinter der Paywall einer Zeitschrift – drei regulatorische Forderungen auf, um den Teufelskreis zu durchbrechen..

Im ersten Schritt empfehlen sie, Beleuchtung nur dort einzusetzen, wo und wann sie gebraucht wird: Würde Licht sorgfältiger gelenkt, könnten dadurch die Ausleuchtung verbessert und zugleich Kosten und Energie eingespart werden. In Gebieten, in denen nach Mitternacht kaum noch jemand unterwegs ist, könnten LED-Leuchten beispielsweise bis zum Beginn des morgendlichen Berufsverkehrs auf 10% ihrer Leuchtkraft gedimmt werden.

Zweitens sollten seitens politischer Entscheidungsträger maximal zulässige Beleuchtungswerte formuliert werden: In den meisten europäischen Städten würde bisher mehr Licht eingesetzt, als es für die Sicherheit nötig wäre, zumal die Autoscheinwerfer auch immer kräftiger würden.

Drittens schließlich brauche es eine neue Definition für Effizienz in der städtischen Straßenbeleuchtung. Diese Maßnahmen würden nach Einschätzung der Forscher helfen, nicht nur den Energieverbrauch, sondern langfristig auch die Lichtverschmutzung in unseren Städten zu reduzieren.

Daniel Fischer

 
 
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Portal zu Simon Marius:
www.simon-marius.net
Nürnberger Astronomische Gesellschaft:
www.nag-ev.de
 

Am 15. April 2014 wurde es offiziell bekannt gegeben: Der Hauptgürtelkleinplanet 1980SM wurde Ende März von dem Commitee for Small-Body Nomenclature des Minor Planet Center (MPC) nach dem Ansbacher Astronomen Simon Marius (1573–1624) benannt und trägt nun den Namen (7984) Marius.

Er war am 29. September 1980 durch die tschechische Astronomin Zdeňka Vávrová am Kleť-Observatorium oberhalb der Stadt České Budějovice (im Deutschen auch unter dem Namen Budweis bekannt) entdeckt worden – hier wurden seit der Gründung der Sternwarte im Jahr 1957 schon drei andere Kleinplaneten gefunden. Der Kleinplanet umkreist binnen 4,27 Jahren die Sonne auf einer leicht elliptischen Bahn, mit einer mittleren Geschwindigkeit von 7,57km/s in etwa 2,63-facher Entfernung Erde-Sonne.

Die Benennung erfolgt im Simon-Marius-Jahr 2014 in Anerkennung der bedeutenden Leistungen des fränkischen Astronomen. Er hatte unabhängig von Galilei 1610 die Jupitermonde entdeckt, dies aber erst 1614 in der Schrift »Mundus Iovialis« veröffentlicht und war deswegen von Galilei als Plagiator bezichtigt worden. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts konnte der Vorwurf entkräftet werden. Anlässlich des Marius-Jahres gibt es eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die von der Nürnberger Astronomischen Gesellschaft organisiert werden.

Manfred Holl

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %> - <% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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ATT in Essen:
www.att-essen.de
Livestream und Live-Chat vom ATT:
www.oculum.de/interstellarum/chatstream.asp
 

Am 10. Mai findet er wieder statt: Der Asrtronomische Tausch- und Trödeltreff, Europas größte Astronomiebörse! Wenn Sie nicht persönlich nach Essen kommen können: interstellarum und das Team der Sternstunde senden erneut live – wie im Vorjahr – von der Messe direkt ins World Wide Web! Moderator Paul Hombach und Daniel Fischer als »rasender Reporter« führen Interviews mit Ausstellern, Organisatoren sowie Besuchern und vermitteln Ihnen Eindrücke von der Veranstaltung – zusätzlich können Sie über einen Live-Chat Fragen an uns richten.

Die Livestreams finden halbstündlich jeweils um 13:00, 14:00, 15:00 und 16:00 MESZ statt. Dabei wird es exklusive Live-Studio-Interviews mit Vertretern von nimax (astroshop.de), Bresser (bresser.de) und dem Albireo-Verlag (albireo-verlag.org) geben. Um ca. 14:15 wird die neue interstellarum-App im Studio live vorgestellt – wir freuen uns auf Ihr Interesse! Der Livestream und Livechat wird ab Samstag Vormittag erreichbar sein. Für diejenigen, welche die Sendung nicht live verfolgen können, werden die Aufzeichnungen ebenfalls zeitnah online gestellt.

Der Oculum-Verlag selbst ist wieder mit einem eigenen Stand und jeder Menge Neuheiten vertreten: Neben der Vorstellung der Neuauflagen des »Deep Sky Reiseführers«, »Deep Sky Reiseatlas«, des Astro-Praxis-Titels »Die Sonne« wird auch der neue »Atlas der Großen Kometen« vorgestellt. Außer dem gesamten Verlagsprogramm finden Sie auch wieder viele attraktive Angebote zu unserer Zeitschrift interstellarum. Besonderes Augenmerk liegt diesmal auf der neuen interstellarum-App, die stündlich ab 10:30 (Ausnahme 14:30) bis 17:30 Uhr am Oculum-Stand vorgestellt wird.

Über Ihren persönlichen Besuch am Stand freut sich das
Oculum-Team

 

Wir möchten Sie heute über einen neuen Meilenstein im Hause Oculum informieren. Ab Juni dieses Jahres können Sie interstellarum nicht nur wie gewohnt blätternd genießen, sondern auch digital auf Ihrem Smartphone oder Tablet. Wann immer und wo auch immer, mit der neuen interstellarum‐App haben Sie jeden Text und jeden Artikel der gedruckten Ausgabe stets griffbereit dabei. Die digitalen Heftausgaben sind vollständig verlinkt und bieten Verknüpfungen zu einzelnen Beiträgen und Produkten, die eine einfache Vernetzung zwischen Verlag, Herstellern/Händlern und Kunden ermöglichen.

Die Funktionsweise und Anwendung werden wir erstmals am 10. Mai 2014 auf Europas größter Astronomiebörse ATT in Essen vorstellen. Möglich wird dies durch die Einführung einer neuen interstellarum-App die den Ihnen bekannten »interstellarum-Himmelskalender« ersetzen wird. Die neue interstellarum‐App ist in Kürze für iOS‐ und Android‐Geräte verfügbar; zu einem etwas späteren Zeitpunkt folgt eine browserbasierte Java‐App für klassische PCs oder Macs. Die App selbst ist kostenlos. Digitale Einzelhefte stehen sowohl innerhalb der App als auch über unseren demnächst startenden Webshop zum regulären Heftpreis zum Kauf bereit.

Das Beste: Leser, die sich für unser neues interstellarum Plus-Abo entscheiden, erhalten nicht nur die digitalen Inhalte zum gedruckten Heft dazu, sondern zusätzlich auch noch Zugriff auf unser neues digitales Heftarchiv innerhalb der App ab Ausgabe 86.

Highlights:

Das interstellarum Plus-Abo (Print + Digital) kostet grundsätzlich nur 8€/Jahr mehr als das entsprechende Print-Abo:
Bestehende Abonnenten können jederzeit auf das neue interstellarum Plus-Abo upgraden.

Einfache & intuitive Bedienung:
Die interstellarum-App bietet den Komfort und die intuitive Bedienung eines ausgereiften eBook-Readers. Ein elektronisches Inhaltsverzeichnis ist von jeder Stelle aus erreichbar und führt durch simplen Fingerzeig zu damit verlinkten Inhalten.

Intelligente und extrem leistungsstarke Suche:
Die interstellarum‐App bietet eine extrem performante Volltextsuche, die selbst auf dem Tablet blitzschnelle Ergebnisse liefert.
• Suche über mehrere Heftausgaben hinweg
• unscharfe Suche: »Finde Bereiche, die meiner Auswahl ähnlich sind!«
• erweiterte Suchparameter (AND, OR, NOT, Wildcard, Näherung etc.)
• gewichtete Trefferanzeigen

Komfortables Annotieren und Teilen:
Beliebige Textpassagen können vom Leser durch unterschiedliche Markierungen hervorgehoben werden. Aber auch eigene Text‐ und Audiokommentare sowie Bilder (auch direkt mit der Kamera) können an jeder Stelle im Text angehängt werden. Annotationen können via E‐Mail, Twitter oder Facebook geteilt werden. Außerdem werden sie automatisch über alle Geräte eines Nutzers hinweg synchronisiert.

Mehr Informationen zur Nutzung und Anwendung sowie eine Live‐Präsentation der neuen App wird es erstmals am 10.Mai auf dem ATT in Essen geben. Besuchen Sie uns und lassen Sie sich die Vorzüge, Anwendung und Features der neuen App persönlich präsentieren.

Hinweis

Das neue interstellarum Plus-Abo ist noch nicht in unserem Shop verfügbar, kann aber per:

Email an aboservice@interstellarum.de,
telefonisch unter +49 (0)9131 970694 (Mo–Do 10–15 Uhr),
per Fax unter +49 (0)9131 978596 oder
schriftlich an:
interstellarum Abo-Service
Oculum-Verlag GmbH
Spardorfer Straße 67
91054 Erlangen

bestellt werden. Ab Kalenderwoche 22 wird das Plus-Abo auch über den Shop verfügbar sein. Der Bezug des interstellarum Plus-Abos startet mit interstellarum-Ausgabe 95 und wird für iOS, Android und als browserbasierte Java-App verfügbar sein.

 
 
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DEEP SKY REISEATLAS:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=83
DEEP SKY REISEATLAS INHALTSVERZEICHNIS (PDF):
www.oculum.de/oculum/download/dsra-inhalt.pdf
 
 
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DEEP SKY REISEFÜHRER:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=84
DEEP SKY REISEFÜHRER INHALTSVERZEICHNIS (PDF):
www.oculum.de/oculum/download/dsrf-inhalt.pdf
 

Das neue Deep-Sky-Traumduo ist da: Reiseatlas und Reiseführer sind parallel zueinander in neuen verbesserten Ausgaben des Oculum-Verlags erschienen, die jeweils aufeinander abgestimmt sind.

Der »Deep Sky Reiseatlas« ist als einzigartiges Werkzeug für den nächtlichen Einsatz unter dem Sternhimmel konzipiert. Durch die robuste wasserabweisende Verarbeitung ist der Atlas für eine dauerhafte Benutzung neben dem Teleskop ausgelegt. 38 Karten decken den gesamten Himmel in einem einheitlichen Maßstab von 2° pro Zentimeter ab. Sie enthalten mehr als 20000 Sterne bis zur Größenklasse 7m,5 und die 666 lohnendsten Sternhaufen, Nebel und Galaxien für kleine Fernrohre.

Über 300 Objekte sind darüber hinaus mit Spezialkarten im Maßstab von 0,5° pro Zentimeter und einer Grenzgröße von 10m,0 abgebildet. Eine wertvolle Hilfe sind die eingedruckten Telrad-Zielkreise, die das sichere Aufsuchen von Himmelsobjekten mit einem Telrad-Peilsucher ermöglichen.

Die 4. verbesserte Auflage des Deep Sky Reiseatlas behält die bewährte farbige Ausführung der Karten: Objektsymbole lassen sich so wesentlich leichter finden und die Milchstraße tritt besser hervor. Die seitlichen Register sind nach jahreszeitlicher Sichtbarkeit farblich codiert, was die Orientierung wesentlich erleichtert. Alle Farben sind so gewählt, dass sie mit roten Taschenlampen optimal lesbar sind. Die Daten wurden aktualisiert und Fehler korrigiert.

Michael Feiler, Philip Noack, Oculum-Verlag
80 Seiten, Spiralbindung, wasserabweisende Oberfläche, 30cm × 21cm
ISBN: 978-3-938469-71-2
29,90€

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Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck auf einigen Beispielseiten.

Mit eigenen Augen den Himmel entdecken. Die 5. verbesserte Auflage des Deep Sky Reiseführers führt zu den Sehenswürdigkeiten des Nachthimmels: Sternhaufen, Nebel, Galaxien. Mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop erschließen sich ganz unmittelbar die faszinierenden Objekte des Universums. Der Reiseführer beschreibt insgesamt 345 Ziele, darunter alle 110 Messier-Objekte, sowie Schaustücke aus dem NGC und IC, dazu die schönsten Doppelsterne und die interessantesten Veränderlichen. 320 weitere Objekte sind zusätzlich mit Kurzbeschreibungen und Daten gelistet.

Der Deep Sky Reiseführer verwendet dieselben Farben wie der Reiseatlas. Die Sternbilder sind nach Jahreszeiten sortiert, deren Farben sowie die Objektsymbole stimmen mit dem Reiseatlas überein. Die Beschreibungen der Deep-Sky-Objekte werden ergänzt durch 310 Zeichnungen des Autors, konsequent wird auf Fotos verzichtet. Beobachter aus lichtverschmutzten Stadtregionen finden ebenso Empfehlungen wie erfahrene Beobachter unter dunklem Himmel, für die besondere Herausforderungen aufgenommen wurden. Der Deep Sky Reiseführer ist auf die Karten des Deep Sky Reiseatlas abgestimmt– ein Duo, das jeder Sternfreund haben sollte. Durch Verweise im Buch lassen sich direkt die richtigen Atlaskarten finden. Die Daten wurden aktualisiert und Fehler korrigiert.

Ronald Stoyan, Oculum-Verlag
256 Seiten, Hardcover, 17cm × 24cm
ISBN: 978-3-938469-72-9
29,90€

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DIE SONNE:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=81
DIE SONNE INHALTSVERZEICHNIS (PDF):
www.oculum.de/oculum/download/sonne2-inhalt.pdf
 

Die Sonne ist der Stern direkt vor unserer Haustür. Das Gestirn, das unser Leben bestimmt, bietet ein großartiges astronomisches Beobachtungsobjekt, das jeden Tag ein neues Gesicht zeigt. Selbst mit dem (geschützten!) bloßen Auge lassen sich faszinierende Beobachtungen machen.

Dieses Buch erklärt die Phänomene auf der Sonne und zeigt, wie man diese mit modernen Sonnenteleskopen beobachten und fotografieren kann. Dazu zählt neben dem herkömmlichen »Weißlicht« die Beobachtung in speziellen Spektrallinien der Elemente Wasserstoff und Kalzium.

Besonderer Wert wird auf die Sicherheit der Sonnenbeobachtung gelegt. Ausführlich werden verschiedene Filtermethoden erklärt und ihre Eignung für die verschiedenen Beobachtungszwecke herausgestellt. Die 2. aktualisierte Auflage wurde astronomisch und technisch auf den neuesten Stand gebracht und erweitert. Zahlreiche neue Abbildungen spiegeln die Entwicklung auf unserem Stern in den vergangenen Jahren wider.

Jürgen Banisch, Oculum-Verlag
240 Seiten, Softcover, 17cm × 24cm
ISBN: 978-3-938469-68-2
24,90€

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