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Sonne. Helligkeit -26 ,m7, Durchmesser 31' 27,95" (26.6.2016 15:20 MESZ, Sonnenbild: 26.6.2016 14:00 MESZ)
Mond. Helligkeit -10 ,m6, Durchmesser 31' 35,7" (26.6.2016 15:20 MESZ)
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 202 vom 6.12.2013
 
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Wichtige Astronomische Ereignisse vom 6.12.–20.12.2013

9.12.16:12 MEZMond Erstes Viertel
10.12.3:30 MEZVenus im größten Glanz (–4 ,m7)
11.12.23:32 MEZMond bedeckt Epsilon Psc (4 ,m3), Eintritt
14.12.6:45 MEZMaximum Geminiden, Dauer: 4. – 17.12., ZHR=120
17.12.10:28 MEZVollmond
19.12.6:06 MEZMond bei Jupiter (Jupiter 5,6° nördlich)
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Die Bahn der Überreste des Kometen ISON vom 8. bis 20. Dezember, wenn die Position vor Dämmerungsbeginn und – bis Mitte des Monats – auch ohne störendes Mondlicht wieder für tiefe Belichtungen zugänglich wird: Sie geht fast exakt nach Norden, so dass sich zumindest die Sichtgeometrie fortwährend verbessert.

Auch wenn es schon Nachrufe zuhauf gibt: Noch besteht eine theoretische Möglichkeit für Beobachtungen jener Staubstruktur, die nach dem fatalen Periheldurchgang des Kometen ISON auf der alten Bahn übrig geblieben ist und zunehmend Abstand von der Sonne gewinnt. In der ersten Woche waren einzig Kameras auf zwei Satelliten in einer Position gewesen, um das Schicksal von Ex-ISON zu verfolgen: bis zum Ende des 30. November der Koronograph LASCO C3 auf SOHO und danach der Heliospheric Imager 1 auf STEREO Ahead. Dieses Instrument mit 20° Gesichtsfeld, 70" Auflösung und einer stellaren Grenzgröße von besser als 12m dient eigentlich dazu, die Ausbreitung Koronaler Massenauswürfe durch den interplanetaren Raum zu verfolgen, hat aber wiederholt auch als Kometenforscher von sich reden gemacht. Als ISON zwei Tage nach dem Perihel in das Gesichtsfeld von HI-1A trat, war er noch eine verblüffend auffällige Erscheinung, doch die Flächenhelligkeit nahm fortwährend ab: Schließlich sinkt das Sonnenlicht, das den Staub beleuchtet, mit dem Quadrat der Entfernung.

Und neuer Staub kommt nicht mehr dazu: In den Stunden um den Periheldurchgang – die Auswerter der LASCO-Aufnahmen sind sich noch uneins ob kurz vor oder nach dem sonnennächsten Bahnpunkt – hat ISON alle Staubproduktion eingestellt, offenbar die Folge einer weitgehenden Zerstörung des ohnehin höchstens 1,2km großen Kerns. Dabei wurde immerhin noch einmal kräftig Staub in den Raum entlassen, der nun den Großteil des blassen Überrests von ISON ausmacht – der nun wieder am dunklen und mondfreien irdischen Morgenhimmel erscheinen sollte. Schon am 9. Dezember steht er vor Beginn der Morgendämmerung 10° hoch, am 13. Dezember 20° und am 15. Dezember 25°. Die folgenden Tage stört der fast volle Mond, aber am 19. Dezember ist ISONs Ort am Himmel nach Ende der Abenddämmerung mondfrei in 10° Höhe zu finden und am 25. Dezember schon 20° hoch – dann ist er sogar zirkumpolar geworden. Wie hell die Staubwolke dann noch sein wird, traut sich niemand vorherzusagen: sicher eine Herausforderung für Astrofotografen, die »in die Tiefe« gehen können, wie auch professionelle Großteleskope inklusive Hubble Ende des Monats, die in ihr nach letzten Resten des Kerns suchen werden. Noch einmal interessant wird es in der Nacht 15./16. Januar 2014: Dann kreuzt die Erde die Bahnebene ISONs, und sein Reststaub sollte zu einem schmalen Strich am Himmel kollabieren – so wie es dieses Frühjahr schon PANSTARRS vorgeführt hat.

Jetzt mitmachen!

Sollte es Ihnen gelingen, den Überrest von Komet ISON zu fotografieren, bitte senden Sie uns Ihre Fotos. Alle Ergebnisse werden wie immer in unserer Online-Galerie »Kometen aktuell« zu sehen sein.

Bilder einsenden: www.interstellarum.de/aktuelleereignisse.asp

Kometen aktuell: www.kometenaktuell.de

Daniel Fischer

 
 
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AAVSO-Portrait von R Leo:
www.aavso.org/vsots_rleo
Arbeit zu Mirasternen (PDF):
www.aavso.org/sites/default/files/jaavso/v40n1/516.pdf
BAV:
www.bav-astro.de
 

R Leonis ist ein Roter Riesenstern und pulsiert mit einer Periode von ca. 10 Monaten. Die mittlere Helligkeit von 5,m8 im Maximum hat der Stern diesmal etwas übertroffen: am 3.12. war R Leo bereits 5,m5 hell. Das Maximum des nicht völlig regelmäßigen Zyklus dürfte in der ersten Dezemberhälfte eintreten. R Leo ist 5° westlich von Regulus, dem hellsten Stern im Sternbild Löwe leicht zu finden und gut im Fernglas beobachtbar. Die rote Farbe ist auch im kleinen Fernrohr auffallend. Visuelle Helligkeitsschätzungen des Sterns sind mit Hilfe konstanter Vergleichssterne nicht allzu schwierig und wertvoll, um die bereits mehr als 200 Jahre andauernde Beobachtungsgeschichte des Sterns weiterzuführen. Im Minimum werden normalerweise 10,m0 erreicht und daher ist R Leonis dann auch in einem sehr kleinen Fernrohr gut zu sehen. Der visuelle Lichtwechsel um einen Faktor 50 in der Helligkeit ist auffallend und dramatisch.

Mirasterne sind späte Entwicklungsphasen von Sternen ähnlich der Sonne. Sie sind aufgeblähte verdünnte Sternhüllen um einen heißen Kern, in dem der Wasserstoff bereits aufgebraucht ist. Diese Sterne verlieren ständig Masse und entwickeln sich zukünftig zu einem Weißen Zwergstern (dem Überrest des Kerns) umgeben von einem Planetarischen Nebel. R Leonis ist etwa 270Lj entfernt. Der Stern hat einen interferometrischen messbaren Durchmesser von 30 bis 80 Millibogensekunden und ist abgeplattet. An die Stelle der Sonne gesetzt würde R Leonis bis über die Erdbahn hinausreichen.

Wolfgang Vollmann

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Originalarbeit:
www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0019103513004156
 

Eine oft gestellte Frage im Zusammenhang mit der geologischen Textur des größten Saturnmondes Titan ist die, warum sich einige Regionen augenscheinlich frei von Einschlagskratern zeigen. Wie eine neue Untersuchung zeigt, könnten solche Areale in früheren Zeiten sedimentgesättigte Feuchtgebiete oder flache Meere gewesen sein. Unter solchen Voraussetzungen wären nahezu sämtliche Überbleibsel einer veränderten Oberfläche zwischenzeitlich verschüttet bzw. abgetragen worden. Schon auf den ersten Blick unterscheidet sich die Titan-Oberfläche beispielsweise grundlegend von der pockennarbigen Gestalt des Erdmondes. Die wenigen Oberflächenmerkmale, die als Titankrater identifiziert wurden, erscheinen allesamt weit flacher, als sie in Relation zu ihrem Durchmesser sein sollten. Seit 2001 wurden lediglich 61 Krater bestimmt, oder als potenzielle Kandidaten gehandelt. Die meisten von ihnen mit einem Durchmesser von wenigstens 20 km.

Durch seine enorm dichte Atmosphäre verfügt der Saturnmond über eine wirkungsvolle Schutzhülle, die die Oberfläche vor Einschlägen kleinerer Objekte bewahrt. Gleichzeitig ermöglicht sie das Vorhandensein von Wetter auf Titan, dessen Einwirkungen der Erosion Vorschub leisten. Frühere Diskussionen zeichneten verschiedene Lösungsansätze für die überraschend geringe Kraterdichte des Titan. So könnten große Sedimentmengen mithilfe des dortigen Methankreislaufs aus den Hochgebieten in die Tiefebenen eingeschwemmt worden sein, und so fast sämtliche Spuren früherer Impakte überspült haben. Allerdings versagt dieser Ansatz bei der Erklärung, warum ausgerechnet in der Xanadu-Region, einer auffälligen Gegend von der Größe Australiens, die meisten noch vorhandenen Kraterspuren relativ zur Flächengröße lokalisiert werden können. Auch die viel beachtete Flugsandtheorie misslingt in wichtigen Detailfragen. Der größte Teil der Sanddünen befindet sich in den Hochlandgebieten des Mondes. In den kraterfreien Polargebieten hingegen gibt es weder Hinweise auf Sand, noch Sanddünen. Gleichfalls begründet die Cryovulkan-Hypothese – also der Ausbruch von flüssigem Methan oder anderen flüchtigen Substanzen anstelle von geschmolzenem Gestein – nicht, warum Krater in einigen flachen Gebieten vorkommen, in anderen aber nicht. Der durch photochemische Reaktionen in der dunstigen Atmosphäre entstehende Niederschlag aus Kohlenwasserstoffpartikeln ist nicht produktiv genug, um einen Großteil der Krater auf der Mondoberfläche verschwinden zu lassen. Um 6m Mächtigkeit zu erreichen, muss es eine Milliarde Jahre lang regnen. Um also einen Einschlagtrichter von einem Kilometer oder mehr zu verfüllen, ist Titan nicht alt genug.

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Ein maßstabsgetreuer Vergleich der Oberflächenstrukturen zwischen der Xanadu-Region auf Titan (links) und dem Jupitermond Kallisto (rechts), aufgenommen von den Sonden Cassini und Galileo. [NASA/JPL-Caltech]

Wenig Beachtung in allen Überlegungen fand bislang die Annahme, dass kosmische Einschläge von vornherein in sumpfigen Gebieten, porösen Sedimenten oder flachen Meeren niedergegangen sein könnten. 2005 wies die Huygens-Landestelle ganz ähnliche geomorphologische Eigenschaften auf. Solche Sammelbecken fließender Flüssigkeiten sind naturgemäß häufiger in tief liegenden Bereichen zu vermuten. Abgesehen davon, dass Einschläge selbst in flacheren Meeren oder Seen keine sichtbaren Spuren hinterlassen, bilden sie auch bei Niedergängen in »matschigen« Bereichen typischerweise keinen Krater mit Rand aus. Das aufgeweichte Material ließe die Kraterwände in sehr schneller Zeit zum Einbruch bringen. Titans topografische Gegebenheiten unterstützen diese Annahme, denn mehr als 50% der bekannten Krater liegen 100m oder mehr über Titans durchschnittlichem Höhenprofil. Tieflandkrater in der Xanadu-Region (eine der geologisch ältesten Gegenden des Satelliten) wären demnach in einer Zeit entstanden, bevor die Titan-Atmosphäre ihre heutige Gestalt entwickelte. Die Mondoberfläche wäre trockener, die Krater unversehrter geblieben. Die mit der dichter werdenden Atmosphäre verstärkt einsetzende Erosion und Modulation der Oberfläche hätte nicht genug Zeit gehabt, um die größten, jetzt noch sichtbaren Einschlagnarben von der Oberfläche zu tilgen.

Lars-C. Depka

 

Es war nur ein himmelsmechanischer Zufall, aber ein gewisser Symbolcharakter war nicht zu übersehen: Innerhalb von weniger als 24 Stunden haben sich am 30. November und 1. Dezember eine indische Raumsonde auf den Weg zum Mars und eine chinesische auf den Weg zum Mond gemacht. Während die Mars Orbiter Mission (MOM) im kommenden September in eine Umlaufbahn um den Planeten einschwenken soll, stehen Chang'e-3 bereits Mitte Dezember eine weiche Landung auf dem Mond – die erste seit 37 Jahren – und das Aussetzen eines Fahrzeugs bevor. MOM soll in erster Linie demonstrieren, dass die aufstrebende Raumfahrtnation Indien auch in den Tiefen des Sonnensystems operieren kann, wobei die Sonde mit einiger Autonomie auf Notsituationen reagieren kann. Es sind aber auch fünf wissenschaftliche Instrumente an Bord, die aus einer hoch elliptischen Bahn heraus der Fernerkundung der Oberfläche wie der Analyse der Marsatmosphäre – inklusive einer Suche nach Methan – dienen sollen. Die gesamte Masse der Nutzlast ist freilich nur 15kg, und der wissenschaftliche Wert der Mission ist schwer einzuschätzen. Die Anteilnahme der Bevölkerung sowohl am Start am 5. wie auch dem Verlassen der danach schrittweise angehobenen Parkbahn um die Erde am 30. November war jedenfalls enorm.

Auch Chinas Chang'e-3 ist ein prestigeträchtiges Unterfangen, dessen Beginn selbst der internationale Dienst des Staatsfernsehens eine mehrstündige Sondersendung widmete. Westliche Beobachter bewundern vor allem die systematische Vorgehensweise des chinesischen Mondprogramms, bei dem zwei Orbitern – der zweite diente schon sehr konkret dem Auskundschaften einer Landestelle im Sinus Iridum – nun ein mit 3,8t Masse gewaltiger Lander und später Missionen zum Probentransport zur Erde folgen werden (ein explizites Ziel Chinas, danach zügig auch die Landung eines Menschen folgen zu lassen, existiert dagegen vornehmlich in den Köpfen amerikanischer Politiker). Seit der sowjetischen Luna 24 im Jahre 1976 ist kein Raumfahrzeug mehr weich auf der Mondoberfläche gelandet, und es ist schon 40 Jahre her, dass zuletzt Fahrzeuge auf dem Mond unterwegs waren. Während des Abstiegs aus einer 15km hohen Umlaufbahn soll die Landeeinheit von Chang'e-3 am 14. Dezember vollautomatisch eine sichere Landestelle suchen: ein Novum in der Planetenerkundung. Neben dem 140kg-Rover Yutu (Jade-Kaninchen) trägt sie u.a. auch ein astronomisches Ultraviolett-Teleskop mit 150mm Öffnung und einem CCD-Detektor für 245nm bis 340nm Wellenlänge, das 13m Grenzgröße erreichen soll. Auch dies ist wieder ein erster Schritt hin zur Installation automatischer Sternwarten auf dem Mond.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1310.6802
 

Mit etwa –1m wurde sie so fast hell wie der Sirius und dürfte die hellste je am Himmel beobachtete klassische Nova-Explosion gewesen sein: die Nova Aquilae 1918 alias V603 Aql. Jetzt gibt es auch die bei weitem genaueste Lichtkurve ihrer Entwicklung nach 1938, als der Ausbruch endgültig vorbei war und sie wieder die ursprüngliche Helligkeit von 11,m4 im Blauen hatte.

Aus 22721 neu reduzierten Helligkeitsmessungen – die meisten visuelle Schätzungen aber auch 538 Fotoplatten der Sternwarte Sonneberg – ergibt sich ein langsamer aber stetiger Abfall seither um 0,m44/Jahrhundert, überlagert allerdings von Schwankungen um Zehntel Größenklassen auf Zeitskalen von Jahrzehnten. Doch der langfristige Trend über die letzten 75 Jahre – noch nie wurde dergleichen überhaupt eindeutig gemessen – passt gut zum »Winterschlafszenario« der klassischen Novae.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1311.4802
Das war Garradd:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/50/6/156.vu1cn.asp#1
 

Bislang galt es in der Kometenforschung als ausgemacht: Zwar hat jeder Komet eine individuelle chemische Zusammensetzung – aber die relative Menge der verschiedenen Gassorten zueinander, die im Laufe eines Periheldurchgangs freigesetzt werden, bleibt wenigstens konstant. So war es zum Beispiel beim besonders ausgiebig beobachteten Hale-Bopp gewesen – doch C/2009 P1 (Garradd) hat sich überhaupt nicht an diese Regel gehalten: Während seine Produktion von Wasserdampf auf eher typische Weise erst an- und dann wieder abstieg, setzte Garradd im Laufe der Zeit ständig mehr Kohlenmonoxid frei, auch als das Perihel schon lange durchschritten war. War das eine Art jahreszeitlicher Effekt, bei dem erst nach dem Perihel besonders CO-reiche Regionen des Kerns in die Sonne gerieten, oder hatte diese zunächst eine wasserreiche Kruste weggebrannt und so tiefere CO-Schichten befreit? Vieles ist denkbar, aber eines sicher: Nur einmal die relativen Gasmengen zu messen, die aus einem Kometenkern strömen, genügt nicht.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Astronomik Vollformat-Clip-Filter:
www.astronomik.com/de/clip-filter-fur-canon-vollformat.html
 

Wer mit einer Vollformatkamera von Canon Astrofotografie betreibt, konnte Astronomik-Filter bisher nur als Objektiv-Frontfilter verwenden. Die vielseitigen, da für unterschiedliche Optiken einfach nutzbaren Clip-Filter von Astronomik waren bisher DSLR-Gehäusen mit APS-C-Sensor vorbehalten. Ganz aktuell bietet die Firma Astronomik als Weiterentwicklung nun auch Clip-Filter für Vollformatkameras von Canon an.

Die Clip-Filter werden – wie die kleinere Variante für die APS-C-Kameras – ohne Werkzeug im Gehäuse montiert und auch wieder demontiert, eine Modifikation ist nach Auskunft von Gerd Neumann für den Einsatz der Clip-Filter nicht erforderlich. Die Preise reichen je nach Typ von 69€ bis 429€, als Einführungsangebot gewährt der Hersteller für Bestellungen bis 31.12.2013 einen Rabatt von 10% auf die Listenpreise.

Frank Gasparini

 
 
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Projekt-Beschreibung (PDF):
www.eso.org/public/archives/releases/pdf/eso1349c.pdf
Tschira-Stiftung:
www.klaus-tschira-stiftung.de
ESO-Pressemitteilung:
www.eso.org/public/germany/news/eso1349
 
Künstlerische Darstellung der »ESO Supernova«, die ab 2014 neben dem ESO-Hauptquartier in Garching bei München entstehen wird: Die architektonische Verwandschaft mit dem Haus der Astronomie in Heidelberg ist unübersehbar. [ESO]

Das konnte die Europäische Südsternwarte natürlich nicht ablehnen: Die Klaus-Tschira-Stiftung hat dem Betreiber mehrerer Großsternwarten in Chile ein Besucherzentrum samt modernem Planetarium geschenkt, das nun ab Ende 2014 auf dem Campus der ESO-Hauptverwaltung in Garching 15km nördlich von München entstehen wird. Deren Astronomen werden sich um den Betrieb und die astronomische Öffentlichkeitsarbeit – unter reichlicher Nutzung von Forschungs- und Bildergebnissen der chilenischen Teleskope natürlich – kümmern. Zwar ist die »ESO Supernova«, wie die Einrichtung heißen soll, in gewisser Weise ein Gegenstück zum ebenfalls Tschira-finanzierten »Haus der Astronomie« in Heidelberg, das sich eher der Astronomie-Didaktik widmet. Aber erste Beschreibungen des neuen Projekts klingen nach dem Anspruch, in Garching eine wesentliche breitere Öffentlichkeit als dieses zu erreichen, was jeden Werktag mindestens 10 Stunden lang parallel in Deutsch und Englisch geschehen soll.

Auch architektonisch gibt es eine klare Verwandtschaft der beiden Einrichtungen, die sich durch geschwungene Formen auszeichnen (wie übrigens auch das ESO-Hauptquartier selbst, in dessen Fluren es kaum rechte Winkel gibt): Während das Haus der Astronomie in seiner Anlage an eine Spiralgalaxie erinnern soll, ist es bei der ESO Supernova ein enges Doppelsternsystem mit Materieaustausch, wie es u.a. auch die Vorgänger von Typ-Ia-Supernovae sind. Das Gebäude wird über 2000m2 Fläche für permanente und temporäre Ausstellungen bieten, Raum für Tagungen und Workshops, gekrönt durch ein modernes Fulldome-Planetarium sowie eine Volkssternwarte. Die 1995 gegründete Klaus-Tschira-Stiftung, die die gesamten Baukosten übernimmt, fördert ausgewählte naturwissenschaftliche Projekte, meist mit starkem Anspruch an Leistungen in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. So sichtbar wie demnächst in Garching war das Ergebnis noch nie.

Daniel Fischer

 
 
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Portal von astroEDU:
www.iau.org/astroedu
IAU-Pressemitteilung:
www.iau.org/public_press/news/detail/iau1305
 

Manches, was als Lehrmaterial für formellen oder informellen Astronomieunterricht im Internet zu finden oder gar in den Handel gebracht worden ist, hat hohe Qualität, anderes jedoch ist schlicht unbrauchbar: Das Office of Astronomy for Development der Internationalen Astronomischen Union hat deswegen nun – mit Unterstützung der EU übrigens – die Initiative ergriffen.

Lehrmaterialien aller Art werden auf der Internet-Plattform »astroEDU« der gleichen strengen Prüfung – »Peer Review« – durch Experten vom Fach unterworfen wie es bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen üblich ist, und was bestanden hat, kommt in eine frei zugängliche Datenbank. Zunächst nur in Englisch, ab 2014 aber auch in anderen Sprachen.

Daniel Fischer

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 6.12.–20.12.2013 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
9.12. 02:20 ZDF Frag den Lesch: Entlarvt: Pseudowissenschaften auf dem Prüfstand 15min. 12.12.: ZDF neo: 6:10
10.12. 06:10 ZDF neo Frag den Lesch: Dem Yeti auf den Fernsen 15min.
10.12. 14:00 BR-alpha Die Erde – unser Planet: Kontinente auf Wanderschaft 15min. 11.12.: 8:30
10.12. 14:15 BR-alpha Die Erde – unser Planet:Von der Sonne verwöhnt? 15min. 11.12.: 8:45
11.12. 22:45 BR-alpha alpha-Centauri: Wie entstehen Galaxien? 15min. 12.12.: 1:30, 10:15, 13.12.: 11:45
16.12. 02:10 ZDF Frag den Lesch: Existiert Zukunft? 15min. 19.12.: ZDF neo: 6:15
18.12. 10:55 BR-alpha Xmas-Xpress: Mars 5min.
18.12. 22:45 BR-alpha alpha-Centauri: Warum fällt der Mond nicht auf die Erde? 15min. 19.12.: 1:30, 10:15, 20.12.: 11:45
19.12. 06:00 ZDF neo Frag den Lesch: Unerfüllte Träume? Reisen durch Raum und Zeit 15min.

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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ausführliche Stellenbeschreibung:
www.interstellarum.de/stellenanzeige.asp
 

Für unser Büro in Erlangen suchen wir zur unbefristeten Festanstellung:

Leitung Medien & IT (m/w)

Der Oculum-Verlag (www.oculum.de) ist als einziger deutschsprachiger Verlag ausschließlich auf Titel für Astronomie spezialisiert. Neben der Zeitschrift interstellarum (www.interstellarum.de) gehören zahlreiche erfolgreiche Atlanten, Bücher und Software zum Verlagsprogramm.

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Oculum-Verlag GmbH
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Spardorfer Str. 67, D-91054 Erlangen
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Atlas der Großen Kometen:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=85
Inhaltsverzeichnis:
www.oculum.de/oculum/download/atlasdergrossenkometen-inhalt.pdf
 

Die 30 größten Kometen in Wissenschaft, Kunst und Kultur: Kometen haben seit jeher die Menschheit fasziniert, besonders jene Schweifsterne, die unübersehbar wie helle Fackeln am Himmel stehen. Der Bevölkerung galten sie als Unheilverkünder und Todesanzeiger, Zornruten und Bußzeichen. Die Kunst nahm dieses Motiv wiederholt auf und stellte es auf vielfältige Weise dar. Die Wissenschaft schließlich entschleierte Kometen als besonders aktive Kleinkörper des Sonnensystems.

Dieser beeindruckende Bildband zeigt in bisher unerreichter Fülle an historischen Zeichnungen, Grafiken, Flugblättern und Fotografien die 30 größten Kometen der Neuzeit. Die historischen Dokumente verdichten die Empfindungen der Menschen, die Irrungen und Wirrungen von Aberglauben und Wissenschaft, über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren. Das in aufwändiger Recherche ermittelte Bildmaterial wird von informativen Texten begleitet. Zu jedem Schweifstern wird ausführlich über Bahn und Sichtbarkeit, Entdeckung und Beobachtungen sowie die Aufnahme in der Öffentlichkeit und den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn berichtet. Insgesamt entsteht ein vollständiges Bild dieser spektakulären Himmelsschauspiele.

Atlas der Großen Kometen – Die 30 größten Kometen in Wissenschaft, Kunst und Kultur

Ronald Stoyan

224 Seiten, Hardcover, 32,5cm × 25cm, durchgehend farbig

ISBN 978-3-938469-70-5

Erscheinungstermin: 20. November 2013

49,90 Euro

 

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck auf einigen Beispielseiten.

 
 
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Leser-Ergebnisse:
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Fotos einsenden:
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Zeichnungen und Beschreibungen einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp?Maske=2
 

Die Objekte der Saison (OdS) in interstellarum laden Sie herzlich ein, sich mit eigenen Beobachtungen an diesem größten Beobachtungsprojekt in deutscher Sprache zu beteiligen! Seit Heft 86 stellen wir je ein Objekt für Einsteiger, für Stadtbeobachter und für Landbeobachter vor.

Viele Objekte der Saison der letzten Hefte können gut am Nachthimmel beobachtet werden. Besonders der Planetarische Nebel NGC 6826 (Cygnus), die Galaxie NGC 925 (Triangulum) und NGC 1300 (Eridanus) verdienen Ihre Aufmerksamkeit.

Fotos und Zeichnungen bzw. wörtliche Beschreibungen – ganz gleich ob Experten-Ergebnisse oder Anfänger-Resultate – können direkt auf den interstellarum-Server geladen werden. Auch Beobachtungen mit bloßem Auge oder Ferngläsern sind willkommen! Alle eingehenden Ergebnisse werden in der Online-Präsentation auf interstellarum.de gezeigt. Eine Auswahl schafft es zusätzlich in das April-Heft des kommenden Jahres. Machen Sie mit – wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer!