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Sonne. Helligkeit -26 ,m7, Durchmesser 31' 33,94" (27.5.2016 18:00 MESZ, Sonnenbild: 27.5.2016 14:00 MESZ)
Mond. Helligkeit -10 ,m8, Durchmesser 30' 42,74" (27.5.2016 18:00 MESZ)
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 185 vom 5.4.2013
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 5.4.–19.4.2013

10.4.11:35 MESZNeumond
14.4.21:11 MESZMond bei Jupiter (Mond 2,6° südlich)
18.4.14:31 MESZMond Erstes Viertel
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
 
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Internationale Fotos:
asterisk.apod.com/viewtopic.php?f=29&t=30841&start=75
Analyse des Staubschweifs (PDF):
kometen.fg-vds.de/Publ/2011l4/panstarrs_tailphenomena.pdf
Die tiefste Aufnahme:
spaceweather.com/gallery/indiv_upload.php?upload_id=80385
 
 
TIPPS DER REDAKTION
interstellarum 87
PANSTARRS mit allen Infos, Karten und Tipps zur Beobachtung und Fotografie
www.interstellarum.de/ausgabe.asp?Nummer=87
 
Astro-Praxis: Kometen – Eine Einführung für Hobby-Astronomen
von Burkhard Leitner und Uwe Pilz
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=73
 
Astro-Praxis: Galaxien – Eine Einführung für Hobby-Astronomen
von Wolfgang Steinicke
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=68
 
 
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Bilder einsenden:
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Leser-Galerie:
www.kometenaktuell.de
 
PANSTARRS bei Messier 31 am Abend des 2. April, aufgenommen mit 200mm-Teleobjektiv, Canon EOS 5D Mark 2 bei ISO 800 und 4min Belichtungszeit. [Thilo Schramm]
 
Aufsuchkarte für PANSTARRS im April und Mai.
[Frank Gasparini, interstellarum]

Die Helligkeit des Kopfes des Kometen PANSTARRS ist erwartungsgemäß seit dem Perihel deutlich zurückgegangen, mit Schätzungen Anfang April um 4,m5 – aber wie erhofft hat der Staubschweif so lange »durchgehalten«, bis sich der Komet in den ersten Apriltagen an die Andromedagalaxie annäherte. Die himmlische Begegnung der beiden insgesamt ähnlich hellen diffusen Objekte – Messier 31 hat eine Gesamthelligkeit von rund 3,m5, während bei der Kometenhelligkeit der Schweif ignoriert wird – mit dem bloßen Auge zu genießen, war nur wenigen vergönnt, denn noch immer steht der Komet bei Dämmerungsende nur in geringer Höhe über dem Horizont. Aber erfahrene Astrofotografen konnten doch eine Menge aus der seltenen Konstellation herausholen, vor allem mit höheren Brennweiten und Gesamtbelichtungszeiten von vielen Minuten: Der inzwischen rund 120° weit aufgefächerte Staubschweif von PANSTARRS – der damit etwas an den Halleyschen Kometen im April 1986 erinnert – schaffte es auf den tiefsten Aufnahmen sogar, die Galaxie zu berühren.

Der Komet zieht nun weiter in die Kassiopeia und wird im deutschen Sprachraum zirkumpolar, während die Elongation von der Sonne in den kommenden zwei Wochen von 37° auf 50° ansteigt. Das beste Sichtfenster liegt jetzt nicht mehr am Abend, wo PANSTARRS am Ende der astronomischen Dämmerung weiterhin nur 12° bis zuletzt 18° hoch steht, sondern am Morgen: Hier beträgt die Höhe vor Beginn der Dämmerung 18° bis schließlich 35° – und der Mond ist am Morgenhimmel im gesamten Zweiwochenintervall nicht anwesend, während er ab Mitte des Monats erneut am Abend zu stören beginnt. Die Helligkeit der Koma dürfte bis dahin allerdings in Richtung 6,m0 gefallen sein und der Schweif auch merklich verblassen. Das Fazit der PANSTARRS-Erscheinung 2013 dürfte aber schon jetzt feststehen: Fürs bloße Auge war der Komet nie eine auffällige »Leuchte«, dafür aber zwei Monate lang ein Hochgenuss für Astrofotografen – und der abwechslungsreiche Staubschweif mit manch »klassischer« Struktur verhielt sich sogar lehrbuchreif.

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Auch Sie können uns Fotos über unsere Uploadseiten zusenden. Alle Ergebnisse werden wie immer in unserer Online-Galerie »Kometen aktuell« zu sehen sein und eine Auswahl veröffentlichen wir im gedruckten Heft.

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Kometen aktuell: www.kometenaktuell.de

Daniel Fischer

 

Auf bis zu 12. oder 11. Größe hätte die SN 2013am in M 65 in diesen Tagen steigen sollen. Dies war gleich nach der Entdeckung der jungen Typ-II-Supernova am 21. März vorausgesagt worden – aber ihre visuelle Lichtkurve ist einfach bei den ursprünglichen rund 15,m5 stehen geblieben!

Eine Vermutung ist nun, dass viel Staub in der Sichtlinie – der zur Position der Supernova in der Spiralgalaxie passen würde – zu einer massiven Extinktion führt. Bereits am 22. März hatten in der Tat Spektren eine starke Rötung des Kontinuumslichts der Supernova gezeigt: Wo sie tatsächlich in ihrer Lichtkurve angekommen ist und wie es noch weiter geht, ist damit ziemlich unklar.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG

Um klare Aussagen ist das Wissenschaftlerteam um den europäischen Kosmologiesatelliten Planck nicht verlegen, seit am 21. März eine strikte Nachrichtensperre über den Stand ihrer Auswertungen aufgehoben wurde: Das Alter des Universums, zum Beispiel, betrage präzise 13,81 ± 0,05 Mrd. Jahre, und auch viele andere fundamentale Größen des Kosmos werden – in 29 gleichzeitig veröffentlichten Arbeiten mit zusammen 1500 Seiten – mit ähnlicher Präzision vorgerechnet. Das hat die meisten Berichterstatter hinreichend beeindruckt, die diese Zahlen als endgültige Wahrheiten begreifen – aber ist alles wirklich so eindeutig? Planck hat die winzigen Temperaturschwankungen der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung am gesamten Himmel mit dramatisch besserer Winkelauflösung als seine Vorgänger WMAP und erst recht COBE kartiert, und alle Schlussfolgerungen basieren auf diesem Muster, genauer gesagt: den unterschiedlich starken Variationen auf verschiedenen Größenskalen. Dieses »Powerspektrum« der Variationen lässt sich durch ein vergleichsweise einfaches kosmologisches Modell mit nur sechs freien Parametern mit nur geringfügigen Abweichungen bei den größten Skalen (die schon länger bekannt und in ihrer Relevanz umstritten sind) perfekt reproduzieren.

Eine Vielzahl kosmologischer Werte folgt dann alternativlos und mit kleinen Fehlergrenzen aus dem an das Planck-Spektrum angepassten Weltmodell: Will man auch nur einen davon lieber anders haben, verschlechtert sich die gesamte Übereinstimmung von Daten und Theorie massiv. Doch genau darin liegt möglicherweise ein Problem, das aber zugleich Plancks größte Entdeckung werden könnte: Neben dem Weltalter liefert das Modell nämlich z.B. auch eine Hubblekonstante von 67,3 ± 1,2km/s/Mpc – und das ist eine signifikant geringere Expansionsgeschwindigkeit des Kosmos, als sie zahlreiche direkte Methoden liefern, die in letzter Zeit durchweg bei 74km/s/Mpc mit Fehlergrenzen um ±2 bis ±3km/s/Mpc gelandet sind. Die Planck-Auswerter sehen diesen Widerspruch durchaus und führen ihn auf vermeintlich übersehene Eichprobleme der Konkurrenten zurück – aber diese weichen nicht zurück, wie der Autor von einem der führenden Teams erfahren konnte. Überdies gibt es Altersbestimmungen des Kosmos über seine ältesten bisher gefundenen Sterne, die mit 15 ± 1 Mrd. Jahren auch in gewissem Konflikt zum Planck-Ergebnis stehen. Wie signifikant diese »Spannungen« zwischen direkten Messungen und Ableitungen aus der Hintergrundstrahlung – die bereits bei WMAP bestanden – tatsächlich sind, wird nun ausdiskutiert. Bleibt ein klarer Widerspruch bestehen, könnte er – im Gegensatz zu der Planck-Analyse selbst, die nichts Ungewöhnliches zutage förderte und von manchem Physiker schon als »langweilig« beklagt wird – zu tatsächlich »neuer Physik« weisen, etwa mit einer zeitlichen Variabilität der Dunklen Energie.

Daniel Fischer

 
 
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Statusbericht:
arxiv.org/abs/1304.0235
ARIES-Projekte:
www.aries.res.in/projects
Das ILMT:
www.aeos.ulg.ac.be/LMT/index.php
 

Bislang gibt es auf indischem Boden kein optisches Teleskop mit mehr als 2,3m Durchmesser, während die weltraumbegeisterte Nation bereits mit einem gewaltigen Radiointerferometer – dem Giant Metrewave Radio Telescope (GMRT) mit 30 Schüsseln à 45m – aufwarten kann und bald mit dem ASTROSAT auch in die Weltraumastronomie einsteigen will. Dieses Defizit wird dieser Tage energisch beseitigt: Auf dem Berg Devasthal in den Ausläufern des westlichen Himalaya im Bundesstaat Uttarakhand nahe der chinesischen Grenze entstehen derzeit in 2450m Höhe die Schutzbauten für zwei große optische Teleskope.

Wie sich im März ein Astrofotograf überzeugen konnte, macht vor allem das Devasthal Optical Telescope (DOT) Fortschritte, aber auch der benachbarte Bau des International Liquid Mirror Telescope (ILMT) hat schon begonnen. Betreiber ist das Aryabhatta Research Institute of observational sciencES (ARIES), das im Luftlinie 22km entfernten Nainital seinen Hauptsitz hat und dort bereits seit 1972 kleinere Teleskope betreibt. Der neue Standort Devasthal auf 29° nördlicher Breite (und 80° östlicher Länge) wurde vor allem wegen seines stabilen Seeings ausgewählt und beherbergt seit 2010 ein 1,3m-Teleskop für Testbeobachtungen.

Das dreimal so große DOT wird ein eher klassisches alt-azimutal montiertes Teleskop mit einem 3,6m großen Hauptspiegel, das mit Kameras und Spektrographen ausgestattet wird, für die sein optisches Design auch optimiert ist: Die Tätigkeitsfelder sollen von Exoplaneten über Sternphysik bis zu Galaxien reichen – insbesondere auch für Nachbeobachtungen von Quellen, die das GMRT und der ASTROSAT identifiziert haben. Ungewöhnlich wird dagegen das ILMT, dessen 4m großer Hauptspiegel aus flüssigem, in Rotation versetztem Quecksilber besteht und der nur senkrecht nach oben schauen kann. Diese Technik wird seit vielen Jahren in Kanada erprobt, so steht etwa östlich von Vancouver das Large Zenith Telescope mit 6m Durchmesser. Auf der geographischen Breite von Devasthal kann das LMT immerhin einen Himmelsstreifen von einem halben Grad Breite abtasten, was im Laufe eines Jahres 156 Quadratgrad erfasst. Durch Auslesen eines CCD-Chips im Takt mit der Erddrehung und Bildaddition sollte eine Grenzgröße von bis zu 24,m5 im Visuellen erreichbar sein: Das Ziel ist ein Katalog mit Zehntausenden von Veränderlichen der Milchstraße, darunter auch exotischen Objekten.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1303.5774
 

Die Riesenplaneten Jupiter und Neptun besitzen jeweils große Populationen von Trojanern, also Kleinplaneten auf ähnlichen Bahnen, die ihnen 60° voraus- oder hinterhereilen – beim Saturn und Uranus verhindern hingegen Störungen durch andere Planeten weitestgehend stabile Bahnen dieser Art. Trotzdem wurde mit 2011 QF99 jetzt erstmals ein – temporärer – Trojaner des Uranus gefunden, der es nach Simulationsrechnungen ungefähr eine Million Jahre lang koorbital mit dem Planeten aushält (wobei auch andere Konfigurationen als die reine trojanische vorkommen), bis er entweicht und zum Zentauren wird.

Solch temporär koorbitalen Kleinplaneten sollte es nach weiteren Rechnungen beim Uranus und Neptun überraschend häufig geben, viel eher als bei der Erde und der Venus, wo derartige »Pseudomonde« auch schon gefunden wurden.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1303.4525
 

Mit einer geschätzten Masse vom 12- bis 14-fachen derjenigen des Jupiter liegt 2MASS J01033563-5515561(AB)b genau auf der Grenze zwischen Planeten und Braunen Zwergen bei 13 Jupitermassen, aber das ist in diesem Fall zweitrangig: Zum einen wurde das Objekt auf direktest-möglichem Weg entdeckt, nämlich auf Bildern des Very Large Telescope mit Adaptiver Optik im Rahmen einer systematischen Suche.

Zum anderen kreist es um ein enges Paar aus zwei M-Zwergen, wobei es etwa 3,6% ihrer gemeinsamen Masse hat: Solch eine Konfiguration wurde noch nie beobachtet – und ihre Entstehung ist in keinem der heute diskutierten Modelle für die Bildung von Exoplaneten besonders plausibel. Weder eine Entstehung des Objekts in einer Scheibe wäre – in 84AE projiziertem Abstand – zu verstehen, noch eine Fragmentation eines entstehenden Sterns in diese drei Körper.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 

Termine vom 5.4.–19.4.2013

DatumVeranstaltungAnsprechpartner
5.4.–7.4.7. Taubensuhler Astronomische Nächte (TAN), Taubensuhl, 76848 WilgartswiesenThomas Hars, t.hars@gmx.de, www.sternwarte-bellheim.de/index.php/tan
5.4.–7.4.Teleskoptreffen Vogelsberg (TTV), 36325 Stumpertenrod/Feldatalinfo@feldatal.de, sternenwelt-vogelsberg.de
12.4.–14.4.20. Tagung der VdS-Fachgruppe CCD-Technik, 99334 Kirchheim/Thüringendennis.moeller@a1.net, juergen.schulz.kirchheim@t-online.de, ccd.istcool.de
12.4.–14.4.WAA Easter Starparty 2013, A-2724 Hohe Wand, Gasthof Postlinfo@waa.at, www.waa.at/treff/esp.html
13.4.Astronomie-Live, Beobachtungstreffen bei Kirchheim/Teckwww.tecksky.de/beob.htm
19.4.–21.4.ASpekt 2013 Jahreskonferenz der VdS-Fachgruppe Spektroskopie, 21400 Reinstorfthomas.kessler@vds-astro.de, www.spektralklasse.de
 
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Das Lunt PC1 steuert den Luftdruck in Pressure-Tuner-Systemen mittels einer mikroprozessorgesteuerten Druckregelung. [Lunt]

Der Hersteller Lunt Solar Systems stellt aktuell mit dem PC1 eine mikroprozessorgesteuerte Druckregelung für das Lunt Pressure-Tuner-System vor. Laut Hersteller wird das PC1 mit einem Luftschlauch mit dem Pressure-Tuner verbunden, weiterhin sollen alle existierenden Pressure-Tuner-Systeme mit dem mitgelieferten Zubehör vom Benutzer nachgerüstet werden können. Beim Einschalten des PC1 wird das System zunächst auf den Umgebungsdruck eingestellt, was nach Angaben von Lunt etwa 60s dauert. Über ein Zweitastensystem kann dann der Druck im Pressure-Tuner erhöht oder verringert und über digitale Anzeigen kontrolliert werden. Die Einstellgenauigkeit wird mit 0,027bar angegeben.

Das PC1 kann auf einen bestimmten Wellenlängen-Sollwert programmiert werden. Dieser Sollwert wird dann unabhängig von der Höhe des Beobachtungsorts konstant gehalten. Veränderungen des Innendrucks, zum Beispiel durch sich ändernde Temperaturen, werden automatisch kompensiert. Der Hersteller betont, dass mit dem PC1 Dopplereffekte komfortabler zu beobachten sind, da mögliche Erschütterungen des Teleskops beim mechanischen Verändern des Luftdrucks entfallen.

Das PC1 kann nach Herstellerangaben über eine interne Batterie mehr als acht Stunden kontinuierlich betrieben werden. Im Lieferumfang ist ein Netzteil enthalten, mit der das Gerät betrieben und gleichzeitig der interne Akku aufgeladen werden kann (externe Stromversorgung 12V – 15V DC). Im Lieferumfang sind außerdem der Adapter für den PT-Handgriff und 3m Luftschlauch enthalten. Als Preis werden 885€ genannt.

Frank Gasparini

 
 
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VdS-Fachgruppe Astrofotografie:
astrofotografie.fg-vds.de
VdS-Fachgruppe Visuelle Deep-Sky-Beobachtung:
www.fachgruppe-deepsky.de
 

Vom 22.3. bis zum 25.3.2013 fand im hessischen Bebra das Deep-Sky-Treffen (DST) statt, das gemeinsam von den VdS-Fachgruppen Astrofotografie und Visuelle Deep-Sky-Beobachtung organisiert wurde. Der Freitag begann mit gemütlichem Beisammensein und der Bekanntgabe einiger Neuerungen aus beiden Fachgruppen. Für den Samstag standen 10 Vorträge – mehrmals durch große und kleine Pausen aufgelockert – auf dem Programm.

Bemerkenswert waren hierbei die Vorträge zweier junger Sternfreundinnen, die über Beobachtungsmöglichkeiten in den Ötztaler Alpen bzw. erste Schritte in der Astrofotografie vortrugen. Des Weiteren gab es Berichte über Reisen nach Teneriffa oder in die Sahara. Bei »Pacman und Co.« (NGC 281) ging es um die Besonderheiten und physikalischen Eigenschaften von HII-Gebieten und Sternentstehungsgebieten; zwei Sternfreunde berichteten über die Beobachtung extremer schwacher Galaxien wie 1 Zwicky 18, Arp 105 als Teil der Galaxiengruppe Abell 1185 oder Markarian 231, eine weit entfernt Seyfertgalaxie. Das Fachgruppenprojekt »Tief belichtete Galaxien« war ein Thema, bevor die Sternwarte Gahberg und die dortigen Aktivitäten den krönenden Abschluss des Tages bildeten. Nach dem Abendessen gab es eine Arbeitsgruppe zur Seriosität von visuellen Beobachtungen und einen PixInsight-Workshop.

Der Sonntag hielt drei Vorträge parat. Zum einen wurde der irregulärere Veränderliche T Tauri als Prototyp einer besonderen Klasse von Veränderlichen Sternen und dessen Wirkungen auf die umgebende Dunkelwolke vorgestellt, zum anderen McNeils-Nebel um M 78 und die Möglichkeit, mittels Schmalbandfiltern (Hα und [OIII]) zweifarbige Aufnahmen zu erstellen, anhand derer man Vergleiche anstellen und auch neue Erkenntnisse über die jeweilige Umgebung gewinnen kann.

Manfred Holl

 

Auf dem Gelände der Bergedorfer Sternwarte findet vom 12.4. – 14.4.2013 das 1. Bergedorfer Teleskoptreffen (BTT) aus Anlass der »Langen Nacht der Museen« statt. Das Besucherzentrum der Sternwarte wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag für das Catering sorgen, die Teleskope können vor dem Sonnenbau aufgebaut und bestaunt werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings sollte man sich, wenn man mit Teleskop anreist, vorher beim Organisator Rüdiger Heins (ruediger.heins(at)t-online.de) anmelden.

Manfred Holl

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 5.4.–19.4.2013 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
7.4. 5:00 ZDF Leschs Kosmos: Der Mensch und sein Klima 15min.
8.4. 2:20 ZDF Leschs Kosmos: Gibt es sicheres Wissen? 15min. 5:15, 27.3.: ZDF neo: 5:45
10.4. 15:00 WDR Planet Wissen: Auf dem Weg zum Mars 60min. SWR: 15:00, BR-alpha: 15:00, BR-alpha: 21:45, 11.4.: SR: 3:50, WDR: 8:20, RBB: 14:15, Eins Plus: 16:00
10.4. 22:45 BR-alpha alpha-Centauri: Was sind W&Z-Bosonen? 15min. 11.4.: 1:30, 10:15, 12.4.: 11:45
11.4. 5:30 ZDF neo Leschs Kosmos: Die heimlichen Herrscher – wie alles anfing 15min.
11.4. 15:00 WDR Planet Wissen: Kometen und Asteroiden im Anflug 60min. SWR: 15:00, BR-alpha: 15:00, BR-alpha: 21:45, 12.4.: SR: 3:50, WDR: 8:20, RBB: 14:15, Eins Plus: 16:00
15.4. 1:50 ZDF neo Leschs Kosmos: Es werde Licht 15min. 18.4.: ZDF neo: 5:45
18.4. 22:45 BR-alpha alpha-Centauri: Gibt es natürliche Reaktoren? 15min. 4.4.: 1:30, 10:15, 5.4.: 11:45
19.4. 11:00 HR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Henri Becquerel, Marie Curie und die Radioaktivität 15min.
11:15 HR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Niels Bohr und sein Atommodell 15min.

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Know-How:
www.interstellarum.de/knowhow.asp
 

Seit Heft 86 hat interstellarum ein neues Gesicht und einen neuen Look. Wir möchten auch Sie als Leser mit einbinden: Grundlage unserer neuen Rubriken Praxis Kow-how und Technik Know-how sind die Fragen und Anregungen unserer Leser an die Experten Uwe Pilz (Praxis) und Stefan Seip (Technik).

In jeder Ausgabe werden daraufhin ganz konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Astropraxis und zur Astrofotografie vorgestellt. Zum Beispiel das Zeichnen von Sonnenflecken bzw. die Herstellung dreidimensionaler Himmelsaufnahmen.

Wenn Sie konkrete Fragen oder Vorschläge zur Praxis und Technik der visuellen Beobachtung und Fotografie haben, dann lassen Sie uns es wissen!

Hinweis

Senden Sie uns Ihre Frage, optional mit dazu gehörender Abbildung:

www.interstellarum.de/knowhow.asp

Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung!

 
 
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interstellarum-Leserumfrage 2013:
umfrage.interstellarum.de
 

Die große Leserumfrage 2013 – noch bis Mitte April teilnehmen!

Wir bitten Sie um Antworten zu Fragen rund um das gedruckte interstellarum-Heft, den interstellarum-Newsletter, die Fernsehsendung interstellarum-Sternstunde, das Online-Angebot auf interstellarum.de und allgemein zu Ihrem Hobby. Die Teilnahme ist auch dann sinnvoll und erwünscht, wenn Sie eines der Formate nicht kennen.

Die Umfrage erfolgt selbstverständlich anonym. Danke für Ihre Teilnahme!

 

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Reiseatlas Mond bestellen:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=77
Übersicht:
www.oculum.de/oculum/download/reiseatlasmond-inhalt.pdf
 

Der Reiseatlas Mond ist ein neuartiger Atlas für den Mondbeobachter. Er besitzt Merkmale, die bisher in keinem Kartenwerk über den Mond verbunden wurden:

• Abbildung der gesamten Vorderseite des Mondes auf 38 Kartenseiten
• Acht zusätzliche Librationskarten erlauben einen teilweisen Blick auf die Mondrückseite.
• Grundlage der Darstellung ist das Mosaik der Kamera an Bord des NASA-Satelliten Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) von extrem hoher Qualität
• fotorealistischer Anblick mit einheitlichem Schattenwurf, der den Beleuchtungsverhältnissen am (Mond-)Vormittag entspricht und damit der Beobachtung zwischen Neu- und Vollmond am Abendhimmel nahekommt
• alle benannten Krater und Sekundärkrater der Mondvorderseite sind bis auf 10° Randnähe identifiziert
• Mare, Gebirge, Täler, Rillen, Furchen, Dome und weitere Mondformationen sind in den Karten bezeichnet
• Kennzeichnung der Aufschlag-, Absturz- und Landestellen von Mondsonden
• Gradnetz, das Positionen auf dem Mond abschätzen lässt
• gegenüberliegende Daten- und Kartenseiten ermöglichen eine intuitive Bedienung
• Beschreibungen verweisen auf Besonderheiten und geben Beobachtungstipps
• Ausschnittsvergrößerungen zeigen interessante Feindetails
• wasserabweisende Oberfläche und Spiralbindung, ideal für den Außeneinsatz

Reiseatlas Mond – Krater und andere Mondformationen schnell und sicher finden

Ronald Stoyan, Hans-Georg Purucker

80 Seiten, wasserabweisende Oberfläche, Spiralbindung, 30cm × 21cm, durchgehend farbig

ISBN 978-3-938469-64-4

29,90 Euro

 

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck auf einigen Beispielseiten.