AKTUELLE AUSGABE
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Jupiter. Helligkeit -1 ,m90, Durchmesser 33,95" (4.7.2016 11:10 MESZ)
Saturn. Helligkeit 0 ,m19, Durchmesser 18,07" (4.7.2016 11:10 MESZ)
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 162 vom 11.5.2012
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 11.5.–25.5.2012

12.5. 23:47 MESZ Mond Letztes Viertel
13.5. 15:23 MESZ Jupiter in Konjunktion
20.5. 1:54 MESZ Juno in Opposition
21.5. 1:47 MESZ Neumond
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Die Abendsichtbarkeit:
www.waa.at/hotspots/planeten/venus-201110-201205-ab/index.html
Die neuen IR-Bilder:
www.astrode.de/venus12a.htm
 
 
Tipp der Redaktion
interstellarum Thema »Sonnenfinsternisse & Transite«:
Beobachtungstipps Venustransit
www.oculum.de/interstellarum/themenheft.asp?content=20121
 
 

Keine vier Wochen mehr trennen uns vom letzten Durchgang der Venus vor der Sonnenscheibe bis zum Jahr 2117, aber noch strahlt sie gleißend hell am Abendhimmel, mit – je nach Quelle – –4,m5 bis –4,m7 und mit einer Deklination von +27° 49' 27" am 4. Mai so nördlich wie erst wieder im Jahr 2239. Das Schauspiel hat erwartungsgemäß für vielfachen UFO-Alarm gesorgt; einem solchen »Fall« aus Wuppertal widmete das WDR-Fernsehen Ende April volle sieben Minuten Sendezeit, die Aufklärung glücklicherweise inklusive. Damit ist es nun bald vorbei, denn die Elongation der Venus schrumpft schon rapide, von noch 32° am 11. Mai auf 22° am 21. Mai und 8° am 31. Mai. Da sich der Planet auf seiner Innenbahn der Linie Erde-Sonne nähert, wächst sein Durchmesser dabei von 45" am 11. auf 48" am 21. und 56" am 31. Mai, während der beleuchtete Anteil des Scheibchens, die Phase, von 17% am 11. auf 7,5% am 21. und 1% am 31. Mai sinkt. Mit der schlanker werdenden Sichel fällt auch die Helligkeit wieder, von –4,m7 am 11. auf –4,m4 am 21. und nur noch –4,m1 am 31. Mai. Eine schöne Konstellation ergibt sich am 22. Mai zusammen mit der schmalen zunehmenden Mondsichel, die sich letztmalig dieses Jahr zusammen mit der Venus zeigt.

Im Wesentlichen die schrumpfende Elongation sorgt nur Tage später für ein ziemlich abruptes Ende der brillianten Abendsichtbarkeit, wobei dessen Termin – wohl in der letzten Mai-Woche – natürlich stark von den lokalen Umständen und der geografischen Breite abhängt. So steht Venus am 11. Mai beim Beginn der nautischen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horiziont) für die Mitte des deutschen Sprachraums noch 20° hoch und geht erst über zwei Stunden später unter, aber am 21. Mai sind es dann nur noch 10°, und der Untergang folgt eine Stunde später. Am 31. Mai schließlich wird man Venus bereits bei Sonnenuntergang nur noch 5° hoch finden, und eine halbe Stunde später ist sie untergegangen. Die aktuell noch hoch stehende Sichel – die natürlich mit Geschick und Vorsicht noch höher am Taghimmel gefunden werden kann – hat sich zum einen für Versuche angeboten, das aschgraue Licht nachzuweisen: Einige anekdotische Berichte hat es wieder gegeben, ein brauchbares Foto im sichtbaren Licht abermals nicht. Aber im nahen Infrarotbereich, der Amateur-CCD-Kameras eben noch zugänglich ist, konnte in den letzten Tagen erneut das Glühen der Venusoberfläche nachgewiesen werden, dem ersten Eindruck nach zwar nicht so auffällig wie 2009, aber bekannte große Strukturen sind wieder zu erkennen.

Daniel Fischer

 
 
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AAVSO-Meldung:
www.aavso.org/aavso-special-notice-279
Hintergrund zu SS Cygni:
www.aavso.org/vsots_sscyg
 

SS Cygni (21h 42,7min, +43° 35') ist der Prototyp der »Zwergnovae«. Das sind enge Doppelsternsysteme, die öfters Helligkeitsausbrüche von einigen Größenklassen zeigen. SS Cygni ist im Ruhezustand um 12m hell, im Helligkeitsausbruch werden normalerweise 8m bis 8,m5 erreicht. Die Ausbrüche folgen nicht ganz regelmäßig im Abstand von 5–9 Wochen.

James Miller-Jones und Kollegen möchten auch dieses Jahr SS Cygni im Helligkeitsausbruch mit dem VLBI-Radioteleskop beobachten. Wenn SS Cygni heller als 11m wird, ist ein Ausbruch sehr wahrscheinlich und sollte sofort an die AAVSO berichtet werden. Dieses Beobachtungsprojekt erfordert nur einfache visuelle Helligkeitsschätzungen und kleine Instrumente.

Wolfgang Vollmann

 
 
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Die Aktive Region 1476 und ihre Flares:
www.nasa.gov/mission_pages/sunearth/news/News050912-Mflares.html
Links zur SoFi, inkl. Webcasts:
www.sonnenfinsternis2012.de/#links
Ring-SoFi-Wissenschaft:
communications.williams.edu/news/5_20_2012_solareclipse
 

Nach viel solarer Aufregung im März – mit erhofften Polarlichtern in Deutschland, die dann nicht kamen – und Ruhe im April hat die Sonne jetzt wieder einiges zu bieten: Derzeit zieht mit der Aktivitätsregion Nr. 11476 – rund 100000km groß – einer der auffälligsten Sonnenflecken des neuen Zyklus über die Scheibe, der schon zahlreiche Flares bis zur Kategorie M produziert hat: Experten halten auch X-Flares und interessante geophysikalische Effekte für wahrscheinlich.

In Ostasien und den USA fiebert man derweil der Ringförmigen Sonnenfinsternis vom 21. bis 20. Mai – sie kreuzt die Datumsgrenze! – entgegen, die für Deutschland in der Nacht stattfindet. Vor allem in Japan sind aber Webcasts geplant, selbst auf dem Vulkan Fuji, und in den USA werden mehrere Radioteleskope auf die partiell verfinsterte Sonne gerichtet sein: Der über ihre Scheibe ziehende scharfe Mondrand erlaubt in der Analyse Beobachtungen von Aktivitätsgebieten mit höherer Winkelauflösung, als sie die Teleskope allein schaffen würden.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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CHARA-Veröffentlichung:
arxiv.org/abs/1205.0754
Algol mit dem NPOI:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/10/0/110.nu0ds.asp#11
Arbeit zum ägyptischen Weissagungskalender:
arxiv.org/abs/1204.6206
 
 

Der Bedeckungsveränderliche β Persei alias Algol alias Teufelsstern ist der erste überhaupt entdeckte Veränderliche Stern, wobei unklar ist, ob dies bereits in der Antike, im Mittelalter oder erst 1667 in Italien zum ersten Mal sicher erkannt wurde. Jedenfalls stand Ende des 18. Jahrhunderts fest, dass die Helligkeitsschwankungen von Algol zwischen 2,m1 und 3,m4 streng periodisch sind. Weitere hundert Jahre später klärte man mittels Spektroskopie, dass sich hier zwei Sterne auf einer engen Bahn umkreisen und der dunklere regelmäßig den helleren bedeckt. Seither haben sich viele Astronomen um die detaillierte Aufklärung des prototypischen Algol-Systems bemüht, das sich sogar als ein dreifaches entpuppte: So gelang es schließlich mit dem optischen Interferometer NPOI, alle drei Sterne räumlich aufzulösen. Und mit dem optischen Interferometer CHARA auf dem kalifornischen Mt. Wilson ist dies nun noch viel besser gelungen: Dank Basislinien von bis zu 331m zwischen den sechs 1m-Teleskopen und modernen Verfahren der interferometrischen Analyse sind nicht nur die physischen Parameter des berühmten Veränderlichen besser denn je bestimmt worden. Es konnte sogar ein regelrechter »Film« aus rekonstruierten zweidimensionalen Bildern erstellt werden, in dem das extrem enge Sternpaar Algol A/B im Zeitraffer umeinander kreist. Dabei ist klar zu erkennen, dass B – der den Großteil seiner Masse von A geraubt hat – merklich in die Länge gezogen ist: Dieser Stern füllt – das war schon lange indirekt erschlossen worden – seine eiförmige Roche-Grenze weitgehend aus.

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So sah das Algol-System am 12. August 2009 aus: keine künstlerische Darstellung sondern ein echtes zweidimensionales Bild mit 1/2 Millibogensekunde Auflösung im nahinfraroten H-Band, rekonstruiert aus Daten des CHARA-Interferometers. Das längliche Erscheinungsbild von Algol B und das runde von Algol A sind echt, die Form von Algol C ist allerdings ein Artefakt. [Baron et al.]

Weitere Auswertungen dürften noch schärfere Bilder der Sterne und womöglich sogar Details ihrer Oberflächen liefern. Aber auch in einer völlig anderen Richtung ist die Algol-Forschung möglicherweise gerade fündig geworden: In einem 3200 Jahre alten Weissagungskalender aus dem alten Ägypten ist jeder Tag in 3 achtstündige Perioden aufgeteilt. Jede dieser Perioden hat in dem Kalender entweder das Attribut »gut« oder »schlecht«. Finnische Physiker haben diese Perioden analysiert und sind dabei auf eine Periodizität von 2,85 Tagen gestoßen, die – nach derjenigen der synodischen Umlaufbahn des Mondes – die bei weitem stärkste ist. Der Wert liegt verdächtig nahe an den heutigen 2,87 Tagen der Periode Algols: Haben die Ägypter seine Variabilität bereits gekannt und die Periode bestimmt – und ist der Unterschied zu heute sogar signifikant? Die Zunahme der Periode im Laufe der Zeit – als Folge des Massenaustauschs von A und B – wäre jedenfalls korrekt.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
www.sciencemag.org/content/336/6080/449
 
 

Nahe des Marsäquators, zwischen Cerberus-Sumpf (Cerberus Palus) und Cerberus-Gräben (Cerberus Fossae) erstreckt sich auf mehrere hundert Kilometer die Talregion Athabesca Valles. Was diese Region so bemerkenswert macht, sind nicht weniger als 269 spiralförmige Strukturen am Grund der Täler, die an manchen Stellen auf den ersten Blick an gigantisch große Schneckenhäuser von fünf bis dreißig Metern Durchmesser erinnern. Die Antwort auf die Entstehungsgeschichte solcher speziellen Oberflächenmerkmale lies sich in der Vergangenheit nur schwer finden. Grundsätzlich sind auf unserem roten Nachbarplaneten zwei Aktivitätsformen denkbar, die großflächige Oberflächenmodifikationen nachhaltig herbeiführen können: Oberflächenwasser oder eruptive vulkanische Aktivität. Spätestens seit der NASA Phoenix-Mission zum planetaren Nordpol weiß man um den Wassereisreichtum des Mars, was eine nasse Vergangenheit mehr als plausibel erscheinen lässt. Tatsächlich sind ähnliche Fließstrukturen durchaus auch auf der Erde keine Seltenheit. Sie finden sich typischerweise auf Permafrostböden, wenn sie beispielsweise im arktischen Frühling oberflächlich antauen. Während Gräben- und Furchenbildung also noch durch abfließendes Schmelzwasser nachvollzogen werden kann, sind es genau die Schneckenhaus-Spiralen, die keinem auf der Erde von Eis hervorgerufenen Muster gleichen. Und doch existieren auf der Erde Analogien zu den Spiralen. Allerdings haben die sogenannten Basaltspiralen einen gänzlich eisfreien, sondern einen höchst erhitzten Ursprung.

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Irdisches Pendant der auf dem Mars entdeckten Basaltspirale. Dieses Exemplar hat einen Durchmesser von rund 10m und befindet sich auf der Vulkaninsel Hawaii in einem 1974 entstandenen Fluss so genannter Pahoehoe-Lava. [NASA/JPL/University of Arizona]

Auf der Vulkaninsel Hawaii sind sie zu finden, was auch auf Mars auf eine ähnliche Entstehung hindeutet. Lavaströme bilden nach einiger Zeit eine dünne, relativ elastische Oberflächenkruste. Mit fortschreitender Abkühlung zieht sich das Krustengestein weiter zusammen und zerspringt schließlich zu kleineren Platten und Einzelstücken. Zwischen diesen Bruchstellen drängt weiter glutflüssige Lava hervor und hebt die Platten in der Mitte an, während sie am Rand einsinken. Durch unterschiedliche Fließbewegungen der flüssigen unterliegenden Lava – in der Mitte fließt sie schneller als am Rand – verformt sich die Oberflächenkruste weiter und kann unter Umständen zu den beobachteten Schneckenhäusern aufgewickelt werden. Diese sind nach vollständigem Aushärten des Lavamaterials im wahrsten Sinne des Wortes in Stein gegossen.

Lars-C. Depka

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1204.5745
JPL-Pressemitteilung:
www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2012-118
 

Als der europäische Infrarotsatellit IRAS 1983 zum ersten Mal systematisch den Himmel abscannte, war an dieser Stelle noch keine Quelle, wohl aber bei der erdgebundenen 2MASS-Durchmusterung 1998 und erst recht 2010 – als die Helligkeit um das 100-fache angestiegen war – bei der nächsten kompletten IR-Kartierung des Himmels. Ein alter Stern hat hier in seiner Post-AGB-Phase einen späten thermischen Ausbruch erlebt und dabei eine Unmenge Staub produziert. Das muss kurz vor 1998 passiert sein – und ist ein Glücksfall für die Entdeckung dieses kurzlebigen Phänomens bei der Sternentwicklung: Im gesamten WISE-Katalog hat sich nämlich genau diese eine Quelle seit IRAS’ Zeiten derart dramatisch verändert. Eine vergleichbare heftige Staubproduktion eines Sterns war ansonsten nur ein einziges Mal bei »Sakurai's Object« beobachtet worden. Der Prozess ist jedoch bedeutend: Ein großer Anteil des kosmischen Staubs ist das Werk von späten AGB-Sternen.

Daniel Fischer

 
 
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CFHT-Pressemitteilung mit Originalarbeit:
www.cfht.hawaii.edu/en/news/Munoz1
 

Mit einer Absoluthelligkeit von nur –0,M4±0,M9 im V-Band liegt er im Rahmen der Fehlergrenzen gleichauf mit dem bisherigen Minus-Rekordhalter, der es auf –0,M0±0,M8 bringt: der extrem unscheinbare Sternhaufen »Muñoz 1«, der am Himmel zwar direkt neben der Ursa-Minor-Zwerggalaxie steht, mit ihr aber nichts zu tun hat. Noch ist über den Haufen mit gerade einmal 55 bis 380 Sonnenleuchtkräften zu wenig bekannt, insbesondere ein etwaiger Gehalt an Dunkler Materie, um ihn sicher als extrem mageren Kugelsternhaufen oder gar als winzige autonome Galaxie einsortieren zu können: In letzterem Falle wäre es die kleinste bekannte überhaupt. Ist Muñoz 1 ein Exot oder nur einer von vielen? Dann gäbe es sehr grob 1000 ähnliche Objekte in der Nähe der Milchstraße, und das System ihrer Kugelhaufen wäre viel komplexer als bisher angenommen.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Al Nagler (engl.):
www.cloudynights.com/item.php?item_id=1184
 
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Al Nagler mit einem Fan und dessen handsigniertem Fern­rohr.
 
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Oculum-Stand auf dem ATT.

Bereits zum 28. Mal luden das Organisationsteam der Walther-Hohmann-Sternwarte (WHS) zum traditionellen Astronomischen Tausch- und Trödeltreff (ATT) nach Essen ein. Nahezu alle namhaften Händler der Astroszene waren vertreten, oft aber nur mit einem deutlich verkleinerten Stand und einem reduzierten Angebot. Vom Kleinfernrohr bis zum Groß-Dobson, vom einfachen Plössl- bis zum 120°-Okular, vom Mini-Fernglas bis zu Großferngläsern, die nur noch mit Hilfe von Stativen handhabbar sind, war alles vertreten, was das Herz des Sternfreundes begehrt. Zeitschriften wie interstellarum oder Sterne und Weltraum hatten ebenso Stände aufgebaut wie diverse Händler von Kleinstzubehör und in den schmalen Gängen stellten viele Astrovereine sich und ihre Aktivitäten vor.

Absoluter Höhepunkt war jedoch der Vortrag von Al Nagler, der im hoffnungslos überfüllten Vortragsraum unter dem Titel »Giant Eypieces That Swallow Spacecraft« seinen Lebensweg, seine Arbeit für das Apollo-Programm und die daraufhin erfolgende Neuentwicklung des nach ihm benannten Okulartyps schilderte und verriet, und wie es 1977 zur Gründung von Tele Vue Optics kam. Anschließend gab es eine Signierstunde am Stand von Intercon Spacetec.

Die anderen Vorträge über den Venustransit oder die Teleskope auf den Kanarischen Inseln sowie über SBIG-Kameras waren dann ebenfalls gut besucht. Insgesamt hatte man aber den Eindruck, dass in diesem Jahr wieder deutlich weniger Besucherinnen und Besucher zu Europas größter Astronomiemesse kamen, denn oft war an den Ständen und in den Gängen noch sehr viel Platz und nicht so ein Gedränge wie in den Vorjahren.

Manfred Holl

 
 
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Sternwarte Hamburg-Bergedorf:
www.hs.uni-hamburg.de
 

Am 28. April 2012 gab es in Hamburg die 12. Lange Nacht der Museen, in der man zwischen 18:00 Uhr und 2:00 Uhr morgens so viel Hamburger Museen besuchen konnte, wie man wollte. Auch der Astronomiepark Sternwarte Hamburg-Bergedorf war wieder mit einem umfangreichen Besichtungsprogramm und mehreren Vorträgen daran beteiligt. Es gab mehrere gut besuchte Führungen über die Sternwarte, kulinarisch wurden die Interessierten vom Besucherzentrum aus versorgt. Verschiedene Sonderausstellungen wie z.B. »Mensch und Himmel« oder »80 Jahre Schmidtspiegel« wurden von Vorträgen begleitet.

Auf der Wiese vor dem Sonnenbau hatten Sternfreunde des Fördervereins der Sternwarte Bergedorf und der GvA-Hamburg ihre Instrumente zur Beobachtung aufgestellt: Vom kleinen Sonnenteleskop bis hin zu Dobsons mit mehr als 20" Öffnung war so ziemlich alles vertreten, was die Szene an Amateurgeräten zu bieten hatte. Leider hatte man mit dem Wetter wenig Glück. Während man am frühen Abend noch die Sonne im Weißlicht und Hα präsentieren, eine Nebensonne und ein Sonnenhalo verfolgen konnte, zog es dann immer mehr zu. Doch die Wolkendecke war zum Glück nicht vollständig geschlossen, in den mal größeren und mal kleineren Lücken konnten den Besuchern der Mond, Venus, Saturn und der schon arg klein gewordene Mars gezeigt werden. Die meisten Sternfreunde blieben bis zwei Uhr in der Nacht, so dass die Veranstaltung als voller Erfolg verbucht werden konnte.

Manfred Holl

 
 
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NAFT:
www.naft.de
GvA-Hamburg:
www.gva-hamburg.de
 

Das nächste Norddeutsche Astrofotografentreffen (NAFT) findet am 12. Mai 2012 ab 13 Uhr in den Räumen des Gemeindezentrums Feste Burg in Hamburg-Neu-Allermöhe, Otto-Grot-Straße 84–88, 21035 Hamburg, statt. Eingeladen hat die »Gesellschaft für volkstümliche Astronomie« (GvA) in Hamburg. Es gibt wie üblich kein festes Programm. Jeder kann sich hier zwanglos in eine Liste eintragen und seine Bilder zeigen, egal ob Anfänger oder Profi. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt werden.

Manfred Holl

 
 
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euro EMC:
www.euro-emc-astro.de
 

Die Firma euro EMC hat ihre erstmals 2010 vorgestellten Sonnenfilter pünktlich zum Venustransit weiter verbessert und ergänzt. Laut Hersteller ist die plane Einspannung der AstroSolar-Folie von Baader-Planetarium geblieben, ebenso die einfache und genaue Anpassung an den Tubus. Durch konstruktive Änderungen werden die Filter ab sofort fertig montiert ausgeliefert. Zudem wurde das Programm erweitert und deckt nun lückenlos den Bereich 40mm bis 16" Öffnung ab. Die Preise reichen von 25€ bis 150€.

Frank Gasparini

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 11.5.–25.5.2012 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
13.5. 13:45 3sat Der Herr der Himmelsscheibe 60min.
14.5. 1:05 ZDF Leschs Kosmos: Schneller als erlaubt: Neutrinos? 15min. 17.5.: ZDF neo: 1:30
16.5. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was sind Polarring-Galaxien? 15min. 17.5.: 1:45, 10:15
18.5. 1:15 Phoenix Tage, die die Welt bewegten: u.a.: Die Explosion der Challenger 60min.
19.5. 21:45 Phoenix ZDF-History: Katastrophen der Raumfahrt 45min.
21.5. 1:55 ZDF Leschs Kosmos: Wenn alles kippt? 15min. 17.5.: ZDF neo: 1:30
3:20 Phoenix Tage, die die Welt bewegten: Der Prozess gegen Galileo Galilei, Juri Gagarin, der erste Mensch im All 55min.
23.5. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was ist ein Symmetriebruch? 15min. 24.5.: 1:45, 10:15
24.5. 7:30 SWR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Galileo Galilei – Die Erforschung der Milchstraße 15min.
7:45 SWR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Isaak Newton und die Gravitation 15min.

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Poster »Das Astronomische Jahr 2013«:
www.interstellarum.de/onlineshop.asp
 

Mit diesem einzigartigen Astro-Poster lassen sich schnell die wichtigsten Daten zu jeder Beobachtungsnacht ablesen. Das große Diagramm zeigt die Auf- und Untergangszeiten von Sonne, Mond und Planeten im Jahreslauf. Eingezeichnet sind zusätzlich Dämmerungszeiten, Mondschein (»Deep-Sky-Fenster«) und Mondphasen sowie der Anblick der Planetenscheiben im richtigen Verhältnis zueinander. Die bedeutendsten Himmelsereignisse werden in kurzen Textabschnitten beschrieben und mit Grafiken illustriert. Zwölf Sternkarten geben den Anblick des Sternhimmels für jeden Monat wieder.

Sichern Sie sich schon jetzt das Poster für das kommende Jahr 2013! Wenn Sie bis zum 15.9.2012 vorbestellen, erhalten Sie »Das Astronomische Jahr 2013« zum vergünstigten Preis von 9,90 €.

Bestellen Sie online unter: www.interstellarum.de/onlineshop.asp

Oder bei:
Oculum-Verlag GmbH
Spardorfer Straße 67
91054 Erlangen
Fax: 09131/978596

Abonnenten der Zeitschrift interstellarum erhalten das Poster – wie schon im letzten Jahr – kostenfrei und automatisch mit der Ausgabe 85.