<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Nummer = 161 Beginn = "27.4.2012" Ende = "11.5.2012" BeginnOhneJahr = left(Beginn, len(Beginn) - 4) 'Dieses Script zählt die Seitenaufrufe im Zeitraum des Newsletters mit, sobald in 'interstellarum.mdb > Newsletter ein Eintrag für diesen Newsletter existiert. 'Da ein anderes Script im Menü von interstellarum.de immer die aktuelle Ausgabe danach berechnet, 'DIESEN BITTE ERST KURZ VOR VERSENDEN ANLEGEN strLastCon = "Provider=Microsoft.Jet.OLEDB.4.0;Data Source=" & Server.MapPath("/App_Data/interstellarum.mdb") Set objLastCon = Server.CreateObject("ADODB.Connection") objLastCon.Open strLastCon Set objLastRS = Server.CreateObject("ADODB.Recordset") strLastSQL = "SELECT Top 1 * FROM Newsletter Order By Nummer Desc" objLastRS.Open strLastSQL, objLastCon, 0, 2, 0 'Nummer in Datenbank? > Hochzählen! If objLastRS("Nummer") = Nummer Then strNLCon = "Provider=Microsoft.Jet.OLEDB.4.0;Data Source=" & Server.MapPath("/App_Data/interstellarum.mdb") Set objNLCon = Server.CreateObject("ADODB.Connection") objNLCon.Open strNLCon Set objNLRS = Server.CreateObject("ADODB.Recordset") strNLSQL = "SELECT * FROM Newsletter WHERE Nummer = " & Nummer objNLRS.Open strNLSQL, objNLCon, 0, 2, 0 objNLRS("Angesehen") = objNLRS("Angesehen") + 1 objNLRS.Update objNLRS.Close objNLCon.Close End If objLastRS.Close objLastCon.Close 'Automatisierung der Färbung der Tabellenzeilen Dim tabzeile tabzeile = 0 Sub tabellenzeile tabzeile = tabzeile+1 Response.Write tabzeile mod 2 End Sub %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()"> <% =NLBannerTop %> <% =NLBannerRight %>
INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe <% Response.Write Nummer %> vom <% Response.Write Beginn %>
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

29.4. 11:58 MESZ Mond Erstes Viertel
4.5. 14:19 MESZ Iris in Opposition
6.5. 5:35 MESZ Vollmond
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 

Die Energie der Explosion entsprach 5000 Tonnen Sprengstoff: Mit einem grellen Blitz und gewaltigen Donner hat sich am frühen Morgen des 22. April ein Kleinplanet mit rund 70 Tonnen Masse und dem Format einer Großraumlimousine über dem Westen der USA verabschiedet. Ein kleiner Verwandter eines »Airbursts« also, wie er 1908 als Tunguska-Ereignis ungefähr die tausendfache Energie entfaltete – aber wiederum um ein Mehrfaches energiereicher als die Explosion, in der der Kleinplanet 2008 TC3 im Jahr 2008 über dem Sudan endete. Damals ging danach ein Regen von Meteoriten nieder, und auch nach der neuen Feuerkugel, die in Nevada und Kalifornien gesehen und gefühlt worden war, sind bereits mehrere Meteoriten gefunden worden. Als Chondriten der Klasse CM gehören sie zu einem besonders seltenen und primitiven Typ, der manchmal mit Kometenkernen in Verbindung gebracht wird: Der an organischen Verbindungen reiche Meteorit, der 1969 im australischen Murchison fiel und heute noch die Wissenschaft beschäftigt, ist auch ein CM-Chondrit.

Die Funde jetzt gelangen unter anderem dem bekannten amerikanischen Meteoritenjäger Robert Ward und dem Meteoritenforscher Peter Jenniskens nahe dem Dorf Coloma im kalifornischen El Dorado County: genau an der Koordinate, die zuvor ein anderer Meteorspezialist aus aufgezeichneten Radarechos bestimmt hatte. Der Fall vom 22. April gehört schon jetzt zu den besser dokumentierten: Die Explosionsenergie zum Beispiel wurde aus Infraschallmessungen – also letztlich der atmosphärischen Druckwelle – berechnet. Und mehrere Seismometer registrierten das Eintreffen dieser Welle am Erdboden. Lediglich Informationen zur Flugbahn in der Atmosphäre scheinen spärlich zu sein: Gegen 7:52 Ortszeit war es einerseits schon hell, so dass keine automatischen Meteorkameras liefen – und andererseits waren am Sonntagmorgen wenige Videofilmer und Fotografen unterwegs, die unter anderen Umständen Feuerkugeln über den USA aus zahlreichen Winkeln zu dokumentieren pflegen. Airbursts mit 5kt TNT Explosionskraft ereignen sich im Schnitt einmal pro Jahr – allerdings irgendwo über dem Planeten, so dass die meisten überhaupt nicht wahrgenommen werden.

Daniel Fischer

 
 
Größere Version
Das Windprofil Jupiters weist den NTBs-Jetstream als schnellsten Wind auf Jupiter aus. [Grischa Hahn]

Gerade haben sich die Beobachter von der Nachricht erholt, dass sich Jupiters Nördliches Äquatoriales Band (NEB) in einem Ausbruch heller und dunkler Flecken zurückmeldet, da kommt eine weitere Nachricht vom Riesenplaneten: Auch der südliche Nachbar, das Nördliche Gemäßigte Band (NTB), hat wohl einen Ausbruch erlitten! Am 19. April fotografierte der griechische Amateur Manos Kardasis dunkle, zuvor dort nicht gesichtete Flecken. Bis zum 12. April war die Region strukturlos gewesen, das dunkle Band war insgesamt seit 2010 verschwunden.

Dieser Ausbruch kam indes mit Ansage. Grischa Hahn, Planetenbeobachter aus Dresden und zusammen mit Hans-Jörg Mettig bekannt als Entwickler der Ephemeriden- und Auswerteprogramms JUPOS, hatte aus fotografischen Bildern von Don Parker und Tomoyuki Yoshida aus dem Jahr 2010 Messpunkte entnommen und nachgewiesen, dass in der Breitenlage am Südrand des NTB der schnellste Wind auf Jupiter existiert: 162m/s ist der sogenannte NTBs-Jetstream im Vergleich zu Jupiters mittlerer Rotation schnell! Ähnlich schnelle Windgeschwindigkeiten waren letztmals 2007 gemessen worden – als ein Ausbruch im NTBs mit neuen Flecken stattfand. Daraus konnte man schließen, dass wieder ein neuer Ausbruch bevorstehen musste. Nun ist es tatsächlich so weit.

Die Position der neuen Flecken lag am 19.4. bei 77° in System I. Wenn der Ausbruch der superschnellen Strömungszone des NTBs-Jetstreams folgt, bewegen sich seine Flecken mit unglaublichen –5° pro Tag gegen System I. Leider ist Jupiter auf dem Weg zu seiner Konjunktion mit der Sonne am 13. Mai und deshalb nur noch sehr schlecht zu beobachten. Damit setzt sich ein Trend fort, den Jupiterbeobachter schon seit Jahrzehnten konstatieren: Große Änderungen vollziehen sich oft gerade in der Zeit, wenn der Riesenplanet sich unseren Teleskopen entzieht!

Ronald Stoyan

 

Entdeckt worden war sie am 21. April bei einem fotografischen Suchprogramm an der russischen Sternwarte von Ka-Dar mit 9,m6 – aber das hat nicht lange gehalten: Nach einem Maximum nahe 9m noch am selben Tag ist die V-Helligkeit der Nova Sagittarii 2012 alias PNV J17452791-2305213 auf schon unter 11m am Morgen des 26. April gefallen. Am Ort des »neuen Sterns« bei R. A. 17h 45min 28,03s, Dekl. –23° 05' 22,8" (2000.0) war vorher wohl nichts bekannt gewesen. Noch am 19. April hatte die Helligkeit unter 12m gelegen, allerdings befindet sich ein Stern 16. Größe sehr nahe an der Position. Frühe Spektren zeigen vor allem eine breite Hα-Linie mit einer Halbwertsbreite entsprechend 5600km/s, dazu O I und Mg II: eine sehr typische klassische Nova.

Daniel Fischer

 

Das wohl umstrittenste Phänomen des Sonnensystems ist ein angebliches Glühen der Nachtseite der Venus im sichtbaren Licht, das seit Jahrhunderten immer wieder von visuellen Beobachtern zum Teil an kleinen Teleskopen wahrgenommen, aber nie überzeugend fotografiert oder theoretisch plausibel gemacht werden konnte. Die gegenwärtige Abendsichtbarkeit mit der Venussichel hoch am Himmel bietet ideale Bedingungen für Beobachtungsversuche – und prompt hat es einen Alarm gegeben, der ernst genommen werden könnte: Er stammt von der British Astronomical Association, die sich auf einen nicht namentlich genannten »erfahrenen Beobachter« bezieht, der das aschgraue Licht (engl. ashen light) am 24. April gegen 23:00 MESZ deutlich gesehen haben will. Noch bis Mitte Mai ist die Venuselongation so groß, dass für fotografische Nachweisversuche – mit gezielter Überbelichtung der Venussichel oder besser noch ihrer koronografischen Abdeckung – genau jetzt die richtige Zeit ist. Wichtig ist dabei ein tiefes Verständnis für innere Reflexionen der Optik! Trotz der gewaltigen Fortschritte in der Planeten-CCD-Fotografie in den letzten 25 Jahren ist der Status des aschgrauen Lichts keinen Deut klarer geworden, und die Zahl der Veröffentlichungen hat sogar abgenommen: Jetzt besteht die Chance, diesen Missstand zu beenden.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Originalarbeit:
www.sciencemag.org/content/336/6078/150.1.summary
 
 
Tipp der Redaktion
interstellarum 79, Hauptartikel:
Merkur: Meister der Extreme
www.interstellarum.de/ausgabe.asp?Nummer=79
 
 

Merkur ist und bleibt eine Welt der Extreme. In der Äquatorregion erreichen die Tagestemperaturen mit 400°C leicht eine Marke, bei der Blei schmilzt. Bricht aber die Nacht herein, fällt das Thermometer innerhalb von Stunden auf Werte um – 150°C. Trotz Temperatursprüngen von über 500°C allerdings gibt es auf dem sonnennächsten Planeten allem Anschein nach weit mehr signifikant ausgedehnte Gebiete als zuletzt angenommen, in denen wesentlich stabilere Umweltbedingungen herrschen. Diverse polare Kraterböden des im Vergleich zu den Gasriesen des Sonnensystems winzigen Merkurs liegen geographisch günstig und sind von ausreichend hohen Kraterwällen umgeben, so dass sie nie ein Lichtstrahl der nur etwa 0,4AE (58,5 Mio. km) entfernten Sonne erreicht. Die Temperaturen in solchen Polarkratern sind kaum Schwankungen unterworfen und verbleiben über den Merkurtag und das Merkurjahr gesehen in einem stabilen Zustand. Vermutungen über das Vorhandensein von eisbedeckten Kraterböden auf Merkur reichen zurück bis in die 1990er Jahre. Damals zeigten sich auffällige radarhelle Merkmale an den Planetenpolen. Die von diesen Stellen besser reflektierten Radarechos wurden schon frühzeitig als mögliche Eisablagerungen interpretiert. Darüber hinaus korrespondieren sie in ihrer lokalen Lage gut mit Einschlagskratern, deren Positionen dank der Erkenntnisse der Mariner-10-Sonde aus den 1970er Jahren ausreichend gut dokumentiert sind.

Diese auffällige Korrelation bestätigen jetzt ebenfalls Bilder der Messenger-Mission, die seit nunmehr etwas über einem Jahr unter anderem auch Merkurs Oberfläche kartographiert. Auch die im Vergleich zu den grob aufgelösten erdgebundenen Radarbeobachtungen sehr viel detaillierteren Messenger-Karten sehen die vermeintlichen Eis-Ablagerungen an den plausibelsten Plätzen, die der Merkur zu bieten hat: den beständig kalten Kratern der Polarregionen. Das vermutete Wassereis konzentriert sich im Wesentlichen in den großen nördlichen Einschlagbecken, die sich in einem Bereich etwa 10° vom Nordpol entfernt verteilen. In dieser Region weist fast jeder Krater mit einem Durchmesser von wenigstens 10km solche radarhellen Strukturen, die auf besseres Reflektionsvermögen hindeuten, auf. Allgemein unerwartet allerdings scheinen die vermeintlich eisigen Krater ein weitaus größeres Gebiet auf Merkur einzunehmen, als nach gängigen Vorstellungen zu erwarten ist. Selbst in einem thermisch anspruchsvollen Umfeld von nur noch 67° nördlicher Breite sind sie auf Messenger-Bildern nachzuweisen. In diesen niederen Breiten scheinen insbesondere auch kleinere Krater Eisablagerungen zu beinhalten, obwohl die Wärmestrahlung von der Sonnenseite des jeweiligen Kraterrandes ausreichen sollte, um eisunfreundliche Bedingungen hervorzubringen. Vermutlich existiert hier eine dünne, isolierende Schicht aus feinkörnigem Oberflächenmaterial oder Regolith, welche das Eis vor Sublimierung schützt.

Lars-C. Depka

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Arbeit zu den Herschel-Beobachtungen:
arxiv.org/abs/1204.5037
Herschel-Details:
herschel.cf.ac.uk/results/fomalhaut
ALMA-Details & Veröffentlichung:
www.eso.org/public/germany/news/eso1216
 
 
Der Staubring um den Stern Fomalhaut, wie ihn der Infrarotsatellit Herschel bei 70µm Wellenlänge sieht, mit einer Winkelauflösung von 5,7": Ein Sektor strahlt heller, weil der exzentrische Ring hier dem Stern etwas näher liegt. [ESA/Herschel/PACS/DEBRIS consortium]

Der Hauptstern des Südlichen Fischs – Fomalhaut – ist mit 25Lj Abstand einer der sonnennächsten Sterne mit einer markanten Staubscheibe, was ihn schon lange für die Astronomie interessant macht – vor allem wenn es gelingt, die Scheibe räumlich aufzulösen. Praktisch gleichzeitig sind nun zwei neue Ergebnisse publiziert worden, die entscheidende Schlaglichter auf die Prozesse hinter der Entstehung, Aufrechterhaltung und Formgebung der Fomalhaut-Scheibe werfen. Denn dies ist eine lehrbuchmäßige sogenannte »Debris Disk«, die nicht zusammen mit dem bereits rund 200 Mio. Jahre alten Stern entstanden ist, sondern sich später durch Kollisionen unter Himmelskörpern gebildet hat, die sich wiederum zuvor aus einer ursprünglichen zirkumstellaren Scheibe (mit einer Lebensdauer von höchstens 10 Mio. Jahren) geformt hatten. Beobachtungen im fernen Infraroten durch den ESA-Satelliten Herschel von 70µm (hier ist die Scheibe gut aufgelöst) bis 550µm Wellenlänge zeigen sie sehr gleichmäßig hell und ohne Klumpen: Das spricht für eine gleichmäßige Nachlieferung des Staubs und gegen einzelne große Kollisionen als Quelle des Rings, der 133AE bis 153AE Sternabstand hat. Die Staubpartikel des Rings sind offenbar sehr flockig aus kleinen Einheiten aufgebaut: Sie streuen nämlich (sichtbares) Licht als ob sie Dutzende Mikrometer groß wären, aber absorbieren und emittieren es wie ganz feiner Staub von nur Mikrometern Durchmesser.

In ihrer Struktur ähneln sie damit wohl interplanetarem Staub aus dem Sonnensystem, und der stammt von Kometen. Damit erweist sich der Ring als das Produkt eines dynamisch sehr aktiven Systems, bei dem jeden Tag das Äquivalent von 2000 Kometen à 1km bzw. einigen à 10km Größe zerstört wird. Der Ring hat, innen wie außen, ausnehmend scharfe Ränder – das zeigen nunmehr die Aufnahmen des noch im Wachsen begriffenen Radiointerferometers ALMA in Chile. So etwas kann eigentlich nur durch den sogenannten Schäferhund-Effekt erreicht werden, mit dem z.B. im Saturnring kleine Monde die Ringe in Form halten. Bei Fomalhaut müssten das zwei Planeten mit jeweils etwa drei Erdmassen sein, auf die es sonst allerdings keine Hinweise gibt: Der umstrittene Planet, den Hubble gesehen hat, Spitzer aber nicht, ist vermutlich keiner davon, da seine Bahn nicht recht passt.

Daniel Fischer

 

Wir sehen sie zu einer Zeit, als das Universum genau 500 Millionen Jahre alt war, bzw. ihr Licht war 13,15 Milliarden Jahre zu uns unterwegs: Das bedeutet die Rotverschiebung von 9,6, die bei einer Galaxie gemessen wurde, die das Hubble Space Telescope hinter einem Galaxienhaufen entdeckte – dessen Masse als Gravitationslinse ihr Licht um einen Faktor 15 verstärkt hat. Hubble verhielt sich durch diese »Zusatzoptik« wie ein deutlich größeres Teleskop und konnte ihre Helligkeit in mehreren Farben bestimmen: Die photometrische Bestimmung der Rotverschiebung (für ein richtiges Spektrum reicht die Verstärkung allerdings doch nicht) gilt daher als ungewöhnlich präzise für ein derart entferntes Objekt, mit einem Fehler von nur ±20%. Ganz anders war das bei der mutmaßlich am weitesten entfernten Galaxie, deren letztes Jahr genannte Rotverschiebung von etwa 10 sehr viel schlechter abgesichert ist. Die Galaxie mit z=9,6 dürfte nur etwa 200 Mio. Jahre alt sein und nur 1% der Masse der Milchstraße besitzen – dank ihrer verstärkten Helligkeit sollte das James Webb Space Telescope in der Lage sein, detaillierte Spektren aufzunehmen und noch einiges mehr über den Kosmos bei 1/30 seines heutigen Alters zu lernen. Die Suche nach ähnlich gelagerten Fällen hinter anderen Galaxienhaufen ist daher ratsam.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1204.2570
 

Das Alter Weißer Zwerge lässt sich ziemlich genau bestimmen, da ihre Leuchtkraft mit der Zeit nach einem einfachen Gesetz abnimmt, deswegen sind über zwei dieser Sterne in jeweils rund 100Lj Entfernung ungewöhnlich viele konkrete Aussagen möglich: der eine hat demnach ein Alter von 11 Milliarden Jahren, 0,62 Sonnenmassen und eine Temperatur von 3830K, die entsprechenden Daten des anderen sind 11,5 Mrd. Jahre, 0,77 Sonnenmassen und 3650K. Weil sich beide auch schnell durch den Raum bewegen, gehören sie sicher nicht dorthin, wo man sie gerade sieht: Sie sind vielmehr eigentlich Teil des Halos der Milchstraße und auf ihren exzentrischen Bahnen zufälligerweise gerade in die Nähe der Sonne geraten – so leicht war dieser sonst so ferne Bestandteil der Galaxis noch nie zu erforschen.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
<% Dim objTermCon, strTermCon Dim objTermRS, strTermSQL Dim Beginncdate, Endecdate Beginncdate = CDATE(Beginn) Endecdate = CDATE(Ende) strTermCon = "Provider=Microsoft.Jet.OLEDB.4.0;Data Source=" & Server.MapPath("/App_Data/web.mdb") Set objTermCon = Server.CreateObject("ADODB.Connection") objTermCon.Open strTermCon Set objTermRS = Server.CreateObject("ADODB.Recordset") strTermSQL = "SELECT * FROM Termine WHERE (Beginn >= #" & month(Beginncdate) & "-" & day(Beginncdate) & "-" & year(Beginncdate) & "# OR Ende >= #" & month(Beginncdate) & "-" & day(Beginncdate) & "-" & year(Beginncdate) & "#) AND Beginn <= #" & month(Endecdate) & "-" & day(Endecdate) & "-" & year(Endecdate) & "# ORDER BY Beginn, Titel" objTermRS.Open strTermSQL, objTermCon If Not objTermRS.EOF Then Response.Write "
" Response.Write "
" Response.Write "
 
" Response.Write "
LINKS ZUM ARTIKEL
" Response.Write "
" Response.Write "
Alle Termine für Sternfreunde:
" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "
www.interstellarum.de/termine.asp
" Response.Write "
 
" Response.Write "
" Response.Write "
 
" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "
" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "
" Response.Write "

Termine vom " & BeginnOhneJahr & "–" & Ende & "

" Response.Write "
" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "" Do While Not objTermRS.EOF Response.Write "" If objTermRS("Ende") <> Empty Then Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "" Response.Write "" objTermRS.MoveNext Loop Response.Write "
DatumVeranstaltungAnsprechpartner
" & day(objTermRS("Beginn")) & "." & month(objTermRS("Beginn")) & "." Response.Write "–" & day(objTermRS("Ende")) & "." & month(objTermRS("Ende")) & "." Else Response.Write "" & day(objTermRS("Beginn")) & "." & month(objTermRS("Beginn")) & "." End If Response.Write "" & objTermRS("Titel") If objTermRS("Zusatz") <> Empty Then Response.Write ", " & objTermRS("Zusatz") Else Response.Write "" End If Response.Write "" Response.Write objTermRS("Ansprechpartner") If objTermRS("Link") <> Empty Then If objTermRS("Ansprechpartner") <> Empty Then Response.Write ", " End If Response.Write "" & objTermRS("Link") & "" Else Response.Write "" End If Response.Write "
" Response.Write "
" End If %>
 
LINKS ZUM ARTIKEL
LCOGT-Homepage:
lcogt.net
McDonald Pressemitteilung:
mcdonaldobservatory.org/news/releases/2012/04/09
Das LCOGT-Netzwerk:
arxiv.org/abs/1011.6394
 
Größere Version
Das erste 1m-Teleskop des neuen globalen LCOGT-Netzwerks auf dem McDonald-Observatorium in Texas, kurz nach der Installation. [University of Texas]

Hinter dem Akronym LCOGT verbirgt sich das »Las Cumbres Observatory Global Telescope«, eine private amerikanische Stiftung mit dem Ziel, die ganze Erde mit Teleskopen zu überziehen, die sowohl für die wissenschaftliche Forschung wie auch Bildungszwecke eingesetzt werden sollen. Durch die Verteilung auf beide Hemisphären rund um den Globus werden dabei vor allem Forschungsprojekte möglich, bei denen dasselbe Objekte viele Stunden lang möglichst lückenlos beobachtet werden muss, um Veränderungen auf vielen Zeitskalen zu überwachen. Den Anfang machten zwei 2m-Teleskope auf Hawaii und in Australien, die das LCOGT vom britischen Faulkes-Projekt kaufte und die sich vor allem in der angelsächsischen Schulastronomie schon lange einen Namen gemacht hatten. Sie werden nun in den kommenden Jahren durch mindestens zwölf 1m-Teleskope und zwanzig 40cm-Instrumente ergänzt. Das erste der 1m-Klasse hat soeben auf dem McDonald-Observatorium in Texas sein First Light erlebt, wo in den nächsten paar Jahren mindestens fünf Teleskope – zwei 1-Meter- und drei 40cm-Instrumente – ihren Platz finden sollen. Als Gegenleistung für die »Gastfreundschaft« erhalten Mitarbeiter der Sternwarte einen Teil der Beobachtungszeit, eine Regelung wie auch für das fernsteuerbare deutsche Monet-Teleskop am selben Platz.

Den Rest der Zeit werden LCOGT-Teleskope von irgendwo anders auf dem Planeten gesteuert, etwa zur Beobachtung von extrasolaren Planeten im Transit, Supernovae oder erdnahen Kleinplaneten: Alles, was sich schnell verändert, ist für das Teleskop-Netzwerk interessant. Der »südliche Ring« soll bereits 2013 vollendet sein: Drei Instrumente kommen nach Südamerika, drei nach Südafrika und zwei nach Australien. Auf der Nordhemisphäre wird neben dem McDonald-Observatorium Teneriffa ein Standort für mehrere der LCOGT-Instrumente sein, ein dritter Ort in Ostasien oder dem Pazifik muss noch festgelegt werden. Während das wissenschaftliche Programm im Hauptquartier in Kalifornien in Zusammenarbeit mit zwei astronomischen Instituten organisiert wird, sind die Teleskope explizit auch für das vorgesehen, was heute als »Bürgerforschung« (Citizen Science), bezeichnet wird. »Egal ob Sie Schüler, Student, Amateurastronom oder einfach nur an Wissenschaft interessiert sind«, heißt es auf der Webseite des Projekts: »Wir entwickeln Wege, damit Sie sich bei wissenschaftlichen Forschungen beteiligen und dabei unsere fernsteuerbaren Teleskope nutzen können.« Während mit den Ex-Faulkes-Teleskopen schon einige Wissenschaft produziert wurde, steht der öffentliche Teil des groß angelegten LCOGT-Projekts – hinter dem der Computer-Pionier Wayne Rosing steckt – mithin noch ziemlich am Anfang, doch die Eigendynamik, die es bereits entwickelt hat, weckt einige Erwartungen.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Target-Homepage:
osiris-rex.lpl.arizona.edu/targetasteroids.html
Pressemitteilung der Univ. of Arizona:
uanews.org/node/46361
OSIRIS-REx:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/30/7/137.nd4nd.asp#5
 
Größere Version
Auch er gehört zu den Zielen der Begleitkampagne für OSIRIS-REx: der Kleinplanet (25143) Itokawa, den 2005 die japanische Raumsonde Hayabusa besuchte – der einzige, von dem bislang gezielt eine Bodenprobe zur Erde geschafft werden konnte. [JAXA]

Dass es manchmal mehr Sinn macht, Amateurastronomen als Partner zu gewinnen, als selbst zum Teleskop zu schreiten, hat sich in der professionellen Astronomie schon lange herumgesprochen – und jetzt wollen auch die Planetenforscher die Resource Sternfreund nutzen: Im Vorfeld der NASA-Mission OSIRIS-REx ruft »Target Asteroids!« zur Astrometrie, Fotometrie und Spektroskopie bestimmter erdnaher Kleinplaneten auf. Die langsam wachsende Liste umfasst derzeit 74 Kleinplaneten, die prinzipiell in der Reichweite heutiger Raumsonden und mindestens 200m groß sind: Darauf zu finden sind natürlich auch das immer noch namenlose Ziel von OSIRIS-REx (101955) 1999 RQ36 und (25143) Itokawa, dem eine japanische Sonde bereits einen Besuch abgestattet hat. Egal ob mit dem eigenen Teleskop im Garten – benötigt werden mindestens 20cm Öffnung und eine CCD-Kamera – oder mit einem kommerziellen Remote-Teleskop (dessen Mietkosten die NASA leider nicht zu übernehmen anbietet): Man bittet um genaue Positionsdaten, um die Bahnen der Himmelskörper zu verbessern, um Messungen der Helligkeit, um eventuelle Lichtwechsel festzustellen, die wiederum Auskunft über die Gestalt geben und auch Spektroskopie ist gefragt, um Hinweise auf die Mineralogie der Körper zu finden.

Auch wenn »Target: Asteroids!« zu den Aktivitäten von OSIRIS-REx gehört, die sich per definitionem an die breite Öffentlichkeit richten: Dies ist beileibe keine leichte »Bürger-Wissenschaft« sondern anspruchsvolle Amateurastronomie. Oft sind z.B. die Zielasteroiden derart lichtschwach, dass erst viele Bilder oder Spektren präzise aufaddiert werden müssen, um zu einer brauchbaren Messung zu gelangen. Aber die OSIRIS-Forscher haben großes Vertrauen in die Fähigkeiten der Szene, kennt doch mancher Amateurastronom seine Ausrüstung besser als ein Profi die seine. Und vor allem können die Amateur-Partner viele Nächte in die Verfolgung der Objekte investieren, während sonst um jede Nacht an einem professionellen Teleskop gerungen werden muss. Deswegen wird auch großzügig geplant: »Target Asteroids!« soll noch bis mindestens Ende des Jahrzehnts laufen. Die so gewonnenen Daten sind noch weit über das Ende der OSIRIS-Mission 2023 hinaus von Nutzen, denn Raumfahrt zu erdnahen Kleinplaneten wird immer attraktiver – selbst im Rahmen der bemannten US-Raumfahrt im nächsten Jahrzehnt oder gar für ihre industrielle Nutzung.

Daniel Fischer

 

Nur unter strengen Auflagen dürfen im US-Bundesstaat Arizona elektronische selbstleuchtende Werbetafeln an Straßen aufgestellt werden: Das sieht ein Kompromiss mit den erstaunlich einflussreichen Vertretern der dortigen Astronomie vor. Die gilt nämlich in Arizona nach Investitionen von rund 1,2 Milliarden Dollar in etliche bedeutende Sternwarten und mit ihren immerhin 3300 hochqualifizierten Jobs und einer wirtschaftlichen Bedeutung von jährlich 250 Mio. $ auch als eine schützenswerte »Industrie«, und als ein Gesetz das geltende Verbot der aufdringlichen Werbetafeln aufheben wollte, legt die Gouverneurin des Staates ein Veto ein. Da die Werbe-Industrie ihrerseits auf 158000 Arbeitsplätze bei ihren Kunden verweisen konnte, wurde auf ihr Betreiben hin dann eine Lösung ausgehandelt: In Städten, die sowieso lichtverseucht sind, wie Phoenix werden die Leuchttafeln erlaubt, im ländlichen Raum dagegen nicht. Mit diesem Kompromiss kann offenbar auch die »Astronomie-Industrie« Arizonas leben.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
28.4. 15:00 Phoenix Entscheidung Längengrad 45min. 29.4.: 9:00, 1.5.: 1:30
30.4. 1:20 ZDF Leschs Kosmos: Suchmeldung: Wer findet Higgs? 15min. 3.5.: ZDF neo: 1:30
2:55 Phoenix Tage, die die Welt bewegten: Der Prozess gegen Galileo Galilei, Juri Gagarin – Der erste Mensch im All 55min.
19:30 ZDF info Kometen auf Erdkurs 45min. 4:5:. 23:45. 5.5.: 16:30, 9.5.: 15:30
2.5. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Fressen Schwarze Löcher Sterne? 15min. 3.5.: 1:45, 10:15
3.5. 3:30 ZDK Kultur Leschs Kosmos: Neugierig auf Außerirdische 15min.
6:00 ZDF neo Leschs Kosmos: Sind wir eigentlich wahnsinnig? Im Geschwindigkeitsrausch 15min.
4.5. 4:05 Phoenix APOLLO 13 25min.
4:30 Phoenix Sternwarte in der Wüste 5min.
4:35 Phoenix Blick in die Sterne 45min.
5:15 Phoenix Die Hunde-Kosmonauten von Baikonur 45min.
5.5. 22:30 Phoenix Space-Tourists 100min.
7.5. 1:25 ZDF Leschs Kosmos: Unsere kosmische Nachbarschaft – voller Schwarzer Löcher? 15min. 10.5.: ZDF neo: 2:35
9.5. 20:15 ZDF Kultur Der Raketenmann – Wernher von Braun und der Traum vom Mond 95min. 10.5.: 0:20, 8:40
21:50 ZDF Kultur Prüfstand 7 110min. 10.5.: 1:50, 10:15
22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was sind Naturgesetze? 15min. 10.5.: 1:45, 10:15
23:40 ZDF Kultur Yuri Lennon's landing on Alpha 4 20min. 10.5.: 3:45, 12:05
10.5. 7:30 SWR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Johannes Kepler – Die Bahnen der Planeten 15min.
7:45 SWR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Das Weltbild des Nikolaus Kopernikus 15min.

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
LINKS ZUM ARTIKEL
ATT in Essen:
www.att-boerse.de
 

In einer Woche ist es wieder soweit: Die größte bundesdeutsche Astronomiemesse ATT lädt wieder hunderte von Interessierten nach Essen. Alle namhaften Astrohändler werden mit den von ihnen vertriebenen Produkten vor Ort sein und geben den Messebesuchern Gelegenheit, Teleskope und Zubehör in die Hand zu nehmen und käuflich zu erwerben.

Besonderes Highlight diesmal: Der legendäre Optikspezialist Al Nagler, bekannt durch die gleichnamigen Tele Vue-Okulare, ist vor Ort und hält einen Vortrag. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Astrovereine, die mit ihren Ständen auf sich aufmerksam machen.

Auch der Oculum-Verlag ist wieder mit einem eigenen Stand vertreten:

• Jeder ATT-Besucher erhält kostenlos ein Poster »Das astronomische Jahr 2012«

• Wer auf der Messe ein neues interstellarum-Abo abschließt, bekommt das Themenheft »Finsternisse & Transite« sowie ein reguläres interstellarum-Heft gratis dazu.

• Lernen Sie die Oculum-Neuerscheinungen »Moonhopper« und »Meteore« kennen

• Ab 11 Uhr stellen Lambert Spix und Frank Gasparini ihr Buch »Moonhopper vor und beantworten Fragen interessierter Besucher

• Angelehnt an unsere großformatigen Titel »Fotografischer Sternatlas« und »Fotografischer Mondatlas« können Sie hochaufgelöste Poster in DIN-A0 der Milchstraße und des Mondes erwerben.

• Neben dem gesamten Verlagsprogramm finden Sie auch wieder viele attraktive Angebote zu unserer Zeitschrift interstellarum.

Über Ihren persönlichen Besuch freuen wir uns natürlich am meisten!

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
interstellarum-App:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/60/0/160.sa2rn.asp#12
 

Das neueste Datenpaket zur interstellarum-App steht nun zum Download bereit. Aufgrund technischer Probleme seitens unseres Dienstleisters (wir berichteten) hatte sich Ausgabe 81 verzögert und ist deshalb ab sofort für alle Nutzer kostenlos verfügbar.

Die neue Programmversion des interstellarum Himmelskalenders mit dann funktionierender Aboverwaltung ist zwar zur Zeit noch im Genehmigungsverfahren bei Apple, der Download von Ausgabe 81 kann jedoch auch in der bereits existierenden Version durchgeführt werden.

Ist die neue App-Version verfügbar, werden Sie sofort informiert. Wir bitten die lange Verzögerung und dadurch entstehende Unannehmlichkeiten nochmals zu entschuldigen.

iPad-App-Links