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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 159 vom 29.3.2012
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
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MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 29.3.–13.4.2012

30.3. 21:41 MESZ Mond Erstes Viertel
2.4. 02:00 MESZ Goldener Henkel (Mondjura) sichtbar
3.4. 19:36 MESZ Venus bei M 45, Venus 27' südlich
6.4. 21:19 MESZ Vollmond
13.4. 12:50 MESZ Mond Letztes Viertel
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Supernova 2012aw in M 95:
www.rochesterastronomy.org/sn2012/sn2012aw.html
Supernova 2012au in NGC 4790:
www.rochesterastronomy.org/sn2012/sn2012au.html
The Astronomer’s Telegram:
www.astronomerstelegram.org
 
 

Zu der bereits im letzten Newsletter gemeldeten Supernova 2012au in der Galaxie NGC 4790, die bereits am 2. März aufgenommen, aber erst zwei Wochen später entdeckt worden war, hat sich am 16. März in Messier 95 im Löwen eine weitere Supernova gesellt – in unmittelbarer Nähe des Planeten Mars. Auch sie ist im Visuellen nicht heller als 13,m2 geworden, aber besser zu erkennen – zumal Mars nun rückläufig nach Westen wandert und die Beobachtung und Fotografie in den nächsten Tagen immer weniger stört. Die Supernova in der lichtschwachen Galaxie NGC 4790 ist mit 13,m5 genauso schwach und erst gegen Mitternacht gut beobachtbar. Beide Supernovae werden voraussichtlich noch mehrere Wochen in der Reichweite mittlerer Amateurteleskope bleiben.

Die im August 2011 entdeckte Supernova 2011fe in M 101 im Großen Bären ist mit 15,m5 noch immer relativ hell und jetzt ebenfalls am Abendhimmel gut beobachtbar. Während bei der letzteren Supernova (des Typs Ia) und auch SN 2012au (Typ Ib) kein Vorgängerstern auf früheren Aufnahmen u.a. des Hubble Space Telescope aufgespürt werden konnte, gibt es für den als SN 2012aw explodierten Stern einen vielversprechenden Kandidaten. Es handelt sich um eine Supernova des Typs II-P, d.h. die Explosion eines massereichen Sterns – und tatsächlich zeigen alte Hubble-Aufnahmen (im »Hubble Legacy Archive« ideal erschlossen) am Ort der Supernova einen schwachen rötlichen Stern mit 24m im nahen IR und 27m im V-Band. Letzteres entspricht bei der Entfernung der Galaxie einer absoluten Helligkeit von etwa –3,M3: der röteste und mit rund 3400 Kelvin kühlste Vorgängerstern einer Typ-II-Supernova, der je nachträglich identifiziert wurde. Seine Masse lässt sich anhand der Helligkeit in den verschiedenen Hubble-Filtern und Modellen zu nur 8 Sonnenmassen berechnen.

Daniel Fischer & Wolfgang Vollmann

 
 
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Aktuelle Planetenbilder:
www.planetenaktuell.de
 
 
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Venus passiert M 45. [Frank Gasparini, interstellarum]

Venus dominiert den Abendhimmel. Sie bewegt sich bis Ende April in östlicher Richtung im Sternbild Stier. Dabei zieht sie am 3. April knapp südlich an den Plejaden vorbei. Solche nahen Vorbeigänge finden ziemlich exakt alle acht Jahre statt. Grund ist das nahezu ganzzahlige Verhältnis der synodischen Umlaufszeit der Venus zur Erdumlaufszeit, so dass die Venus alle acht Jahre etwa immer dieselbe Position einnimmt. Der kleine Unterschied zwischen fünf synodischen und 13 siderischen Umläufen der Venus nach acht Jahren führt jedoch dazu, dass sie sich nicht exakt an derselben Bahnposition befindet und sich so auch ihre Position am Himmel verschiebt: Venus wandert deshalb von Durchgang zu Durchgang weiter in die Plejaden hinein. Ab 2028 wird sie dann die Plejaden direkt durchqueren.

In diesem Jahr wird die –4,m4 helle Venus am Abend des 3. April in einem Abstand von 25' an Alkyone (η Tau) vorbeiziehen. Für Fotografen ist es sicher eine Herausforderung, den Planeten wenige Wochen vor seinem größten Glanz zusammen mit den im Vergleich dazu schwachen Plejadensternen abzulichten. Mit –4,m7 wird Venus am 30. April ihren größten Glanz erreichen. Dabei ist sie als schmale Sichel mit 27% beleuchtetem Anteil und 37,4" Winkeldurchmesser in Teleskopen zu sehen.

André Knöfel

 
Die geheimnisvolle Marswolke am 20. März: eine Animation von 2:15 UTC bis 2:51 UTC und das letzte Bild in Farbe. [Wayne Jaeschke]

Trotz der kleinen Scheibchengröße im Aphel hat der Planet Mars ausgerechnet jetzt für eine der größten Überraschungen der letzten Jahre gesorgt: Um den 20. März entdeckten Wayne Jaeschke in Pennsylvania und mehrere andere Spezialisten für hochauflösende Planetenbilder unabhängig voneinander eine auffällige helle Struktur, die über dem Marsterminator zu schweben schien, vor dem dunklen Hintergrund der unbeleuchteten Marshemisphäre und dem Weltraum. Das Phänomen haben diverse Beobachter auch an den Folgetagen erneut aufnehmen können, und im Nachhinein wurde es auf Bildern bis zum 12. März zurück gefunden, doch am 20. März hatte die Intensität sprunghaft zugenommen. Die Natur dieses hellen Objekts, das eine vorübergehende Erscheinung zu sein scheint und schon wieder an Intensität nachgelassen hat, ist noch völlig unklar: Der Begriff »Terminator-Projektion« wird einstweilen dafür empfohlen.

Da die Wolke in allen Filtern etwa gleich hell erscheint, ist vermutlich Staub im Spiel. Ihre Position ist ungefähr bei 44° Süd und einer Länge von 191°: Bei einem Zentralmeridian von etwa 153° ist sie am besten beleuchtet, wenn sie am Marsmorgen über den Horizont kommt – was leider derzeit in Europa zu Mittag der Fall ist. Solcherlei »Projektionen« sind in der Vergangenheit schon öfters berichtet worden, so von einem japanischen Amateur am 8. November 2003 – allerdings immer um die Zeit der Quadratur, wenn der Phasendefekt des Planeten besonders ausgeprägt ist und die Sichtgeometrie auf isolierte Wolken über dem Terminator am günstigsten. Diesmal ist das Phänomen jedoch kurz nach der Opposition entdeckt worden und damit eine Rarität. Da solche Wolken an sich aber nicht völlig exotisch für den Planeten sind, scheidet ein seltener Prozess wie ein Asteroidenimpakt als Ursache wohl aus. Möglicherweise gelingen noch Beobachtungen mit dem Orbiter Mars Odyssey im Visuellen und Infraroten mit dem THEMIS-Instrument, bevor die Wolke wieder verschwindet.

Daniel Fischer

 

Wieder einmal von einem japanischen Amateurastronomen, Hideo Nishimura, bei einer fotografischen Himmelsüberwachung entdeckt (mit einem nachgeführten 200mm-Teleobjektiv), ist die Nova Ophiuchi 2012 keine große Leuchte: Das Objekt bei R. A. 17h 26min, Dekl. –25° 52' in einem dichten Sternfeld wurde zwischen dem 24. und 27. März auf nur etwa 12,m2 geschätzt. Am Ort der Sternexplosion – ersten Spektren nach eine klassische Nova des »Fe II«-Typs – zeigen frühere tiefe Himmelsdurchmusterungen nichts. Fast gleichzeitig brach auch eine mit 10m hellere Nova im Centaurus aus, leider mit –58° Deklination.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Originalarbeit:
www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0019103511003782
 
 

Besitzt unser innerer Nachbarplanet Venus einen erstarrten oder noch immer flüssigen Kern? Der Beantwortung dieser Frage widmet sich derzeit die europäische Raumsonde Venus Express, die seit April 2006 als primäres Missionsziel die Erforschung der rund 20km dicken und dichten Wolkendecke der Venusatmosphäre betreibt. Die Lösung dieser Frage ist ein wichtiger Baustein, um das Wissen um die Entstehung der Planeten und ihrer Entwicklung im Sonnensystem zu verfeinern. Die im Zuge dessen angestellten Messungen mittels des VIRTIS genannten Instruments (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) förderten nun überraschendes zutage: Unser wolkenverhangener Nachbarplanet scheint noch ein wenig langsamer zu rotieren als bislang angenommen. Seit den Ergebnissen ähnlicher Infraroterfassungen durch die Magellan-Sonde in den 1990er Jahren gilt die Tageslänge auf Venus mit 243 Erdtagen als relativ gesichert. Diese ausgiebige Rotationsperiode führt zu dem Paradoxon, dass der Venustag weitaus länger als ein Venusjahr (225 Tage) andauert.

Wie sich nun zeigt, scheint der Venustag sogar noch ein wenig länger als 243 Erdtage zu sein. Wie schon vor 16 Jahren wurde die dichte Wolkenhülle durch Infrarotaufnahmen durchdrungen, und charakteristische Oberflächenmerkmale in ihrer Bewegung unter der Sonde hindurch beobachtet. Wie sich zeigte, befanden sie sich schließlich um bis zu 20km von den Orten entfernt, an denen man sie auf der Grundlage der bisher akzeptierten Rotationsrate vermuten konnte. Eine Abweichung dieser Art führt zu einer durchschnittlichen Rotationsverschiebung von etwa sechseinhalb Minuten zu den Messwerten der Planetensonde Magellan, wobei kurzperiodische Effekte als Verursacher der veränderten Werte schon zum jetzigen Zeitpunkt weitgehend ausgeschlossen werden können. Der aktuelle Venustag beläuft sich darum nach derzeitigem Kenntnisstand auf 243,0185 Erdtage. Eine derart starke Zunahme der Tageslänge in einem astronomisch gesehen so kurzen Zeitraum ist überaus ungewöhnlich, denn die Magellan-Messungen gelten als sehr genau.

Als Ursache für die beobachtete Verlangsamung gelten nach aktuellen atmosphärischen Simulationen in erster Linie vermutlich die über Jahrzehnte andauernden Wetterzyklen der Venus, außerdem wechselseitig gravitative Einflussnamen bzw. Drehimpulsaustausche zwischen Venus und Erde am jeweils erdnächsten Punkt ihrer jeweiligen Bahnen (bei engen Begegnungen beider Planeten also), die sie bis auf 40 Millionen km zueinander heranbringt. Auch die Erde verliert an Drehgeschwindigkeit. Bei ihr spielen allerdings der Wind und die Gezeiten eine wesentlichere Rolle bei der Rotationsabbremsung. Die Tageslänge variiert dabei um etwa eine Millisekunde. Da sich die Masse eines potentiell festen Planetenkerns vornehmlich in Richtung Zentrum konzentrieren würde, wäre in einem solchen Fall die Rotation weniger anfällig gegenüber äußeren Einflüssen. Auch wenn die Frage nach dem Zustand des Venuskerns nicht endgültig geklärt ist, scheinen doch die Anzeichen in eine bestimmte Richtung zu deuten.

Lars-C. Depka

 
 

Schon wieder haben »Citizen Scientists« ein Teilgebiet der Astronomie spürbar voran gebracht: Über 35000 Teilnehmer des Milky Way Project schauten auf Bildausschnitte der Milchstraße des NASA-Infrarotsatelliten Spitzer und markierten alle mutmaßlichen Blasenstrukturen im interstellaren Medium. Solche Blasen entstehen um junge Sterne und Sternhaufen, deren Strahlungsdruck und Sternwind das interstellare Gas fort und zusammen drückt, während die UV-Strahlung der Sterne den Rand der Gasblase zum infraroten Leuchten bringt: Ein erster Katalog dieses Phänomens, den ein einzelner Spitzer-Forscher mühsam erstellt hatte, enthält rund 600 Exemplare. Doch um die Statistik zu verbessern und die Rolle dieser Blasen in der Milchstraße zu ergründen, waren weit mehr Fälle erforderlich: eine ideale Aufgabe für das »Zooniverse«-Projekt, bei dem tausende Freiwillige durch eine schon mehrfach erprobte Internetplattform an astronomische und andere Datensätze herangeführt werden. Nur zwei Jahre nach dem Beginn der Blasensuche im »Milky Way Project« liegen schon die ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen vor.

Insgesamt 5106 infrarote Blasen haben die Citizen Scientists in einem 130° langen und 2° breiten Streifen der Milchstraße gefunden, dabei 86% der schon bekannten Blasen wiedergefunden und ihre Zahl insgesamt fast verzehnfacht: Eine Blase gilt dabei als echt, wenn sie mindestens fünf Projektteilnehmer markiert haben. Jede dritte Blase liegt auf dem Rand einer anderen oder hat Begleiter: Statistische Untersuchungen über Kettenreaktionen der Sternentstehung in der Milchstraße sind nun möglich. So gibt es eine klare Korrelation von massereichen Jungsternen und Blasen – und bei den größeren Blasen sitzen überproportional viele junge Sterne auf ihren Rändern. Das passt zu der beliebten Hypothese von »collect & collapse«: Das von den neuen Sternen zusammen geschobene interstellare Material erreicht eine solche Dichte, dass hier wiederum Sternentstehung ausgelöst wird. Ungefähr jeder fünfte massereiche junge Stern in der Milchstraße, so eine erste Abschätzung anhand des Milky Way Project, verdankt diesem Effekt seine Existenz. Die Arbeit der Freiwilligen ist derweil noch nicht beendet: Nun geht es darum, die tausenden von Blasen genauer zu vermessen, genaueren statistischen Analysen zuliebe.

Daniel Fischer

 

Ein neues Exoplanetensystem muss heute schon etwas Besonderes zu bieten haben, um in der Flut der Entdeckungen aufzufallen. So wie die beiden Planeten von HIP 11952, die per Radialgeschwindigkeit mit einem 2,2m-Teleskop auf La Silla entdeckt wurden und an sich nichts Besonderes sind – wohl aber ihr Stern, der außergewöhnlich arm an schweren chemischen Elementen (»Metallen« im Astronomen-Jargon) ist: Das wirft die Frage auf, wie dort die Entstehung eines Planetensystems überhaupt vonstatten gehen konnte. Geschehen sein dürfte es – vielleicht ohne vorherige Bildung felsiger Kerne der beiden Welten von rund 3 bzw. 10 Jupitermassen – jedenfalls parallel mit der Entstehung von HIP 11952, die gemäß seiner Metallarmut nur knapp eine Milliarde Jahre nach dem Urknall erfolgt sein dürfte. Mit 12,8±2,6 Mrd. Jahren ist HIP 11952 einer der ältesten überhaupt bekannten Sterne, womit sein Planetensystem sicher eines der »ersten Generation« ist.

Daniel Fischer

 

14 Jahre Arbeit, 2,7 Millionen Einzelaufnahmen, 15 Terabyte Daten: Die Mission des NASA-Infrarotsatelliten WISE ist nun mit der Vorlage des kompletten Katalogs detektierter Quellen zu einem krönenden Abschluss gekommen. Über 560 Millionen einzelne Objekte hat der Satellit gesehen, ungefähr zu gleichen Teilen Sterne in der Milchstraße und andere Galaxien und viele zum ersten Mal überhaupt nachgewiesen. Das Vermächtnis von WISE, auch in Gestalt eines Atlasses aus über 18000 Himmelsbildern (durch Addition der Einzelaufnahmen), ist damit eine neue fundamentale Himmelsdurchmusterung, die in ihren speziellen Eigenschaften lange nicht mehr übertroffen werden dürfte. Und die Hebung ihrer Schätze hat gerade erst begonnen.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Alle Termine für Sternfreunde:
www.interstellarum.de/termine.asp
 
 

Termine vom 29.3.–13.4.2012

Datum Veranstaltung Ansprechpartner
30.3. – 1.4. Deep-Sky-Treffen 2012, Hotel Sonnenblick, 36179 Bebra Jens Bohle, Frankenstr. 6, 32120 Hiddenhausen, astronomie@jens-bohle.de, deepsky.fg-vds.de/dst
31.3. H-alpha-Treff Rüsselsheim (HaTR), Vereinsgelände Am Schnepperberg 65468 Rüsselsheim Dietmar Sellner, 06147/936310, d.sellner@t-online.de, www.ruesselsheimer-sternfreunde.de
13. – 14.4. 4. Volkacher Teleskoptreffen (VTT), Volkacher Kreuzberg – Panoramaplattform Forum Stellarum, forum-stellarum.de/showthread.php?tid=2136
 
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120°-Okular von Explore Scientific auf fernrohrfinder.de:
www.fernrohrfinder.de/produkt/explore-scientific-120-9mm-okular.html
 
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Mit 120° weist das neue Explore Scientific-Modell das größte Eigengesichtsfeld eines Serien-Okulars auf.

Im Spätsommer des vergangenen Jahres tauchten die ersten Gerüchte auf, dass Explore Scientific ein Okular mit 120° Gedichtsfeld und 9mm Brennweite entwickelt. Besonders auf US-amerikanischen Webseiten wurde über die Neuentwicklung berichtet und das Okular teilweise auch schon beworben. Der deutsche Distributor war zu diesem Zeitpunkt mit Informationen noch zurückhaltend, mit dem Hinweis, dass das Produkt sich noch in der Entwicklungsphase befinde. Jetzt ist es aber soweit: Das neue Okular steht nach Auskunft von Meade Deutschland kurz vor der Auslieferung. Zur ATT soll ein Demo-Okular gezeigt werden, die erste reguläre Lieferung wird noch für Mai erwartet. Die technischen Daten, soweit bisher bekannt, lesen sich wie folgt: 120° Gesichtsfeld bei 9mm Brennweite, 1270g Gewicht, wasserdicht und mit Argon schutzgasgefüllt, voll mehrschichtvergütet, 2"-Edelstahl-Steckhülse mit konischer Sicherungsnut, faltbare Gummiaugenmuschel. Der Preis wird mit 1299€ angegeben, wobei bis zum 30.6.2012 ein Einführungsangebot von 999€ gilt.

Neben diesem neuen Okular-Modell wird aber auch die bestehende 100°-Okularserie von Explore Scientific ausgebaut: Für Juni 2012 ist ein 100°-Okular mit 25mm Brennweite angekündigt, welches dann das maximal mögliche Gesichtsfeld an 2"-Steckmaß realisiert. Der Preis soll 659€ betragen, weitere Einzelheiten sind derzeit nicht bekannt. Im Jahresverlauf soll dann die Serie mit einem 5,5mm-Okular auch zu kurzen Brennweiten hin erweitert werden.

Frank Gasparini

 
 
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Sternenpark Schwarze Elster:
www.herzberger-teleskoptreffen.de/news/ds.php
 

Nachdem bereits im Westhavelland ein Dark Sky-Park-Projekt auf den Weg gebracht wurde, bemüht sich nun das AstroTeam Elbe-Elster e.V. – auch verantwortlich für das Herzberger Teleskoptreffen HTT – für den strukturschwachen Elbe-Elster-Kreis um die Anerkennung als »Sternenpark Schwarze Elster» mit attraktivem Internationalem Astronomie- und Naturkundezentrum.

Während die Ballungsräume in Elektrosmog und nächtlicher Lichterflut versinken – und selbst in den Erholungsgebieten der Mittel- und Hochgebirge sowie entlang der Küsten immer mehr nächtliche Lichtenergie vergeudet wird – könnten ländliche Flachlandregionen hier eine Vorreiterrolle spielen. Auch andere Gebiete Deutschlands wie das Westhavelland, ebenfalls im Bundesland Brandenburg, wo die Gründung eines Sternenparks vorangetrieben wird, liegen außerhalb des Mittelgebirgsraums in ländlich geprägten eher flachen Gegenden.

Hans-Georg Purucker & Ralf Hofner

 
 
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Earth Hour 2012:
www.wwf.de/earth-hour-2012
 

Am Samstag, dem 31.3.2012 findet von 20:30 bis 21:30 MESZ die diesjährige »Earth Hour« statt, bei der Menschen rund um den Globus aufgerufen sind, für eine Stunde die künstliche Beleuchtung auszuschalten. Erstmals fand eine solche Aktion 2007 in Australien statt – mit der Intention, auf die Folgen des Klimawandels hinzuweisen. Die Idee geht dieses Jahr bereits zum sechsten Mal an den Start und hat sich zu einem weltweiten Ereignis entwickelt, das vom WWF organisiert wird und bei dem Millionen Menschen ein Zeichen für den Natur- und Klimaschutz setzen wollen. Eine Aktion auch ganz im Sinne des »Dark-Sky« Gedankens!

Frank Gasparini

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 29.3.–13.4.2012 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
31.3. 20:15 Phoenix Armageddon – Die längste Nacht 90min.
1.4. 6:45 Phoenix Armageddon – Der Einschlag (1) 45min. 1.4.: 18:30
7:30 Phoenix Armageddon – Der Einschlag (2) 45min. 1.4.: 19:15
15:30 3sat hitec: Weltraumtourismus – Die Öffnung des Alls 30min.
21:45 Phoenix Dschungel, Pfeffer und Raketen – eine Reise durch Französisch-Guayana 45min. 7.4.: 7:30
2.4. 0:45 ZDF Leschs Kosmos: Einladung an Außerirdische – und die Adresse? 15min. 5.4.: ZDF neo: 1:35
10:00 HR total phänomenal: Satelliten weisen den Weg 15min.
3.4. 0:20 ZDF neo Kathedralen der Steinzeit 45min.
4.4. 22:45 BR–alpha Alpha Centauri: Was ist der Casimir-Effekt? 15min. 5.4.: 1:45, 10:15
6.4. 1:15 Phoenix Die Hunde-Kosmonauten von Baikonur 45min.
2:00 Phoenix Blick in die Sterne – Die Entdeckung des Universums 45min.
2:45 Phoenix Blick in die Sterne – Die Zukunft der Milchstraße 45min.
10.4. 8:25 arte x:enius: Mit aller Macht ins All – was nützt die bemannte Raumfahrt? 30min. 11.4.: 13:00, 12.: 17:55
9:45 Phoenix Die kamen niemals zurück – Wie der Mond das Leben der Astronauten veränderte 45min.
11.4. 22:45 BR–alpha Alpha Centauri: Ist Schrödingers Katze tot? 15min. 12.4.: 1:45, 10:15
12.4. 20:15 3sat Wissen aktuell: Mission Weltraum 105min.

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Leser-Ergebnisse seit interstellarum 70:
www.interstellarum.de/ ods-galerie.asp
Fotos einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp
Zeichnungen und Beschreibungen einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp?Maske=2
 

Die Objekte der Saison (OdS) in interstellarum laden Sie herzlich ein, sich mit eigenen Beobachtungen an diesem größten Beobachtungsprojekt in deutscher Sprache zu beteiligen! Der 7,m7 helle Planetarische Nebel NGC 3242 (Jupiters Geist) und der Offene Sternhaufen M 48 sind die Ziele für Februar und März, aber auch im April noch gut zu beobachten. Fotos und Zeichnungen bzw. wörtliche Beschreibungen – ganz gleich ob Experten-Ergebnisse oder Anfänger-Resultate – können direkt auf den interstellarum-Server geladen werden. Alle eingehenden Ergebnisse werden in der Online-Präsentation auf interstellarum.de gezeigt. Eine Auswahl schafft es zusätzlich in das Februar-Heft des kommenden Jahres. Machen Sie mit – wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer!

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Hier können Sie Ihre Ergebnisse einsenden:

Zeichnungen und Beobachtungsbeschreibungen: www.interstellarum.de/ods.asp?Maske=2

Fotos: www.interstellarum.de/ods.asp
 

 
Alle Einsendungen seit Heft 70 bis hin zu zukünftigen Ausgaben:

www.interstellarum.de/ods-galerie.asp
 

 
 
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interstellarum-Sternstunde:
www.interstellarum.de/video.asp
Sternstunde auf Youtube:
www.youtube.com/user/interstellarum
Eigene Videos einsenden:
www.interstellarum.de/videoupload.asp
 

Ergänzend zu Heft und Newsletter finden Sie viele weitere Informationen zu News, Hintergrundberichten und Himmelsereignissen der nächsten Wochen in unserer vielgesehenen Online-Sendung mit Moderator Paul Hombach. In unserem Hauptbeitrag gibt diesmal Filmemacher Sebastian Voltmer einen Einblick in sein viel beachtetes und prämiertes Werk »Die Wiederkehr des Mars« und steuert gleich auch ein privates Video eines ungewöhnlichen Sonnenaufgangs bei. In dem seit der letzten Sendung neuen Format »interstellarum packt aus« verschafft sich auch diesmal wieder Frank Gasparini einen Überblick über eine Geräteneuheit – die 68°-Okularserie von Explore Scientific. Unsere Astrovorschau informiert zudem wie immer umfassend über das Geschehen im Sonnensystem und am Sternhimmel.

Auch Sie können uns Videos einsenden, welche wir in der Sternstunde zeigen – Machen Sie mit!

Videolinks

 
interstellarum-Sternstunde:
www.interstellarum.de/video.asp
interstellarum-Kanal auf Youtube: www.youtube.com/user/interstellarum 
eigene Videos einsenden: www.interstellarum.de/videoupload.asp