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Merkur. Helligkeit -2 ,m04, Durchmesser 5,10" (4.7.2016 11:10 MESZ)
Venus. Helligkeit -3 ,m90, Durchmesser 9,73" (4.7.2016 11:10 MESZ)
Mars. Helligkeit -1 ,m33, Durchmesser 15,95" (4.7.2016 11:10 MESZ)
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 157 vom 2.3.2012
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 2.3.–16.3.2012

3.3. 21:10 MEZ Mars in Opposition
5.3. 10:19 MEZ Merkur in größter östlicher Elongation 18,2°
6.3. 00:42 MEZ Mond bedeckt α Cnc 4,m3
8.3. 10:40 MEZ Vollmond
13.3. 20:45 MEZ Astraea in Opposition
14.3. 00:06 MEZ Venus bei Jupiter, Venus 3° nördlich
15.3. 02:25 MEZ Mond Letztes Viertel
16.3. 17:24 MEZ Mars bei M 96, Mars 8' nördlich
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Merkur-Sichtbarkeiten:
www.waa.at/hotspots/planeten/merkur/merkur2012.html
 
 
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Abendsichtbarkeit von Merkur, Jupiter und Venus. [interstellarum, Frank Gasparini]

Bereits seit dem ca. 22. Februar und noch bis etwa Mitte März ist der scheue Planet Merkur am Abendhimmel zu sehen: Dank der steilen Abend-Ekliptik am westlichen Horizont die beste Abendsichtbarkeit des Jahres, der noch eine für den deutschen Sprachraum etwas weniger günstige den Juni hindurch sowie zwei Morgensichtbarkeiten im August und November/Dezember folgen. Noch bis zur größten östlichen Elongation am 5. März verbessert der Merkur jetzt seine Höhe über dem Horizont bei konstant gehaltener Dämmerung, doch die Helligkeit fällt bereits deutlich. Lag sie in der letzten Februar-Woche noch bei –1,m1, so sind es am 5. März nur noch –0,m35, am 8. März 0m und am 11. März +1m. Das Einzige was stetig zunimmt, ist der Winkeldurchmesser Merkurs: Im Februar lag er bei 5"–6", jetzt werden es 7" am 4. März, 8" am 8. und 9" am 12. März, während der Planet im Fernrohr nach der Halbphase am 5. März eine immer schmalere Sichelgestalt zeigt.

Die größte Elongation beträgt diesmal 18,2°, zwar der »schlechteste« Wert der drei Ost-Elongationen des Jahres (Merkur steht am 2. März im Perihel seiner elliptischen Umlaufbahn), aber die günstig steile abendliche Ekliptiklage für die Nordhemisphäre gleicht dies mehr als aus. Beim Ende der bürgerlichen Dämmerung steht Merkur zu Monatsbeginn noch rund 10° hoch, beim Ende der nautischen rund 5°: So bleibt es etwa eine Woche lang fast unverändert und verschlechtert sich erst in der zweiten Märzwoche. Die aktuelle Abendsichtbarkeit des Merkur gewinnt auch durch die gleichzeitige Anwesenheit von Venus und Jupiter in allerdings viel größerer Höhe über dem Westhorizont: Die beiden Planeten – beim Ende der bürgerlichen bzw. nautischen Dämmerung rund 33° bzw. 28° hoch – nähern sich dabei immer weiter an, bis sie einander am 13. März mit exakt 3° Abstand am nächsten kommen.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Aktuelle Marsfotos:
www.planetenaktuell.de
Marsopposition 2012:
www.alpo-astronomy.org/jbeish/2012_MARS.htm
Japanische Marssektion:
www.hida.kyoto-u.ac.jp/~cmo/cmons/2011/f_image.html
 
 

Bedingt durch die Umlaufzeiten von Erde und Mars um die Sonne gelangen wir nur gut alle zwei Jahre in eine Oppositionsstellung zum Roten Planeten. Die mittlere synodische Umlaufzeit des Mars beträgt 779,94 Tage, so dass im Mittel nach 2,13 Jahren wieder eine Oppositionsstellung erreicht sein sollte. Allerdings ist die Marsbahn relativ exzentrisch (0,0935) – aus diesem Grund verschiebt sich dieser Zeitpunkt mehr oder weniger stark. Ein weiterer Effekt der Exzentrizität der Marsbahn ist die große Variabilität der geringsten Entfernungen Erde-Mars um den Oppositionszeitpunkt. Dabei kann auch der Zeitpunkt des geringsten Abstandes bis zu gut acht Tage vom Oppositionsdatum differieren. Der Minimal-Abstand reicht von etwa 55 Mio. Kilometern bis etwas mehr als 100 Mio. Kilometern. Zur Opposition im Jahr 2003 gab es einen Minimum-Rekord von 55,5 Mio. Kilometern, der erst im Jahre 2287 unterboten werden wird. 2012 herrschen allerdings gegenteilige Verhältnisse, denn es tritt der nahezu größtmögliche Oppositions-Abstand von über 100 Mio. Kilometern ein.

Am 3. März gelangt Mars in die Oppositionsstellung. Die Helligkeit des Mars erreicht –1,m2. Der Planet befindet sich zu diesem Zeitpunkt im südlichen Teil des Löwen und kulminiert um Mitternacht in rund 50° Höhe. Zwei Tage später, am 5. März, wird das Marsscheibchen mit nur 13,90" die maximale Ausdehnung bei dieser Opposition erreichen. Dabei ist der Mars 100,78 Mio. Kilometer von der Erde entfernt. Im Vergleich dazu war zur Jahrtausend-Opposition 2003 das Marsscheibchen mit 25,13" 1,8× so groß. Der Mars-Nordpol ist 22° in Richtung Erde geneigt, so dass die nördliche Hemisphäre gut sichtbar ist. Auf dieser herrscht zum Oppositionszeitpunkt Frühling, so dass im Teleskop die abschmelzende Polkappe beobachtet werden kann. Außerdem sind die dunklen Strukturen der Oberfläche sowie Wolken, Reif und Eis zu sehen.

Am Abend des 15. März zieht der Rote Planet retrograd durch die Galaxiengruppe M 95, M 96 und M 105. Dabei wird er am 16.3. M 96 nur 8' nördlich passieren.

In den nächsten Marsoppositionen 2014 und 2016 wird sich der Abstand Erde-Mars wieder verringern. Die nächste nahe Marsopposition wird am 27. Juli 2018 stattfinden – die Entfernung zum Mars beträgt dann komfortable 57,5 Mio. Kilometer. Allerdings werden dann auch die Beobachtungsbedingungen in Europa wieder schlechter sein: Mars kulminiert zur Opposition dann in nur rund 15° Höhe.

André Knöfel

 

Im März gelangen auch drei größere Kleinplaneten in Opposition und werden dabei heller als 10m. Es handelt sich dabei um (5) Astraea und (6) Hebe, beide vom sächsischen Postmeister Karl-Ludwig Henke in den Jahren 1845 und 1847 in seinem Wohnort Driesen, sowie um 1847 (8) Flora von J. R. Hind in London entdeckt. Der 195km große Kleinplanet (6) Hebe gelangte bereits am 1. März in Oppositionsstellung bei einer Helligkeit von 9,m5. Sie steht Anfang März fast mittig im Löwentrapez. Hebe kulminiert in einer Höhe von rund 55°.

Knapp zwei Wochen später, am 13. März, gelangt die 117km große (5) Astraea in Opposition und wird dabei 9,m1 hell. Bereits zum Märzanfang bewegt sich Astraea auf ν Vir (4,m0) zu und passiert den Stern am Abend des 2. März südwestlich in nur 2,5' Abstand. Einige Tage später, am Abend des 12. März, bewegt sich Astraea in rund 13' Abstand südlich an ω Vir (5,m3) vorbei in nordwestliche Richtung. Astraea kulminiert in etwa 45° über dem Südhorizont.

Am 23. März gelangt dann (8) Flora, ein 135km großer Asteroid, in Opposition und kann mit einer Helligkeit von 9,m6 beobachtet werden. An diesem Abend steht Flora 1,7° westlich von ο Vir (4,m1) entfernt, den sie am 29. März in 44' Abstand nördlich passiert. Gegen 1:00 MESZ steht Flora 48° hoch im Süden.

Die Positionen der Kleinplaneten können der Grafik zur Marsopposition entnommen werden.

André Knöfel & Hans-Georg Purucker

 

Ein außergewöhnlicher Komet – oder etwas völlig Neuartiges im Sonnensystem? Nach der neuesten Bahnanalyse ist der Ende Februar entdeckte Himmelskörper 2012 DR30 mit dem vermeintlichen Asteroiden 2009 FW54 identisch, hat eine große Halbachse von 1100AE und damit eine Umlaufszeit von rund 36500 Jahren, eine Bahnexzentrizität von 0,99 und eine Bahnneigung von 78°. Gerade befindet er sich nahe des Perihels in 14AE Sonnenabstand, weshalb er mit rund 18m auch schon von etlichen Amateurastronomen beobachtet wurde. Da 2012 DR30 auch schon im Frühjahr 2009 ähnlich hell war, handelt es sich wohl nicht um einen kleinen Kometen, der erst kürzlich aktiv wurde: Vielmehr lässt sich die absolute Helligkeit von 7,M1 direkt in etwa 150km Durchmesser umrechnen, verblüffend groß für einen Brocken, dessen Bahn bis in die Tiefen des Sonnensystems reicht. Vielleicht ein gigantischer Kometenkern aus der Oortschen Wolke, der schon einmal ins innere Sonnensystem kam und dessen Apheldistanz durch eine Planetenbegegnung verringert wurde?

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 

Sie sind wahrlich keine jungen Erscheinungen, ganz im Gegenteil. Mit 13 Mrd. Jahren zählen die Kugelsternhaufen zu den ältesten Strukturen im Kosmos und sind damit fast so alt, wie das Universum selbst. Auch in der Wissenschaft nahmen die Sternansammlungen seit jeher zentrale Bedeutung ein. Schon 1919 gelang Harlow Shapley durch Untersuchung ihrer Verteilung in der Galaxis eine erste realistische Abschätzung der Größe des Milchstraßensystems bis hin zu der Erkenntnis, dass sich die Sonne nicht – wie bis dahin angenommen – im Zentrum der Galaxis befindet, sondern eher an deren Rand. Von ihrer wissenschaftlichen Präsenz haben die Kugelsternhaufen bis heute kaum etwas eingebüßt und trotzdem blieb bislang eine zentrale Frage zu ihrer Natur ungeklärt.

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Animation zweier kollidierender Galaxien in einer neuen Simulation, die 3,3 Milliarden Jahre umfasst. Am Ende verschmelzen die Galaxien und zerstören dabei viele der Sternhaufen (hier als Punkte dargestellt) [D. Kruijssen, MPA]

Die Kugelsternhaufen zeichnet eine bemerkenswerte gemeinsame Eigenschaft aus: Die typische Sternzahl in diesen Haufen scheint im ganzen Universum etwa gleich zu sein. Ganz im Gegensatz zu viel jüngeren Sternhaufen, die nahezu eine beliebige Anzahl von Sternen enthalten können, von weniger als 100 bis zu vielen Tausend. Auch sind heute nur knapp 200 dieser kompakten Fossilien bekannt, was die Frage nach dem Verbleib der restlichen aufwirft. Schließlich kennt man beispielsweise 1000 Offene Sternhaufen allein in der Galaxis und schätzt ihre tatsächliche Anzahl um ein Vielfaches höher ein. Die Bedingungen, unter denen sich Kugelsternhaufen während der Entwicklung ihrer Galaxien gebildet haben, spielt offenbar bei der Beantwortung der Frage eine entscheidende Rolle. Während einer Galaxienkollision entwickeln sich oft spektakuläre Aktivitäten der Sternentstehung (»Starburst«) und es entsteht eine Fülle von hellen, jungen Sternhaufen in ganz unterschiedlichen Größen. Allerdings erhöht sich im Rahmen dessen überraschenderweise nicht die Gesamtanzahl der Haufen. Während die hellsten und größten Haufen aufgrund ihrer eigenen Anziehungskraft tatsächlich in der Lage sind, eine Galaxienkollision zu überleben, werden die zahlreichen kleineren Haufen durch die sich rasch ändernden Gravitationskräfte bei solchen Kollisionen zerstört. Im frühen Universum waren Starbursts an der Tagesordnung, es muss also eine fast schon verwirrend große Zahl an Sternhaufen gegeben haben. Ironie des Schicksals bleibt allerdings, dass ihre kleineren Brüder und Schwestern, die nicht so viele Sterne enthielten, dazu verdammt waren, durch die Kollisionsgeschehnisse, denen sie zunächst ihre Existenz verdankten, zugleich auch wieder zerstört zu werden.

Lars-C. Depka

 
 

Die frisch entstandenen Sterne tief im Inneren des Orionnebels ändern ständig ihre Helligkeit, und das auf Zeitskalen von Wochen: Das hat sich bei einer sechs Wochen langen Überwachung dieses mit 1400 Lichtjahren besonders nahe gelegenen Sternentstehungsgebiets mit dem Infrarotsatelliten Herschel der ESA in diesem Winter gezeigt, während der die ferninfrarote Strahlung der Quellen um mehr als 20% schwankte. Natürlich sollte sich die Helligkeit eines gerade erst aus interstellarem Gas und Staub entstehenden Sterns verändern, aber auf einer Zeitskala von Jahren bis Jahrhunderten. Ein mögliches Szenario geht von klumpigen Filamenten aus der äußeren Akkretionsscheibe um den Jungstern aus, die zuweilen auf eine innere Scheibe stürzen und sie aufheizen: Das würde die Quelle im Infraroten heller aufleuchten lassen. Oder es sammelt sich umgekehrt kühleres Material auf der inneren Scheibe an, das die äußere abschattet und für insgesamt weniger Strahlung sorgt. Auf jeden Fall befindet sich das relativ kühle Material, das man mit Herschel misst, in einigem Abstand vom entsprechenden Stern selbst, denn dieser ist bereits erheblich heißer.

So oder so hat sich das Wachstum junger Sterne als ein ziemlich ungleichmäßiger Prozess entpuppt – den aber, weil er tief im Inneren des Entstehungsgebiets stattfindet, nur Infrarotsatelliten verfolgen können. Und deren Lebensdauer ist leider begrenzt: Das Spitzer Space Telescope der NASA, dessen Bilder älterer Sterne im Orionnebel ebenfalls in die Studie eingingen, hat sein Kühlmittel bereits aufgebraucht. Herschel dürfte dies in etwa einem Jahr bevorstehen: Weniger als 100kg supraflüssiges Helium sind noch in den Tanks, nach knapp drei Jahren Infrarotbeobachtungen – zwischen 10 und 13 Monate sollten noch möglich sein, womit die Vorgabe von dreieinhalb Jahren sicher erreicht werden dürfte. Kurioserweise wird die verbliebene Messzeit zur Hälfte von amerikanisch geführten Teams genutzt werden, obwohl die USA nur 6% zu den Missionskosten beisteuerten – aber im Gegensatz etwa zum Hubble Space Telescope, wo dies eine Rolle spielt, kam es bei der Beurteilung von Beobachtungsanträgen für Herschel nur auf deren Qualität an.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Unfall-Updates:
www.ctio.noao.edu/noao/content/blanco-f8-secondary-incident
Der Dark Energy Survey:
www.darkenergysurvey.org
Das Blanco-Teleskop:
www.ctio.noao.edu/telescopes/4m/base4m.html
 

Das 4m-Spiegelteleskop »Blanco« ist das größte der amerikanisch-chilenischen Sternwarte CTIO auf dem Cerro Tololo bei La Serena in Chile: Derzeit ist es stillgelegt, damit die gewaltige Dark Energy Camera (DECam) für eine kommende große kosmologische Himmelsdurchmusterung »Dark Energy Survey« (DES) installiert werden kann. Im Rahmen des Umbaus ist der Sekundärspiegel heruntergenommen worden, den die Primärfokus-Kamera ersetzt: Am 20. Februar wurde er samt seiner Halterung für Testmessungen auf einem Karren bewegt – und war dabei wohl nicht richtig befestigt. Spiegel wie Fassung stürzten unvermittelt auf den Boden des Kuppelbaus, zwei Mitarbeiter wurden dabei verletzt (sie werden sich komplett erholen) und der Spiegel ist erheblich angeschlagen. Für die DECam-Beobachtungen wird dieser Sekundärspiegel zwar nicht benötigt, und so konnte am 23. Februar mit erhöhter Vorsicht die Installation der großen Kamera fort gesetzt werden – aber ob der Spiegel später wieder benutzt werden kann, ist noch nicht klar.

Daniel Fischer

 

Schon gleich nach der Entdeckung des Exoplaneten GJ 1214b bei Transits vor seinem Stern – einem M-Zwerg – im Jahre 2009 war über eine wasserreiche Welt spekuliert worden, und Spektren vom Erdboden aus fanden zumindest keine gegenteiligen Hinweise. Jetzt hat der Spektrograph der Hubble-Kamera WFC3 dies klar bestätigt: Während der 6,5-Sonnenmassen-Planet vor dem Stern herzieht und dessen Licht um 1,4% dämpft, ist das Spektrum seiner Atmosphäre zwischen 1,1µm und 1,7µm Wellenlänge völlig flach. Das kann entweder auf farbneutrale hohe Wolken hindeuten – oder aber wahrscheinlicher einen Wasserdampfanteil von mindestens 50% an der Atmosphärenmasse. Da die Dichte von GJ 1214b nur 1,9 g/cm3 beträgt, wird der Planet wohl aus einem felsigen Anteil aber ganz überwiegend Wasser bestehen – freilich kochend heiß, da der Planet nur in 2 Mio. km Abstand alle 38 Tage um den Stern kreist. Ein neuer Typ von Planet also, im Sonnensystem völlig unbekannt.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Alle Termine für Sternfreunde:
www.interstellarum.de/termine.asp
 
 

Termine vom 2.3.–16.3.2012

16.3. – 18.3. 4. Deep Sky Meeting (DSM), 72534 Hayingen-Indelhausen, Landgasthof Hirsch Hans-Jürgen Merk, Kleinstafflangen 13, 88400 Stafflangen, 07351/74054, hajuem@web.de, deepskymeeting.astromerk.de
16.3. – 18.3. 31. Seminar des Arbeitskreis Meteore, Jugendherberge, 06618 Naumburg/Saale ina.rendtel@meteoros.de, www.meteoros.de/akm/seminar12.html
 
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Die neuen Celestron X-Cel LX-Okulare sind mit einer Augenlinse aus ED-Glas ausgestattet [Baader-Planetarium].

Die Firma Celestron stellt aktuell die neue Okularserie X-Cel LX vor. Es handelt sich dabei um sechslinsige Konstruktionen mit 60° Eigengesichtsfeld, wobei die Augenlinse aus ED-Glas mit fluoritähnlichen Eigenschaften gefertigt wird. Nach Herstellerangaben ist die gesamte Optik vollständig mehrfach vergütet und wird mit besonderer Eignung für die Planetenbeobachtung beworben. Die Okulare sind in sieben verschiedenen Brennweiten erhältlich: 2,3mm, 5mm, 7mm, 9mm, 12mm, 18mm und 25mm. Alle Okulare verfügen über 1¼"-Steckhülsen und sind homofokal zueinander, so dass beim Okularwechsel nicht oder nur in geringem Maße nachfokussiert werden muss. Der Pupillenabstand beträgt einheitlich 20mm für alle Brennweiten. Ein Wert, der besonders für Brillenträger geeignet sein sollte. Die optimale Position der Gummiaugenmuschel ist durch Drehen einstellbar. Das Gehäuse der Okulare ist mit einem Gummiring ummantelt, der eine sichere Handhabung gewährleisten soll. Der Preis beträgt einheitlich 95€ für alle Brennweiten.

Frank Gasparini

 
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In der LineAR-Montierung von Avalon Instruments ist der Antrieb über Präzisions-Zahnriemen realisiert [Baader-Planetarium].

Eine Deutsche Montierung mit völlig neuem Antriebskonzept wurde von der Firma Avalon Instruments entwickelt. Ziel war es laut Hersteller eine Montierung für die Astrofotografie zu realisieren, die nicht durch das mechanische Getriebeumkehrspiel der üblicherweise verbauten Schneckenradantriebe traditioneller parallaktischer Montierungen gekennzeichnet ist. In der LineAR Fast Reverse-Montierung wurde daher ein Antrieb mittels Triebscheiben und Präzisions-Zahnriemen verbaut. Laut Avalon ist ein Zahnriemenantrieb aufgrund seines Wirkungsprinzips den klassischen Schneckentrieben überlegen, da er bauartbedingt die Kraftübertragung ohne Umkehrspiel bei annähernder Geräuschlosigkeit ermöglicht. Diese Technik ist weit entwickelt und wird zahlreich für industrielle mechanische Anwendungen eingesetzt. Die Avalon-Montierung weist allerdings auch einen Pendelfehler auf, der von dem vierstufigen Übersetzungsgetriebe herrührt, das zum Einsatz kommt und den der Hersteller mit ±5"–7" (ohne Guiding) angibt. Für den fotografischen Einsatz benötigt die Montierung ein AutoGuider System, da klassische Softwarelösungen zur Reduzierung dieses Fehlers (PEC) nicht greifen, da sich die Fehler der vier Untersetzungsgetriebe überlagern. Als Vorteile des Systems werden die Schwingungsdämpfung, die sofortige Übertragung von Richtungswechseln bei Schwenks ohne Backlash, das Fehlen von Lastwechseln beim Schwenk über den Meridian sowie der ruhige Gleichlauf genannt.

Die Montierung weist ein Eigengewicht von 13kg auf (ohne Gegengewichtsstange und Gegengewichte), ihre Tragfähigkeit wird mit 25kg Instrumentengewicht visuell und 20kg fotografisch angegeben. Beide Achsen sind als Stahlachsen mit 35mm Durchmesser, gelagert in zwei Kegelrollenlagern (D=62mm und D=72mm) und zusätzlich zwei Rollenlager (D=45mm) realisiert, Rutschkupplung sind jeweils im Lager integriert. Schrittmotore in beiden Achsen werden über das Sky-Watcher Synscan-Nachführsystem mit Handbox angesteuert. Der Autoguiderport ist ST-4 kompatibel (RS 232-Anschluss), alle Kabel zu den Motoren und zur Elektronik sind im Inneren des Gehäuses verlegt. Als Stativanschluss stehen diverse Lochkreise für Baader-Hartholzstativ, Celestron- oder Sky-Watcher-Stative zur Verfügung. Der Tubusanschluss erfolgt über Klemmplatte im 3"-Losmandy-Standard. Im Lieferumfang sind weiterhin ein Sky-Watcher EQ5-Polsucherfernrohr, ein 6kg Edelstahl-Gegengewicht mit Gegengewichtsstange und ein 12V-Netzteil (3A stabilisiert) enthalten. Der Preis für die Montierung beträgt 4200€ (ohne Stativ).

Frank Gasparini

 
 
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SDTB:
www.sdtb.de/Archenhold-Sternwarte.7.0.html
 

In der Archenhold-Sternwarte, der ältesten und größten Volkssternwarte Deutschlands wird am 3. März um 13:00 Uhr die Sonderausstellung »Spielend zu den Sternen – Kinder und die Astronomie« eröffnet. Der Anblick von Sternen ist für Kinder stets faszinierend. Das Universum weckt in ihnen Wünsche, Träume und Phantasien, bisweilen aber auch Ängste. Während astronomische Bildung früher in der Hauptsache eine Angelegenheit der Erwachsenen war, bestehen heute vielfältige Möglichkeiten, auch Kinder spielend und lernend an das stets weiter wachsende Wissen über das Weltall heranzuführen.

Die Ausstellung wendet sich an Kinder und ihre Eltern, die Anregungen suchen, wie man Sonne, Mond und Sterne verstehen und »begreifen« kann. Regelmäßige Bastelnachmittage für Kinder ergänzen die Ausstellung. Nach der Ausstellungseröffnung findet ein erster Bastelnachmittag statt: Kinder ab 6 Jahren können mit LEGO®-Steinen Raumschiffe bauen. Kinder ab 8 Jahren erfahren anhand einfacher Modelle und Spiele die Dimensionen der Planeten und deren Bahnen.

Die neue Sonderausstellung läuft bis 31.1.2013, es ist keine Anmeldung erforderlich und der Eintritt ist frei. Die Archenhold-Sternwarte ist Teil der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB).

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 2.3.–16.3.2012 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
2.3. 15:00 WDR Planet Wissen: Themenvielfalt Weltall 60min. 2.3.: SWR: 15:00, Eins Plus: 17:45, BR-alpha: 21:45,
3.3.: SWR: 4:05, WDR: 8:00,
4.3.: HR: 8:30
5.3.. BR: 12.30; RBB: 14:15
3.3. 21:00 BR-alpha Joseph von Fraunhofer (2): Dunkle Linien im Sonnenlicht – Forscher aus Leidenschaft 30min.
4.3. 6:00 ZDF neo Leschs Kosmos: HAARP: Geheime Wissenschaft – Geheimwissenschaft? 15min.
5.3. 1:35 ZDF Leschs Kosmos: Mülltrennung und Recycling im Kosmos 15min. 8.3.: ZDF neo: 1:25
7.3. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Gibt es Überlichtgeschwindigkeit? 15min. 8.3.: 1:45, 10:15
10.3. 21:00 BR-alpha Joseph von Fraunhofer (3): Dunkle Linien im Sonnenlicht – Erfinder und Vordenker 30min.
12.3. 1:35 ZDF Leschs Kosmos: Das Heiz-Paradoxon 15min. 15.3.: ZDF neo: 2:30
15.3. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was ist die Planck-Welt? 15min. 16.3.: 1:45, 10:15

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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