AKTUELLE AUSGABE
Blättern | Bestellen
Sonne. Helligkeit -26 ,m7, Durchmesser 31' 27,59" (4.7.2016 11:10 MESZ, Sonnenbild: 4.7.2016 8:00 MESZ)
Mond. Helligkeit -0 ,m1, Durchmesser 32' 34,46" (4.7.2016 11:10 MESZ)
Suche
INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 154 vom 20.1.2012
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 20.1.–3.2.2012

23.1. 8:39 MEZ Neumond
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Eros in Newsletter 153:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/50/3/153.nu3ar.asp#10
 
 
Größere Version
Eros im Dezember 2011/Januar 2012 [interstellarum, Gasparini]

Als Gustav Witt und Felix Linke am 13. August 1898 an der Urania-Sternwarte in Berlin den Kleinplaneten (433) Eros entdeckten, war dies der erste bekannte Kleinplanet, dessen Bahn der Erde nahe kam. Die Bahn von Eros kreuzt allerdings nicht die der Erde, da seine Bahnhalbachse etwas größer als die der Erdbahn ist. Ende Januar 2012 wird Eros wieder in Erdnähe gelangen. Der minimale Abstand von 0,17867AE (das entspricht einer fast 69-fachen Mondentfernung) zur Erde wird am 31. Januar erreicht. Seit seiner Entdeckung ist dies nach 1931 und 1975 der naheste Vorbeiflug mit einem Abstand von kleiner 0,2AE und wiederholt sich erst 2056 bzw. 2093 wieder. Seine Opposition findet hingegen erst am 1. März statt. Seine Entfernung beträgt dann bereits wieder 1,18AE bei einer Helligkeit um 9m.

Ende Januar wird er mit ca. 8,m1 seine größte Helligkeit erreichen. Zu diesem Zeitpunkt kulminiert (433) Eros kurz nach Mitternacht in einer Höhe zwischen 31° (Norddeutschland) und 37° (Österreich/Schweiz). Da Eros mit einer unregelmäßigen Form (33km × 13km × 13km) aufwartet und dabei in 5h 16min einmal um seine Achse rotiert, schwankt auch seine Helligkeit, so dass es eine lohnende Beobachtungsaufgabe ist, den Lichtwechsel zu dokumentieren.

André Knöfel

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Aktuelle Planetenaufnahmen:
www.planetenaktuell.de
Internationale Marsfotos:
alpo-j.asahikawa-med.ac.jp/Latest/Mars.htm
Eigene Ergebnisse einsenden:
www.oculum.de/interstellarum/aktuelleereignisse.asp
 
 
Tipp der Redaktion
interstellarum 79, S. 24:
Mars im Fokus
www.interstellarum.de/ausgabe.asp?Nummer=79
 
Ein Teil der berühmten W-Wolke auf einer Aufnahme vom 9.1.2012, 12"-ACF. [Efrain Rivera Morales]

Am 13.1. hat der scheinbare Durchmesser des Roten Planeten die 10"-Grenze überschritten. Gleichzeitig steht Mars derzeit schon ab Mitternacht ausreichend hoch für eine detaillierte Beobachtung: Damit beginnt die heiße Phase der diesjährigen Mars-Sichtbarkeit.

Neben der Beobachtung der dunklen Albedostrukturen ist die Verfolgung des Abschmelzens der Polkappe für Marsbeobachter besonders interessant. Derzeit ist die Polkappe sehr hell und groß und damit schon in kleinen Teleskopen ab etwa 100-facher Vergrößerung gut zu sehen. Mit großen Teleskopen ist derzeit die Rima Tenius auszumachen, eine dunkle Teilung der Polkappe, die nur in einer bestimmten Phase des Abschmelzprozesses auftaucht. Es wird erwartet, dass sich die Abschmelzrate gegen Ende Januar abschwächt, da dann die sogenannte »Aphelkälte« einsetzt, versuchsacht durch die Sonnenferne des Planeten am 14.2., die dem Schmelzen entgegen wirkt.

Die durch den Schmelzvorgang – eigentlich ein Sublimieren, d.h. ein Übergang von der festen in die gasförmige Phase– freigesetzten Wasser- und Kohlendioxid-Moleküle führen verstärkt zu Wolkenbildungen in der Marsatmosphäre. Solche Wolken wird man in den kommenden Wochen verstärkt beobachten können. Zu den berühmtesten, aber auch am schwierigsten zu dokumentierenden Wolkenbildungen gehört die sogenannte »W-Wolke«, die sich aus fünf Einzelwolken über den Gipfeln der Tharsis-Vulkane zusammensetzt.

Wir wollen an dieser Stelle über die nächsten Wochen hinweg aktuell über das Geschehen auf dem Roten Planeten berichten – senden Sie uns Ihre aktuellen Ergebnisse!

Ronald Stoyan

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Aktuelle Planetenaufnahmen:
www.planetenaktuell.de
Jupiteraufnahmen von Silvia Kowollik:
www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/jupiter
Eigene Ergebnisse einsenden:
www.oculum.de/interstellarum/aktuelleereignisse.asp
 
Größere Version
Zwei Gesamtkarten Jupiters vom 23.–25.11.2011 (oben) und 15./16.1.2012. Deutlich erkennbar ist das Schrumpfen des Nordrandes des NEB, die dunklen Barren werden dadurch freigelegt. Diese dunklen Flecke sind nicht zu verwechseln mit dem Großen Roten Fleck bei ca. 175° Länge (System II). 8"-Newton, DMK 31AF03.AS. [Silvia Kowollik]

Der Riesenplanet hält auch zum Ende einer spannenden Sichtbarkeit keine Ruhe. In den letzten beiden Jahren hatte das Südliche Äquatorband die Amateurbeobachter in Atem gehalten: 2010 war es verschwunden, 2011 tauchte es wieder auf. Nun zeigt sein nördliches Gegenstück (NEB) bemerkenswerte Veränderungen: Es ist in den letzten Wochen immer schmaler geworden und nun so schmal wie seit Jahrzehnten nicht mehr!

Die Breitenänderungen des NEB geschehen in einem dreijährigen Rhythmus. Ist das Band besonders breit, reicht es weit nach Norden in die angrenzende Nördliche Tropische Zone (NTrZ) hinein. Dunkle Flecken (»Barren«), die sich in dieser Breitenlage öfters zeigen, sind dann ganz in das Band eingebettet. Auch helle Ovale, die sonst frei in der NTrZ liegen, können vom Band umgeben sein.

Zieht sich der Nordrand des NEB zurück, werden die dunklen und hellen Flecke frei. Dies war bereits 2011 zu beobachten. Nun aber hat sich das NEB so verschmälert, dass die dunklen NEB-Barren keine Berührung mehr mit dem Band haben.

Wie sich diese Entwicklung fortsetzt, ist unklar. Vielleicht läutet sie eine Verstärkung des Breitenwechsel-Zyklus ein, wie er bereits vor 100 Jahren beobachtet wurde: Damals verschwand das NEB im dreijährigen Rhythmus ganz. Es kann aber auch sein, dass das jetzige Stadium den Umkehrpunkt der Entwicklung darstellt und sich das Band 2012 wieder verbreitert. Eigene Fotos und Zeichnungen des Riesenplaneten werden das zeigen.

Ronald Stoyan

 

Die Galaxie NGC 3239 (in Leo) alias Arp 263 wird manchmal »Loony Galaxy« genannt, weil sie nach der Wechselwirkung mit einer anderen völlig verbogen ist – und nun beherbergt sie die erste Supernova des neuen Jahres. SN 2012A vom Typ IIP wurde am 7. Januar im Rahmen einer amerikanischen Amateur-Supernovajagd, der Puckett Observatory Supernova Search, mit etwa 14,m5 entdeckt, ist seither aber auf rund 13,m6 gestiegen. Da die Supernova noch deutlich vor ihrem Maximum entdeckt wurde, ist das Interesse auch in der Fachastronomie entsprechend groß: Noch bevor sie überhaupt am 10. Januar spektroskopisch bestätigt war und ihre »amtliche« Nummer erhielt, zirkulierten bereits zahlreiche Beobachtungsaufrufe und wurden erste Blitzbeobachtungen mit Großteleskopen zwischen normale Forschungsprogramme geschoben.

NGC 3239 ist mit 11,m1 Gesamthelligkeit bei einer Ausdehnung von 2,4' × 4,5' visuell nicht ganz einfach zu sehen und erfordert ca. 6" Öffnung unter typischem Landhimmel. Ein 9m-Vordergrundstern vor der Galaxie darf nicht mit der Supernova verwechselt werden. Diese befindet sich knapp 1' weiter östlich!

Daniel Fischer & Hans-Georg Purucker

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1108.4070
Veröffentlichung der Univ. of Rochester:
www.rochester.edu/news/show.php?id=3983
Epsilon Aurigaes Ring:
oculum.de/newsletter/astro/100/00/8/108.rg6pl.asp#7
 
 

Im Frühjahr 2007 zog ein noch nie zuvor beobachtetes kosmisches Objekt 54 Tage lang von einem 16 Millionen Jahre jungen K-Stern im Sternentstehungsgebiet Scorpius-Centaurus vorbei: Mal wurde das Licht des Sterns um mehr als 3,m3 gedämpft, dann wieder nicht, um darauf wieder leicht schwächer zu werden. Beobachtet wurde dies immerhin von zwei unabhängigen Instrumenten, den Weitwinkel-Fotometern SuperWASP (Wide Angle Search for Planets) und ASAS (All Sky Automated Survey), allerdings auch nur ein einziges Mal in vielen Jahren: Es lässt sich nur sagen, dass die Umlaufszeit des geheimnisvollen Objekts – einen gebundenen Orbit vorausgesetzt – mindestens 850 Tage beträgt. Die sonderbare Lichtkurve ist zwar nicht direkt symmetrisch, weist aber ein ausgeprägtes Minimum in der Mitte und mehrere abgesetzte Flügel in gleichem Abstand von der Mitte auf: Sie lässt sich sehr gut nachvollziehen, wenn man ein flaches Gebilde annimmt, dass in schrägem Winkel vor dem Stern vorbei gezogen ist, mit einer dichten inneren Scheibe und drei weniger dichten äußeren Ringen, die jeweils durch Lücken voneinander getrennt sind und selbst wieder Feinstruktur besitzen – die künstlerische Darstellung gibt dieses Modell exakt wieder. Auch wenn es exzellent zu der Fotometrie passt: Eine eindeutige Lösung stellt es nicht dar. Aber generell erinnert das bedeckende Objekt zum einen an die Saturnringe mit ihren ausgeprägten durch kleine Monde verursachten Lücken, auch wenn der Maßstab mit 15 bis 60 Mio. km Radius um einen Faktor 100 größer wäre und die Masse – die sehr grob bei der des Erdmondes liegt – um ein Mehrtausendfaches über der der Saturnringe.

Größere Version
Was hat hier 54 Tage lang einen Stern bedeckt? Die Punkte sind Messungen des SuperWASP-Systems, die Kurve ein Fit durch ein kompliziertes Ringsystem, das vor dem Stern vorbeigezogen zu sein scheint. [Mamajek et al.]

Zum anderen drängt sich auch die Parallele dichter Staubscheiben von Begleitsternen auf, wie sie bereits vereinzelt als Bedecker von Sternen in Erscheinung getreten sind, namentlich beim berühmten Epsilon Aurigae, wo sogar eine direkte interferometrische Abbildung der Scheibe gelang, oder auch beim Stern EE Cephei. Was sich kurioserweise derzeit noch nicht sagen lässt, ist allerdings, welche Art von Himmelskörper die Scheibe in dem neuen Fall umgibt: Die Masse des Objekts im Zentrum ist noch so ungenau eingeschränkt, dass von einem Zwergstern (aus indirekten Gründen aber unwahrscheinlich) über einen Braunen Zwerg bis zu einem Riesenplaneten noch alles möglich ist. Dementsprechend kann es sich um eine zirkumstellare Scheibe handeln, in der gerade die ersten Planeten entstehen und dabei die Lücken erzeugen – oder um ein gewaltiges Ringsystem um einen Protoplaneten, bei dem sich gerade einige Monde bilden; die Entdecker haben dafür schon mal den schönen Begriff »Protoexosatellitensystem« eingeführt. Der nächste Schritt soll nun die Massenbestimmung des geheimnisvollen Objekts durch Messung der Radialgeschwindigkeit des K-Sterns sein, an dessen 0,9 Sonnenmassen das Objekt merklich zerren sollte. Fach- wie Amateurastronomen sind aufgerufen, den Stern in Centaurus systematisch zu überwachen: Irgendwann sollte sich der Scheibendurchgang wiederholen – und dann wird eine Fülle von Teleskopen auf dieses exotische System gerichtet sein.

Daniel Fischer

 
 
Größere Version
Der Supernova-Überrest SNR 0509-67.5 in der Großen Magellanschen Wolke in einem kombinierten optischen und Röntgen-Bild mehrerer Hubble- und Chandra-Kameras: Ein Zentrum lässt sich genau bestimmen – und es ist völlig leer. Das schränkt die möglichen Sternsysteme, die hinter dieser Supernova des Typs Ia gesteckt haben könnten, dramatisch ein. [NASA, ESA, CXC, SAO, the Hubble Heritage Team (STScI/AURA), J. Hughes (Rutgers University)]

Eine der großen Fragen der heutigen Astrophysik ist die Natur jener Sternsysteme, die als extrem helle Supernovae des Typs Ia untergehen: Man benutzt diese wegen ihrer gut verstandenen maximalen Absoluthelligkeit als wesentlichen Entfernungsmesser in der Kosmologie, aber klar ist eigentlich nur, dass es dabei einen Weißen Zwerg zerreißt, dem ein Partner zu viel Materie zugeführt hat. Dabei kann es sich im Prinzip sowohl um einen gewöhnlichen Stern – ganz unterschiedlichen Typs – handeln, von dem Materie herüber strömte, wie auch um einen zweiten Weißen Zwerg, der mit dem ersten verschmolz. Im ersten Szenario sollte der Materiespender die Explosion praktisch unbeschadet überstehen, im zweiten aber rein gar nichts am Explosionsort übrig bleiben. Beobachtungen an der aktuellen Supernova in Messier 101 schließen zumindest schon einmal aus, dass dort ein massereicher Stern der Materiespender war, und nach neuesten Erkenntnissen dürfte er sogar weniger als 1/10 Sonnendurchmesser gehabt haben und eine nicht näher bestimmte Art von kompaktem Objekt gewesen sein.

Ein noch viel eindeutigeres Bild liefert jedoch der etwa 400 Jahre alte Überrest einer Supernova des Typs Ia in der Großen Magellanschen Wolke, dessen Zentrum sich wegen seiner symmetrischen Form genau bestimmen lässt. Und auch wenn man einem überlebenden Ex-Materiespender eine seitliche Geschwindigkeit nach der Explosion zu gesteht: Rund um den Explosionsort ist keinerlei Stern mehr zu finden, bis zur 27. Größe bzw. einer Absoluthelligkeit von +8,M4 im Visuellen hinab! Eine derartig scharfe Grenze für das Fehlen eines verbliebenen Partners nach einer Ia-Explosion gab es noch nie, und zum ersten Mal scheint es in diesem Fall eindeutig, dass hier zwei Weiße Zwerge miteinander verschmolzen sind: Jedes andere jemals postuliertes Szenario für eine Ia-Supernova hätte einen erkennbaren Stern zurücklassen müssen. Trotzdem triumphieren die Astronomen (die auf diesen Supernovarest übrigens durch ein »Astronomy Picture of the Day« aufmerksam geworden waren) nicht: Es ist durchaus möglich, dass mehrere Wege zu einer Ia-Explosion führen. Das Innenleben einer Handvoll weiterer Überreste wird daher bereits unter die Lupe genommen.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1111.6309
 
 
Größere Version
Impression der Sonde Juno beim Jupiter, den sie 2016 erreichen soll. Primär wird sich die Sonde der Atmosphärenforschung widmen und dabei auch die Anreicherung unterschiedlicher Atmosphärenschichten mit schweren Elementen untersuchen [NASA/JPL]

Warum scheint der Kern des größten Planeten des Sonnensystems kleiner und seine Atmosphäre reicher an schweren Elementen zu sein, als dies Vorhersagen nach dem Standardmodell der Planetenentstehung erlauben? Gasgiganten wie Jupiter oder auch Saturn beginnen in Folge des Modells ihr Dasein als solide Körper aus Gestein und Eis. Nachdem sie in der sogenannten »Runaway-Wachstumsphase« durch Kollisionsereignisse dann etwa zehn Erdmassen erreicht haben, sind die protoplanetaren Schwergewichte in der Lage, ihre Umgebung gravitativ zu dominieren und so im Wege des »oligarchischen Wachstums« weitere feste Materie sowie auch Gas aus der protoplanetaren Scheibe zu akkretieren. Am Ende dieser Entwicklung sind die Kerne dann von einer mächtigen – im Falle von Jupiter – Wasserstoffatmosphäre umgeben. Kurioserweise kamen in den vergangenen Jahren eine Anzahl von Studien zu dem Ergebnis, dass Jupiters Kern um einiges leichter als die vorhergesagten zehn Erdmassen zu sein scheint, während sein kleinerer Bruder Saturn in seinem Kern bis zu 30 Erdmassen vereinigen könnte.

Die unverträgliche innere Leichtigkeit und das gehäufte Vorhandenseins von schweren Elementen in der Jupiteratmosphäre führt zu einer fatalen Hypothese, die elegant beide Phänomene zu erklären vermag: Jupiters Kern löst sich seit Formung des Planeten vor 4,5 Mrd. Jahren langsam aber beständig auf. Verantwortlich für die Auflösungserscheinungen sind demnach die übermäßigen Extrembedingungen im Kernbereich des Planeten, die sonst nirgends im Sonnensystem denen der Sonne so ähneln wie hier. Durchgreifende Drücke von rund 40 Millionen Atmosphären und Temperaturen von etwa 20000°C führen im Planeteninneren dazu, dass der Kern geradezu in die umgebene Atmosphäre diffundiert. Mit zunehmender Tiefe geht wegen dieses hohen Drucks der Wasserstoff vom gasförmigen zum flüssigen Aggregatzustand über. Es gibt dabei keinen Phasenübergang zwischen den Aggregatzuständen, da der Druck in den Tiefen des Planeten jenseits des kritischen Punktes ansteigt. Unter diesen Bedingungen ist die Unterscheidung zwischen Gas und Flüssigkeit nicht mehr möglich, warum auch keine exakte Oberfläche als Grenzfläche definiert werden kann. In einem Laserexperiments am National Ignition Facility (NIF) des Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien, welches annähernd einen entsprechenden Druck simuliert, gleichzeitig allerdings aber ein Vielfaches der Temperatur von 20000°C erreicht, verhielt sich Magnesiumoxid (MgO), von dem angenommen wird, dass es einen nicht unerheblichen Anteil am Planetenkern ausmacht, dann auch tatsächlich genau so. Es löste sich wie Salz in einem Glas warmen Wasser auf. Durch Konvektionsströme gelangen die gelösten Elemente dann wohl in höhere Atmosphärenschichten. Da der etwas kleinere Saturn nur rund ein Drittel der Jupitermasse aufweist, sind in seinem Inneren die Gegebenheiten nicht mit denen Jupiters vergleichbar. Dies ist der Grund, warum dann auch allem Anschein nach der kleinere Bruder ein wesentlich massereicheres Innenleben besitzt.

Lars-C. Depka

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Pressemitteilung der Uni Heidelberg:
www.uni-heidelberg.de/presse/news2012/pm20120111_planeten.html
ESO-Veröffentlichung mit Originalarbeit:
www.eso.org/public/germany/news/eso1204
Veröffentlichung des Niels Bohr Instituts:
www.nbi.ku.dk/english/news/news11/a_wealth_of_habitable_planets_in_the_milky_way
 

Wie weit darf man Statistik treiben? Aus exakt drei tatsächlich beobachteten – und allesamt zwischen 2005 und 2010 auch schon in der Literatur beschriebenen – Exoplaneten, die sich als Gravitationslinseneffekte an zufällig dahinter stehenden Sternen bemerkbar machten, schließt eine kühne Hochrechnung nun, dass ca. jeder sechste Stern der Milchstraße einen Planeten von etwa Jupitermasse besitzen dürfte. Und vor allem rund jeder zweite einen Neptun-artigen oder eine Supererde (fünf bis zehn Erdmassen): Macht im Schnitt etwa 1,6 Planeten pro Stern, womit Planetensysteme die Regel und nicht die Ausnahme wären. Der Nachweis per Linseneffekt hat den Vorteil, dass bevorzugt Planeten in einem weiten Bereich von 0,5AE bis 10AE Sternabstand auffallen, während die bekannteren Methoden Radialgeschwindigkeit und Transit umso besser funktionieren, je näher ein Planet seinem Stern steht. Die neue Hochrechnung verträgt sich zwar in etwa mit früheren Abschätzungen zur Planetenstatistik, die extreme Extrapolation von 3 auf mehrere 100 Milliarden lässt aber doch so manchen die Stirn runzeln.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Pressemitteilung der Uni Bonn:
www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/008-2012
CFHT- Pressemitteilung:
www.cfht.hawaii.edu/en/news/CFHTLens
Fermilab & Berkeley Lab-Veröffentlichung:
newscenter.lbl.gov/news-releases/2012/01/09/clearest-view-dark-matter
 

Gleichzeitig sind jetzt drei unabhängige Karten der großräumigen Verteilung der Dunklen Materie im Kosmos vorgestellt worden, die alle auf der geringfügigen Verzerrung der Bilder ferner Galaxien durch die Massenverteilung im Vordergrund basieren (»weak lensing« oder »kosmische Scherung«). Während eine der Karten 155 Quadratgrad abdeckt und bis in große Entfernungen reicht, überdecken die anderen sogar bis zu 275 Quadratgrad, zeigen aber eher Effekte des »lokalen« Universums. Die Aussagen über die grundlegenden Eigenschaften der Dunklen Materie aus allen drei Projekten sind aber dieselben: Sie konzentriert sich dort, wo auch im sichtbaren Licht die massereichsten Galaxien sitzen, es gibt ausgeprägte Hohlräume. Und das Gesamtbild einer Art kosmischen Netzes entspricht genau dem, was auch bei Computersimulationen der kosmischen Entwicklung nach dem Urknall – mit Dunkler Materie und Dunkler Energie – am Ende entsteht.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Pressemitteilung der Univ. of Pittsburgh:
www.news.pitt.edu/milkywaycolor
 

Aussagen über Eigenschaften der Galaxis als Ganzer sind ausgesprochen schwer zu treffen, sitzt der Beobachter doch zwangsläufig mittendrin: Die Bestandteile der Milchstraße sind ganz unterschiedlich weit entfernt und der Blick zu ihnen ist auch noch verschieden stark getrübt. Um herauszufinden, welche Gesamtfarbe die Milchstraße hat, haben nun Astronomen nicht etwa alle Komponenten irgendwie addiert sondern stattdessen nach ähnlichen Galaxien im Sloan Digital Sky Survey gesucht, deren Farbwerte direkt abzulesen sind. Das Ergebnis ist eine Farbtemperatur von 4840 Kelvin, was dem menschlichen Auge als sehr reines Weiß erscheinen würde: Ohne direkten Vergleich erscheinen schließlich selbst Glühlicht (3000K) ebenso wie die Mittagssonne (6500K) weiß. Etwas poetischer ausgedrückt hat die Milchstraße die Farbe frisch gefallenen Schnees – per se das weißeste natürliche Material auf der Erde – im Licht der Morgensonne. Was sich übrigens kaum von der mittleren Farbe des gesamten Universums unterscheidet.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 

Termine vom 20.1.–3.2.2012

Für den aktuellen Newsletterzeitraum sind uns keine Termine bekannt.
 
Größere Version
Eine Teflonbeschichtung sorgt für möglichst ruckfreie Drehbarkeit.

Die Firma APM Telescopes hat aktuell einen neuartigen Rotator in ihr Sortiment aufgenommen. Das Zubehörteil soll okularseitig an SC-Teleskopen die Rotation von Zubehör erlauben, ohne dass dabei ein seitliches Shifting des eingestellten Objekts oder ein Fokusverlust auftritt. Ermöglicht wird dies laut Hersteller durch die präzise Fertigung des Adapters und die Verwendung einer Teflonbeschichtung auf den Laufflächen. Damit soll auch eine ruckfreie Beweglichkeit gewährleistet sein, die über einen Friktionsring mit zwei Stellschrauben eingestellt bzw. vollständig geklemmt werden kann. Als Anwendung kommt bei der Fotografie die korrekte Ausrichtung der Kamera in Frage, ohne die vorherigen Einstellungen zu verlieren. Aber auch beim visuellen Einsatz soll damit eine bequeme Einblickposition durch Drehen des Zenitprismas bzw. -spiegels erreicht werden, ohne das Objekt neu zentrieren zu müssen.

Der Rotator ist in zwei Versionen mit 2"- bzw. 3,3"-SC-Gewindeanschluss erhältlich. Der Steckanschluss für Zubehör beträgt jeweils 2", eine passende Staubkappe ist im Lieferumfang enthalten. Die optisch wirksame Baulänge des kleinen Modells beträgt 51,5mm, sein Gewicht liegt bei 240g. Das 3,3"-Modell erfordert 50,8mm optischen Weg bei 210g Gewicht. Die Preise betragen 149€ (2") bzw. 179€ (3,3").

Frank Gasparini

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Planetarium Wolfsburg:
www.planetarium-wolfsburg.de
 

Seit März 2010 verfügt das Planetarium Wolfsburg neben dem traditionellen Sternprojektor über eine hochauflösende Videoprojektionsanlage. So können in der großen Sternenkuppel astronomische Inhalte sehr anschaulich präsentiert werden. Darunter auch astronomische Fotografien. Da die Fotos engagierter Amateurastronomen immer besser und damit auch für die breite Öffentlichkeit interessanter werden, möchte das Planetarium Wolfsburg Astrofotografen eine Plattform bieten, ihre besten Fotos im Rahmen einer Veranstaltung in angemessener Umgebung anderen Sternfreunden und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Hochauflösende Aufnahmen (ab 2000 Pixel Kantenlänge) für kuppelfüllende Projektion, kleinere Aufnahmen für die Darstellung in Verbindung mit dem Planetariumssternhimmel. Auch das Abspielen von Clips in den gängigen Videoformaten ist möglich.

Neben rein astronomischen Bildinhalten können auch Fotos von atmosphärischen Phänomenen gezeigt werden (Sonnenuntergänge, Regenbogen, Halos, »Beobachtungssituationen«). Kooperationspartner sind die Arbeitsgemeinschaft Astronomie Wolfsburg (AGA) und die Sternfreunde Braunschweig-Hondelage. Am Samstag den 3. März 2012 findet von 18:00 Uhr bis 18:45 Uhr die Präsentation der ausgewählten Aufnahmen im Planetarium statt. Dies geschieht im Rahmen einer Öffentlichen Veranstaltung mit Vortrag und Planetariumsprogramm zwischen 17:00 Uhr und 21:00 Uhr. Ein weiterer Programmpunkt ist eine interne amateurastronomische Fachveranstaltung mit Vorträgen (13:00 Uhr – 16:30 Uhr). Hier sollen sich amateurastronomische Vereine vorstellen und somit gegenseitig kennenlernen.

Ein Rahmenprogramm mit der Vorführung bzw. Ausstellung astronomischer Instrumente im Planetarium, der astronomischen Beobachtung vor dem Planetarium (mit Instrumenten des Planetariums und der Sternfreunde), Sonnen- und Abendbeobachtung sowie Stehtische und Astropraxis runden das Programm ab. Für Vortragende und Kooperationspartner ist der Eintritt frei, Amateurastronomen als Zuhörer zahlen 5,00€ für den gesamten Tag, öffentliches Publikum die normalen Eintrittspreise (7,00€, ermäßigt 5,00€).

Anmeldefrist für Vorträge ist der 30. Januar 2012, Einsendeschluss fotografischer Beiträge der 10. Februar 2012. Das Planetarium erhebt auf die Rechte der amateurastronomischen Fotos keinen Anspruch!

Verantwortlich/Ansprechpartner: Dirk Schlesier, Wiss. Mitarbeiter am Planetarium Wolfsburg, Tel. 05361/89 02 55 22, dirk.schlesier@planetarium-wolfsburg.de

Hans-Georg Purucker & Dirk Schlesier

 

Zu den zahlreichen Ehrungen, die der Garchinger Astrophysiker Reinhard Genzel bereits für seine bahnbrechenden Beobachtungen von Sternbahnen ganz dicht um das Zentrum der Milchstraße erhalten hat und die u.a. den Nobel-artigen Shaw Prize und die Karl-Schwarzschild-Medaille der Astronomischen Gesellschaft umfassen, kommt nun auch der bedeutende Crafoord Prize in Astronomy der schwedischen Akademie der Wissenschaften, eine spätere Ergänzung für Forschungsgebiete, in denen es direkt keine Nobelpreise gibt. Die vier Mio. Kronen Preisgeld – ca. 450000 Euro – teilt sich Genzel dieses Mal mit der US-Astronomin Andrea Ghez: Ihre und Genzels Arbeitsgruppen lieferten sich jahrelang ein regelrechtes Wettrennen um die Bestimmung der Masse des Zentralobjekts der Milchstraße Sgr A* aus den Bahnelementen der Sterne, die es auf Ellipsenbahnen passieren.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Pentax-Firmware:
www.pentax.de/de/Foto-Service-Downloads.php
 

Pentax hat für das DSLR-Modell K-5 eine neue Firmware in der Version 1.12 zur Verfügung gestellt. Wurde die K-5 bisher zusammen mit dem GPS-Modul O-GPS1 in der Astrotracer-Funktion zur Langzeitbelichtung von Astroaufnahmen benutzt, zeigte sich gelegentlich ein grünlicher Streifen in den Fotos. Dieser Fehler soll laut Pentax mit der neuen Firmware nun behoben sein. Auf der deutschen Pentax-Webseite steht die neue Firmware nebst Installationsanleitung zum Download zur Verfügung.

Frank Gasparini

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
International Astronomical Youth Camp (IYAC):
www.iayc.org
 

Das Internationale Astronomische Jugendlager (IAYC) findet 2012 wieder in Deutschland statt. Ca. 40km westlich von Passau wird im Markt Eichendorf in Niederbayern das jedes Jahr in einem anderen europäischen Land stattfindende Treffen ausgetragen. Die jugendlichen Teilnehmer im Alter von 16 bis 24 Jahren, die dazu aus insgesamt 20 verschiedenen Ländern erwartet werden, werden über einen Zeitraum von drei Wochen gruppenweise an verschiedenen astronomischen Projekten teilnehmen. Die Gruppen leiten junge Wissenschaftler und Studenten, dabei wird das ganze Spektrum an astronomischen Tätigkeitsfeldern von Theorie bis Praxis thematisiert.

Neben der eigentlichen Astronomie sorgt ein sportliches Rahmenprogramm für den nötigen Ausgleich. Die Bereitschaft englisch zu reden wird von den Jugendlichen erwartet. Untergebracht werden die Teilnehmer in einem Schullandheim, hinter dem ein angrenzendes Feld als Beobachtungsplatz, ausgestattet mit Teleskopen für Beobachtung und Astrofotografie, genutzt werden kann. Eigene Teleskope und Ferngläser können mitgebracht werden.

Auf Grund der abendlichen Beobachtungen startet das Tagesprogramm jeweils erst um 12:00 Uhr mittags. Das Jugendlager kostet mit Vollpension inkl. Gebühren für Ausflüge etc. 700€, bei Anmeldung bis zum 7. April 2012 650€. Auf Antrag stehen limitierte finanzielle Beihilfen zur Verfügung.

Hans-Georg Purucker

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 20.1.–3.2.2012 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
22.1. 16:00 3sat hitec: Ein Navi für Europa: GALILEO – Durchbruch oder Milliardengrab 30min.
23.1. 1:30 ZDF Leschs Kosmos: Sind wir eigentlich wahnsinnig? Im Geschwindigkeitsrausch 15min. 24.1.: ZDF neo: 2:05
24.1. 6:00 Phoenix Entscheidung Längengrad 45min.
25.1. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was sind Myonen? 15min. 26.1.: 1:45, 8:15
27.1. 1:30 Phoenix Die ersten Raumfahrer 45min.
3:30 Phoenix Stonehenge – Sternenkult der Steinzeit 45min.
4:15 Phoenix Der Raketenmann – Wernher von Braun und der Traum vom Mond 90min.
19:45 ARD Wissen vor 8: Was machen Stubenfliegen in der Schwerelosigkeit? 3min.
28.1. 6:30 Phoenix APOLLO 13 – Die wahre Geschichte 40min.
7:10 Phoenix Columbus – Europas Labor im All 20min.
30.1. 1:25 ZDF Leschs Kosmos: Die Rückseite des Mondes und das große kosmische Streicheln 15min. 31.1.: ZDF neo: 2:05
31.1. 9:30 HR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Albert Einstein – E = mc2 15min.
1.2. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Kann man im All parken? 15min. 2.2.: 1:45, 8:15

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
LINKS ZUM ARTIKEL
DAS NEUE ABONNEMENT:
www.interstellarum.de/jahresabo.asp
BESTELLEN IM ONLINESHOP:
www.interstellarum.de/onlineshop.asp
UNSER HEFTARCHIV:
www.interstellarum.de/archiv.asp
 

interstellarum 80 (Februar/März 2012) ist ab dem 20.1. am Kiosk und in unserem Shop erhältlich. Sie lesen dort unter anderem:

• Sternlicht unter Schutz: Die ersten Dark-Sky-Parks in Europa
• Technik: Ferngesteuert fotografieren
• Deep-Sky: Der doppelte Marathon
• Finsternisse: Feuerring am Grand-Canyon
• Astro-Reisen: Mit dem Mini-Dobson im Himalaya
• Zubehör: Farbfilter für Planetenbeobachter

 

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck vom neuen Heft und nutzen Sie einfach die Blätterfunktion.

 

Die neue interstellarum iPad-App kann demnächst kostenlos vom Apple Store heruntergeladen werden. Die App muss allerdings noch von Apple freigegeben werden. Normalerweise dauert dieses Genehmigungsverfahren nur kurze Zeit, so dass die App in einigen Tagen verfügbar wird. Die Datenpakete (interstellarum Himmelskalender) begleitend zu den Heftausgaben 79 und 80 können Sie kostenlos herunterladen.

Der interstellarum Himmelskalender erscheint alle zwei Monate neu:

• Texte, Videos, Animationen
• Aktuelle Himmelsereignisse
• Sonne, Planeten, Kometen aktuell
• Beobachtungstipps

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Eye&Telescope:
www.eyeandtelescope.de
Dokumentation Version 3.2:
www.oculum.de/eundt/site/eundt.asp?content=vdoku
Eye&Telescope:
www.oculum.de/eundt/site/eundt.asp?content=updates
 

Zum bevorstehenden 10-jährigen Jubiläum von Eye & Telescope ist das Update 3.2 erschienen. Der kleine Sprung in der Versionsnummer täuscht allerdings über den Umfang der Erweiterungen: Programmautor Thomas Pfleger spricht davon, dass es sich hier »eigentlich um Version 4.0« handelt.

Neu im kostenlosen Update 3.2:

• Benutzerdefinierter Horizont
• Darstellung des sichtbaren Himmels
• Ephemeriden und simulierte Ansichten für Sonne, Mond und Planeten
• alle neuen Funktionen in der Versionsdokumentation
• neueste Version jetzt verfügbar im Updatebereich
 
Diese einzigartige Software für Deep-Sky-Beobachter besitzt viele weitere nützliche Funktionen, hier nur einige:
 
• Basierend auf Objekt, Standort und Ausrüstung finden Sie auch wirklich sinnvoll beobachtbare Himmelsobjekte
• Stellen Sie Objekte in Beobachtungsprojekten zusammen und organisieren so, was Sie sehen möchten, auch über längere Zeiträume hinweg
• Erstellen Sie einen detailierten Beobachtungsplan mit allen benötigten Informationen für die tatsächliche Beobachtung unter freiem Himmel
• Mächtige Werkzeuge zum Exportieren von Objektdaten, Beobachtungen, Projekten, Plänen und Sternkarten in vielfältigen Dateiformaten
 
• Navigieren Sie am Himmel mit einfach zu handhabenden Karten. Diese zeigen alle Objekte, die Sie aufgrund der Einstellung von Sichtbarkeitskriterien auch tatsächlich beobachten können. So vermeiden Sie mit Beschreibungen überladene Karten, Doppeleinträge und müssen sich nicht darum kümmern, welcher Katalog vielleicht gerade aktiv sein könnte. So macht Starhopping und das Finden der Objekte Spaß, ohne in Arbeit auszuufern.
• Zeichnen Sie Ihre Beobachtungen im Logbuch auf. Kreieren Sie aussagekräftige Aufzeichnungen mit minimalem Aufwand. Benutzen Sie Filter zum Sortieren der Beobachtungen. Tauschen Sie diese mit anderen Sternfreunden – auch über Internet.
• Steuern Sie Ihr ASCOM-kompatibles Teleskop
• Integriert sich in andere vielgenutzte Sternkartensoftware. Zentrieren die mit E&T Objekte in diesen Programmen.
 
• Entwickelt auf Benutzerfreundlichkeit, besonders für die nächtliche Benutzung am Teleskop.
• Automatische Backups mit komplettem Verlauf
• Kann rechnerunabhängig auf USB-Stick oder Memory-Card installiert werden. Haben Sie jederzeit alle Ihre Daten auf jedem Windows-PC verfügbar – ohne umständliche Installation auf dem jeweils einzelnen Computer!
• Enthält ein gedrucktes Handbuch, mehr als eine Stunde an Tutorial-Videos und ein allumfassendes hochqualitatives Hilfesystem.