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Sonne. Helligkeit -26 ,m7, Durchmesser 31' 27,59" (4.7.2016 11:10 MESZ, Sonnenbild: 4.7.2016 8:00 MESZ)
Mond. Helligkeit -0 ,m1, Durchmesser 32' 34,46" (4.7.2016 11:10 MESZ)
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 152 vom 23.12.2011
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
Die Autoren und die Redaktion des interstellarum-Astronomie-Newsletters bedanken sich bei Ihnen für das rege Interesse im vergangenen Jahr. Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und viele sternklare Nächte für 2012.
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 23.12.2011–5.1.2012

23.12. 4:35 MEZ Merkur in größter westlicher Elongation, 21,8°
23.12. 3:18 MEZ Mond bei Merkur, Mond 3° 9' südlich
24.12. 19:06 MEZ Neumond
1.1. 7:14 MEZ Mond Erstes Viertel
5.1. 1:02 MEZ Erde im Perihel
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Entwicklungsphasen des Kometen:
cometography.com/lcomets/2011W3.html
Protokoll des Perihels:
sungrazer.nrl.navy.mil/index.php?p=news/birthday_comet
Lovejoy in Australien:
users.tpg.com.au/vtabur/2011w3/2011w3.htm
 
 

Abermals hat ein Komet ein völlig anderes Verhalten an den Tag gelegt als alle Experten aufgrund früherer Erfahrungen vorausgesagt hatten: Der erste vom Erdboden aus entdeckte »sonnenkratzende« Kreutz-Komet seit 40 Jahren, C/2011 W3 (Lovejoy) ist nicht nur in seinem Perihel nicht knapp über der Sonnenoberfäche spurlos verdampft – er war danach sogar heller als zuvor und entwickelte einen beachtlichen Staubschweif. Kurz nach dem Perihel war Lovejoy so hell, dass er bei klarem Himmel am Tage wenige Grad neben der Sonne fotografiert und vereinzelt auch im Feldstecher geortet werden konnte: Das war zuletzt vor knapp 5 Jahren beim großen McNaught der Fall gewesen. Seither ist die Helligkeit der Koma, die zeitweise –3m bis –4m erreicht hatte, schon wieder um viele Größenklassen gefallen, doch geblieben sind ein etwa 15° langer Staub- und ein kaum kürzerer Plasmaschweif, die inzwischen auch wieder an dunklem Himmel zu sehen sind. Dies gelingt leider nur auf der Südhalbkugel, wo die Schweife in der Morgendämmerung fast senkrecht über den Horizont steigen. Die geometrischen Bedingungen verbessern sich in den kommenden Tagen sogar noch, und die Staubschweife von Kreutz-Kometen sind bekannt dafür, nur langsam an Helligkeit zu verlieren.

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Der ca. 15° lange Schweif des Kometen Lovejoy beim morgendlichen Aufgang in Australien am 22. Dezember um 4:30 Uhr Ortszeit. 50mm bei f/1.8, 20s, ISO 1600. [Vello Tabur]

Wie es Lovejoys Kern überhaupt geschafft hat, die extreme Sonnenhitze zu überstehen, darüber wird nun emsig gerätselt: Vermutlich war er – jedenfalls vor dem Perihel – doch erheblich größer als die zuvor vermuteten 100m Durchmesser. Inzwischen wird eher auf mindestens 500m getippt, die aber in den kritischen Stunden stark geschrumpft sein dürften. Auf jeden Fall hatte Lovejoy im Perihel seinen Staubschweif verloren, der noch geisterhaft seine Bahn Richtung Sonne nachzeichnete, während der Komet bereits auf dem Weg nach draußen binnen weniger Stunden neue Schweife entwickelte. Nicht weniger als sechs Weltraumobservatorien hatten seine Erlebnisse in Sonnennähe und inmitten der Sonnenkorona verfolgen können (und dank souverän in Echtzeit ins Web gestellter Bilder konnte die Öffentlichkeit fast live daran teilhaben): Eigentlich sollte dokumentiert werden, wie die Zerstörung eines Kometen an der Sonne abläuft, nun aber sind völlig neuartige Daten verfügbar geworden. Zu erkennen ist z. B., wie der Plasmaschweif in der Korona zerzaust wird und heftig schwingt: offenbar Wechselwirkungen mit den Magnetfeldern der Sonne. Inzwischen liegt die Verfolgung von Lovejoys weiterem Schicksal wieder in den Händen bodengebundener Beobachter – und Aufnahmen des Kometen vom 21. Dezember deuten möglicherweise auf ein beginnendes Zerbrechen des Kerns hin. Theoretisch ist Lovejoy ab Februar 2012 wieder von unseren Breiten aus zu sehen. Seine Helligkeit wird dann aber jenseits 15m liegen und er wird in den Tiefen des Alls verschwinden, denn seine Umlaufperiode beträgt mehrere hundert Jahre.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG

Im Zentrum der Milchstraße befindet sich wie bei den meisten anderen Galaxien auch ein Schwarzes Loch. Dort verhält es sich aktuell recht unauffällig, doch vor ungefähr 350 Jahren sah das vermutlich noch ganz anders aus: Im Vergleich zu heute war es seinerzeit wesentlich aktiver, trat mit seiner unmittelbaren Umgebung in heftige Wechselwirkung und gab Millionen mal mehr Energie ab. Dank einer gigantischen kosmischen Wolke aus molekularem Wasserstoff, die man als Sgr B2 bezeichnet, war man 2004 in der Lage, diesen Teil der Geschichte von Sgr A* (dem Schwarzen Loch) zu enthüllen. Doch die Zeit des Hungerns und des Darbens scheint vorbei. In aller Voraussicht nach 18 Monaten wird das Massenmonster im Zentrum unserer Galaxis damit beginnen, sich erneut eine Gas- und Staubwolke mit der Masse einer Supererde einzuverleiben. Der Orbit des neu entdeckten und dem Untergang geweihten Objektes wird es zu jener Zeit bis etwa auf 36 Lichtstunden an Sgr A* herangeführt haben.

Der Einfluss des Schwarzen Loches wird schließlich groß genug sein, um die Gaswolke zu zerreißen, was im weiteren Verlauf wohl zu einer verstärkten Aktivität des Schwarzen Loches im Röntgenbereich führen wird. Unter günstigen Umständen kann dieser Materiefluss über Jahre anhalten. Eine Reihe von Sternen umkreisen das ca. vier Millionen Sonnenmassen mächtige Schwarze Loch in stabilen Bahnen, doch eine gravitativ so schwach gebundene Masse wie eine Gaswolke hat kaum eine Möglichkeit, der intensiven Anziehungskraft des Galaxienzentrums zu entkommen. Und tatsächlich lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt schon der sogenannte »Spaghetti-Effekt« beobachten: Vor dem Hintergrund des immensen Gravitationsfeldes und den somit wirkenden extremen Gezeitenkräften, erfährt die Gaswolke in der Nähe eines Schwarzen Loches vertikale/horizontale Streckungen in Richtung der Massenansammlung, die ihr eine entfernte Ähnlichkeit mit langen Spaghettis verleihen. Noch ist allerdings nicht gänzlich die Möglichkeit ausgeschlossen, dass es sich bei der Gaswolke eben doch nicht um eine solche, sondern um einen Stern inmitten einer Gaswolke handeln könnte. Die niedrige Temperatur von lediglich 275°C spricht jedoch klar gegen die Möglichkeit eines Sterns, der gute Chancen hätte, die enge Begegnung mit dem Schwarzen Loch zu überstehen.

Lars-C. Depka

 
 
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Arbeit zu 20e und 20f:
arxiv.org/abs/1112.4550
Arbeit zu 20a, 20b und 20c:
arxiv.org/abs/1112.4514
NASA-Pressemitteilung:
www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/kepler-20-system.html
 
 

Das nächste große Ziel der Exoplaneten-Jagd ist es, einen »Zwilling« der Erde zu finden, der drei Kriterien erfüllt: Er muss einen Erddurchmesser haben und in rund einer Astronomischen Einheit Abstand um einen Stern kreisen, der der Sonne ähnelt, was ihn zugleich inmitten der habitablen Zone ansiedeln würde. Gleich zwei von fünf Planeten des Sterns Kepler 20 erfüllen nun erstmals gleichzeitig die ersten beiden dieser Kriterien, was zu Recht als nächster großer Meilenstein gefeiert wird, auch wenn die beiden »Exoerden« viel zu nahe um ihre Sonne kreisen und völlig unbewohnbar heiß sind. Kepler-20e und -20f sind »validiert«, d.h. ihre Realität ist weitgehend abgesichert, aber man kennt ihre Massen noch nicht, nur die Durchmesser, die sich direkt aus ihren Durchgängen vor dem Sternscheibchen bestimmen lassen. Mit rund 0,9 und 1,0 Erddurchmessern sind Kepler-20e und -20f tatsächlich die ersten bekannten Exoerden, denn der bisherige Rekordhalter für den kleinsten sicher nachgewiesenen Exoplaneten eines normalen Sterns, Kepler-10b, hat immerhin 1,4 Erddurchmesser. Die Massen der beiden Exoerden sind zu gering, um mit heutiger Spektroskopie einen eindeutigen Effekt auf die Radialgeschwindigkeit ihres Sterns (der geringfügig kleiner und kühler als unsere Sonne ist) auszuüben, so dass dieser wesentliche Test ihrer Planetennatur noch fehlt. Gegenseitige Bahnstörungen der Planeten könnten aber im Lauf der Zeit doch noch zu Massenwerten führen – oder der neue Super-Spektrograph HARPS-North, der nächstes Jahr auf La Palma in Betrieb geht, kann den beschriebenen Effekt beobachten.

Die Wahrscheinlichkeiten, dass ein just in der Sichtlinie stehender Doppelstern die Transits von Kepler-20e und -20f nur vortäuscht, können jedoch schon jetzt mit 1:3400 bzw. 1:1370 so gering beziffert werden, dass an der Realität der beiden Planeten keine Zweifel bestehen. Auch wenn ihre Massen und damit Dichten noch unbekannt sind, dürfte es sich bei Kepler-20e und -20f um felsige Planeten mit recht erdähnlicher Zusammensetzung – Eisenkern und Silikatmantel – handeln: Ausgedehnte Gashüllen hätten keinen Bestand, da alle Planeten von Kepler 20 in geringerem Abstand um ihren Stern kreisen als der Merkur um unser Zentralgestirn. Allenfalls der sternfernere Kepler-20f könnte sich eine dichte Atmosphäre aus heißem Wasserdampf bewahrt haben: Bewahrt deshalb, weil die fünf Planeten kaum in der heutigen Konfiguration – dicht am Stern und eng beieinander – entstanden sein können. Vielmehr haben sie sich wohl weiter draußen gebildet und sind dann durch allerlei gravitative Wechselwirkungen mit der restlichen zirkumstellaren Scheibe sowie untereinander nach innen gewandert. Wie dabei allerdings die bisher in dieser Ausprägung noch nicht andernorts gefundene »Architektur« des Planetensystems zustande gekommen sein kann, mit abwechselnd einem gasförmigen Exoneptun und einer soliden Exoerde, ist das größte Rätsel, das das System Kepler 20 aufgibt.

Daniel Fischer

 
 

»Wasser auf dem Mars entdeckt« – so oft hat man diese Schlagzeile in den letzten Jahren lesen müssen, dass sie schon synonym für eine aufgebauschte Wissenschaftsstory gebraucht wird. Aber was der betagte Marsrover Opportunity diesen Herbst am Rand des großen Marskraters Endeavour entdeckt hat, ist tatsächlich ein qualitativ neuer Schritt beim Verständnis der feuchten Vergangenheit des Planeten. Denn da ragte aus dem Boden eine auffallende Ganglagerstätte, und nach umfangreicher Analyse mit mehreren Instrumenten steht praktisch fest: Hier war in einem Spalt im Boden reiner Gips entstanden, den spätere Erosion freilegte. Und Gips – Calciumsulfat mit zwei Wassermolekülen – bildet sich nur in Anwesenheit von flüssigem Wasser, das relativ neutral (und damit potenziell lebensfreundlich) ist. Zwar hatten Marsorbiter bereits früher Dünen aus Gipsstaub geortet, aber es war immer unklar geblieben, woher er angeweht worden war. Andererseits waren die Marsrover bei ihren Marsrundfahrten seit 2004 auf diverse Sulfate gestoßen, die aber unter extrem sauren – und damit lebensfeindlichen – feuchten Bedingungen entstanden waren.

Aber nun haben die Marsgeologen zum ersten Mal eine reine chemische Ablagerung genau an der Stelle lokalisiert, wo einst das Wasser floss. Der Aufschluss ist nur 1cm – 2cm breit und 40cm – 50cm lang (und nicht mehr intakt; im Rahmen der Untersuchungen hat ihn der Rover regelrecht kaputtgefahren): Nichts dergleichen war Opportunity während seiner 33km-Fahrt in den vergangenen 90 Monaten begegnet, auch nicht im oberen Teil des Endeavour-Randes. Die Lagerstätte – »Homestake« getauft – entstand vermutlich, als aufsteigendes Grundwasser Calcium aus vulkanischem Gestein löste. Das verband sich dann mit Schwefel, der ebenfalls aus dem Vulkan stammte, und bildete das Calciumsulfat in einem unterirdischen Spalt. Auch wenn der größere geologische und hydrologische Kontext noch nicht zu erkennen ist: Fast acht Jahre nach der Landung hat Opportunity eine seiner größten Entdeckungen gemacht. Und ein Ende dieser außergewöhnlichen Reise ist weiter nicht in Sicht: In Kürze wird der Rover so an einem Hang geparkt, dass seine Solarzellen ideal zur Sonne ausgerichtet sind und er auch seinen fünften Marswinter überstehen kann.

Daniel Fischer

 

Jetzt ist die Erforschung des Kleinplaneten Vesta durch Dawn in ihre schwierigste Phase getreten: Bis auf 210km mittleren Abstand von seiner Oberfläche ist Mitte Dezember die Umlaufbahn der Raumsonde Dawn abgesenkt worden, und der neue Low Altitude Mapping Orbit (LAMO) soll mindestens 10 Wochen lang beibehalten werden. Dabei geht es nicht mehr in erster Linie um Bilder wie bisher, sondern um die Vermessung des Schwerefeldes Vestas und um die chemische Analyse seiner Oberfläche durch die nur aus der Nähe mögliche Messung von Gammastrahlen und Neutronen. Anschließend wird die optische Beobachtung aus 680km Höhe unter neuen Lichtverhältnissen fortgesetzt, bis Dawn im Juli 2012 Richtung Ceres weiter reist. Dieser Himmelskörper wird wegen seiner Größe und Rundheit inzwischen als Zwergplanet geführt – aber aufgrund der Komplexität von Vestas geologischer Vergangenheit, die Dawns Bilder enthüllten, gibt es inzwischen die halbernst gemeinte Forderung, diesen zumindest innerlich differenzierten Kleinplaneten zum »kleinsten terrestrischen Planeten« zu befördern.

Daniel Fischer

 
 
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Die Idee:
www.spaceflightnow.com/news/n1112/17deepimpact
 

Nur noch etwa 2kg der einst 86kg Treibstoff befinden sich im Tank der Raumsonde Deep Impact, die bereits zwei nahe Vorbeiflüge an Kometen – 2005 an Tempel 1 und 2010 an Hartley 2 – hinter sich hat: eigentlich zu wenig für den Zielanflug an einen dritten Himmelskörper. Aber da gibt es den erdnahen 800m großen Kleinplanten 2002 GT, der im Januar 2020 zufälligerweise fast an der richtigen Stelle im Raum stehen wird: Um die vage Chance für einen Vorbeiflug mit hoher Geschwindigkeit zu wahren, hat Deep Impact am 24. November 140s lang sein Triebwerk gezündet. Eine zweite Missionsverlängerung ist noch nicht einmal genehmigt, was aber Anfang 2012 geschehen könnte. Unklar ist, ob Deep Impact dann wirklich noch genug Treibstoff haben wird, um alle nötigen Korrekturen von Bahn und Lage auszuführen. Außerdem kostet der jährliche Betrieb rund 5 Mio. $, jedoch kann die lange Reisezeit für astrophysikalische Beobachtungen genutzt werden: Schon früher hat Deep Impact Transits von Exoplaneten gemessen und sich in Deep-Sky-Fotografie versucht.

Daniel Fischer

 

Zum dritten Mal binnen weniger Monate steht dem Planeten Mitte Januar der unkontrollierte Absturz eines viele Tonnen schweren Forschungssatelliten bevor – allerdings mit einem gewichtigen Unterschied. Während die amerikanischen bzw. deutschen Satelliten UARS und ROSAT ihre Missionen lange erfüllt und allen Treibstoff verbraucht hatten, war die russische Marssonde Fobos-Grunt nach ihrem Start im November noch nicht einmal aus dem Erdorbit heraus gekommen – und dürfte damit noch alle 11t Treibstoff enthalten. Trotz intensiver Bemühungen u.a. mit Antennen der ESA, die immerhin zeitweise Signale empfingen, war es nicht gelungen, Kommandos an Fobos-Grunt zu senden: Der Orbit verfällt nun zusehends, auch wenn sich der erwartete Zeitpunkt des Wiedereintritts zuletzt auf Mitte Januar mit einer Unsicherheit von ein paar Tagen nach hinten verschoben hat. Abermals ist ein Großteil der Erdbevölkerung im Prinzip in der Gefahrenzone, die sich von 51,5° N bis 51,5° S erstreckt: Man rechnet mit 20 bis 30 Trümmerteilen von zusammen über 100kg, die den Boden erreichen dürften. Ob der giftige Treibstoff während des Eintritts komplett verbrennt oder aber gefroren bis zum Boden gelangt, darüber gehen die Einschätzungen auseinander.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 

Termine vom 23.12.2011–5.1.2012

Für den aktuellen Newsletterzeitraum sind uns keine Termine bekannt
 
 
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Kameras von The Imaging Source:
www.astronomycameras.com/products/usb
 
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Die neuen Kameramodelle von The Imaging Source basieren auf dem Sony ICX274-Chip.

The Imaging Source erweitert aktuell sein Angebot an Astronomie-Kameras um sechs Modelle. Die neuen CCD-Kameras basieren auf dem Sony ICX274-Sensor und können bei einer Auflösung von 1600×1200 Pixel bis zu 15 Bilder pro Sekunde liefern. Sie sind als Monochrom-Modell ohne IR-Filter bzw. als Farbkameras mit oder ohne IR-Filter jeweils optional mit USB- oder GigE-Anschluss erhältlich. Der neue Sony-Chip soll laut Hersteller sehr empfindlich im sichtbaren und nahen Infrarotlicht reagieren.

Die Astronomie-Kameras werden in dem für The Imaging Source typischen blau-schwarzen Industriegehäuse ausgeliefert. Der mitgelieferte 1¼"-Teleskop-Adapter ist auf einem C/CS-Mount auf der Vorderseite der Kamera angebracht. An der Rückseite ist ein USB- oder ein GigE-Anschluss verfügbar. An der Gehäuseunterseite ist zudem ein Stativadapter vorhanden. Das Gesamtgewicht wird mit 260g angegeben. Die Kameras werden mit der Steuer- und Bildakquisitions-Software IC Capture.AS ausgeliefert, welche die Speicherung von Bildern oder Bildsequenzen auf die Festplatte ermöglicht. Außerdem können damit alle Kameraparameter wie Belichtung, Empfindlichkeit und Wiederholrate eingestellt werden. Die Preise der 51AU02.AS-Modelle mit USB-Anschluss liegen bei 950€, Preise für die GigE-Modelle waren bei Redaktionsschluss nicht bekannt.

Frank Gasparini

 
 
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Smartgloves:
www.smartgloves-shop.de
 
Smartgloves erlauben die Bedienung von Touchscreens auch mit Handschuhen.

Smartphones und Tablet-PC finden eine immer stärkere Verbreitung. Dank ihrer zunehmenden Leistungsfähigkeit sind sie auch für den Hobbyastronomen interessant, der darauf astronomische Anwendungen bis hin zu Software zur Ansteuerung von GoTo-Montierungen betreiben kann. So praktisch die berührungssensitiven Bildschirme in der Anwendung auch sind, erfordern sie bisher einen direkten Hautkontakt für deren Bedienung. Hobbyastronomen kommen beim nächtlichen Beobachten aber häufig in die Situation, dass sie bei niedrigen Temperaturen Handschuhe tragen, was die Bedienung eines Touchscreens verhindert.

Für Abhilfe sollen nun die neuen »Smartgloves« sorgen, mit denen man Touchscreens von Smartphones oder Tablet-PC bedienen kann. Eine besondere Materialmixtur und die spezielle Webtechnik sorgen laut Hersteller dafür, dass die Berührung der sensitiven Oberflächen auch mit Handschuhen korrekt erkannt wird. Der Hersteller ist die Ampri Handelsgesellschaft mbH, die ihre Kernkompetenz im Bereich medizinischer Einmalprodukte hat. Mit der Entwicklung der Smartgloves setzen sie auf ein neues Produkt und nutzen ihre jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von Handschuhen. Smartgloves sind in den Farben Schwarz und Grau und den Größen S/M und L/XL für 24,95€ erhältlich.

Frank Gasparini

 
 
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Die Analyse:
arxiv.org/abs/1111.5489
 

Eine Untersuchung bei unseren niederländischen Nachbarn hat Bestürzendes über den Zustand weihnachtlicher astronomischer Illustrationen zu Tage gefördert: Dort darstellte Monde haben oft die falsche Phase, sowohl in Kinderbüchern wie auf Geschenkpapier! Weihnachtliche Szenen, die dem Kontext nach eindeutig am Abend spielen, sind zu 40% (Bücher) bzw. gar 67% (Geschenkpapier) mit abnehmenden Mondsicheln versehen, die den Grafikern irgendwie ästhetischer zu dünken scheinen, obwohl sie in der Natur erst weit nach Mitternacht erscheinen. Aber der wahre Himmel – und wie selbst fundamentale Erscheinungen dort funktionieren – interessiert offenbar nicht mehr. Bei einer vergleichenden Untersuchung in den USA wurden übrigens durchweg Vollmonde vorgefunden, die zumindest passen könnten: Achten Sie jetzt mal darauf, wie es um die Weihnachtsmonde in Deutschland bestellt ist!

Daniel Fischer

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 23.12.2011–5.1.2012 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
23.12. 14:55 3sat Der Herr der Himmelsscheibe – Der Jahrtausendfund von Nebra 60min. 24.12.: 1:10
26.12. 09:30 HR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Galileo Galilei – Die Erforschung der Milchstraße 15min.
28.12. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was ist Methanhydrat? 15min. 29.12.: 2:00, 08:15
31.12. 11:20 ARTE Mit offenen Karten – die Cassini-Karten 15min.
4.1. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Wie tönt Perseus? 15min. 05.01.: 1:45, 08:15
6.1. 00:45 Phoenix Blick in die Sterne – Die Entdeckung des Universums 45min.
01:30 Phoenix Die ersten Raumfahrer 45min.
03:30 Phoenix Stonehenge – Sternenkult der Steinzeit 45min.
04:15 Phoenix Der Raketenmann – Wernher von Braun und der Traum vom Mond 90min.
06:30 Phoenix APOLLO 13 – Die wahre Geschichte 40min.
07:10 Phoenix Columbus – Europas Labor im All 20min.

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Der Moonhopper:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=61
 

Übersichtskarten aller Touren gibt es jetzt seitenverkehrt für die Beobachtung mit Zenitspiegel oder -prisma zum Download.

20 Touren über den gesamten Mond zeigen die schönsten Mondformationen für kleine und mittlere Teleskope. Alle sehenswerten Mondregionen sind abgedeckt, gleichzeitig werden auch Geheimtipps und schwierigere Ziele gezeigt, Außerdem wird ausführlich über Ausrüstung, Formationen und Orientierung bei der Mondbeobachtung informiert. Beobachtungsvorbereitung und -techniken sowie Tipps zu Praxis und Dokumentation perfektionieren Ihren Mondspaziergang. Ab 16.12.2011 für nur 24,90€ im Buchhandel!

20 Mondtouren für Hobby-Astronomen

Lambert Spix, Frank Gasparini

224 Seiten, Softcover, 24cm × 17cm, durchgehend farbig

Dezember 2011

ISBN: 978-3-938469-54-5

 

Hinweis

Verschaffen Sie sich einen noch umfassenderen Eindruck auf einigen Beispielseiten.

 
 
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www.interstellarum.de/onlineshop.asp
 

Abonnenten unserer Zeitschrift bekamen in Ausgabe 79 ein besonderes Dankeschön in Posterform beigelegt. Aber auch Nicht-Abonnenten können dieses nun über unseren Zeitschriftenshop bestellen.

Das einzigartige Astro-Poster vermittelt Daten für die astronomische Beobachtung des gesamten Jahres 2012 auf einen Blick im imposanten DIN A1-Format. So können Sie für jeden Tag die Auf- und Untergangszeiten für Sonne, Mond und Planeten ablesen und bekommen die Größenverhältnisse der Planeten zueinander sowie deren Phasen und die des Mondes angezeigt. Komplettiert wird dieses Diagramm durch Dämmerungszeiten, den Wechsel zwischen Mondschein und Deep-Sky-Fenster und die Markierung besonders wichtiger Ereignisse des Jahres 2012. Diese werden durch Texte und Grafiken noch einmal genauer beschrieben.

Für jeden Monat gibt es außerdem eine Ansicht des gesamten Himmels zur besten Beobachtungszeit. Erklärungen zu allen Elementen des Posters lassen eventuelle Unklarheiten gar nicht erst aufkommen.