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Jupiter. Helligkeit -1 ,m90, Durchmesser 33,95" (4.7.2016 11:10 MESZ)
Saturn. Helligkeit 0 ,m19, Durchmesser 18,07" (4.7.2016 11:10 MESZ)
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 148 vom 28.10.2011
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
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MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 28.10.–11.11.2011

28.10. 3:24 MESZ Mond bedeckt Merkur, in Mitteleuropa unsichtbar
29.10. 2:42 MESZ Jupiter in Opposition
30.10. 3:00 MESZ Ende der Sommerzeit (2:00 MEZ)
31.10. 17:21 MEZ Mond bedeckt ξ2 Sgr 3 ,m6
02.11. 17:38 MEZ Mond Erstes Viertel
10.11. 21:16 MEZ Vollmond
11.11. 2:30 MEZ Mars bei α Leo, Mars 1° 20' nördlich
11.11. 4:07 MEZ Mond bedeckt δ Ari 4 ,m5
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
LINKS ZUM ARTIKEL
NASA-Pressemitteilung:
www.nasa.gov/mission_pages/sunearth/news/News102511-aurora.html
Berichte & Bilder aus Deutschland:
www.polarlichter.info/111024/2011-10-24.htm
Polarlicht vor einem Monat:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/40/6/146.po1ar.asp#1
 
 
Tipps der Redaktion
interstellarum 78, Hauptartikel:
Lichter des Nordens
www.interstellarum.de/ausgabe.asp?Nummer=78
Polarlichter – Feuerwerk am Himmel:
von Andreas Pfoser und Tom Eklund
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=58
 
 

Als ob sich die Sonne für ihr all zu langes Aktivitätsminimum entschuldigen wollte, hat sie vier Wochen nach dem Polarlichtausbruch von Ende September schon wieder den Himmel u.a. über Deutschland in rotes Licht gehüllt – der fotografischen Ausbeute nach sogar noch intensiver. Der verantwortliche Koronale Massenauswurf hatte die Sonne am Morgen des 22. Oktober verlassen und die Erde 41 Stunden später – am 24. Oktober gegen 20:00 MESZ – getroffen und stärkere Wirkung entfaltet als viele Experten erwartet hatten. Alles stimmte magnetisch gesehen, die südwärts gerichtete Komponente des Feldes der solaren Teilchenmassen verband sich mit dem nordwärts gerichteten Erdfeld, und der Kp-Index schoss bis auf 7 (das Maximum ist 9) – der stärkste Magnetsturm des 24. Sonnenzyklus. Entsprechend kam es in Mitteleuropa bis weit über Deutschland hinaus ebenso zu eindrucksvollen Polarlichtern wie gleichzeitig in den USA bis nach Alabama hinab. Vor allem die intensiv rote Farbe, die nur bei größeren geomagnetischen Stürmen in dieser Reinheit auftritt, fiel diesmal vielen – auch zufälligen – Beobachtern auf.

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»Sehr schönes Nordlicht, visuell besser sichtbar, als das vom 26.9.2011.« Digitalfotos, 25.10.2011, 24mm-Objektiv bei f/2, 5DMk2, ISO 800 (Linkes Bild um 1:22 MESZ rechtes Bild 1:33 MESZ). [Franz-Peter Pauzenberger]

Solche »all-red aurorae« treten in viel größerer Höhe auf als die »gewöhnlichen« grünen, die in 100km Höhe erstrahlen: Die roten Polarlichter entstehen bereits in etwa 500km Höhe, wenn außergewöhnlich starker Elektronenfluss in die Magnetosphäre den stark verdünnten Sauerstoff der Hochatmosphäre zum Leuchten bringt – und dies mit der Farbreinheit eines Lasers mit 630nm und 636nm Wellenlänge. »Ein knallroter Nordhimmel, weiße und rote Beamer,« meldete etwa ein Beobachter aus Ostwestfalen im Polarlicht-Form des AK Meteore: »vergehend und wie aus dem Nichts an anderer Stelle neu auftauchend, alles sehr dynamisch und in Bewegung. Über mindestens 10 Minuten (obwohl – eigentlich hatte ich kein Zeitgefühl mehr) habe ich wie versteinert auf der Wiese gestanden und dieses wunderbare Schauspiel genossen, mit jedem neu erscheinenden Beamer einen Jubel in die Nacht ausstoßend.« Die Hauptaktivität fiel dabei leider erst in die Zeit weit nach Mitternacht, und »der Höhepunkt der Show war gegen 3:20 Uhr erreicht,« wie aus der Näge von Sellstedt berichtet wird: »helle Beamer durchzogen den Norden, am Horizont schimmerte es grün und rote Vorhänge erhellten den Himmel – der reinste Wahnsinn! Obwohl die Aktivität zwischendurch immer wieder nachließ, war fotografisch bis 4:40 Uhr durchgehend roter Himmel nachweisbar.« In den USA war das Timing benutzerfreundlicher: Hier war es gerade erst dunkel geworden, als der Sturm sein Maximum erreichte.

Daniel Fischer

 
 

Eine enorm ausgedehnte längliche Wolke extrem geringer Flächenhelligkeit ohne irgendein kompaktes Objekt darin, das heller als 21. Größe wäre: So haben erfahrene Astrofotografen jetzt den im August auseinander gebrochenen Kometen Elenin wiedergefunden, den die meisten schon aufgegeben hatten. Die Wolke ist ca. 40' lang und an der breitesten Stelle – etwa an der Stelle, wo der Komet jetzt ungefähr sein sollte – 6' breit. Es handelt sich gewissermaßen und einen kopflosen Kometenschweif, dessen Staubteilchen unter dem Strahlungsdruck der Sonne zunehmend andere Wege gehen als ihn ein massiver Kern genommen hätte. Jetzt hat sich der Mond ganz vom Morgenhimmel zurückgezogen, und die geometrischen Sichtbedingungen für Europa sind gut: Die Beobachtung von Elenins weiterem Schicksal mit allen Methoden hat nicht nur direkten wissenschaftlichen Wert, weil ein so vollständiger Kometenzerfall ohne erkennbare Fragmente noch nie dokumentiert wurde. Auch für die Kometen- und sogar Deep-Sky-Beobachtung generell ist der Fall Elenin von geradezu fundamentalem Interesse.

Denn es gibt inzwischen zwei visuelle Beobachter, die den Ex-Kometen auch im Fernrohr gesehen zu haben glauben, einer nur blickweise, der andere aber – hoch in den Bergen Spaniens – angeblich ohne größere Probleme; sie geben die Gesamthelligkeit vage von 10. bis 12. Größe an. Dem Spanier hatte lange praktisch niemand Glauben geschenkt, so lange alle CCD-Beobachter vergeblich nach Elenin gesucht hatten, und seine Beschreibung eines nur 6' großen diffusen Objekts passt auch weiterhin nicht recht zu den Aufnahmen. Aber jetzt stellt sich doch (wieder einmal) die Frage: Gibt es visuelle Ausnahme-Beobachter, die extrem diffuse ausgedehnte Himmelsobjekte wahrnehmen können, an denen sich selbst moderne CCD-Technik die Zähne ausbeißt? Auch jetzt noch schaffen viele Astrofotografen einen sicheren Nachweis der Elenin-Wolke nur, wenn sie ein Bildpaar von zwei verschiedenen Zeitpunkten blinken; eindeutige Bilder sind eher die Ausnahme. Nachdem sie wussten, wonach sie suchen mussten, haben CCD-Beobachter immerhin Elenin-Spuren auf ihren Bildern zurück bis zum 15. Oktober – als der Mond noch stark den Himmel erhellte – aufspüren können.

Daniel Fischer

 
 
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Aktuelle Planetenbilder:
www.planetenaktuell.de
 
 

Interessante Jupitermondereignisse Ende Oktober

Datum Uhrzeit Mond Ereignis
28.10. 19:44 MESZ Europa Schatten Anfang
  19:48 MESZ Europa Durchgang Anfang
  22:09 MESZ Europa Durchgang Ende
  22:12 MESZ Europa Schatten Ende
29.10. 23:47 MESZ Io Durchgang Anfang
  23:48 MESZ Io Schatten Anfang
30.10. 01:56 MESZ Io Durchgang Ende
  01:58 MESZ Io Schatten Ende
31.10. 18:46 MEZ Ganymed Durchgang Anfang
  18:47 MEZ Ganymed Schatten Anfang
  19:22 MEZ Io Durchgang Ende
  19:27 MEZ Io Schatten Ende
  20:09 MEZ Ganymed Durchgang Ende
  20:44 MEZ Ganymed Schatten Ende
Quelle: WinJUPOS

Am 29.10. erreicht Jupiter mit einer Helligkeit von –2 ,m9 seine Oppositionsstellung. Der Riesenplanet erscheint dann im Fernrohr als Scheibchen mit einem Winkeldurchmesser von 49,6". Wegen der speziellen Geometrie der Sichtlinie zur Zeit der Opposition ergibt sich jetzt die Gelegenheit Durchgänge von Jupitermonden zu beobachten, bei denen ein Mond seinen eigenen Schatten teilweise bedeckt: Am 28.10. und 29.10. ist dies für die beiden innersten Galileischen Monde der Fall. Während Europa ihren Schatten beim Durchgang am Abend des 28.10. nur leicht am Rand anschneidet, kann man bei Io ca. einen Tag später für zwei Stunden einen sichelförmigen Schatten, gutes Seeing vorausgesetzt, erkennen.

Schon ca. 40 Stunden später am 31.10. gegen 19 Uhr zieht Io erneut über das Jupiterscheibchen, verfehlt dabei seinen eigenen Schatten aber bereits wieder ganz knapp. Allerdings wird man für ca. 40 Minuten während dieses Durchgangs mit einem doppelten Mondschatten belohnt, da gleichzeitig auch Ganymed, der größte Mond des Riesenplaneten, vor Jupiter vorbeizieht. Man kann dabei gut erkennen, dass Ganymed um einiges größer als Io ist, was auch für den Schatten gilt. Solche doppelten Schattenvorübergänge sind relativ selten und stellen schöne Motive für Astrofotografen dar.

Hans-Georg Purucker

 

Wie schon ausführlich berichtet, wird am 8./9. November der 400m große Asteroid 2005 YU55 in weniger als einer Mondentfernung an der Erde vorbeihuschen: Vor der größten Annäherung ist er von Deutschland aus nahezu unsichtbar, am Abend des 9. November aber mit ca. 12m gut zu beobachten, wenn er gegen Mitternacht bis zu 60° hoch über dem Horizont steht – allerdings nur 10° vom Vollmond entfernt. Welche Beiträge Amateurastronomen mithin zu einer großen internationalen Beobachtungskampagne leisten können, bleibt abzuwarten: Gerade Europäer sind eingeladen, sich zu melden. Optische Daten aller Art würden die intensiven Radarbeobachtungen gut ergänzen, die seit Monaten für die entscheidenden Stunden vorbereitet werden.

Daniel Fischer

 

Erst war es nur eine von vielen Kometenentdeckungen mit dem 1,5m-Teleskop auf dem Mount Lemon, die A. D. Grauer am 19. Oktober gelungen war – aber dann stellten Bahnrechner des Minor Planet Center fest, dass der Himmelskörper mit dem ein Jahr zuvor vom LINEAR-System entdeckten vermeintlichen Kleinplaneten 2010 TO20 identisch war. Dieser hält sich nahe eines der Lagrangepunkte des Sonne-Jupiter-Systems auf und ist damit ein Trojaner in rund 60° Abstand aber ungefähr in der Bahn des Riesenplaneten: Periheldistanz 5,1AE, Periode 13,2 Jahre, Exzentrizität 0,1. Nun hat er sich in den ersten Kometen in dieser Zone des Sonnensystems verwandelt, der jetzt P/2010 TO20 (LINEAR-Grauer) heißt: Nach Amateurbeobachtungen mit den 2m-Faulkes-Teleskopen hat er eine Koma von 6" und einen mindestens 45" langen breiten Schweif.

Daniel Fischer

 

Teide Observatory Tenerife Asteroid Survey oder TOTAS heißt ein kleines Projekt der europäischen Weltraumbehörde, für das ein der ESA gehörendes 1m-Teleskop auf Teneriffa eine Himmelsdurchmusterung durchführt – die dann zwanzig unbezahlte Amateurastronomen auswerten. Asteroidenspezialisten der (Volks-)Sternwarte Heppenheim hatten nun Erfolg und fanden mit 2011 SF108 den ersten erdnahen Asteroiden des Projekts, dank spezieller Analyse-Software, die ein Mitglied des Vereins entwickelt hatte. Wenn die Forschungsminister der Mitgliedsstaaten zustimmen, kann die ESA die bisher weitgehend den USA überlassene Asteroidensuche ab nächstem Jahr erheblich ausbauen, mit mehreren vergleichbaren Teleskopen im Dauereinsatz – aber Teams von Freiwilligen würden auch weiter eine Rolle dabei spielen.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
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Das Sonnenlicht spaltet Kohlendioxid-Moleküle in Sauerstoffatome auf. Auf der Nachtseite der Venus verbinden sie sich zu Ozonmolekülen. Entdeckt wurde die Ozonschicht durch Analyse von Hintergrundsternen, deren Licht durch die Atmosphäre des Planeten dingt. Die Punkte zeigen an, wo der Nachweis gelang [ESA/AOES Medialab]

Es ist noch nicht allzu lange her, da wurde der innere Nachbarplanet der Erde – die Venus – als eine Art Zwilling des blauen Planeten angesehen. Spätestens jedoch seit Venera 4, die am 18. Oktober 1967 in die Venusatmosphäre eintauchte, weiß man, dass sie zwar fast die gleiche Größe wie die Erde besitzt, sich aber in Bezug auf die Geologie und vor allem hinsichtlich ihrer Atmosphäre stark von ihr unterscheidet. Die Atmosphäre der Venus besteht hauptsächlich aus Kohlendioxid, was neben Spuren von Wasserdampf und Schwefeldioxid auch den Hauptgrund des ausufernden Treibhauseffekts darstellt, der am Boden für eine mittlere Temperatur von 464°C sorgt. Mit einer neu nachgewiesenen Ozonschicht in der Venusatmosphäre kommt jetzt allerdings wieder ein Merkmal hinzu, dass sie sich mit der Erde teilt. Der O3-Nachweis gelang in einer Schicht in 100km Höhe. Dort kommt es indes lediglich in Konzentrationen von etwa einem Prozent des irdischen Wertes vor, was einem Anteil von zehn bis hundert Millionen Molekülen pro Kubikzentimeter entspricht.

Wie Simulationsrechnungen nahelegen, kann eine biologische Entstehungshistorie nahezu ausgeschlossen werden, da die Bildung des Ozons sehr gut anhand chemischer Abläufe in der Atmosphäre nachvollziehbar ist. Dabei werden Kohlendioxid-Moleküle durch das Sonnenlicht aufgebrochen. Die auf diese Art freigesetzten Sauerstoff-Atome rekombinieren dann im weiteren Verlauf auf der kühleren Nachtseite des Planeten zu dreiatomigen Ozon-Molekülen sowie molekularem Sauerstoff. Die chemische Schlüsselreaktion ist also vermutlich bei der Venus dieselbe, wie auch auf der Erde. Die relativ hohen Ozonkonzentrationen der Erde hingegen lassen sich durch ein ausschließliches Aufbrechen von CO2-Verbindungen durch das Sonnenlicht nicht ausreichend erklären. Bei uns kamen in der Frühzeit der Erde Auswirkungen des Kohlendioxidstoffwechsels von photosynthetischen Organismen hinzu. Lange Zeit verfolgte man infolgedessen dann auch die Sichtweise, dass die gleichzeitige Anwesenheit von atomarem Sauerstoff, Kohlendioxid und Ozon in einer Atmosphäre ein sicheres Indiz für biologische Aktivität darstellen kann. Wie die Beispiele Mars (0,1% des irdischen Werts) und jüngst das der Venus zeigen, ist wohl nicht der gleichzeitige Nachweis der Anwesenheit dieser Stoffe zur Beurteilung einer möglichen biologischen Indikation entscheidend. Richtungweisend ist eher die Konzentration, in dem die chemischen Verbindungen in den Planetenatmosphären vorkommen.

Lars-C. Depka

 
 
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Keck-Veröffentlichung:
www.arxiv.org/abs/1110.3808
PdB-Veröffentlichung:
www.arxiv.org/abs/1110.3865
Der Ring um LkCa 15:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/30/1/131.he1au.asp#5
 
 
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Was um den Stern LkCa 15 kreist: Keck-Bilder im L'- und K'-Band vom November 2010; das Kreuz markiert jeweils den Ort des Sterns selbst; die Staubscheibe weiter draußen ist unsichtbar. Bei der längeren Wellenlänge ist das Objekt in 0,07" Abstand vom Stern ausgedehnt, bei der kürzeren punktförmig und relativ zum länglichen zentraler: Handelt es sich um einen warmen Jungplaneten, der von beiden Seiten kühleres Gas akkretiert? [Kraus & Ireland]

Ein ungewöhnliches Infrarot-Objekt ist mit dem Keck-Teleskop und gleich zwei technischen Hilfsmitteln – Adaptiver Optik und Masken-Interferometrie – aufgespürt worden: Mitten in einer Lücke zwischen dem nur rund 2 Mio. Jahre alten Stern LkCa 15 und einem massiven Staubring, der ihn umgibt, sitzt eine eher warme Punktquelle, die von mindestens zwei kühleren länglichen Strukturen begleitet wird. Die Interpretation der Entdecker: Hier wächst gerade ein Exoplanet heran, fünfmal jünger als jedes andere bekannte – geschweige denn direkt abgebildete – Exemplar, und man sieht sogar noch die Gasmassen, die auf ihn strömen. Ein planetarer Körper auf einer Kreisbahn in diesem Sternabstand – ca. 16AE – wäre keine direkte Erklärung für den scharfen Innenrand der Staubscheibe, deren Struktur europäische Radioastronomen mit dem Interferometer auf dem Plateau de Bure gerade exakt vermessen haben: Vielleicht sind dafür weitere unauffälligere Planeten verantwortlich.

Schon die Suche nach dem ersten in den zwei Infrarot-Bändern K' (2,1µm) und L' (3,7µm) war abenteuerlich genug: Eines der 10m-Keck-Teleskope war durch neun kleine Blenden in der Pupillenebene – eine »non-redundant aperture mask« – in ein optisches Interferometer verwandelt worden, während gleichzeitig Adaptive Optik gegen die Luftunruhe vorging. Aber erst die wellengenaue Auswertung des jeweils durch die Sub-Öffungen fallenden Lichts – Stichwort: Phase Closure – führte schließlich zu Bildern mit ausreichender Schärfe. Seiner IR-Helligkeit nach müsste der mutmaßliche Planet etwa 6 Jupitermassen haben, aber da er noch Material zu akkretieren scheint, ist dies vermutlich nur eine Obergrenze seiner aktuellen Masse. Dass er in weniger als zwei Mio. Jahren in etwa 16AE Abstand von seiner Sonne gewachsen ist, spricht übrigens für eine Bildung ohne vorherige Entstehung eines felsigen Kerns (die allein schon mehrere Mio. Jahre dauern würde), passt aber zum Scheiben-Instabilitäts-Szenario nach Boss: Weitere ähnlich gelagerte Fälle würden diese Alternative zur traditionellen Sichtweise populärer machen.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
www.arxiv.org/abs/1109.4717
 
 
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Die Umgebung der Supernova 2006 bx (die sich im Zentrum des Kreises ereignete) auf einer später entstandenen tiefen Aufnahme des 2,2m-Calar-Alto-Teleskops: Wenn sich hier eine Galaxie extrem geringer Flächenhelligkeit verbergen sollte, dann müsste sie eine noch viel geringere Flächenhelligkeit haben als jede andere bekannte. Also ist der explodierte Stern vermutlich aus der SAB-Spirale UGC 5434 unten herausgeworfen worden. [Zinn et al.]

Eine Supernova gehört in eine Galaxie, sollte man meinen – doch in den Katalogen eindeutiger extragalaktischer Sternexplosion gibt es rund 100 Exemplare, für die einfach keine »Gastgeber-Galaxie« identifiziert werden konnte. Und das betrifft nicht nur Supernovae des Typs Ia, die in sehr alten Sternsystemen stattfinden, die im Laufe von Jahrmilliarden langsam aus ihren Galaxien gedriftet sein können: Auch Kernkollaps-Supernovae, die nur massereichen und damit kurzlebigen Sternen widerfahren, können heimatlos sein. Bochumer Astronomen haben nun mit der systematischen Erforschung dieser Exoten begonnen: Fand die Explosion vielleicht in einer Galaxie extrem geringer Flächenhelligkeit (Low Surface Brightness, LSB) statt, die bisher einfach übersehen wurde? Oder lassen sich am Ort der Sternexplosion irgendwelche Anzeichen von Sternentstehung finden? Lassen sich beide Fragen klar verneinen, wird es spannend: Dann könnte es sich bei dem explodierten Stern um einen »Hypervelocity Star« (Hochgeschwindigkeits-Stern) gehandelt haben, der mit mehreren 100km/s aus seiner Ursprungsgalaxie hinausgeworfen wurde, als er einem Supermassiven Schwarzen Loch in deren Zentrum zu nahe kam, und so trotz geringen Alters tief im intergalaktischen Raum explodierte. Etwa 30 Hochgeschwindigkeits-Sterne sind in oder nahe der Milchstraße schon gefunden worden: Selten ist das Phänomen eigentlich nicht.

Zur Suche nach Galaxien extrem geringer Flächenhelligkeit an den Örtern der mutmaßlich heimatlosen Supernovae wurden tiefe Breitband-Aufnahmen mit dem 2,2m-Teleskop auf dem Calar Alto und dem Fokalreduktor CAFOS angefertigt, die 27 Größenklassen pro Quadratbogensekunde erreichen, Spuren von Sternentstehung sollte der Ultraviolett-Satellit GALEX verraten – und in bisher genau einem Fall konnte beides mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden: der SN 2006bx, die in Projektion 87000Lj von der Galaxie UGC 5434 entfernt ist. Wenn der explodierte Stern – der mit mindestens 8 Sonnenmassen höchstens 30 Mio. Jahre leben konnte – aus dieser Galaxie herausgelaufen ist, dann war er mindestens 900km/s schnell. Ein plausibler Wert, zumal in dieser Galaxie ein Supermassives Schwarzes Loch mit 700000 Sonnenmassen vermutet wird: Eine enge Passage des Vorgängersterns daran vorbei könnte ihn auf Touren gebracht haben. Das Bochumer Projekt hat gerade erst begonnen – und Amateur-Astrofotografen, die sich mit tiefen Himmelsaufnahmen auskennen, fordert der erste Autor explitit auf, sich an die Arbeitsgruppe zu wenden: Es muss nicht immer ein 2,2m-Teleskop sein, um den Test auf Anwesenheit einer Galaxie extrem geringer Flächenhelligkeit zu machen.

Daniel Fischer

 
 
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Ablagerungen auf Enceladus:
www.spaceref.com/news/viewpr.html?pid=34837
Enceladus' Fontänen:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/40/0/140.qa2ar.asp#7
 

Schneefall und eine nachhaltige Wärmequelle müssen sich nicht immer gegenseitig ausschließen. Dies zeigt der Saturnmond Enceladus. Seine Fontänen aus Eis und Wasserdampf verteilen Eispartikel auf benachbarte Monde und verhelfen so vermutlich selbst geologisch inaktiven Saturntrabanten wie Mimas, Tethys, Dione oder Rhea zu hohen Albedowerten. Doch die Partikel können noch mehr: Wie man weiß, entkommen die schnelleren unter ihnen der Anziehungskraft des Mondes und speisen den filigranen E-Ring des Saturn. Neu und bemerkenswert jedoch ist ihr weiteres Verhalten: Denn sie verbleiben nicht, wie man vermuten könnte, innerhalb des Rings, sondern werden zum Großteil wieder im Wege eins kosmischen Recycling-Verfahrens innerhalb der folgenden zwei Umläufe von Enceladus eingesammelt.

Ein kleiner Anteil der mikroskopischen Eispartikel hält sich über einen Zeitraum bis maximal etwa 400 Jahren innerhalb des E-Rings. Teilchen, die gar nicht erst die Fluchtgeschwindigkeit erreichen (207m/s bei Partikeln mit Durchmessern um 0,7µm) gehen schneller als »Schneefall« auf die Enceladusoberfläche nieder. Modellrechnungen und optische Analysen bei Überflügen bestätigen, dass sich die meisten Eispartikel in unmittelbarer Nähe der Schlote im Südpolargebiet wiederfinden. Dort sorgen sie für ein Anwachsen der jährlichen Schneedecke um einen halben Millimeter. Auf die gesamte Mondoberfläche umgelegt, dürfte sich der Zuwachs auf etwa einen Mikrometer verringern. Wie man anhand von Mächtigkeitsmessungen kennt, erreicht dieser Schneefall an einigen Stellen auf der Mondoberfläche Höhen von ca. 100m. Bei einer durchschnittlichen jährlichen globalen Depositionsrate von maximal einem Mikrometer sind darum Schneefälle von einigen hunderttausend bis zu dutzenden von Millionen Jahren notwendig, um die beobachteten Schneedicken aufzubauen. Was wiederum eine stetige Wärmequelle voraussetzt, um die Geysire aktiv zu erhalten.

Lars-C. Depka

 

Die detaillierte Auswertung der ersten Sternbedeckung durch den Zwergplaneten Eris vor knapp einem Jahr liegt nun vor – was sich damals schon abzeichnete, scheint nun gewiss: Mit 2326±12km Durchmesser ist Eris von Pluto (dessen Durchmesser von 2338±20km wegen seiner Atmosphäre mit systematischen Fehlern behaftet ist und auch größer sein kann) nicht zu unterscheiden. Damit hat sie eine gewaltige Albedo von etwa 96%, im Sonnensystem nur den Saturnmonden Enceladus und Tethys vergleichbar. Da Eris eine um größere Masse als Pluto besitzt, ist sie mit 2,5 g/cm3 überraschend dicht und muss einen gehörigen Felsanteil haben: Die extrem helle Oberfläche ist wohl nur eine eisige Schicht, entstanden vielleicht durch Kollaps einer nur im Perihel vorhandenen Atmosphäre. Zum Zeitpunkt der Sternbedeckung war Eris aber schon 98 AE von der Sonne entfernt (und atmosphärenlos, wie die Lichtkurven zeigen): In solcher Distanz wurde noch nie ein Himmelskörper direkt vermessen. Und es brauchte nicht mal große Teleskope oder einen hellen Stern dazu.

Daniel Fischer

 
 
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Pressemitteilung des 1. Autors:
astro.u-strasbg.fr/~ocvirk/PR1.html
 

Es ist ein hartnäckiges Problem der modernen Kosmologie mit ihrer Dunkler Materie etc., die das Universum als Ganzes so gut beschreibt: Sie sagt zugleich viel mehr Zwerggalaxien in der Nachbarschaft großer Galaxien voraus als trotz intensiver Suche insbesondere rund um die Milchstraße gefunden werden konnten. Ein neuer Erklärungsansatz macht dafür nun die starke Strahlung der ersten Sterne der Milchstraße verantwortlich: Sie trieb – in der aufwändigen Computersimulation Via Lactea II – so viel Gas aus den Zwergen in spe, dass es in vielen schlicht nicht mehr für Sternentstehung reichte. Demnach müsste die Milchstraße von Scharen gescheiterter Zwerggalaxien umgeben sein, im Wesentlichen Klumpen aus Dunkler Materie – diese nachzuweisen, ist praktisch unmöglich.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Alle Termine für Sternfreunde:
www.interstellarum.de/termine.asp
 
 

Termine vom 28.10.–11.11.2011

28.–30.10. 8. Fachtagung Geschichte der Astronomie, Regiomontanus Sternwarte 90491 Nürnberg VdS-Fachgruppe Geschichte der Astronomie, Wolfgang Steinicke, 07665/51863, steinicke-zehnle@t-online.de, geschichte.fg-vds.de
28.–30.10. 8. Stuttgarter CCD-Workshop, Sternwarte Uhlandshöhe, 70188 Stuttgart Geschäftsstelle Schwäbische Sternwarte e.V., Seestr. 59 A, 70174 Stuttgart, 0711/2260893, www.sternwarte.de/verein/ccd-ws
29.10. Astronomie-Live, Beobachtungstreffen am Breitenstein, 73230 Kirchheim/Teck B.Augustin@t-online.de, www.tecksky.de/beob.htm
29.10. Spektroskopie-Workshop 2011, 63505 Langenselbold Dieter Goretzki, d.goretzki@t-online.de, www.spektroskopie.fg-vds.de/langenselbold2011_d.htm
4.–6.10. 5. Spektroskopie-Praxisworkshop der VdS-Fachgruppe Spektroskopie, Starkenburg Sternwarte, 64646 Heppenheim Lothar Schanne, 06898/43864, l.schanne@arcor.de, www.spektroskopie.fg-vds.de/anfaenger2011_d.htm
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Die StarShoot G3 CCD-Kamera von Orion (USA) ist als Farb- oder Monochrom-Modell erhältlich.

Die Firma Orion (USA) stellt aktuell mit dem Modell G3 die Weiterentwicklung ihrer StarShoot CCD-Kamera vor. Herzstück ist der ICX419AKL CCD-Chip von Sony mit 752×582 Pixel im ½"-Format mit 8,6µm × 8,3µm Pixelgröße. Zur Reduzierung des Bildrauschens ist die Kamera mit einer geregelten elektrischen Kühlung ausgestattet, die den Chip nach Herstellerangaben um 10°C unter die Umgebungstemperatur abkühlen können soll. Auch die Auslesegeschwindigkeit ist erhöht worden und ermöglicht nun das Abspeichern eines Bildes im vollen Format in ca. 2s. Aufnahmen, die nur Teilbereiche des Chips erfassen, werden in kürzerer Zeit ausgelesen. Die Farbtiefe der G3 beträgt 16 Bit. Im Lieferumfang ist ein Software-Paket enthalten, das die Kamerasteuerung, das Auslesend der Daten und die Bildbearbeitung erlaubt, wobei Dateien im fits-, jpg- und tiff-Format unterstützt werden.

Darüber hinaus ermöglicht die Kamera auch noch den ST-4 Betrieb und kann damit als Autoguiding-Kamera eingesetzt werden. Das ASCOM-Protokoll wird unterstützt, jedoch ist keine Autoguiding-Software im Lieferumfang enthalten. Als Anschlüsse stehen 2"- und 1¼"-Steckmaße, jeweils mit Filtergewinde zur Verfügung. Die Stromversorgung erfolgt über USB-Kabel, das im Lieferumfang enthalten ist. Außerdem wird ein 12V-Anschlusskabel mitgeliefert, das allerdings nur bei Betrieb mit Kühlung benötigt wird und z.B. im Autoguiding-Betrieb entbehrlich ist. Der Preis der Kamera mit sämtlichem Zubehör (1¼"-Reduzierhülse, USB-Kabel, 12V-Kabel, Software, Bedienungsanleitung) beträgt 559€. Weiterhin ist die G3 auch in einer Version als monochrome CCD-Kamera angekündigt, die damit leistungsfähigere Farbaufnahmen im LRGB-Verfahren ermöglicht. Preise für den deutschen Markt lagen für dieses Modell bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Frank Gasparini

 
 
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Meade LX80:
www.meade.com/lx80
Meade LX800:
www.meade.com/lx800
 
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Bei einer Polblockhöhe von 90° wird daraus eine azimutale Montierung mit Möglichkeit der Doppelarmmontage.
 
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Die LX800-Montierung beinhaltet das Starlock, eine vollautomatische Nachführkontrolle.

Mit der LX80 und der LX800 hat Meade für das Frühjahr 2012 gleich zwei neue Montierungen angekündigt. Die LX80 ist eine Multifunktionsmontierung, die sich als klassische deutsche Montierung, azimutale Montierung und azimutale Doppelarmmontierung verwenden lässt. Dazu kann der Stundenachsenblock entweder auf die Polhöhe des Beobachtungsortes >25° eingestellt werden (parallaktischer Modus) oder einfach senkrecht gestellt werden, womit die Stundeachse die Azimutbewegung und die Deklinationsachse die Bewegung in Höhe übernimmt (azimutaler Modus). In beiden Betriebsarten sollen bis zu 20kg Gesamtzuladung möglich sein. Im Azimutbetrieb ist an der Gegengewichtsstange ebenfalls die Montage eines Teleskops möglich, wobei in diesem Doppelarmbetrieb die maximale Zuladung mit 37,5kg angegeben wird. Beide Achsen sind motorbetrieben und können in allen Betriebsmodi mit der AudioStar-Steuerung im Goto-Betrieb gefahren werden. Als Datenbasis sind 30000 Objekte abgespeichert, die Positioniergenauigkeit wird mit 5' angegeben. Die Stromversorgung wird intern mit acht AA-Batterien oder extern über 12V sicher gestellt. Zur Montierung gehört ein Stativ mit Beinen aus 2" dicken Niro-Stahlrohren, die jeweils eine Feinhöheneinstellung haben. Das Gewicht der Montierung beträgt knapp 16kg, das der Stativs ca. 14kg. Der Preis der Montierung mit Stativ und AudioStar-Steuerung beträgt 949€. Darüber hinaus wird sie mit unterschiedlichsten optischen Tuben als Komplettsystem angeboten werden.

Neu angekündigt ist auch die schwere deutsche Montierung LX800, die bis zu 40kg Instrumentengewicht zuverlässig tragen und nachführen soll. Die Montierung beinhaltet das AutoStar II GoTo-System mit GPS und Datenbasis von über 144000 Objekten. Das besondere aber ist das neue Starlock-System, ein zusätzlich an der Montierung befestigtes 80mm f/5-Leitrohr mit einem Zweikamerasystem, welches automatisch Objekte finden, zentrieren und dann nachführen können soll. Dabei können Leitsterne bis zur 11. Größenklasse erkannt werden, die Nachführgenauigkeit soll ±1" betragen. Die Steuerung ist komplett in das System integriert, benötigt also keinen externen PC und soll auch eine automatische Korrektur periodischer Nachführfehler berücksichtigen. Als Preis für die Komplettmontierung mit Starlock und Stativ werden 7150€ genannt.

LX80 und LX800 auf Fernrohrfinder.de


LX80: www.fernrohrfinder.de/produkt/meade-lx80-montierung.html

LX800: www.fernrohrfinder.de/produkt/meade-lx800-montierung.html
 

Frank Gasparini

 
 
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PaS:
www.avgb.de
 

Am kommenden Wochenende findet vom 28. 10. bis 30.10. die 8. VdS-Fachtagung »Geschichte der Astronomie« statt. Als Gastgeber fungiert die Nürnberger Astronomische Gesellschaft, Veranstaltungsort ist die Regiomontanus-Sternwarte. Während Freitag und Sonntag für ein Rahmenprogramm mit Stadtrundgang und Ausflügen genutzt werden, ist für den Samstag ein umfangreiches Vortragsprogramm vorgesehen, das sich ganz unterschiedlichen Aspekten der Astronomie-Geschichte widmet.

Frank Gasparini

 

Und zwar ist es der Exmoor National Park in den Counties Somerset und Devon an der Südwestküste Englands: Um von der International Dark Sky Association dieses begehrte Prädikat zu erhalten, muss eine große – und durchaus bewohnte – Region mit einem besonders dunklen Kern- und einer Pufferzone strikte Regeln einhalten und garantieren, was die Außenbeleuchtung betrifft. In Großbritannien hat das neue Dark Sky Reserve – das einzige andere auf der Welt umgibt seit 2007 den Mont Mégantic in Kanada – einige Schlagzeilen gemacht, entwickelt sich doch dort seit Jahren (und erst recht seit dem Internationalen Jahr der Astronomie 2009) der Dark-Sky-Tourismus zu einem regelrechten Wirtschaftszweig. Dunkler Himmel als wichtiges Qualitätskriterium ländlicher Gebiete – die bei den Briten seit je her besondere Wertschätzung genießen – ist inzwischen allgemein anerkannt.

Daniel Fischer

 
 
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Das Astronomische Fernsehprogramm vom 28.10.–11.11.2011 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
28.10. 15:00 WDR Planet Wissen – Heimatgalaxis Milchstraße – Sind wir allein im All? 60min. 28.10.: SWR: 15:00, Eins Plus: 17:45, BR-alpha: 21:45, 29.10.: WDR: 8:00, 31.10.: SWR: 4:05, BR: 12:30, RBB: 14:15
29.10. 10:10 arte Astronauten auf Mission – Die Folgen der Schwerelosigkeit 45min.
30.10. 6:00 ZDF neo Leschs Kosmos: Suchmaschine LHC 15min.
16:00 3sat hitec: Fremde unter uns (Astrobiologie) 30min.
17:30 3sat über.morgen: Die dünne Haut der Erde 30min.
31.10. 1:15 ZDF Leschs Kosmos: Das langweiligste Experiment der Welt 15min. 31.10: ZDF info: 5:15, 1.11.: 1:45
5:15 ZDF info Leschs Kosmos: Wenn das Weltraumwetter wütet 15min.
2.11. 5:25 ZDF neo Leschs Kosmos: Die Suche nach der zweiten Erde 15min.
5:40 ZDF neo Leschs Kosmos: Neugierig auf Außerirdische 15min.
22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was sind Population-III-Sterne? 15min. 3.11.: 1:45, 8:15
3.11. 5:40 ZDF neo Leschs Kosmos: Der Mond, ein kosmischer Glücksfall 15min.
4.11. 3:55 Phoenix Der Mond – Herrscher der Nacht 45min.
4:35 Phoenix Die Sonne – Ein Star im Universum 45min.
5:20 Phoenix Kometen – Boten aus dem All 45min.
7.11. 1:35 ZDF Leschs Kosmos: PHELIX – Forschungsexperiment mit Nebenwirkungen 15 min. 7.11.: 5:00, 8.11.: 1:00
5:15 ZDF info Leschs Kosmos: Das Heiz-Paradoxon 15min.
8.11. 3:45 Phoenix Sternwarte in der Wüste 5min.
4:35 Phoenix Allein im All? 40min.
9.11. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Warum ist das Universum so kalt? 15min. 10.11.: 1:45, 8:15

Manfred Holl

 

 
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Seit dem 21.10.2011 ist interstellarum Themenheft »Teleskope & Ferngläser« am Kiosk und in unserem Shop erhältlich.

Unsere Sonderausgabe mit Tests und Marktübersicht ist die bei weitem beliebteste interstellarum-Ausgabe geworden – ein jährliches Hardware-Update, das viele Sternfreunde nicht mehr missen möchten. In diesem Heft finden Sie zwei große Tests und Vorstellungen von 70 Neuheiten auf dem Astro-Markt: Vom Teleskop über Montierungen und Okularen bis zum optischen oder fotografischen Zubehör. Diese von uns für Sie aufbereitete Übersicht ist einmalig in der Szene.

Praxis-Check – das ist unsere Antwort auf Ihre Anregung. In der Leserumfrage zu Beginn des Jahres hatten viele von Ihnen angemahnt, Neuheiten nicht nur nach den Informationen der Händler, sondern aus eigener Anschauung vorzustellen. Alle 70 Neuheiten zu testen, überfordert die Möglichkeiten unserer Redaktion. Aber für 12 besonders interessante Novitäten haben wir Ihre Idee in die Tat umgesetzt: Erfahrene Autoren und Redakteure wie Stefan Seip, Frank Gasparini, Thomas Rattei und Stephan Gröhn haben Kurztests durchgeführt. Diese sind nicht so ausführlich und detailliert, wie Sie das von unseren Produktvergleichen kennen, zeigen aber kurz und knapp, wie sich die Produkte in der Praxis schlagen: So als ob Sie selbst einige Nächte damit beobachten konnten.

Lesen Sie unter anderem:
Große Umfrage Astrofotografie
Praxistest: Canon EOS 1000D und 550D
Zwei Apochromaten für die Astrofotografie im Vergleich: Takahashi FSQ-106ED und Tele Vue NP101is
Fernrohfinder.de: Jetzt mit neuen Funktionen
55 Neuheiten und 12 Praxis-Checks: Teleskope, Montierungen, Ferngläser, Okulare sowie Zubehör
Weihnachtsschnäppchen, Astromarkt, Kleinanzeigen, Händler- und Herstellerverzeichnis

 

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck vom neuen Heft und nutzen Sie einfach die Blätterfunktion.

 
 
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Alle Erfahrungsberichte:
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Vor einem Jahr wurde www.fernrohrfinder.de als Datenbank aller im deutschen Sprachraum erhältlichen Teleskope, Montierungen und Okulare gegründet. Gleichzeitig soll fernrohrfinder.de auch eine umfassende Datenbank von Erfahrungsberichten (»Rezensionen«) mit diesen Geräten werden.

Sie haben sicher gemerkt, dass es in den vergangenen Monaten ruhig geworden ist: Leider haben sich bisher unsere Erwartungen an Rezensionen aus dem Nutzerkreis nicht erfüllt.

Nun hat eine Überarbeitung mit Verbesserungsvorschlägen der Nutzer stattgefunden:
• es ist jetzt möglich, Bilder (z.B. Astrofotos) mit den Rezensionen hochzuladen
• es gibt eine Übersicht aller Rezensionen
• es gibt ein Ranking der fleißigsten Rezensenten
• die Artikeldatenbank wurde auf den neuesten Stand gebracht
• Neuigkeiten aus interstellarum-Heften und -Newsletter werden sofort eingepflegt
• verfeinerte Auswahlkriterien

 

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Wir möchten Sie herzlich aufrufen, den Relaunch der Seite durch neue Rezensionen mit anzustoßen: Jeder von Ihnen hat Equipment und Erfahrungen, die anderen Sternfreunden weiterhelfen. Bitte geben Sie diese Informationen weiter und nutzen Sie fernrohrfinder.de – Vielen Dank für Ihre Unterstützung!