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Jupiter. Helligkeit -1 ,m90, Durchmesser 33,95" (4.7.2016 11:10 MESZ)
Saturn. Helligkeit 0 ,m19, Durchmesser 18,07" (4.7.2016 11:10 MESZ)
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 135 vom 29.4.2011
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
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AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 29.4.–13.5.2011

3.5. 08:51 MESZ   Neumond
6.5. 15:00 MESZ   η-Aquariiden (ETA), Dauer: 19.4.-28.5., ZHR 70
7.5. 21:06 MESZ   Merkur in größter westlicher Elongation, 26,6°
10.5. 22:33 MESZ   Mond Erstes Viertel
11.5. 16:54 MESZ   Venus bei Jupiter, Venus 34' südlich
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Meteorstromkalender:
www.imo.net/calendar/2011#table5
 
 
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Der Radiant der η-Aquariiden im April/Mai 2011

Nach einer längeren Phase kleinerer Meteoraktivität in den ersten Monaten des Jahres liefern die η-Aquariiden von Mitte April bis Ende Mai wieder mehr Sternschnuppen am nächtlichen Himmel. Meteore entstehen, wenn kleine kosmische Körper mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen, dabei verglühen und in den oberen Atmosphärenschichten die Luft durch Ionisation zum Leuchten bringen. Der Ursprungskomet der η-Aquariiden ist der berühmte Halleysche Komet, der bei seinen Passagen durch das Sonnensystem in Sonnennähe Material verliert, welches sich entlang seiner Bahn verteilt.

Um den 6. Mai wird das recht breite Maximum erreicht; dabei werden maximale Zenitstundenraten von ca. 70 erwartet. Da der Radiant allerdings erst gegen 3 Uhr morgens aufgeht ist nur mit einigen Dutzend Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen. Der Mond geht bereits gegen Mitternacht unter und stört die Beobachtung deshalb nicht.

Hans-Georg Purucker

 
 
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T Pyx im letzten Newsletter:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/30/4/134.me6ia.asp#1
Originalarbeit zu T Pyx:
arxiv.org/abs/1002.1401
 
 
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Lichtkurve von T Pyx [ AAVSO Light Curve Generator]
 
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Hüllenreste früherer Novaausbrüche bei T Pyx, Aufnahme mit dem Hubble Space Telescope [Mike Shara, Bob Williams und David Zurek (Space Telescope Science Institute), Roberto Gilmozzi (European Southern Observatory), Dina Prialnik (Tel Aviv University) und NASA/ESA]

T Pyxidis hat seine Maximalhelligkeit erreicht und ist derzeit 7 ,m5 hell. Die Nova benötigte beim vorigen Ausbruch 1966/67 zwei Monate, um 3m schwächer zu werden. Der Helligkeitsausbruch wird in vielen Wellenlängen intensiv beobachtet. Der Stern bei 9h 4min 41,5s, –32° 22' 47.4" (2000.0) ist in Europa am besten von geografisch südlich gelegenenen Standorten beobachtbar.

T Pyxidis ist eine der wenigen bekannten wiederkehrenden Novae. Beobachtete Helligkeitsausbrüche fanden in den Jahren 1890, 1902, 1920, 1944 und 1967 statt. Wiederkehrende Novae sind ähnlich normalen Novae sehr enge Doppelsternsysteme, bei denen es zu Massenaustausch kommt. Der Begleiter, ein weißer Zwergstern, sammelt Wasserstoff vom Hauptstern auf seiner Oberfläche auf. Nach einigen Jahren kommt es zu einer thermonuklearen Kettenreaktion, wobei Masse explosiv mit 2000 – 3000 Kilometer pro Sekunde hinausgeschleudert wird. Die Hülle früherer Novaausbrüche von T Pyx hat das Hubble Space Telescope 1997 detailliert abgebildet. Um das Jahr 1866 dürfte ein heller Novaausbruch geschehen sein, der aber unbeobachtet blieb und nur aus der Analyse des Systems und der Hüllen (Schaefer, Collazzi, 2010) geschlossen wird.

Wolfgang Vollmann

 
 
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Mirasterne bei der BAV:
www.bav-astro.de/mira/index.php?kennung=index&sprache=de
Weitere Infos zu R Leo:
www.aavso.org/vsots_rleo
Durchmesser-bestimmungen von Mirasternen:
arxiv.org/abs/astro-ph/0402326
 
 
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Lichtkurve der letzten 2000 Tage mit dem AAVSO Light Curve Generator.
 

R Leonis ist im Helligkeitsmaximum der vierthellste Mirastern, den wir von Mitteleuropa aus sehen können. Diesmal wird der Stern um den 23.5. sein Maximum erreichen. Aktuell ist R Leonis bereits 6 ,m5 hell und im kleinen Fernglas gut sichtbar. Ca. 5° westlich von Regulus (α Leo) ist südlich von 18 Leo und 19 Leo der Mirastern R Leo gut zu sehen. Im Mittel schwankt seine Helligkeit zwischen 5 ,m8 und 10 ,m0. Da der Stern nur knapp zwei Grad südlich der Ekliptik steht, wird er jedes Jahr um den 18.8. unbeobachtbar und seine Lichtkurve ist deshalb unterbrochen.

Die Entdeckung von R Leo gelang J.A. Koch in Danzig im Jahr 1782. Maxima von R Leo haben im Extremfall 4 ,m4, Minima 11 ,m3 erreicht. Auch die Periode von 310 Tagen wird nicht immer genau eingehalten. Gerade deshalb ist die visuelle Beobachtung von Mirasternen wichtig und wertvoll. Für viele Sterne wie R Leonis gibt es bereits eine Beobachtungsgeschichte von mehr als 100 Jahren.

R Leonis ist ein Stern ähnlich der Sonne, der aber bereits nahe dem Ende seines Sternenlebens ist. Der Wasserstoff im Kern ist bereits aufgebraucht und der Stern hat sich enorm ausgedehnt und seine Oberfläche ist mit nur 3000K recht kühl: er ist ein »Roter Riese« vom Spektraltyp M6 bis M9, dessen rote Farbe im Fernrohr durchaus auffallend ist. An die Stelle der Sonne gesetzt würde der Stern bis über die Erdbahn hinausreichen. In der Entfernung von 270 Lichtjahren ist der Winkeldurchmesser von R Leo direkt per Interferometrie messbar: je nach Lichtwellenlänge und Phase in der Lichtkurve wurden 30 bis 80 Millibogensekunden gemessen. Der Stern ist auch nicht rund, sondern messbar abgeplattet.

BAV und AAVSO ersuchen um Helligkeitsbeobachtungen – auch visuelle Schätzungen sind sehr erwünscht!

Wolfgang Vollmann

 

In der Galaxie NGC 3972 im Kasten des Großen Wagens nahe γ UMa haben chinesische Amateurastronomen am 26. April eine Supernova (SN 2011by) mit 14. Größe entdeckt: Ihr Lichtspektrum spricht für eine Sternexplosion des Typs Ia, die sehr früh erwischt wurde, etwa 10 Tage vor ihrem Maximum. Bis zu 12m könnten mithin in der kommenden Woche noch erreicht werden, eine ziemliche Seltenheit! Die Supernova befindet sich 5" östlich und 19" nördlich des Zentrums der von der Seite gesehenen Spiralgalaxie des Typs Sc, die selbst nur eine Gesamthelligkeit von 12 ,m2 hat: Der »neue Stern« ist schon jetzt unübersehbar.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Der Ausbruch:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/20/7/127.hn3wy.asp#6
Hubble-Analyse:
arxiv.org/abs/1103.5456
Swift-Analyse:
arxiv.org/abs/1104.5227
 

Als sich der bis dahin harmlose Hauptgürtelasteroid Scheila Ende 2010 plötzlich eine ebenso beachtliche wie kurzlebige Kometenkoma zugelegt hatte, gab es im Wesentlichen zwei Erklärungen: Entweder war hier ein schlafender Komet – aus der seltenen Klasse der Hauptgürtel-Kometen – plötzlich zum Leben erwacht. Oder aber Scheila war tatsächlich nur ein Felsbrocken, der aber von einem anderen, kleineren Asteroiden getroffen worden war. Diese beiden Erklärungen gibt es auch für den Schweif des merkwürdigen Objekts C/2010 A2 (LINEAR), und eine Entscheidung fällt dort schwer – nicht jedoch in Sachen Scheila, wie nun die Auswertung von Beobachtungen der Weltraumteleskope Hubble und Swift (mit dessen optischem Teleskop) zeigt. Das Hauptargument für einen aktivierten Kometen ist demnach falsch: Die Albedo Scheilas ist seit dem Ausbruch nicht spürbar angestiegen, wie es Fotometrie von der Erde aus zu zeigen schien. Auch enthalten Swift-Spektren kurz nach dem Ausbruch keinerlei Gasemission, wie man sie bei einem Kometen erwarten sollte.

Die einfachste Erklärung für die kurzlebige Koma ist daher der Impakt eines 35m bis 100m großen Asteroiden in den 113km großen Kleinplaneten, der die aus den Satellitenbildern abgeleitete Staubmenge – nach der Hubble-Analyse 40000t, nach der Swift-Analyse 600000t – herausgeschlagen haben könnte, unter Hinterlassung eines vielleicht 300m großen Kraters. Der Strahlungsdruck der Sonne formte dann aus der Staubwolke die charakteristischen Schwingen der Koma. Alternativ könne natürlich auch unter der Oberfläche geschütztes Eis freigelegt worden sein, das sublimierte und den Staub mitriss – aber für dessen Freilegung wäre erneut ein Impakt die naheliegendste Erklärung. Außerdem hätte die Aktivität in diesem Szenario länger anhalten müssen. Die Impakt-Interpretation ist jedenfalls plausibel: So viel man über die Raumdichte von Asteroiden im Hauptgürtel weiß, müsste es alle paar Jahre zu derartigen Zusammenstößen kommen. Auch wenn sich die Hubble- wie die Swift-Auswerter einig sind, dass Scheila ein gewöhnlicher Asteroid ist, der nur zufällig in die Schusslinie geriet, so wird er zumindest von den Hubble-Autoren doch zu den Hauptgürtelkometen gesellt, als deren siebtes und bei weitem größtes Exemplar.

Daniel Fischer

 
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Veröffentlichung (30AE):
arxiv.org/abs/1104.4351
Veröffentlichung (25AE):
arxiv.org/abs/0803.1505
Artikel dazu:
www.oculum.de/newsletter/astro/000/50/6/56.fi8pw.htm#7
 
 

Auch zehn Jahre nach seiner großen Himmelshow war der Komet Hale-Bopp immer noch aktiv gewesen: Im Oktober 2007 zeigte er eine deutliche Koma, trotz 25,7AE oder 3,8 Mrd. km Sonnenabstand – ein einsamer Rekord für Kometenaktivität in Sonnenferne, gut erklärbar allerdings durch Sublimation von Kohlenmonoxid, das Staub mitreißt. Die meisten anderen Kometen stellen dagegen schon ab etwa 3AE die meiste – von sublimierendem Wassereis getriebene – Aktivität ein. Letzten Dezember ist Hale-Bopp erneut beobachtet worden, nun 30,7AE (4,6 Mrd. km) von der Sonne entfernt: ein neuer Rekord für jedwede Art von Kometenbeobachtung, der alte waren 28,1AE beim schon lange inaktiven Halley gewesen. Doch was ist aus der Aktivität Hale-Bopps geworden? Auf den neuen Aufnahmen sieht der Komet nun wie ein Stern aus, und die Aktivität muss um mindestens einen Faktor 10 gefallen sein. Doch die Helligkeit von 23m im Roten verblüfft: Wenn das der reine Kernkörper ist und der Komet eine typische Albedo von 4% hat, dann müsste der Kern einen Durchmesser von 120km bis 130km besitzen.

Was in klarem Widerspruch zu mehreren unabhängigen – wenn auch indirekten – Durchmesserbestimmungen steht, die immer auf etwa 70km gekommen waren. Hale-Bopp war freilich immer derart aktiv, dass der Kern innerhalb der Koma nie klar gesichtet werden konnte: Vielleicht liegt ja die Albedo bei überraschenden 13%, dann wäre die Helligkeit von Ende 2010 erklärbar. Alternativ könnte Hale-Bopp hingegen immer noch aktiv sein, auf einem so niedrigen Niveau allerdings, dass keine sichtbare Koma mehr zustande kommt und lediglich eine kleine Staubwolke um den Kern für eine erhöhte Helligkeit sorgt. Und deshalb »müssen« die Beobachtungen des ungewöhnlichen Kometen fortgesetzt werden: Man möchte schließlich gerne Grunddaten für seinen völlig inaktiven Kern erheben, um die Vielzahl von dramatischen Erscheinungen des »bedeutendsten Kometen in der modernen Astronomie« (so seine unentwegten Beobachter) in Sonnennähe besser einordnen zu können.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1104.3560
 

Unter stellaren Trümmerscheiben – »debris disks« – versteht man ein weit verbreitetes Phänomen: In einem Ring aus Planetenbausteinen (Planetesimals) um einen Stern kommt es immer wieder zu Kollisionen, bei denen Staub entsteht. Weil dieser nur eine kurze Lebensdauer hat, ist die Existenz einer stellaren Trümmerscheibe ein klares Indiz für zumindest eine Chance auf Planetenbildung in diesem System, aber im sichtbaren Licht wird der staubige Ring oft vom hellen Stern überstrahlt. Anders ist das im fernen Infraroten, wo der Staub selbst ähnlich stark emittiert wie der ihn erwärmende Stern, doch dafür ist die Abbildungsschärfe der in diesem Spektralbereich nötigen Weltraumteleskope durch die viel größere Wellenlänge schlecht.

Mit seinem 3,5m großen Spiegel betritt der ESA-Satellit Herschel nun Neuland – und prompt sind ihm die ersten deutlich aufgelösten Bilder einer stellaren Trümmerscheibe um einen sonnenähnlichen Stern gelungen. Früheren Satelliten waren solche Scheiben meist nur als Punktquellen erschienen, und der Staub hatte sich lediglich als zusätzliche IR-Emission bemerkbar gemacht, die nicht zu einem Sternspektrum passte. Alle Aussagen über die Natur der Scheibe ergaben sich dann aus dem Spektrum des IR-»Exzesses«. Wenn die Scheibe aber räumlich aufgelöst ist, lassen sich ihre physischen Parameter wesentlich eindeutiger ableiten, und siehe da: Im Fall von HD 207129 hat die Scheibe einen Durchmesser von etwa 300AE (vergleichbar der Scheibe um Fomalhaut), während allein aus ihrem infraroten Spektrum auf einen viel zu kleinen Durchmesser von 70AE geschlossen wurde! Das Problem liegt in der Natur der Staubteilchen selbst begründet, über die es meist nur wenige Informationen gibt. Insgesamt 133 nahe sonnenähnliche Sterne mit bekannten IR-Exzess werden von Herschel im Rahmen des DUNES-Programms – DUst around NEarby Stars – untersucht: Bald wird die ganze Bandbreite solcher Scheiben abgedeckt sein.

Daniel Fischer

 
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JPL-Pressemitteilung mit Zugangs-Infos:
www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2011-117
 

2,2 Milliarden einzelne infrarote Himmelsquellen auf 754854 Einzelbild-Sätzen in jeweils vier Farben, die 57% des gesamten Himmels abdecken: Daraus hat das Team hinter dem Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE) der NASA einen ersten Katalog mit 257 Millionen verschiedenen unbeweglichen Himmelsobjekten erstellt, der seit Mitte April aller Welt zur Verfügung steht; dazu kommen noch zahlreiche Objekte des Sonnensystems. Den kompletten Katalog gibt es dann im Frühjahr 2012 – und er wird vermutlich Jahrzehnte lang eine wesentliche Arbeitsgrundlage für die gesamte Astronomie darstellen. Werkzeuge zum Zugriff auf den Datenberg stehen im Netz bereit.

Daniel Fischer

 
 
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ESO-Ankündigung:
www.eso.org/public/announcements/ann11021
 

In gewisser Weise ist das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte erst jetzt richtig fertig, rund 25 Jahre nach den ersten konkreten Entwürfen – denn am 17. März 2011 gelang es zum ersten Mal, Licht von allen vier 8m-Teleskopen gleichzeitig in das unterirdische VLT-Interferometer zu speisen, wo ein neues Instrument namens PIONEER die Lichtwellen paarweise zur Interferenz bringen und aus dem Gesamtsystem ein »synthetisches« Teleskop mit enormer Winkelauflösung machen kann. Dies war von Anfang an geplant und ebenso, das Licht der vier Unit Telescopes einfach zu addieren, um quasi ein 16m-Teleskop zu schaffen. Von dieser uneleganten Technik zur Vergrößerung der Reichweite, durch moderne CCD-Technik und Bildadditionsverfahren schlicht überflüssig geworden, ist aber längst keine Rede mehr.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1103.5165
 

Sie liegen – alle zusammen genommen – tatsächlich auf den zweiten Plätzen in der Statistik des Jahres 2010: Nur die Catalina Real-Time Transient Survey, bei der automatisch die Bilderströme dreier Teleskope zur Asteroidenjagd ausgewertet werden, hat mit 190 Stück genau doppelt so viele Supernovae in fernen Galaxien gefunden wie die Amateurastronomen der Welt mit 95, während bei den spektroskopisch bestätigten Supernovae nur die ebenfalls den ganzen Himmel abgrasende Palomar Transient Factory mit 88 Treffern knapp besser als die Amateure mit 78 war. Letzteres liegt daran, dass letztere (auch die allein von Amateuren betriebene La Sagra Sky Survey in Spanien sei hier dazu gezählt) eher die helleren Supernovae finden, von denen dann die Profis lieber Spektren aufnehmen. Spezielle Profi-Suchprogramme, die Galaxie für Galaxie durchforsten, erwiesen sich verblüffenderweise als weniger erfolgreich als die Summe der hartnäckigen Amateure.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Alle Termine des aktuellen Heftzeitraums:
www.interstellarum.de/termine.asp
 
 

Termine vom 29.4.–13.5.2011

29.4.–1.5. 9. Aschberger Frühjahrs-Teleskoptreffen (AFT), Aschberg bei 24358 Ascheffel Armin Quante, Wiesenredder 5, D-24340 Eckenförde, 04351/475830, aft2011@aft-info.de, www.aft-info.de www.aft-info.de
29.4.–1.5. Frühjahrs-Teleskoptreffen Vogelsberg (TTV), Sternenwelt Vogelsberg.e.V. bei 36325 Stumpertenrod/Feldatal Walter Gröning, astrophysik@t-online.de, www.sternenwelt-vogelsberg.de
29.4.–1.5. WAA Easter Starparty 2011, Gasthof Postl bei Maiersdorf, Naturpark Hohe Wand Wiener Astronomische Arbeitsgemeinschaft, Fraungrubergasse 3/1/7, A-1120 Wien, 0043/664/2561221, www.waa.at/treff/esp.html
6.–8.5. 5. Taubensuhler Astronomische Nächte (TAN), Naturpark Pfälzer Wald nördlich 76848 Wilgartswiesen info@sternwarte-bellheim.de, www.sternwarte-bellheim.de/index.php/tan.html
6.–8.5. 18. Tagung der VdS-Fachgruppe CCD-Technik, Sternwarte, 99334 Kirchheim/Thüringen Dennis Möller, Kellerberggasse 9/C22, A-1230 Wien, dennis.moeller@chello.at, Jürgen Schulz, juergen.schulz.kirchheim@t-online.de, ccd.istcool.de
6.–8.5. Frühlings-Teleskoptreffen (FTT), Ahornhöhe im Emmental, CH-4952 Eriswil Bernd Nies, Säntisstrasse 25, CH-8640 Rapperswil, 0041/79/6478711, bernd@nies.ch, www.teleskoptreffen.ch/ftt/index.de.php
7.5. ASPA Aktive Spektroskopie in der Astronomie, Gesamtschule Bockmühle, Ohmstr. 32, 45143 Essen Ernst Pollmann, Emil-Nolde-Str. 12, 51375 Leverkusen, 0214/91829, ernst-pollmann@t-online.de, www.astrospectroscopy.de
7.5. 27. ATT, Gesamtschule Bockmühle, Ohmstr. 32, 45143 Essen Walther-Hohmann-Sternwarte Essen e.V., Wallneyer Str. 159, 45133 Essen, info@att-boerse.de, www.att-boerse.de
 
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TeleVue Delos-Okulare:
www.televue.com/engine/TV3_page.asp?id=183
 
Die neuen TeleVue Delos-Okulare sind zunächst mit 6mm und 10mm Brennweite angekündigt.

Die bekannte Optikschmiede aus Chester kündigt aktuell eine neue Okularserie mit dem Namen "Delos" an, deren Entwurf ebenfalls von Paul Dellechiaie, dem Optikdesigner der Ethos-Serie, stammt. Laut TeleVue sind hier sämtliche Erfahrungen aus der Ethos-Entwicklung eingeflossen, mit der Maßgabe das Gesichtsfeld auf ca. 70° zu reduzieren, wodurch sich wesentliche Vorteile bei der Einhaltung eines komfortablen Augenabstandes und einer Reduzierung der Baugröße ergeben. Wesentliche Vorgabe bei der Entwicklung war, dass auch Brillenträger das volle Gesichtsfeld überblicken können sollen.

Als erste Ergebnisse werden nun zwei Okulare mit 6mm und 10mm Brennweite mit jeweils 72° Gesichtsfeld und 20mm Pupillenabstand vorgestellt. Laut TeleVue wurden bei der Konstruktion der Delos-Okulare alle optischen, mechanischen und ergonomischen Aspekte neu überdacht, um einen Referenzstandard für die visuelle Beobachtung zu setzen. Transmission und Kontrastverhalten sollen durch aufwändige Vergütungen und Reflex mindernde Oberflächen im Gehäuseinnern weiter verbessert worden sein. Das Gesichtsfeld soll dank der 35mm großen Augenlinse auch von Brillenträgern voll überschaubar sein. Eine weiche Gummiaugenmuschel lässt sich stufenlos verschieben und an jeder Stelle arretieren. Mittels einer Skalierung kann die optimale Positionierung jederzeit wieder schnell eingestellt werden. Beide Okulare sind kompatibel mit den Dioptrx-Korrekturlinsen und weisen eine 1¼"-Steckhülse auf. Der Feldblendendurchmesser des 6mm-Okulars beträgt 7,6mm, als Gewicht werden 460g genannt. Beim 10mm-Okular werden die entsprechenden Größen mit 12,7mm und 410g angegeben. Die erste Preisangaben für den deutschen Markt betragen 379€, Liefertermine sind aktuell nicht bekannt.

Frank Gasparini

 
 
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T-REX-Montierung:
www.kkohki.com/English/T-REXmount.html
 
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Die T-REX-Montierung trägt auch große Teleskope und bietet Feintriebe und Encoder an beiden Achsen.

Die japanische Firma Kokusai Kohki stellt mit der neuen Alt-Azimutalen T-REX-Montierung aktuell eine eigene Produktentwicklung vor. Laut Hersteller soll aufgrund zahlreicher Kundenanfragen dem Sternfreund damit eine unkompliziert und intuitiv zu bedienende Montierung hoher Tragkraft zur Verfügung gestellt werden. Als mögliche Zuladung werden 16kg genannt. Damit soll die Montierung problemlos 6" f/8-Refraktoren, 8" f/6-Newton-Teleskope und SC-Teleskope bis 11" Öffnung tragen können, ohne dass Gegengewichte nötig sind. Der Hersteller hält sich jedoch die Option offen zukünftig auch Gegengewichte anzubieten, falls von Seiten der Nutzer für besondere Nutzungen diesbezüglich eine Nachfrage besteht. Als Besonderheit ist die T-REX mit Feintrieben und Encodern an beiden Achsen ausgerüstet. Die Schneckenräder mit 88mm Durchmesser (Dicke 19,5mm, Modul 0,477) erlauben eine durchgängige Feinbewegung über 360° und werden über große Handgriffe bedient. Für schnelle Bewegungen über ein großes Himmelsareal sind die Feintriebe abkoppelbar. Die digitalen Teilkreise mit internen 4096-Schritt-Encodern messen natürlich bei Schnell- und Feinbewegung der Achsen deren aktuelle Position und sind kompatibel mit NGC-MAX, Sky Commander und Argo Navis-Computern.

Für eine exakte Initialisierung sind an der Höhenachse Markierungen für die 0°- und 90°-Positionierung angebracht. Teleskope werden über eine Prismenklemmung nach Vixen-Standard montiert, die Aufnahme an der Höhenachse ist aber auch für Montage von Klemmungen nach Takahashi-Standard vorbereitet. Der Stativanschluss ist kompatibel mit Synta EQ-6, ein 3/8"-Anschlussflansch ist optional erhältlich. Flexible Wellen zur Bedienung der Feintriebe, eine Ablage für den benutzten Computer, Prismenschienen unterschiedlicher Länge und eine Tragetasche, die die Montierung mit Stativ und Zubehör aufnimmt, sind als weiteres Zubehör erhältlich. Die Montierung ist in den Farben schwarz und weiß erhältlich und wiegt knapp 7kg. Mit Feintrieb, Encodern und Anschlusskabel (ohne Computer) für beide Achsen, 3/8"-Anschlussflansch (ohne Stativ) ist sie für 1950€ in Deutschland erhältlich.

Frank Gasparini

 
 
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Lange Nacht der Museen in Bergedorf:
www.langenachtdermuseen-hamburg.de/die+museen/astronomiepark+hamburger+sternwarte.htm
 
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Die Sternfreunde warten mit ihren Teleskopen auf Besucher bei der Langen Nacht der Museen

Nur eine Woche nach dem bundesweiten Astronomietag gab es in Hamburg die Lange Nacht der Museen, an der sich auch die Sternwarte Bergedorf, der Förderverein der Sternwarte und die GvA Hamburg beteiligten. Der offizielle Beginn war um 18 Uhr, doch schon am Nachmittag konnten Astronomieinteressierte um 14 Uhr und um 16 Uhr vom neuen Besucherzentrum aus an Führungen über das Gelände teilnehmen. In den späten Nachmittagsstunden bauten Sternfreunde auf dem Freigelände vor dem Sonnenbau ihre Teleskope auf. Das Wetter war jedoch nicht vielversprechend, obwohl man am Nachmittag durch Wolkenlücken noch die Sonne beobachten konnte. Je näher der offizielle Beginn der Langen Nacht rückte, desto mehr zog es zu. Das sollte sich erst später ändern, als größere Wolkenlücken Blicke auf Mond und Saturn erlaubten.

Zunächst schien es so, dass weniger Besucher zur Sternwarte kamen als 2010, was sich erst zu später Stunde relativierte. Wer den Weg nach Bergedorf nicht scheute, dem bot sich ein umfangreiches Programm. Alle Kuppeln waren geöffnet, sodass man auch abseits der offiziellen Führungen die Teleskope besichtigen konnte (Ausnahme war nur das Oskar-Lühning-Teleskop, dass mit seiner 1,20m Öffnung und 15,60m Brennweite für laufende Forschungsaufgaben genutzt wird).

Sieben kleinere Ausstellungen luden zur intensiveren Erkundung ein: Mensch und Himmel im Keller unter dem 1m-Spiegel, Zeitball-Zeit von den Gestirnen im Erdgeschoss des Hauptgebäudes, Astrofotografie in Schwarz-Weiß im Bernhard-Schmidt-Museum im Keller des Hauptgebäudes, Farbige Spektren - ein Schlüssel zur Kosmologie im 2. Stock des Hauptgebäudes, Sterne über Hamburg als Posterausstellung im Hauptgebäude, Bibliophile Kostbarkeiten - Farbige Impressionen in der Bibliothek. Unter dem Motto: Neue Farbe fürs Kulturdenkmal gab es halbstündliche Führungen und ergänzend Vorträge zu den Ausstellungen (etwa zur Restaurierung des 1m-Spiegels oder über Bernhard Schmidt). Wer von alldem erschöpft war, konnte sich im Besucherzentrum bei Getränken und warmen Mahlzeiten erholen.

Gegen Abend füllte sich der für die Amateure des Fördervereins genutzte Platz mit Fernrohren verschiedenster Art und Größe vom kleinen Refraktor bis hin zum großen Dobson und glich einmal mehr einem kleinen Teleskoptreffen: Besucherinnen und Besucher konnten so selbst einen Blick durch ein Amateurfernrohr werfen, sich über Teleskoptypen und Preise informieren. Der Ansturm von Interessierten hielt bis weit nach Mitternacht an und so konnte vielen Interessieren die Astronomie näher gebracht werden.

Manfred Holl

 
 
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Gerd Neumann:
www.gerdneumann.net
 

Gerd Neumann wird Hobbyastronomen auf der ATT erstmals eine neue Dienstleistung anbieten: Mit einem hochauflösenden, digitalen Spektrographen wird er vor Ort die Transmission von Filtern ermitteln. Das Gerät kann im Spektralbereich von 380nm – 1050nm mit einer Auflösung von 1,3nm messen. Für die Vermessung von Kundenfiltern kann wahlweise nur der visuelle Spektralbereich, der volle Messbereich oder auch ein frei bestimmbares Wellenlängenintervall gewählt werden. Bei Linienfiltern wird die Lage des/der Zentralwellenlänge und die Halbwertsbreite(n) bestimmt und mittels Ausdruck dokumentiert. Das Vermessen von auf der Messe gekauften Astronomik-Filtern ist kostenlos. Für Nicht-Messebesucher wird die Vermessung eines Filters zukünftig 25€ kosten, wobei Rabatte bis zu 50% bei Messung von mehr als drei Filtern möglich sind.

Frank Gasparini

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 29.4.–13.5.2011 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
29.4. 19:00 BR-alpha Faszination Wissen: Die Erde – einsam im All? 30min.
30.4. 21:00 BR-alpha Ein großer Schritt für die Menschheit – Die Missionen der NASA: Ganz normale Helden: 30 Jahre Space Shuttle 50min. 2.5.: 1:15
1.5. 21:00 BR-alpha Was wir noch nicht wissen: Wie entstand Leben auf unserer Erde? 15min.
2.5. 1:40 ZDF Leschs Kosmos: Wenn Du wüsstest, was ich denke 15min. ZDF neo: 3.5.: 1:10
3.5. 9:30 HR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Edwin Powell Hubble – Das expandierende Universum 15min.
4.5. 22:45 BR-Alpha Alpha Centauri: Was sind Neutrinos? 15min. 5.5.: 1:45. 8:15
23:45 ZDF Abenteuer Wissen: Dunkle Kräfte – Rettung aus dem Schwarzen Loch 30min. ZDF: 5.5.: 3:35, ZDF Info: 5.5.: 15:15, 23:33, 6.5.: 17:30, 7.5.: 10:02, 9.5.: 17:30, 10.5.: 10:02, 11.5.: 13:30, 23:33, 12.5.: 15:15
7.5. 8:30 ZDF Theaterkanal Die Außerirdischen – Suche im Weltal 50min.
9:20 ZDF Theaterkanal Die Außerirdischen – Kontakt im Weltall 50min.
10:10 ZDF Theaterkanal Kometen auf Erdkurs 45min.
11:45 ZDF Theaterkanal Das Rätsel von Tunguska 45min.
12:30 ZDF Theaterkanal Woher kommt die Welt 45min.
13:15 ZDF Theaterkanal WissensWERTH: Die Entstehung des Kosmos 15min.
7.5. 21:00 BR-alpha Ein großer Schritt für die Menschheit – Die Missionen der NASA: Wettlauf ins All 50min. 9.5.: 1:10
9.5. 0:55 ZDF Leschs Kosmos: Besuch von einem anderen Stern 15min. ZDF neo: 10.5.: 1:10
11.5. 19:45 ARD Wissen vor 8: Warum funkeln die Sterne? 3min.
22:45 BR-Alpha Alpha Centauri: Ist Wasser magisch? 15min. 12.5.: 1:45. 8:15

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Leser-Umfrage 2011:
www.umfrageprofi.de/vote/v_index.php?fbid=czo2OiIxMDAzNzMiOw==
 

Unsere große Leserumfrage zu allen Bereichen unserer Medienpalette ist nur noch für kurze Zeit online. Print, Online, Video, Teleskopdatenbank: Uns ist es wichtig zu wissen, wie unsere Angebote bei Ihnen ankommen.

Wir haben für Sie einen Fragebogen zusammengestellt. Darin bitten wir Sie um Antworten zu Fragen rund um das gedruckte interstellarum-Heft, den interstellarum-Newsletter, die Fernsehsendung interstellarum Sternstunde, das Online-Angebot auf interstellarum.de und die Teleskopdatenbank fernrohrfinder.de. Die Teilnahme ist auch dann sinnvoll und erwünscht, wenn Sie eines der Formate nicht kennen.

Die Umfrage erfolgt selbstverständlich anonym. Danke für Ihre Teilnahme!

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ATT in Essen:
www.att-boerse.de/
 
Der Stand des Oculum-Verlages auf dem ATT 2010.

In knapp einer Woche ist es wieder soweit: Die größte bundesdeutsche Astronomiemesse ATT lädt wieder hunderte von Interessierten nach Essen. Alle namhaften Astrohändler werden mit den von ihnen vertriebenen Produkten vor Ort sein und geben den Messebesuchern Gelegenheit, Teleskope und Zubehör in die Hand zu nehmen und käuflich zu erwerben. Bei gutem Wetter kann man wieder durch diverse Sonnenfernrohre hindurchschauen, zeitgleich findet auf der ATT die »International Spectroscopy Conference« statt, man kann Vorträgen über Astrofotografie und Sonnenbeobachtung lauschen oder an einer audiophilen Astroreise teilnehmen. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Astrovereine, die mit ihren Ständen auf sich aufmerksam machen.

Auch der Oculum-Verlag ist wieder mit einem eigenen Stand und jeder Menge Neuheiten zum zehnjährigen Jubiläum vertreten: unter anderem dabei sind die Jubiläumsausgaben des »Deep Sky Reiseführers«, des »Deep Sky Reiseatlas« und der Bildband »Polarlichter«. Angelehnt an unsere großformatigen Titel »Fotografischer Sternatlas« und »Fotografischer Mondatlas« veröffentlichen wir hochaufgelöste Poster in DIN-A0. Neben dem gesamten Verlagsprogramm finden Sie auch wieder viele attraktive Angebote zu unserer Zeitschrift interstellarum. Thomas Pfleger stellt Neuentwicklungen seiner Beobachtungssoftware »Eye & Telescope« vor und beantwortet Fragen interessierter Besucher.

Erstmals in unserer Geschichte senden wir im Rahmen der interstellarum Sternstunde live von der Messe direkt ins Internet. Moderator Paul Hombach führt Interviews mit Ausstellern, Organisatoren und Besuchern und vermittelt Ihnen Eindrücke von der Veranstaltung – über einen Chat können Sie Fragen an uns richten. Die genauen Sendezeiten und Links zum Livestream geben wir in einem Sondernewsletter vor dem ATT-Wochenende bekannt. So sind Sie direkt dabei, auch wenn Sie nicht vor Ort sein können.

Über Ihren persönlichen Besuch freuen wir uns natürlich am meisten.

Manfred Holl, Frank Haller

 
 
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Die Milchstraße:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=60
Der Mond:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=59
 

Die Milchstraße – hochaufgelöst im A0-Großformat: Ein Panorama des kompletten Himmels mit unserer Milchstraße im Zentrum – diese Ansicht zeigt der 360°-Rundumblick von Axel Mellinger. Der Physik-Professor und Astrofotograf bereiste zwei Jahre lang entlegene Regionen in Südafrika, Texas und Michigan, um die mehr als 3000 Einzelbilder dafür aufzunehmen. Die mit einer SBIG STL-11000 CCD-Kamera und einem 50mm-Objektiv erstellten Aufnahmen wurden am Computer aufbereitet, entzerrt und zu einem nahtlosen Mosaikbild zusammengesetzt.

Zur Abbildung der Himmelskugel auf der ebenen Posterfläche wurde eine Projektion vom Typ Kavrayskiy VII gewählt, die unsere Galaxis mit Dunkelwolken, Sternhaufen, Emissions- und Reflexionsnebeln so zeigt, als würde der Betrachter die Milchstraße von außerhalb in Kantenlage anblicken: Diesen Traum kann sich nun jeder an die Wand hängen. Im Poster sind zur Identifikation neben allen 110 Messier-Objekten alle relevanten sichtbaren Nebel, Sternhaufen und Galaxien sowie die wichtigsten Sternbilder benannt.

Der Mond – hochaufgelöst im A0-Großformat: Die Krater, Gebirge und Ebenen des Mondes sind die einzigen außerirdischen Landschaften, die von der Erde aus mit einfachen Mitteln zu beobachten sind. Der Einzug der digitalen Technik in den vergangenen Jahren ermöglicht heute auch ambitionierten Hobby-Fotografen eine Aufnahmequalität und -auflösung, die bisher unerreichbar schien.

Die Bilder von Michael Hunnekuhl zeigen den Mond in voller Auflösung eines 8"-Refraktors mit moderner Aufnahmetechnik, brillant und in Farbe. Erst die Überlagerung von farbverstärkten Aufnahmen mit hochaufgelösten Schwarz-Weiß-Aufnahmen macht diese Darstellung möglich. Die wichtigsten sichtbaren Mondformationen sind zur Identifikation benannt.

 

Hinweis

Weitere Detailansichten zu beiden Postern finden Sie in unserem Shop:

Die Milchstraße: www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=60.

Der Mond: www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=59.