<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Nummer = 123 Beginn = "12.11.2010" Ende = "26.11.2010" BeginnOhneJahr = left(Beginn, len(Beginn) - 4) 'Dieses Script zählt die Seitenaufrufe mit, sobald in interstellarum.mdb > Newsletter ein Eintrag für diesen Newsletter 'existiert. Da ein anderes Script im Menü von interstellarum.de immer die aktuelle Ausgabe danach berechnet, 'DIESEN BITTE ERST KURZ VOR VERSENDEN ANLEGEN strLastCon = "Provider=Microsoft.Jet.OLEDB.4.0;Data Source=" & Server.MapPath("/App_Data/interstellarum.mdb") Set objLastCon = Server.CreateObject("ADODB.Connection") objLastCon.Open strLastCon Set objLastRS = Server.CreateObject("ADODB.Recordset") strLastSQL = "SELECT Top 1 * FROM Newsletter Order By Nummer Desc" objLastRS.Open strLastSQL, objLastCon, 0, 2, 0 'Nummer in Datenbank? > Hochzählen! If objLastRS("Nummer") = Nummer Then strNLCon = "Provider=Microsoft.Jet.OLEDB.4.0;Data Source=" & Server.MapPath("/App_Data/interstellarum.mdb") Set objNLCon = Server.CreateObject("ADODB.Connection") objNLCon.Open strNLCon Set objNLRS = Server.CreateObject("ADODB.Recordset") strNLSQL = "SELECT * FROM Newsletter WHERE Nummer = " & Nummer objNLRS.Open strNLSQL, objNLCon, 0, 2, 0 objNLRS("Angesehen") = objNLRS("Angesehen") + 1 objNLRS.Update objNLRS.Close objNLCon.Close End If objLastRS.Close objLastCon.Close %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()"> <% =NLBannerTop %> <% =NLBannerRight %>
INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe <% Response.Write Nummer %> vom <% Response.Write Beginn %>
 
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AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

13.11. 17:38:39 MEZ Mond Erstes Viertel
16.11. 18:00:00 MEZ Goldener Henkel (Mondjura) sichtbar
21.11. 18:27:25 MEZ Vollmond
24.11. 04:26:39 MEZ Mond bedeckt 1 Gem 4 ,m3
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Aktuelle Jupiterbilder:
alpo-j.asahikawa-med.ac.jp/Latest/Jupiter.htm
Planetary Society Blog:
www.planetary.org/blog/article/00002772
 
 

Planetenbeobachter haben darauf gewartet: Die Rückkehr des Südlichen Äquatorialbands auf Jupiter hat begonnen. Damit beginnt ein atmosphärischer Prozess, der zu den beeindruckendsten im Sonnensystem zählt – und mit Jupiter am Abendhimmel sitzen Amateurastronomen in der ersten Reihe!

Wieder einmal war ein Amateur der Entdecker: Der philippinische Planetenfotograf Christopher Go hatte am 9. November um 12:30 UT den Riesenplaneten fotografiert und dabei in der Breitenlage des SEB einen sehr hellen Fleck beobachtet. Inzwischen fand sich der Fleck bereits auf Aufnahmen anderer Fotografen vom 9. und 10. November. Ein solcher heller Ausbruch ist die klassische Ankündigung des Revivals. Die Position liegt bei 290° im Rotationssystem II.

In den nächsten Tagen ist zu erwarten, dass der helle Fleck verschwindet und sich von seiner Position aus zwei Reihen tiefdunkelblauer Flecken neu bilden: Am Südrand des SEB in Richtung größerer Längen, am Nordrand des SEB in Richtung kleinerer. Eine detaillierte Vorschau, was Amateurbeobachter beim SEB-Revival erwartet, enthält interstellarum Nr. 73.

Beobachten Sie das Wiederkehren des SEB – wir berichten laufend weiter!

Ronald Stoyan

 
 
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Visuelle Kometenentdeckungen sind in Zeiten automatischer Himmelsdurchmusterungs-Programmen zur Rarität geworden. Dennoch waren zwei japanischen Amateurastronomen wieder einmal erfolgreich. Am Morgen des 3.11. sah der bereits seit den 60er Jahren erfolgreiche Kometenentdecker Kaoru Ikeya mit seinem 10"-Newton einen neuen Schweifstern. In nur 32° Sonnenabstand gelang es ihm den etwa 8 ,m5 hellen Kometen tief am Morgenhimmel aufzuspüren. Einen Tag später fand sein japanischer Kollege Shigeki Murakami ihn unabhängig davon mit seinem 18"-Newton. Für Ikeya war es die siebente Entdeckung, 45 Jahre nachdem er den wohl spektakulärsten Kometen des 20. Jahrhunderts – C/1965 S1 (Ikeya-Seki) – entdeckt hatte. Zwischen 1963 und 1967 fand er insgesamt fünf neue Kometen. Seine sechste Entdeckung war schließlich 153P/Ikeya-Zhang im Jahre 2002. Für Shigeki Murakami war es die zweite Entdeckung nach C/2002 E2 (Snyder-Murakami).

Die noch vorläufige Bahnberechnung für C/2010 V1 (Ikeya-Murakami) bedeutet, dass er sein Perihel bereits am 24.10. in 1,73AE Abstand durchlaufen hat, sich aber noch bis zum Frühjahr der Erde nähern wird (Erdnähe am 24.4.2011). Dass ein Komet dieser Helligkeit nicht schon früher entdeckt worden ist, lag daran, dass C/2010 V1 offensichtlich vor kurzem einen Helligkeitsausbruch erlitten haben muss. Ikeya hatte schon am Morgen zuvor denselben Himmelsbereich durchsucht, ohne den Kometen sehen zu können. Auf aktuellen Aufnahmen mit größeren Instrumenten zeigt Ikeya-Murakami außerdem ein ähnliches Erscheinungsbild wie 17P/Holmes bei seinem Ausbruch vor drei Jahren, allerdings in wesentlich kleinerem Maßstab. Eine sich rasch ausdehnende, asymmetrische Koma, in deren Mitte sich ein schmaler Schweif – möglicherweise aus Bruchstücken des Kernes – befindet.

Der Komet bleibt in den kommenden Wochen ein Objekt am Morgenhimmel, der Sonnenabstand nimmt nur sehr langsam zu. C/2010 V1 wandert entlang der Ekliptik durch das Sternbild Jungfrau in Richtung Waage. Nachdem er am 7.11. Saturn passiert hat, steht er am Morgen des 26.11. etwa 2,5° östlich von Spika. Für eine erfolgreiche Beobachtung benötigt man einen freien Horizont im Südosten und gute Sichtbedingungen. Zwischen Aufgang des Kometen und Dämmerungsbeginn bleibt leider nur ein kurzes Beobachtungsfenster. Je nach geografischer Lage sollte die beste Zeit gegen 5 Uhr MEZ sein. Derzeit ist nicht klar, wie lange der neue Komet zu verfolgen sein wird – die Helligkeit beträgt derzeit etwa 9 ,m0. Sollte sie nicht zu schnell zurückgehen, könnte er aber noch bis ins neue Jahr hinein sichtbar bleiben.

Burkhard Leitner

 
 
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Interstellarum-Newsletter zu Algol:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/10/7/117.bo1nc.asp#1
Algol-Seite der AAVSO:
www.aavso.org/vsots_betaper
Beobachtung veränderlicher Sterne:
www.bav-astro.de
 

Der bedeckungsveränderliche Stern Algol (β Per) ist jetzt die ganze Nacht zu sehen und steht um Mitternacht hoch am Himmel. Die alle 69 Stunden eintretenden Verfinsterungen zeigen den normalerweise 2 ,m1 hellen Algol für einige Stunden nur mit einem Drittel der Normalhelligkeit, 3 ,m4.

Ab Mitte November sind wieder vier solche »Sternfinsternisse« sehr günstig in Mitteleuropa zu sehen: 16.11. 3:38 MEZ, 19.11. 0:27 MEZ, 21.11. 21:16 MEZ und 24.11. 18:05 MEZ.

Eine Beobachtung mit freiem Auge oder einfacher Digitalkamera ist leicht möglich. Genaue visuelle Helligkeitsschätzungen bzw. digitale Messungen können einen beobachteten Termin des Minimums auf 10 bis 15min genau festlegen. Damit läßt sich die etwas veränderliche Periode im Doppelsternsystem Algol bestimmen. Sie wird durch Massenaustausch vom Begleitstern zum Hauptstern des Systems bewirkt. Die beiden Sterne sind nur 7 Mio km voneinander entfernt (5% der Entfernung Erde-Sonne).

Wolfgang Vollmann

 
 
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Jupitermond-verfinsterungen:
www.waa.at/apo/jumo/k4.html
Vorausberechnung:
www.imcce.fr/hosted_sites/saimirror/nssphe0he.htm
 

Verfinsterungen der hellen vier Galileischen Jupitermonde durch den Jupiterschatten sind visuell am Fernrohr beeindruckende Ereignisse. Vor der Opposition Jupiters zur Sonne ist der Beginn einer Verfinsterung sichtbar, wenn ein Mond auf seinem Umlauf um Jupiter in wenigen Minuten in den Jupiterschatten gelangt und unsichtbar wird. Die vier hellen Monde sind alle um 5m hell – Ganymed ist am hellsten, dann folgen Io und Europa, Kallisto ist der schwächste Mond. Jupiter gelangte dieses Jahr am 21.9. in Opposition. So sind derzeit die Verfinsterungsenden (VE, das Wiederauftauchen aus dem Jupiterschatten) beobachtbar.

In den nächsten beiden Wochen gibt es jeden Freitag Doppelmondfinsternisse:
12.11.: um 17:09 MEZ erscheint Io aus der Verfinsterung (VE), um 18:40 folgt Europa (VE)
19.11.: um 19:04 Io (VE), um 21:19 folgt wieder Europa (VE)
26.11.: um 20:59 Io (VE), um 23:58 folgt wieder Europa (VE)

Ein seltenes Ereignis tritt in der Nacht vom 12. auf 13.11. ein: Kallisto wird zwischen 23:27 und 1:22 MEZ partiell vom Jupiterschatten verfinstert. Dabei sinkt die Helligkeit nur um wenige Prozent ab (ca. 0 ,m2). Das wird aber mit Videokameras oder CCD nachweisbar sein.

Wolfgang Vollmann

 
 
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Der CfA-Irrtum, gespiegelt bei PhysOrg:
www.physorg.com/news/2010-11-earth-encounter-pieces-alien-visitor.html
Die Nichtbeobachtungen:
transientsky.wordpress.com/2010/11/06/oct28-nov5-meteors
 

Das gibt es auch nicht alle Tage: Da verbreitet das – immerhin mit der Harvard-Universität zusammen hängende – Center for Astrophysics eine (vielfach aufgegriffene oder kopierte) Pressemitteilung mit vagen Berichten von Laien über Feuerkugeln, die keck dem Kometen Hartley 2 zugeschrieben werden, ohne dass auch nur nach deren Bahn am Himmel gefragt wurde. Während erfahrene Beobachter weder per Video noch visuell auch nur einen einzigen Hartley-Meteor melden, was wiederum auch nicht anders zu erwarten war: Nach Modellrechnungen sollte die Erde alle Hartleyschen Teilchenwolken der letzten Periheldurchgänge nämlich deutlich verfehlen. Still und heimlich hat das CfA den peinlichen Text wieder von seiner Webseite verschwinden lassen, ohne sich für den Fehler zu entschuldigen oder ihn zu korrigieren – aber auf zahllosen Mirror-Seiten lebt der Unfug weiter…

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Erste Auswertungen:
newsdesk.umd.edu/engaged/release.cfm?ArticleID=2279
Alle Bilder:
www.planetary.org/data/di
Weitere Bildprodukte:
www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-373
 
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Der Kern des Kometen Hartley 2, aufgenommen von der Raumsonde Deep Impact 16s vor der größten Annäherung am 4. November. [NASA, JPL, UMD]

Die vielleicht besten Nahaufnahmen eines Kometenkerns, die ersten, auf denen man direkt erkennen kann, aus welchen Oberflächenstrukturen die Gas- und Staubjets herausschießen – und Spektren, die zeigen, dass diese Aktivität ganz überwiegend von Kohlendioxid angetrieben wird: Das sind die ersten Ergebnisse des Vorbeiflugs der Raumsonde Deep Impakt am Kern des Kometen 103P/Hartley (2) am 4. November, der völlig problemlos abgelaufen ist. Die verglichen mit den anderen vier von Sonden besuchten Kometenkernen besonders hohe Aktivität Hartleys – bei gleichzeitiger Staubarmut, so dass ein Eintauchen bis tief in die Koma mit durchgehenden Beobachtungen auch rund um die größte Annäherung möglich war – hat für eine Fülle von neuen Erkenntnissen gesorgt. Die meisten Jets gehen vom sonnigen Ende des langgestreckten Kerns aus, einige aber auch von der Nachtseite des anderen, was noch zu erklären bleibt. Die Hauptaktivität aber dürfte mit einem unterirdischen Depot aus fast reinem gefrorenem Kohlendioxid im am 4. November aktiven Ende zusammen hängen, das noch aus der Urzeit des Sonnensystems stammen dürfte und auf dessen Exiszenz die Deep-Impakt-Forscher schon an den Tagen zuvor aufmerksam geworden waren. Regelmäßig kommt es nämlich zu CO2-Ausbrüchen auf dem Kern, wohl immer dann, wenn dieses Kernende von der Sonne erwärmt wird. Der vermutlich komplexe Rotationszustand des Kerns ist allerdings noch nicht verstanden, so dass dies nur eine naheliegende Vermutung ist.

Spektren der Jets mit einem der Deep-Impakt-Instrumente aus der Nähe haben nun bestätigt, dass die Jets tatsächlich allesamt aus sublimiertem CO2 bestehen, vermischt mit etwas Staub und Eis: Wasserdampf, den man sonst meist als das »Treibgas« von Kometen vermutet, spielt keine Rolle, und die Wasseremission Hartleys hatte zuvor auch nicht im Einklang mit den CO2-Ausbrüchen geschwankt. Wie weit sich das auf andere Kometen verallgemeinern lässt, ist noch offen. Alle Operationen in der Nähe des Kometen waren wie am Schnürchen verlaufen: Die größte Annäherung lag nur 2 Zeitsekunden daneben, die Flyby-Distanz von 700km wurde nur um 3km verfehlt, und die ersten Nahaufnahmen erreichten die Erde pünktlich nach einer Stunde. (Die allerschärfsten werden allerdings noch zurückgehalten: wie interstellarum erfahren hat, weil so viel neue Wissenschaft darin steckt, dass man sie erst einmal für sich haben will. Noch bis Ende des Monats laufen die intensiven Beobachtungen Hartleys weiter, und am Ende werden allein 118000 Bilder aufgenommen sein. Die Mission selbst läuft noch bis Jahresende, aber die wissenschaftliche Gemeinde ist bereits aufgefordert worden, sich rasch eine neuerliche Verwendung von Deep Impact auszudenken! Treibstoff für eine Kursänderung zu noch einem anderen Kometen hat die Anfang 2005 gestartete Sonde nach Milliarden Kilometern leider nicht mehr genug, aber für eine stabile Lageregelung würden die verbliebenen 4 von einst 85 Kilogramm schon reichen. Schon jetzt ist die Missionsverlängerung EPOXI ein Meilenstein im Sonden-Recycling: Für Gesamtkosten von 45 Mio. $ hatte man praktisch eine komplette neue Mission erhalten, die heute neu – Rakete inklusive – rund 350 Mio. $ kosten würde!

Daniel Fischer

 

Seit einem Jahr schon hatte eine Handvoll Astronomen der Nacht vom 5. zum 6. November 2010 entgegen gefiebert, und drei Gruppen an zwei Standorten – beide in Chile – waren schließlich erfolgreich: Für sie schob sich der sonnenferne Zwergplanet Eris vor einen roten Stern 17. Größe und ließ ihn für dutzende Sekunden verschwinden. Ein Rekord, denn Eris ist derzeit 96AE von der Erde entfernt: Noch nie wurde eine Sternbedeckung durch einen derart fernen Körper des Sonnensystems beobachtet! Leider waren nur vergleichsweise kleine Teleskope – der 40- bis 60cm-Klasse – im Einsatz, so dass jeweils sekundenlang integriert werden musste: Die Dauer der Bedeckung auf der Privatsternwarte »San Pedro de Atacama Celestial Explorations«, wo zwei Teleskope auf den Stern gerichtet waren, und auf La Silla, wo das belgische TRAPPIST-Instrument Teil der Kampagne war, ist daher nur ungenau bekannt. In San Pedro verschwand der Stern demnach für 67±15 bzw. »etwas mehr als 70s«, auf La Silla für 30±1s. Die dortigen TRAPPISTen berichten auch von einer leichten Aufhellung zur Mitte der Bedeckung: Hier wurde möglicherweise Sternlicht durch eine dünne Atmosphäre des Zwergplaneten Richtung Erde gebrochen.

Mehr zeigt auch das Hubble Space Telescope nicht: Eris – nur marginal aufgelöst – und ihr Mond Dysnomia. Dessen Orbit ist eingezeichnet: Aus der Umlaufzeit hat sich immerhin die Masse von Eris berechnen lassen. [Caltech]

Mindestens so interessant ist aber die Ableitung des Durchmessers von Eris, wofür im Prinzip bereits zwei gute Sehnen quer durch sein Scheibchen ausreichen, da schon drei Punkte einen Kreis eindeutig festlegen und die Kugelgestalt dieses Zwergplaneten als wahrscheinlich – wenn auch nicht bewiesen – gilt. Die Größe von Eris war immer umstritten: Radioastronomische Messungen sprachen für bis zu 3000km, Hubble-Aufnahmen, die den Körper gerade eben auflösten, dagegen für womöglich nur 2400km (beides mit großen Fehlerbalken). Von der Erde aus gesehen misst das Scheibchen von Eris gerade einmal 1/30". Eine erste Abschätzung der Sternbedeckungs-Sehnen scheint nun auf einen Durchmesser sogar kleiner als 2320km, auf jeden Fall kleiner als 2350km hinzuweisen: Das liegt sehr nahe an der Größe von Pluto, den Eris – damals noch unter der vorläufigen Nummer 2003 UB313 – 2005 als »König der Transneptune« abgelöst zu haben schien (was in direkter Folge zur Verschiebung beider – und einiger mehr – in die neue Klasse der Zwergplaneten führte). Interessanterweise ist aber auch der Durchmesser von Pluto nur sehr ungenau bekannt, da seine derzeit noch substanzielle Atmosphäre bei der Analyse von Sternbedeckungen hinderlich ist.

In den letzten Jahren wurden Pluto-Durchmesser zwischen 2302km und 2352km publiziert, gelegentlich auch Werte knapp unter 2300km (und über 2400km): Modellannahmen über den Aufbau der Plutoatmosphäre machen leicht Unterschiede von Dutzenden von Kilometern aus. Eine Aussage, ob Pluto oder Eris nun der in Sachen Durchmesser größte – bekannte – Transneptun ist, kann also schlicht noch (lange) nicht getroffen werden. Wohl aber diese: Aus der Umlaufbahn des Mondes Dysnomia ist bekannt, dass die Masse von Eris um ein Viertel größer als die von Pluto ist. Mit einem vergleichbaren Durchmesser ergibt sich auch eine erstaunlich hohe Dichte: Obwohl in den eisigen Weiten des Sonnensystems entstanden, scheint Eris größtenteils felsiger Natur zu sein, bedeckt nur von einer dünnen Eisschicht, die ihm zugleich eine enorme Albedo verleiht. Kommende Sternbedeckungen durch Eris werden sicher intensiver beobachtet werden, vielleicht dann auch mit Großteleskopen und höherer Zeitauflösung. Und die Suche nach den größten Körpern jenseits des Neptun ist auch noch nicht abgeschlossen: Auf der Südhalbkugel haben systematische Durchmusterungen nämlich gerade erst begonnen, und dort könnte leicht noch ein fernes 3000km-Objekt auf seine Entdeckung warten.

Daniel Fischer

 
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Eine der ersten Mondaufnahmen von Chang'e-2, dem neuen chinesischen Orbiter, die aus dem neuen tiefen Orbit in nur 19km Höhe über dem Sinus Iridum entstand und hier – nach Umwandlung in ein digitales Geländemodell – in Schrägsicht dargestellt wurde. Der Streifen ist 8km breit, der größte Krater misst 2km. [CNSA]

Seit Oktober hat der Mond neben dem Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA noch drei weitere Begleiter: Chang'e-2 der VR China ist am 6. Oktober in eine niedrige Umlaufbahn eingeschwenkt, und zwei ehemalige Weltraumwetter-Satelliten sind am 25. August und 22. Oktober in Lagrangepunkten des Erde-Mond-Systems angekommen und werden in einem halben Jahr zu echten Orbitern. Chang'e-2 ist das Ersatzmodell des erfolgreichen Orbiters Chang'e-1, das auch wieder mit weitgehend denselben Instrumenten auf die Reise gegangen ist. Doch der schon kurz nach der Ankunft eingenommene 100km hohe Orbit liegt nur halb so hoch wie beim letzten Mal: Besonderes Interesse gilt dem Sinus Iridum alias Regenbogenbucht, einem der Kandiaten für die erste weiche Landung mit Chang'e-3, und auch andere vielversprechende Gebiete werden untersucht. Schon bald wurde der Orbit zu einer 15km × 100km-Ellipse umgeformt, und bereits am 8. November gab es die ersten Aufnahmen aus nur 18,7km Höhe zu sehen, die 1,3m Auflösung erreichen. Die Primärmission von Chang'e-2 dauert nur ein halbes Jahr: Danach wird sie entweder verlängert oder aber die Sonde in ein Ingenieurexperiment umgewandelt und entweder zur Erde zurück oder noch tiefer in den Raum hinein geschickt, beides als Training für künftige komplexere Missionen.

Die anderen Mondbesucher gehörten einmal zu den fünf THEMIS-Satelliten, die koordiniert das Weltraumwetter nahe der Erde erforschten: Jetzt sind sie als ARTEMIS 60000km »vor« bzw. »hinter« dem Mond und knapp außerhalb der Erdmagnetosphäre geparkt und kümmern sich zunächst mit ihren je fünf Instrumenten um den Sonnenwind in der Mondumgebung und immer gegen Vollmond auch um den Magnetschweif der Erde. Sechs Monate später sollen sie sich dann noch näher an den Mond heranpirschen und extrem elliptische Bahnen einnehmen, auf denen sie sich meist in bis zu 18000km Enfernung aufhalten aber auch gelegentlich in zunächst hundert und später wenigen Dutzend km Höhe über die Mondoberfläche schießen: Nun geht es um die Wechselwirkung von Sonnenwind und Bodenmaterial. »Acceleration, Reconnection, Turbulence and Electrodynamics of Moon's Interaction with the Sun« ist schließlich die wahre Bedeutung des neuen Akronyms für die NASA-Mondmission, die fast nichts kostet. Sie zieht überdies den größtmöglichen Nutzen aus den beiden Satelliten der ehemaligen Fünferkonstellation, die sonst durch zunehmenden Aufenthalt im Erdschatten erfroren wären: Die anderen drei machen derweil als verkleinertes THEMIS – was für »Time History of Events and Macroscale Interactions during Substorms« steht – im fernen Erdorbit weiter.

Daniel Fischer

Systematische Dopplermessungen an 166 sonnenähnlichen Sternen mit dem HIRES-Spektrografen des Keck-Observatoriums haben 33 Planeten (manche schon bekannt) bei 22 Sternen zu Tage gefördert, mit denen nun mächtig Statistik betrieben wird: Je kleiner die Massen, desto häufiger werden die Planeten. Wobei dieser Effekt erst richtig zum Tragen kommt, wenn man auch modelliert, dass zu kleinen Massen hin immer mehr Planeten übersehen werden. Und dann wird zugegebenermaßen spekulativ über die untere beobachtete Massengrenze von 3 Erden hinaus extrapoliert: Planeten mit einer halben bis zwei Erdmassen (und Bahnperioden unter 50 Tagen) sollten danach zwischen 13 und 39 Prozent aller Sterne der Milchstraße besitzen. Gewaltige systematische Fehler sind hier denkbar, aber dass z.B. nur jeder 100. Stern eine Art Erde besitze, das sei doch sehr unwahrscheinlich. Vom Kepler-Satelliten wird es dazu in ein paar Jahren handfestere Zahlen geben: Das Modell hier sagt ihm jedenfalls 120 bis 260 »Erd«-Funde voraus.

Daniel Fischer

 
 
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Zusammenfasung des Berichts:
www.spaceref.com/news/viewsr.html?pid=35294
Reaktion der NASA-Spitze:
www.nasa.gov/home/hqnews/2010/nov/HQ_10-297_JWST.html
Reaktion der Politik (PDF):
mikulski.senate.gov/media/upload/BAM-Bolden-Webb-111010.pdf
 

Das große Infrarotteleskop mit 6,5m großem Hauptspiegel, das einmal das Hubble Space Telescope ergänzen und ablösen soll, wird noch einmal um mindestens 1,5 Milliarden Dollar teurer und startet mindestens anderthalb Jahre später als noch vor kurzem geplant: Das ist die traurige Realität, die der NASA-Führung erst von einer unabhängigen Untersuchungskomission präsentiert werden musste. Und selbst ein Start des JWST im September 2015 – bei Gesamtkosten von 6,5 Mrd.$ – wäre nur möglich, wenn der NASA-Haushalt in den kommenden beiden Jahren stark aufgestockt würde, womit angesichts knapper Kassen aber kaum zu rechnen ist. Das Missmanagement beim JWST war gewaltig, der NASA-Führung wurden schlicht falsche Zahlen geliefert, was man dort wiederum nicht bemerkte. Jetzt wird das Programm radikal umstrukturiert und viel schärfer überwacht; wie es im Detail weiter gehen soll, wird man frühestens Anfang 2011 sehen. Immerhin eine gute Nachricht: Alle wesentlichen technischen Hürden hat das Projekt genommen.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1009.1737
 

Kaum beachtet kreist der kleine vom US-Militär finanzierte Satellit Coriolis schon seit 2003 um die Erde und beobachtet u.a. mit seinem Solar Mass Ejection Imager (SMEI) koronale Massenauswürfe der Sonne, die durch den Raum wandern. Dabei sehen seine Weitwinkel-CCD-Kameras auch zahlreiche Sterne – und auf den Bildern kann man hervorragend Photometrie betreiben: zum Beispiel von helleren Nova-Explosionen, deren Lichtkurven der SMEI vom Anfang an erfasst, mitunter lange bevor die Nova entdeckt wird. Lichtkurven dreier klassischer und einer wiederkehrenden Nova sind jetzt publiziert worden. Nicht nur zeigen sie manches bisher übersehene Detail: In zwei Fällen wurden die Novae – V598 Pup und KT Eri – erst Monate nach ihrer maximalen Helligkeit entdeckt, die nun dank der SMEI-Kurven zu immerhin 3 ,m5 bzw. 5 ,m4 angegeben werden kann. Rund 5 Novae pro Jahr müsste das Instrument sehen können, auch ziemlich nah an der Sonne.

Daniel Fischer

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 

Termine vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

13.–14.11. 1. Deutsches Meteoriten-Kolloquium, Kuhfelde Rainer Bartoschewitz, Lehmweg 53, 38518 Gifhorn, Bartoschewitz.Meteorite-Lab@t-online.de, www.meteorite-lab.homepage.t-online.de/index_dateien/kolloquium.htm
19.–21.11. Tagung der Fachgruppe Kometen, Bad Hersfeld Uwe Pilz, 0341/6010386, piu58@gmx.de, kometen.fg-vds.de/termine.htm
Die neuen Ferngläser der EDG-Serie von Nikon.

Die Nikon EDG-Serie, die seit September 2009 mit Spektiven auf dem deutschen Markt vertreten ist, wird aktuell um eine Fernglasreihe erweitert, die laut Nikon den neusten technischen Standards entspricht. Bei der Konstruktion der Optiken kommt ED-Glas (extra low dispersion) zur Anwendung, das Farbfehler effektiv kompensieren und damit zu einer Abbildung mit überlegenem Kontrast und herausragender Auflösung beitragen soll. Außerdem besitzen die Ferngläser laut Hersteller minimierte Bildfeldwölbung.

Alle Linsen und Prismen sind mehrschichtvergütet, um die Lichttransmission zu optimieren und Streulicht und Geisterbilder zu minimieren. Unterstützt wird die Abbildungsleistung durch eine phasenkorrigierte Vergütung der Dachkantprismen und eine hochreflektive dielektrische Mehrschichtverspiegelung, an der Seite, die nicht über Totalreflexion verfügt.

Die EDG-Fernglasserie umfasst die Modelle 7×42, 8×42, 10×42, 8×32 und 10×32, wobei besonders die 42mm-Modelle für die astronomische Nutzung interessant sein dürften. Mit 17,3mm bis 22,1mm Pupillenabstand sind die Gläser auch für Brillenträger geeignet, wobei die asymmetrischen und abnehmbaren Augenmuscheln in mehreren Rastpositionen eingestellt werden können. Ein großes Funktionsrad dient herausgezogen zur Dioptrieneinstellung, hereingedrückt zur Fokussierung, so dass unbeabsichtigte Änderungen der Dioptrieneinstellung vermieden werden. Das leichte Spritzgussgehäuse aus einer Aluminiumlegierung ist mit Stickstoff befüllt, bis 5m Tiefe wasserdicht (für 10min) und gummiarmiert. Die Gläser wiegen zwischen 700g und 820g. Im Lieferumfang ist ein Trageriemen enthalten. Die Preise (UVP) bewegen sich zwischen 1849€ (8×32) und 1999€ (10×42).

Frank Gasparini

 
 
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Bochumer Herbsttagung:
www.boheta.de/fset_start.htm
 
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Blick in den Vortragsraum [Ulrike Sinzel]

Am 23.10.2010 trafen sich zum 29. Mal die Teilnehmer der Bochumer Herbsttagung (BoHeTa). Das Organisationsteam um Peter Riepe hatte wieder einen interessanten Mix an Vortragsthemen zusammengestellt. Gleich zu Beginn berichtete Eberhard Bredner in seiner unvergleichlich originellen Art von Freud und Leid eines Finsterlings. Als Sekretär der »International Occultation Timing Association« European-Section (IOTA-ES) zeigte er aktuelle Ergebnisse der Bedeckungskampagne der Kleinplaneten 1159 (Granada). Es gelang mehreren Beobachtern eine erfolgreiche Sichtung und über die Länge der Schattensehnen konnte der Himmelskörper exakt vermessen werden. Bei der Vermessung von Kleinplaneten durch Sternbedeckungen konnten die Amateure in den letzten Jahren wertvolle Forschungsbeiträge liefern. Daher wurde das Thema auch von Wolfgang Strickling aufgegriffen. Ihm war es gelungen die partielle Verfinsterung eines 2m-Sterns durch den Kleinplaneten (472) Roma zu beobachten.

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Prof. Dr. W. Schlosser (links) erhält die Urkunde zum Kleinplaneten »Schlosser« von R. Kresken (rechts). Mitte: Prof. Dr. S. Hüttemeister, Planetarium Bochum (Laudatio). [Ulrike Sinzel]

Aktuelles hatte Stefan Karge vom Kometen Hartley-2 zu berichten. Er zeigte neue Aufnahmen der Passage am Doppelsternhaufen h und χ. Ein weiterer Vortrag aus dem Sonnensystem kam von Bernd Gährken der sich mit den Saturnmondereignissen der letzten 2 Jahre beschäftigte: Schattenwürfe, Bedeckungen, Durchgänge und Verfinsterungen der nur 0,2" großen Monde Rhea, Dione und Tethis konnten selbst mit kleiner Optik nachgewiesen werden. Ein Höhepunkt war der Durchgang des Titan den er in Australien aufgezeichnet hatte. Stefan Krause berichtete von der totalen Sonnenfinsternis 2010 die er mit seiner Reisegruppe nur 1,5° über den Anden beobachten konnte und von Sebastian Voltmer gab es lehrreiches über Filtertechniken bei der Planetenfotografie zu erfahren. Auch der Fachvortrag beschäftigte sich mit der Planetenbeobachtung, allerdings mit der Planetenbeobachtung in anderen Sonnensystemen: Stefanie Rätz von der Universität Jena machte deutlich, das mit der Transittechnik selbst mit Amateurmitteln der Nachweis extrasolarer Jupiters möglich ist. Sie bat die Amateure um ein stärkeres Engagement und verwies auf eine laufende Kampagne ihres Institutes, bei der jetzt schon Amateurbeobachtungen eingebunden sind.

Die Boheta 2010 wäre beinahe zu einer reinen Planetentagung geworden, wenn nicht Bruno Mattern zum Schluss noch einige beeindruckende Deep-Sky-Bilder gezeigt hätte, die während der letzten Jahre an seiner Privatsternwarte entstanden sind. Als Rentner hat er den Sprung in die moderne CCD-Technik gewagt und sich bei Hard- und Software auf den neuesten Stand gebracht. Die Angst vor neuer Technik versuchte auch Hans-Günter Diederich in seinem Vortrag über freie Remoteprogramme zur PC-Fernsteuerung zu nehmen. Sternfreunde können sich so gegenseitig beim Erlernen neuer Software unterstützen.

Im nächsten Jahr wird es eine Jubiläumstagung geben und Peter Riepe wird zum 30. Mal nach Bochum einladen. Als Termin ist der 12.11.2011 geplant. Man darf gespannt sein, ob es gelingt das hochklassige Programm von 2010 noch zu überbieten.

Bernd Gährken

 
 
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Der Wettbewerb:
www.eso.org/public/outreach/hiddentreasures
 

Mit einem außergewöhnlichen Wettbewerb für Spezialisten der astronomischen Bildbearbeitung lockt die Europäische Südsternwarte: Bei den »Hidden Treasures« geht es darum, aus dem ESO-Archiv interessante Rohbilder zu fischen und optimal aufzubereiten – natürlich ohne sie zu manipulieren – und etwas Neues, das die ESO-PR-Abteilung nicht schon mal selbst hergestellt hat, muss es natürlich auch sein. Insgesamt zehn Preise werden vergeben, und der erste ist eine Reise zum Cerro Paranal – eine Nacht mit dem Very Large Telescope inklusive. Achtung: Einsendeschluss ist bereits der 30. November!

Daniel Fischer

 
 
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Das Andromedaforum:
www.andromedaforum.de
Das Team:
www.andromedaforum.de/site/pg/team/index.php
 

Astro-Foren hat sicher jeder interessierte Amateurastronom schon einmal besucht, um sich z.B. über Neuheiten, und Beobachtungstechniken zu informieren. Ein neues Forum, dass sich speziell an junge und jugendliche Amateurastronomen wendet, befindet gerade im Aufbau: das Andromedaforum. Es ist ein Astronomisches Jugend-Forum von Jugendlichen für Jugendliche. Vom Anfänger, der seine ersten Schritte am Nachthimmel wagt, bis hin zum jungen Astro-Profi ist jeder willkommen. Dabei sind nicht nur Beobachter und Fotografen erwünscht, auch für Bastler und Zeichner ist das Forum geeignet.

Inhaltlich richtet sich das Forum sowohl an Einzelpersonen als auch an astronomische Jugendgruppen und Schul-AGs. Es soll Jugendlichen die Möglichkeit bieten, untereinander und über den ganzen deutschsprachigen Raum hinweg Kontakte zu Gleichaltrigen zu knüpfen – virtuell, aber auch ganz real auf gemeinsamen Treffen. Die Jugendlichen sollen voneinander und miteinander ihr Hobby kennen lernen.

Christian Lutz und Hans-Georg Purucker

 
 
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Giotto-Software:
www.giotto-software.de
 

Nachdem die bekannte Software »Giotto« von Georg Dittié zuletzt 2007 überarbeitet wurde, steht aktuell die neueste Version 2.21 kostenlos zum Herunterladen bereit. Das Programm zur Bildgewinnung und Bildverarbeitung hat in den vergangenen Jahren sicherlich zum Erfolg der Videoastronomie, speziell in der Planetenfotografie beigetragen, obwohl sich seine Leistungsfähigkeit nicht auf diesen Spezialzweig der Astrofotografie beschränkt.

Das Programm ist nach wie vor ein 32-Bit-Programm und von Herrn Dittié unter Win 98 SE, XP SP 3 und Vista SP 2 getestet, soll aber nach Berichten anderer Nutzer auch unter Windows 7 32-Bit problemlos lauffähig sein. Die Software beinhaltet eine neue, wesentlich stabilere Aufnahmetechnik von Webcams, Video-In-Karten und auch DV-Kameras. Außerdem gibt es einen stabilen AVI-Dekompressor, der auch mit neuen Formaten klar kommt. Neu ist auch die Möglichkeit der Einblendung von Zeit und Ort via GPS-Daten in den aufgenommenen Videostrom. Zudem sollen auch die Überlagerungsalgorithmen weiter verbessert worden sein.

Frank Gasparini

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
12.11. 20:15 Phoenix Stonehenge – das ultimative Experiment 80min 13.11.: 10:15
13.11. 8:35 Vox Die Planeten (2): Der Mars-Vulkan 60min
14.11. 16:00 3sat hitec: Löcher im Netz 30min
15.11. 1:40 ZDF Leschs Kosmos: Zum Optimismus gibt es keine Alternative 15min 19.11.: ZDF neo: 1:20, 5:45
10:00 HR total phänomenal: Satelliten weisen den Weg 15min
17.11. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Wie kommt es zu Eiszeiten? 15min 18.11.: 1:45, 8:15
19.11. 7:30 Phoenix Katastrophen der Raumfahrt 45min
20.11. 8:50 Vox Die Planeten (3): Kosmische Giganten 60min
21.11. 9:00 BR-alpha Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Albert Einstein: E=mc2 15min 22.11.: 15:15
23.11.: 10:45
22.11. 1:55 ZDF Leschs Kosmos: Besuch von einem anderen Stern 15min 26.11.: ZDF neo: 1:00
24.11. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Gibt es Astronomie ohne Fernrohr? 15min 25.11.: 1:45, 8:15

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
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Peter Burkhardt (Mitte), der junge Gewinner des 1. Preises beim Oculum-Gewinnspiel, holte das Teleskop der Fa. Meade mit seiner Familie persönlich ab.

Fast 700 Sternfreunde haben beim Quiz zum 10-jährigen Jubiläum des Oculum-Verlags teilgenommen und das Rätsel um die Antwort gelöst: »Die Astronomie-Experten«.

Am 3. November wurden auch sogleich die Gewinner der drei Hauptpreise gezogen:

Den 1. Preis, ein Teleskop der Fa. Meade, zog der junge Peter Burkhardt aus Rothenburg ob der Tauber. Er kann sich mit seinen Eltern an einem voll ausgerüsteten 6"-Goto-Teleskop erfreuen.

Den 2. Preis, ein Astrofotografie-Set mit Autoguider, Off-Axis-Guider und Koma-Korrektor, gesponsort von der Fa. Teleskop Sternwarte Zentrum, gewann Dieter Dunkelberg aus Dillenberg.

Über den 3. Preis, einen 66mm-Carbon-Refraktor der Marke Astro-Professional, kann sich Michael Schnur aus Waldalgesheim freuen.

Herzlichen Glückwunsch! Wir danken allen Teilnehmern für ihre Beteiligung und wünschen den Gewinnern viel Spaß mit ihren neuen Instrumenten.

 
 
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Fotografischer Sternatlas:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=54
Fotografischer Mondatlas:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=53
Deep Sky Reiseführer:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=56
Deep Sky Reiseatlas:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=57
Polarlichter:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=58
 

Der »Fotografische Sternatlas« hatte im September den Anfang gemacht, aber auf die anderen Neuerscheinungen zum 10-jährigen Jubiläum des Oculum-Verlags warten viele Sternfreunde noch.

Der »Fotografische Mondatlas« ist mittlerweile im Druck und wird am 29. November erscheinen. Die Auslieferung an die Besteller wird in der Woche darauf erfolgen.

Die Jubiläums-Editionen von »Deep Sky Reiseatlas« und »Deep Sky Reiseführer« werden eine Woche später am 6. Dezember erscheinen und in den Folgetagen ausgeliefert. Der Verlag entschuldigt sich für die Verzögerung und bittet alle Interessenten noch um ein wenig Geduld!

Beide Bücher können also noch unter dem Weihnachtsbaum liegen, wenn sie rechtzeitig bestellt werden. Höchstwahrscheinlich nicht mehr möglich sein wird dies für den neuen Bildband »Polarlichter – Feuerwerk am Himmel«, das erst nach der Jahreswende auf den Markt kommt.

 
 
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Leser-Ergebnisse:
www.interstellarum.de/ ods-galerie.asp
Fotos einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp
Zeichnungen und Beschreibungen einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp?Maske=2
 

Bei den Objekten der Saison (OdS) sind Sternfreunde aller Erfahrungsstufen aufgerufen, ihre Ergebnisse zu in interstellarum vorgestellten Objekten einzusenden. Für die Februar-Ausgabe stehen der Offene Sternhaufen M 93 und der Planetarische Nebel NGC 2440 an, die beide schon am Morgenhimmel zu finden sind. Noch haben sehr wenige Resultate die Redaktion erreicht – senden Sie uns Ihre Beobachtungen! Machen Sie mit – wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer!

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Hier können Sie Ihre Ergebnisse einsenden:

Zeichnungen und Beobachtungsbeschreibungen: www.interstellarum.de/ods.asp?Maske=2

Fotos: www.interstellarum.de/ods.asp
 

 

 
Bisher eingesandte Ergebnisse:

M 93:
www.interstellarum.de/ods-galerie.asp?Direktlink=M 93

NGC 2440:
www.interstellarum.de/ods-galerie.asp?Direktlink=NGC 2440