Ausgabe 85
15. Mai 2009
Aktuelle Ereignisse
Wichtige Astronomische Ereignisse vom 15.5.—29.5.2009
17.5. 09:26:06 MESZ Mond Letztes Viertel
18.5. 02:53:18 MESZ Merkur in Unterer Konjunktion
24.5. 14:11:04 MESZ Neumond
27.5. 02:51:10 MESZ Europa bedeckt Io partiell
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg).

Europa bedeckt Io am 27. Mai

In der Nacht vom 26. auf dem 27.5. kommt es zu einem gegenseitigen Ereignis der Jupitermonde. Zwischen 2:51:10 MESZ und 2:55:04 MESZ geht Europa vor Io vorbei. Dabei wird der weiter hinten stehende Mond Io nicht ganz, sondern nur partiell bedeckt.

Das Ereignis ist nur mit Refraktoren ab 100mm Öffnung bei gutem Seeing in allen Einzelheiten zu verfolgen, kleinere Instrumente zeigen nur die Annäherung der Monde und einen minimalen Lichtabfall.

Ronald Stoyan

 
 
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Die Woche der Weltraumteleskope

Es ist eine Menge los in der Erdumlaufbahn auch astronomisch gesehen! Vier große Vorhaben der satellitengestützten Astronomie wurden in den vergangenen Tagen auf den Weg gebracht:

Das Weltraumteleskop Herschel ist das größte bisher überhaupt gestartete Teleskop im All. Es hat einen Spiegel von 1,6m Durchmesser und wird sich der Infrarotastronomie widmen. Es wird vom Lagrangepunkt 2 den Himmel beobachten. [D.Ducros, ESA]

 

Dort begleitet wird es von Planck, der die kosmische Hintergrundstrahlung genauer untersuchen wird. Beide wurden am 14. Mai von Kourou aus mit einer Ariane-Rakete ins All befördert. [D.Ducros, ESA]

 

Das Hubble-Weltraumteleskop wird seit gestern einer Reparatur unterzogen. Dabei wird es u.a. eine neue Kamera erhalten, die WFC3. Außerdem werden Spektrographen an Bord überholt. [NASA]

 

Der NASA-Satellit Kepler hat außerdem seine Mission begonnen. Er soll dabei helfen, erdähnliche Exoplaneten aufzufinden. [NASA]

 

Ronald Stoyan

Meldungen aus der Forschung

Sonne: nächstes Maximum schwach und spät?

Die Sonne hat es der internationalen Arbeitsgruppe wirklich nicht leicht gemacht, deren Aufgabe es ist, Verlauf und Intensität des nächsten Maximums der Sonnenaktivität vorauszusagen und an solch einer Prognose besteht großes Interesse, angesichts möglicher gravierender technischer Konsequenzen von Ausbrüchen auf der Sonne.

Der neueste Versuch zahlreicher Sonnenforscher, gemeinsam das kommende Maximum vorauszusagen: in Schwarz die Monatsmittel der Fleckenrelativzahl, in Blau ihr gleitendes Mittel und in Rot die Prognose vom 8. Mai 2009. Danach müsste der Wiederanstieg der Fleckenzahl ungefähr jetzt beginnen, mit einem schwachen Maximum erst 2013. [NOAA/SEC]

Als man im April 2007 zum ersten Mal vor die Presse trat, fielen die Voraussagen der unterschiedlichen Modelle im Wesentlichen in zwei so verschiedene Gruppen, dass man sich gezwungen sah, beide zu veröffentlichen. Klar schien damals nur, dass der 24. Zyklus höchstens durchschnittlich stark ausfallen würde, doch es wurde versprochen, nach einem halben bis einem Jahr eine viel genauere Prognose nachzureichen sobald die Sonnenaktivität die ersten klaren Anzeichen des nächsten Maximums zeigen würde. Doch genau diese kamen und kamen nicht! Im Juni 2008 konnte die Arbeitsgruppe lediglich konstatieren, dass man nichts Neues wüsste aber am 8. Mai 2009 hat sie nun doch eine neue Prognose vorgelegt, eine Art Konsens, hinter dem etwa drei Viertel der Sonnenforscher stehen.

Danach trat das Minimum erst Ende 2008 ein und wir dürfen das Maximum mithin erst im Mai 2013 erwarten, mit einer maximalen geglätteten Fleckenrelativzahl von 90. Das wäre das flachste Maximum seit 1928, als das gleitende Mittel nur 78 erreichte, und das neuntkleinste seit Beginn systematischer Aufzeichnungen vor 250 Jahren. Eine Minderheit von Sonnentheoretikern hält immer noch einen starken 24. Zyklus für möglich, aber dagegen spricht schlicht die Statistik: Langen Sonnenminima und das laufende will bislang kein Ende nehmen folgen in der Regel schwache Maxima. Wie auch immer: Auch nach der Konsens-Prognose geht es mit der Sonnenaktivität spätestens diesen Sommer spürbar aufwärts.

Daniel Fischer

Verlautbarungen der Arbeitsgruppe: www.swpc.noaa.gov/SolarCycle/SC24
Details der neuen Prognose: www.spaceweather.com/headlines/y2009/08may_noaaprediction.htm
Die Prognose von 2007: www.oculum.de/newsletter/astro/000/30/8/38.9s.htm#1

Hubble-Konstante wieder genauer: nur noch 5% Unsicherheit

Erinnern Sie sich noch? Es gab eine Zeit, kein Vierteljahrhundert ist es her, da wurde in der Kosmologie vor allem um eine Zahl gerungen, die Expansionsgeschwindigkeit des Alls, die Hubble-Konstante.

Ein Hubble-Bild von NGC 3021, einer der Schlüsselgalaxien im neuen Projekt zur präziseren Bestimmung der Hubblekonstanten: Hier gab es 1995 eine ebenso unproblematische wie gut beobachtete Supernova des Typs Ia, und hier kann Hubble zahlreiche Cepheiden ausmachen (grüne Kreise). Mit Hilfe der letzteren wird die Entfernung der Galaxie bestimmt und damit die Absoluthelligkeit der Supernova, deren Verwandte man wiederum noch in wesentlich weiter entfernten Galaxien findet, die schon voll im »Strom« der kosmischen Expansion liegen. [NASA, ESA und A. Riess (STScI/JHU)]

Bekanntlich ist die »Fluchtgeschwindigkeit« einer Galaxie einfach proportional zu ihrer Entfernung, doch die Konstante war das Problem. Zwei Lager standen sich unversöhnlich gegenüber: Die einen favorisierten einen Wert in der Nähe von 50km/s/Mpc, die anderen nahe 100km/s/Mpc, und die Fehlerbalken berührten einander nicht einmal ein klares Zeichen für schwere systematische Probleme auf einer oder beiden Seiten. Von Anfang an gehörte die Bestimmung der Hubble-Konstanten, und zwar auf 10% genau, zu den zentralen Aufgaben für das Hubble Space Telescope, und zehn Jahre nach seinem Start die anfänglichen Optikprobleme hatten den Messbeginn verzögert lag das Ergebnis des »H0 Key Project« vor: mit 72±8km/s/Mpc ziemlich genau zwischen den beiden ursprünglichen Lagern und annähernd so präzise wie erhofft. Zwei Schritte waren dazu nötig gewesen: Die relativen Distanzen von weit entfernten Galaxien, deren »Flucht« von uns fort von der kosmischen Expansion dominiert wird, wurden anhand von einem halben Dutzend Eigenschaften bestimmt, die man noch in riesigen Abständen messen kann, den Helligkeiten bestimmter Supernovaexplosionen beispielsweise. Und die absolute Entfernungsskala wurde anhand der bekannten Cepheiden-Veränderlichen geeicht, die freilich selbst Hubble nur in nahen Galaxien und insbesondere der Großen Magellanschen Wolke beobachten kann.

Weitere zehn Jahre später gibt es nun die ersten Ergebnisse eines neuen und ähnlich aufwändigen Projekts, mit Hubble die Konstante noch genauer zu messen. Als »Standardkerzen« für Galaxien des fernen Kosmos verwendet »SHOES« (Supernovae and H0 for the Equation of State) ausschließlich Supernovae des Typs Ia, deren absolute Maximalhelligkeit bei Kenntnis ihres Lichtkurvenverlaufs sehr genau berechnet werden kann. Und zur Eichung dienen jene Handvoll Galaxien in der Nähe unserer eigenen, in denen solche Supernovae sorgfältig und mit modernen Detektoren beobachtet wurden und gleichzeitig Hubble die Lichtkurven von Cepheiden messen kann. Deren absolute Helligkeit steht bekanntlich in einem festen Verhältnis zur Periode ihrer Pulsationen, wobei allerdings die Chemie eine Rolle spielt. In zwei faszinierenden Arbeiten mit zusammen 130 Seiten machen die SHOES-Autoren um den prominenten Kosmologen Adam Riess plausibel, dass sie die Hubble-Konstante nun tatsächlich mindestens doppelt so genau berechnen können wie das alte Key Project: 74,2±3,6km/s/Mpc ist ihr Ergebnis. Diese Zahl ist nicht nur angesichts des jahrzehntelangen Ringens um sie von Interesse: Aus völlig anderen Messungen der modernen Kosmologie mit Dunkler Materie und Dunkler Energie folgt nämlich ebenfalls ein Wert für die Hubblekonstante, mit dem der direkt gemessene verglichen werden kann. Zahlreiche exotische Ideen sind durch das SHOES-Ergebnis bereits ausgeschlossen, das in kommenden Jahren noch schärfer werden dürfte (Hauptproblem ist die Seltenheit von Ia-Supernovae in Cepheiden-Galaxien). Womit auch immer härtere Aussagen über die geheimnisvolle Natur der Dunklen Energie möglich werden: Die aktuelle SHOES-Zahl ist mit Einsteins Kosmologischer Konstante verträglich, erlaubt aber auch noch andere Physik.

Daniel Fischer

Die SHOES-Arbeiten: arxiv.org/abs/0905.0697 und arxiv.org/abs/0905.0695
Endergebnis des Key Project: arxiv.org/abs/astro-ph/0012376
Pressemitteilung zu SHOES: hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2009/08/full

Wie alles begann: zwei Galaxienpopulationen nebeneinander

Zwei Jahrmilliarden nach dem Urknall gab es in einem jungen Galaxienhaufen im Himmelsfeld »SSA 22« zwei ganz unterschiedliche Populationen von Galaxien: kompakte Objekte mit Sternbildung und damit einher gehender starker Wasserstoff-Strahlung (Lyman-Alpha), die jedoch als solche eher unspektakulär sind und wesentlich größere Starburst-Galaxien, die die Vorgänger der heutigen großen elliptischen Galaxien sein dürften.

Während die Lyman-Alpha-Emitter (LAEs) in SSA 22 schon lange bekannt sind, bedurfte es eines japanischen Radioteleskops (Abb.) und der empfindlichen Kamera AzTEC, die großen Galaxien nachzuweisen. Sie enthalten so viel Staub, dass kaum sichtbares oder gar UV-Licht hinaus dringt: Die Strahlung der Sterne wird absorbiert und im Infraroten wieder abgestrahlt was bei einer Rotverschiebung von 3,1 Strahlung im Submillimeterbereich entspricht. AzTEC hat nun zwischen den LAEs bei 1,1µm Wellenlänge 15 helle Flecken entdeckt, von denen allerdings keiner mit den LAEs selbst zusammenfällt: Die beiden Galaxientypen sind offenbar Nachbarn. Direkte Bestimmungen der Rotverschiebung sind bei den Millimeterquellen mit heutiger Technik nicht möglich, so dass vielleicht nicht alle zu dem Galaxienhaufen der LAEs gehören sondern Vordergrundobjekte sind. Aber ihre räumliche Nähe spricht doch dafür, dass es sich überwiegend um große Starburstgalaxien handelt, die zusammen mit den LAEs in derselben filamentären Verdichtung im frühen Kosmos entstanden sind.

Eine fundamentale Aussage des modernen Bildes der kosmischen Evolution, wonach es die großen Starburstgalaxien, die man bisher verstreut im Raum antraf, in den großen Galaxienhaufen häufen sollten (in deren Zentren man heute elliptische Galaxien findet), scheint sich zu bestätigen. Und künftige große Radioteleskope, namentlich das Rieseninterferometer ALMA, werden dort viel zu sehen bekommen.

Daniel Fischer

Tamura et al., Nature 469, 61-63 (2009)
Dunlop, Nature 469, 43-44 (2009)

Forschungsverbund zu Impaktkratern

Unter der Federführung des Museums für Naturkunde in Berlin und mit 2 Millionen Euro der Deutschen Forschungsgemeinschaft haben sich sechs deutsche Institute zusammengeschlossen, um die Entstehung von Meteoritenkratern mit neuartigen Methoden zu untersuchen. Gleich drei Richtungen werden dabei verfolgt: So werden die kosmischen Einschlagprozesse im Labor nachgestellt, indem zentimetergroße Meteoriten mit 11km/s auf Gesteine geschossen werden, und mit komplexer Messtechnik analysiert. Daneben sollen an Hochleistungsrechnern mathematische Modellierungen der Einschläge gerechnet und auf reale Kratergrößen extrapoliert werden, und das dritte Standbein der Untersuchungen bildet die Analyse realer und am liebsten frischer Krater auf der Erde und anderen Planeten. Daniel Fischer

Pressemiteilung des Museums für Naturkunde: idw-online.de/pages/de/news313316

Weniger direkte Fotos von Exoplaneten?

Nicht weniger als 20 Kandidaten für direkte Fotos von Planeten fremder Sterne finden sich bereits in der Fachliteratur aber bis auf eine einzige (!) Ausnahme ist nicht erwiesen, dass es sich nicht doch um Braune Zwerge im Sinne von Körpern mit mehr als 13 Jupitermassen handelt, behauptet nun eine schonungslose Auflistung deutscher Planetentheoretiker. Nur Fomalhaut b ist demnach über jeden Zweifel erhaben, weil dieses Objekt nicht mehr als 4 Jupitermassen haben kann: Anderenfalls würde die Staubscheibe um den Stern durch seine Anwesenheit darin instabil. Bei allen anderen oft gefeierten Sternbegleitern aber ergibt sich ihre Masse allein aus der Leuchtkraft und Modellrechnungen, und diese lassen immer auch Massen jenseits der Planetengrenze zu, wenn auch oft nur knapp. Beim Dreifach-Planetensystem von HR 8977 zum Beispiel haben die drei schwach glühenden Himmelskörper zwar wahrscheinliche Massen im Bereich 8 bis 12 Jupitermassen, es könnten aber auch über 30 sein. Bessere Theorie hier gibt es weiter manche Widersprüche und andere Methoden der Massenbestimmung sind gefordert. Daniel Fischer

Die Liste: arxiv.org/abs/0905.0439
Fomalhaut b: www.oculum.de/newsletter/astro/000/70/2/72.np3da.htm#4
HR 8977: www.oculum.de/newsletter/astro/000/70/2/72.np3da.htm#3

Exoplaneten bei hohen Rotverschiebungen?

Bei 88 Galaxien mit Rotverschiebungen zwischen 0,5 und 2,0 die wir also 3 bis 9 Mrd. Jahre nach dem Urknall sehen sind Gemini-Astronomen immer wieder auf eine Extra-Emission gestoßen, deren breites Maximum im Ruhesystem bei Wellenlängen zwischen 2µm und 5µm liegt. Viele in heutigen Galaxien mit starker Sternbildung bekannte Ursachen glauben sie ausschließen zu können, und am Ende bleibt für sie nur das kombinierte IR-Licht zahlreicher zirkumstellarer Staubscheiben um massereiche junge Sterne als Kandidat übrig. Solcherlei Scheiben sind aber auch bei masseärmeren Sternen die Vorgänger von Planetensystemen. Wenn sich der Zusammenhang des IR-Exzesses mit Sternscheiben erhärten ließe, dann würde sich ein Fenster in die Planetenentstehung zu einer Zeit der kosmischen Evolution öffnen, als auch unser Sonnensystem entstanden ist. Wir kennen zwar manche zirkumstellare Scheibe um junge Sterne der Milchstraße, die als modernes Analogon gilt doch Chemie und Struktur des Kosmos könnten sich seit der Bildung unserer Planeten schon deutlich weiter entwickelt haben. Daniel Fischer

Die Veröffentlichung: arxiv.org/abs/0905.0910
Nachrichten aus der Astro-Szene
Terminkalender vom 15.5.—29.5.2009
15.19.5. Astrocamping Vogelsberg, Sternenwelt Vogelsberg.e.V, D-36325 Feldatal Christina Marx, 06402/809573, info@sternenwelt-vogelsberg.de, www.sternenwelt-vogelsberg.de
16.5. 25. ATT Gesamtschule Bockmühle, Ohmstr. 32, Essen Walther-Hohmann-Sternwarte Essen e.V., Wallneyer Str. 159, D-45133 Essen, att@walther-homann-sternwarte.de, www.sternwarte-essen.de
16.17.5. Jahrestagung Astronomie der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft in Aarau Astronomische Vereinigung Aarau, Jonas Schenker, Rütiweg 6, CH-5036 Oberentfelden, sas.astronomie.ch/jahrestagung2009.html
20.24.5. 18. Internationales Teleskoptreffen Vogelsberg (ITV), Campingpark Am Gederner See, D-63688 Gedern Intercon-Spacetec GmbH, 0821/414081, info@teleskoptreffen.de, www.teleskoptreffen.de
20.24.5. WAA-Teleskoptreffen, Oberleiser Berg Wiener Astronomische Arbeitsgemeinschaft, Fraungrubergasse 3/1/7, A-1120 Wien, 0043/664/2561221, www.waa.at, www.waa.at/beob/plz/leb.html
21.24.5. 33. Sonne-Tagung, Teichmühle Großhartmannsdorf Günter Stein, G.-Hauptmann Str. 4, D-09599 Freiberg, guenter.stein@online.de, www.sonnetagung.de
29.2.6. 28. Planeten- und Kometentagung, Bruder-Klaus-Heim, D-86450 Violau Wolfgang Meyer, Martinstr. 1, D-12167 Berlin, www.violau.istcool.de

Neues APM-Großfernglas

Die Firma APM stellt aktuell ein neues Großfernglas mit 150mm Öffnung vor. Bei der Optik handelt es sich um mehrfach vergütete 3-linsige Achromaten mit 824mm Brennweite. Das Gerät verfügt über eine Einzelokularfokussierung, die 2"-Okulare aufnehmen kann.

Besonders zu erwähnen ist, dass die Okularauszüge so konstruiert sind, dass auch handelsübliche Nebelfilter in den Filtergewinden der Okulare verwendbar sind und damit nicht auf kostspielige Sonderlösungen zurückgegriffen werden muss. Serienmäßig sind 32mm SWA-Okulare (70° Eigengesichtsfeld) enthalten, die eine 26-fache Vergrößerung ergeben. Die Augendistanz lässt sich im Bereich von 62mm-76mm einstellen. Das Fernglas ist mit einschiebbaren Taukappen aus Aluminium inkl. Abschlussdeckeln und einem abnehmbaren Handtragegriff ausgestattet. Im Lieferumfang sind ein Dreibeinstativ sowie eine Gabelmontierung enthalten, in der das Großfernglas in einem Schwalbenschwanz-Anschluss befestigt wird. Bei einer Baulänge von 750mm und einer Breite von 350mm wiegt das Fernglas 22kg. Das Gewicht von Stativ und Montierung wird mit 12,4kg angegeben. Ein 12,5kg schwerer Transportkoffer mit den Abmessungen 820mm×530mm×260mm nimmt das Gerät in passgenau geschnittenen Formeinlagen auf und bietet auch noch Stauraum für drei Okularpaare.

Der Gesamtpreis beträgt 4495€. Nach Auskunft von Markus Ludes ist in Kürze auch eine Version mit 90°-Einblick lieferbar, deren Preis mit 4995€ beziffert wird.

Frank Gasparini

APM-Großfernglas: www.apm-telescopes.de/info.php?id=87921

Astro-Messe: Das ATT wird 25!

Zum 25. Mal treffen sich an diesem Samstag, dem 16.5., Anbieter astronomischer Ausrüstung, Mitglieder von Sternwarten und Vereinen sowie Sternfreunde aus ganz Europa zum Astronomischen Tausch- und Trödeltreff in Essen. Längst hat sich die Veranstaltung zu einer der größten Astronomiemessen überhaupt entwickelt wenigstens 47 Aussteller aus 6 Ländern sind dieses Jahr vertreten. 1983 fand der erste ATT noch als regionaler Treff mit 100 Besuchern statt. Weil es das ATT anfangs nur in zweijährigem Turnus gab und die Veranstaltung 1993 ganz ausfiel, feiert man erst dieses Jahr das 25. Jubiläum.

Die Veranstalter von der Walter-Hohmann-Sternwarte begehen die runde Zahl mit einer Tombola, deren Gewinner um 15:30 Uhr bekannt gegeben haben. Daneben gibt es ein Vortragsprogramm:

10:30 Festakt zum 25. ATT
12:00 Himmelsfotografie mit digitalen Spiegelreflexkameras (Stefan Seip)
14:00 Die Sonne einmal anders (Michael Delfs)
 
ATT-Ankündigung: www.astronomie.de/att-essen/att-2008/ankuendigung-2009.htm

ITV: Das größte Teleskoptreffen ruft

Vom 20. bis 24. Mai werden sich wieder einige hundert Sternfreunde mit ihren Teleskopen am Südrand des Vogelsbergs einfinden, um gemeinsam die größte deutsche Starparty zu feiern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tageskarten kosten 4 Euro, eine Dauerkarte 10 Euro pro Person. Campen ist für 6 Euro am Tag plus 5 Euro einmalig pro Person möglich. Die Anfahrt ist nur zwischen 6 und 22 Uhr möglich, von 13 bis 15 Uhr ist die Anmeldung ebenfalls geschlossen.

Am Samstag, 22. Mai, gibt es ein Programm vor Ort:

12:00 Prämierung der Selbstbauteleskope
14:00 Astro-Flohmarkt
15:00 Vortrag »15 Jahre Ärger mit M 51« (Ronald Stoyan)
 
Informationsblatt: www.astro-markt.de/download/ITV_Internationales_Teleskoptreffen_Vogelsberg.pdf
TV-Hinweise (von Manfred Holl)
16.5. 11:15, BR-alpha alpha-campus: Orte des Erinnerns (1/11): Auf dem Weg ins All Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (30 min.)
17.5. 11:15, Nick Was ist was TV: Sterne (30 min.), Wdh.: 23.: 11:15
20:00, BR-alpha alpha centauri: Variieren Naturkonstanten? (15 min.)
18.5. 17:00, BR-alpha alpha-campus: Orte des Erinnerns (2/11): Forschung unter großem Namen Die Max Planck Institute in München (30 min.), Wdh.: 23.: 11:15
19.5. 7:30, SWR 3 Orte des Erinnerns (1/11): Auf dem Weg ins All Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (30 min.)
19:15, BR-alpha ALL-Wissen: Ewiges Universum (30 min.)
20:00, History Channel Geheimnisse des Universums: Kosmische Phänomene (60 min.), Wdh.: 20.: 2:00, 8:00, 14:00
21:00, History Channel Geheimnisse des Universums: Jupiter Gigant im Sonnensystem (60 min.), Wdh.: 20.: 3:00, 9:00, 15:00
22:05, N 24 Der Mond (55 min.), Wdh.: 20.5.: 1:00, 16:05
20.5. 22:45, BR-alpha alpha centauri: Was ist Dekohärenz? (15 min.), Wdh.: 21.: 1:45, 8:15. 24.: 20:00
21.5. 7:05, 3 Sat Wettlauf zur Venus (45 min.)
19:00, AnixeHD Eyes on the skies (75 min.)
22.5. 19:15, Discovery Geschichte Sternstunden der Fliegerei: Die geheimen Kapitel der Raumfahrt (55 min.)
23.5. 12:00, ZDF doku Die Außerirdischen Kontakt im Weltall (60 min.), Wdh.: 24.: 1:15, 16:45, 25.: 5:00, 8:15, 26.: 2:45, 27.: 23:30, 29.: 6:45
25.5. 20:15, National Geographic Der Tod des Universums (50 min.), Wdh.: 23:55, 26.5.: 12:20, 17:00
26.5. 9:45, HR 3 Die Erde Unser Planet (1): Kontinente auf Wanderschaft (15 min.)
19:15, BR-alpha ALL-Wissen (30 min.)
20:00, History Channel Geheimnisse des Universums: Im Gravitationsfeld der Erde (60 min.), Wdh.: 27.: 2:00, 8:00, 14:00
21:00, History Channel Geheimnisse des Universums: Saturn (60 min.), Wdh.: 27.: 3:00, 9:00, 15:00
27.5. 22:45, BR-alpha alpha centauri: Was sind Warps? (15 min.), Wdh.: 28.: 1:45, 8:15
Mitteilungen der Redaktion

NEU: Teleskop-Tests und Teleskop-Selbstbau

Für alle diejenigen, die ihre interstellarum-Sammlung nicht händisch durchsuchen möchten oder nicht über alle Hefte verfügen, hat die interstellarum-Redaktion zwei neue Archiv-CDs herausgebracht:

»Teleskop-Tests« enthält alle 54 Produktvergleiche und Erfahrungsberichte, die bisher in interstellarum erschienen sind:

  • 13 Teleskop-Vergleiche
  • 6 Fernglas-Vergleiche
  • 3 Montierungs-Tests
  • Okular-Vergleiche
  • 10 Filter-Tests
  • 11 Besprechungen astronomischer Kameras
  • 6 Tests von sonstigem Zubehör

»Teleskop-Selbstbau« enthält alle 60 Selbstbauartikel, die bisher in interstellarum erschienen sind:

  • 4 Berichte zum Thema Optik
  • 5 Anleitungen zum Dobson-Selbstbau
  • 5 Anleitungen zum Refraktor-Selbstbau
  • 9 Anleitungen zum Reflektor-Selbstbau
  • 4 Artikel zum Montierungsbau
  • 2 Artikel zur Reparatur von Ferngläsern
  • 4 Artikel zum Selbstbau von Astrofotografie-Hilfsmitteln
  • 11 Artikel zum Selbstbau verschiedenen Zubehörs
  • 9 Artikel zum Selbstbau einer Sternwarte
  • 7 Berichte von Teleskoptreffen

Beide CDs enthalten die kompletten Artikel im PDF-Format. Der Preis beträgt jeweils 19,90 Euro.

Teleskop-Tests: www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=43
Teleskop-Selbstbau: www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=44
Bestellung: www.interstellarum.de/onlineshop.asp

Oculum am ATT

Kommen Sie zum Oculum-Stand auf dem ATT. Wir bieten Ihnen dieses Jahr:

  • Signiermöglichkeit »Digitale Astrofotografie« mit Bernd Koch und Axel Martin ab 11:00 Uhr
  • die neuen Archiv-CDs »Teleskop-Tests« und »Teleskop-Selbstbau«
  • Online-Vorführung von »Eye & Telescope 3.0« mit Thomas Pfleger
  • günstige Angebote mit aktuellen und älteren interstellarum-Heften
  • das gesamte Verlagsprogramm zum Stöbern und Kaufen

Wir freuen uns auf Sie!

Letzte Chance: Jetzt teilnehmen an der Okular-Umfrage!

Wer baut die besten Okulare? Welcher Okulartyp hat die höchste Nutzerzufriedenheit? Welcher Okularhersteller ist am meisten verbreitet? Interessieren Sie diese Fragen auch, dann dürfen Sie unsere große Okular-Umfrage nicht verpassen die zweite große interstellarum-Umfrage nach der Teleskop-Umfrage im vergangenen Jahr. Selbstverständlich werden Ihre Antworten anonym erhoben. Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und sagen Sie uns Ihre Meinung!

Achtung: Die Umfrage läuft nur noch diesen Monat!

interstellarum-Teleskop-Umfrage: www.oculum.de/interstellarum/umfrage.asp
Informationen zum Newsletter sowie Hinweise zur An- und Abmeldung erhalten Sie unter www.oculum.de/interstellarum/newsletter.asp. Schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen haben — wir helfen gerne weiter!