Ausgabe 80
6. März 2009
Aktuelle Ereignisse
Wichtige Astronomische Ereignisse vom 6.3. — 20.3.2009
6.3. 20:00:00 MEZ Goldener Henkel (Mond-Jura) zu sehen
8.3. 2:30:00 MEZ Mond passiert M 44 2° 16' südlich
8.3. 20:53:07 MEZ Saturn in Opposition
11.3. 3:37:49 MEZ Vollmond
13.3 2:55:00 MEZ Vier Monde mit Schatten vor Saturn
17.3. 5:42:00 MEZ Mond passiert α Sco 42' südlich
18.3. 18:47:26 MEZ Mond Letztes Viertel
20.3. 12:43:42 MEZ Frühlingsanfang
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg).

Komet Lulin wird schwächer

Komet Lulin am 25.2.2009, 2:16:00 MEZ, 6"-Astrograph bei 500mm, EOS 40D, ISO 1600, 15×2min. [Georg Zeitler]

Zur Erdnähe am 24. Februar (0,41AE oder 61 Mio km Abstand) bzw. zur Opposition zwei Tage später erreichte Komet C/2007 N3 (Lulin) seine maximale Helligkeit von 5,0m und war unter guten Bedingungen mit freiem Auge sichtbar. Die Kometenkoma wuchs dabei auf einen Durchmesser von 25', der Staubschweif erreichte eine Länge von 1½° und war bis zur Opposition ein Gegenschweif (scheinbar in Richtung Sonne zeigend). Der Gasschweif blieb visuell unsichtbar — auf Aufnahmen konnte aber beobachtet werden, wie er sich langsam verkürzte und ebenfalls zur Opposition hinter dem Kometenkopf verschwand. Die hohe Winkelgeschwindigkeit von etwa 4,8° pro Tag ließ den Kometen eindrucksvoll sichtbar vor dem Sternenhintergrund wandern. Verbreitet schlechte Wetterbedingungen verhinderten leider zahlreichere Beobachtungen dieses außergewöhnlichen Kometen in Mitteleuropa.

Die beste Zeit von Lulin ist zwar jetzt vorüber, aber am 12. März, wenn der Mond langsam vom Abendhimmel verschwindet, beginnt noch ein günstiges Beobachtungsfenster für den nun rasch schwächer werdenden Schweifstern. Der Komet ist inzwischen ins Sternbild Zwillinge gewandert, die Helligkeit ist auf etwa 7,0m gesunken.

Die letzte interessante Begegnung auf seinem Weg entlang der Ekliptik findet aber schon am Abend des 7. März statt, wenn der etwa 6,0m helle Komet auf den leider fast vollen Mond trifft. Je nach Beobachtungsort wird der scheinbare Abstand der beiden Himmelskörper rund um 19.30 MEZ ca. 20' betragen. Der zu 86% beleuchtete Mond wird den Kometen aber stark überstrahlen und das Ereignis kaum beobachtbar machen.

Burkhard Leitner

Aufsuchkarten und Bilder: www.kometarium.com
Aktuelle Beobachtungen und Bilder: kometen.fg-vds.de
Spaceweather Fotogalerie: www.spaceweather.com/comets/gallery_lulin.htm
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Vier Mondschatten vor Saturn am 13.3.

Der vierfache Schattenvorübergang am 13.3.2009 gegen 3:30 MEZ.

In der zweiten Nachthälfte vom 12.3. auf den 13.3. kommt es zu einem spektakulären vierfachen Schattenvorübergang vor Saturn. Nacheinander treten Dione, Enceladus, Tethys und Rhea vor den Ringplaneten, jeweils dicht gefolgt von ihren Schatten. Ab 2:55 MEZ, wenn der Durchgang von Rhea und ihrem Schatten beginnt, bis 4:10, wenn Dione und ihr Schatten den Planeten verlässt, dauert die Erscheinung. Die Beobachtung erfordert jedoch große Optiken: Bereits der Schatten von Rhea mit 0,25" Durchmesser gilt als Herausforderung für Teleskope der 8"- bis 10"-Klasse. Diones Schatten ist mit 0,18" noch einmal deutlich kleiner, Tethys und Enceladus sind mit 0,17" und 0,08" noch winziger. Dennoch bietet dieses Ereignis eine besondere Gelegenheit, das Auflösungsvermögen großer Teleskope zu testen.

Ronald Stoyan

Der zehntnächste — bekannte — Besuch eines Asteroiden

In der Tabelle der Kleinplaneten, die der Erde am nächsten gekommen sind und die man auch im Weltraum beobachtet hat, steht er nun abstandsmäßig auf dem 10. Platz: Bis auf 72000km ist 2009 DD45 am 2. März an den Mittelpunkt der Erde herangekommen. Nach Infrarotmessungen hat der Asteroid eine hohe Albedo und ist nur 19 ±4 Meter groß: Hätte er die Erde getroffen, wäre er wohl hoch in der Atmosphäre explodiert, die Druckwelle aber hätte u.U. Schaden angerichtet. Nur ein bekannter Kleinplanet ähnlichen Durchmessers ist uns 2004 noch näher gekommen, die anderen der Tabelle messen allenfalls wenige Meter. Ein australischer Amateurastronom, der DD45 vor seiner größten Annäherung (die über dem Pazifik unbeobachtet blieb) mit dem Teleskop erwischte, wurde mit seinen Aufnahmen unverhofft zum YouTube-Star: Sein Video wurde über 80000 Mal abgerufen. Daniel Fischer

Details: transientsky.wordpress.com/2009/03/02/small-asteroid-making-a-very-close-approach-today-2009-dd45
Das Video: www.youtube.com/watch?v=_RKKgMDK7A4
Die Tabelle: www.cfa.harvard.edu/iau/lists/Closest.html
Meldungen aus der Forschung

Mini-Mond im G-Ring des Saturn aufgespürt

Drei Cassini-Aufnahmen von 27. Oktober 2008 durch verschiedene Filter zeigen, wie sich innerhalb eines hellen Bogens des G-Rings Saturns ein winziger Mond entlang bewegt; durch die jeweils 46 Sekunden Belichtungszeit sind Mond wie Sterne Strichspuren. [NASA/JPL/Space Science Institute]

Kein staubiger Saturnring ohne eingelagerten Mond, der dafür verantwortlich ist: Diese Regel gilt jetzt ohne Ausnahme, nachdem auf Bildern der Raumsonde Cassini vom letzten Herbst die Spur eines kleinen Mondes entdeckt wurde, der innerhalb eines dichteren Bogens des zweitäußersten Saturnrings G kreist. Die Ringe sind in der Reihenfolge ihrer Entdeckung benannt und heißen von innen nach außen D, C, B, A, F, G und E. Die letzteren zwei sind sehr diffus, aber während der E-Ring schon lange dem großen Mond Enceladus zugeschrieben werden konnte, gab es für den G-Ring bislang keinen »Verantwortlichen«. Als Cassini 2006 innerhalb des G-Rings den Bogen entdeckte, der nur 250km breit ist und sich über ein Sechstel des Ringumfangs ersteckt (150000km), schien die Quelle des ganzen G-Rings gefunden: War der Bogen das Trümmerfeld eines völlig zerriebenen Mondes, dessen staubige Überreste nun den Ring belieferten?

Die Entdeckung des inzwischen insgesamt 21 Mal gesichteten und rund 500 Meter großen — und für die Kamera nicht aufgelösten — »Moonlets«, wie die kleinsten Monde der Riesenplaneten genannt werden, ändert nun das Szenario: Zusammen mit weiteren Kleinstmonden jenseits der Nachweisgrenze, die zwischen einem und 100 Metern Durchmesser besitzen und nur indirekt erschlossen werden können, bevölkert es den Arc, eine Konstellation, die auch an zwei anderen Stellen im komplizierten System der Saturnringe auftritt. Kollisionen dieser Körper untereinander — wie auch Meteoroideneinschläge auf sie — setzten fortwährend Staub frei, den der große Mond Mimas als »Schäferhund« zum Teil als den Bogen zusammenhalten kann. Teilchen, die davon driften, bilden dann den restlichen, ausgedehnten G-Ring. Im Januar 2010 kann sich Cassini den neuen Mond S/2008 S1 aus der Nähe ansehen und — wenn die Mission ein weiteres Mal verlängert wird, wie allgemein gehofft — erneut 2015.

Daniel Fischer

Die Entdeckung des Mondes: www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2009-035
Die Entdeckung des Bogens: www.nasa.gov/home/hqnews/2007/aug/HQ_07168_Cassini_Saturn_Ring.html
Cassinis weitere Pläne: www.planetary.org/blog/article/00001863

Exzentrischer Exoplanet im Transit!

Ende des primären Transits des Planeten von HD 80606 am 14. Februar, wie er mit zwei Schmidt-Cassegrains der Universität von London gemessen wurde: einem 35cm-Instrument eines bekannten Herstellers (oben) und als Back-Up mit einem 25cm-Gerät der Konkurrenz. Aufgetragen ist jeweils der Strahlungsausstoß des Sterns relativ zum benachbarten Stern HD 80607; die Lichtkurven sind de facto identisch. [Fossey et al.]

Die Wahrscheinlichkeit hatte höchstens 15% betragen, dass der auf einer außergewöhnlich elliptischen Bahn um seine Sonne ziehende Planet HD 80606b, der im Periastron hinter dem Stern verschwindet, auch vor dessen Scheibe vorbeiziehen würde — doch genau das ist etwa 12 Stunden lang am 14. Februar tatsächlich eingetreten. Bereits mindestens drei unabhängige wissenschaftliche Arbeiten über Beobachtungen dieses primären Transits sind schon eingereicht, und die Erforschung eines der exotischsten Exoplanetensysteme macht weitere Fortschritte. Messungen des Spitzer Space Telescope während eines Periastrons, also der Passage des Planeten durch den sternnächsten Bahnpunkt, hatten ihn im Januar auf das Cover von Nature gebracht: 800 Mal stärker ist dann die Einstrahlung als im Apastron, und extreme Wettererscheinungen in seiner Atmosphäre sind die Folge. Die Beobachtungen des Planetendurchgangs vor dem Stern — zum Teil mit Quasi-Amateurteleskopen — haben nun geholfen, die physikalischen Parameter des Planeten und seiner Bahn weiter einzugrenzen.

Zwar konnte diesmal noch nicht der komplette Transit verfolgt werden, weil geographisch ideal platzierte Beobachter in Ostasien durch schlechtes Wetter reihenweise ausfielen, aber in Europa verfolgten eine ganze Reihe Teleskope das Ende des Durchgangs und den kompletten Austritt. Wir wissen nun, dass der Planet genau 1/10 des Sterndurchmessers hat und damit die Größe unseres Jupiter, da der Stern praktisch genau einen Sonnendurchmesser hat. Die Neigung der Bahn beträgt 89,29° ±0,02°. Und ihre Exzentrizität ist auf 0,9336 ±0,0002, also einen Teil in 5000 genau festgelegt. Mit 4,4g/cm3 ist der Planet dichter als der einzige andere Transitplanet mit hoher Exzentrizität, was für das Verständnis der Bildung großer Gasplaneten interessant ist. Ab jetzt soll jeder seiner Transits alle 111 Tage beobachtet werden, um noch viele weitere Erkenntnisse (z.B. über Bahnstörungen durch andere Planeten im System) zu gewinnen. Der nächste Durchgang ist am 5. Juni — und weil der Stern recht hell ist, können auch Amateurastronomen mitmachen!

Daniel Fischer

Die ersten Erfolgsmeldungen: www.centauri-dreams.org/?p=6331
Updates der Beobachtungskampagne: oklo.org
Die Periastron-Beobachtungen: www.oculum.de/newsletter/astro/000/70/8/78.jb1sc.htm#5

Direktes Bild eines Exoplaneten auf Hubble-Bildern — von 1998!

Es war eine der astronomischen Sensationen des vergangenen Jahres gewesen: die erstmals zweifelsfrei geglückte direkte Abbildung von Planeten fremder Sterne. Am beeindruckendsten war das bei dem Stern HD 8799 gelungen, dessen Glanz erdgebundene 8- und 10-Meter-Teleskope gleich das nahinfrarote Glühen dreier junger Planeten entreißen konnten. Und nun ist der äußere der drei Planeten auf Archivbildern des Hubble Space Telescope und seiner IR-Kamera NICMOS entdeckt worden, die bereits 1998 entstanden waren. Mit den damals vorhandenen Algorithmen zur Subtraktion des blended hellen Sternlichts war nichts zu machen gewesen, aber nun gibt es eine neue Methode, bei der die Point Spread Function (PSF), also die Art und Weise, wie das optische System das Bild des Lichtpunktes am Himmel verformt, sehr viel präziser modelliert werden kann. Das neue LOCI-Verfahren wertet die Bilder mehrerer Punktquellen aus und generiert daraus eine optimierte PSF, die dann mit weniger Resten subtrahiert werden kann.

So klar erscheint der äußere der drei Planeten des Sterns HD 8799 auf Bildern der Infrarotkamera NICMOS des Hubble Space Telescope — aus dem Jahre 1998! Erst ein modernes Verfahren der Bildverarbeitung, bei dem das Bild des Sterns besonders genau modelliert und dann abgezogen werden konnte, hat ihn sichtbar gemacht, bei zwei verschiedenen Rollwinkeln des Weltraumteleskops. [Lafrenière et al.]

Mit erstaunlicher Klarheit tritt nun der äußere Planet hervor, eindeutig vorhanden, da er sich bei zwei Rollwinkeln (also nach einer Drehung des Weltraumteleskops um seine optische Achse) an derselben Stelle des Himmels befindet! Die beiden inneren sind nach wie vor nicht auszumachen. Gerade einmal drei Jahre vor den Originalaufnahmen war überhaupt der erste Planet eines fremden sonnenähnlichen Sterns mit klarem Signal — aber indirekt durch den Radialgeschwindigkeitseffekt — nachgewiesen worden, und noch waren Exoplaneten etwas sehr exotisches: Was hätte das Hubble-Bild damals für Aufsehen erregt und womöglich den Gang der Weltraumforschung beeinflusst. Mehrere aufwändige Spezialsatelliten zum Abbilden fremder Planeten waren damals im Gespräch gewesen — keines der Projekte gibt es heute noch. Der Datenpunkt aus dem Archiv hilft heute, die Bahn des Planeten zu verbessern, offenbar eine Keplersche Kreisbahn mit einer großen Halbachse von 70AE, und auch sein Spektrum hat nun einen neuen Messpunkt, womit sich seine Atmosphäre genauer modellieren lässt. Der LOCI-Algorithmus empfiehlt sich derweil auch für bestimmte andere Weltraumteleskope.

Daniel Fischer

Die Veröffentlichung: arxiv.org/abs/0902.3247
Der Wert alter Daten: www.sciencenews.org/view/generic/id/41302/title/Planet_hidden_in_Hubble_archives
Die neuen Bilder: www.oculum.de/newsletter/astro/000/70/2/72.np3da.htm#3

Wandernde Riesen hinterließen Spuren — im Asteroidengürtel

Nicht nur im Kuiper-Gürtel, auch im Hauptgürtel der Asteroiden haben die Riesenplaneten, vor allem Jupiter und Saturn, permanente Spuren hinterlassen, als sie in der Frühzeit des Sonnensystems noch nicht ihre endgültigen Abstände von der Sonne erreicht hatten. Während sie — durch Drehimpulsaustausch mit übrig gebliebenen Planetesimalen — noch »wanderten«, verschoben sich auch ihre Schwerkrafteffekte auf die Asteroidenverteilung im Hauptgürtel: Dieser Effekt ist nun in aufwändigen Computersimulationen nachvollzogen worden, die das beobachtete Bild ziemlich gut wiedergeben. Die gegenwärtige Konfiguration des Sonnensystems erklärt das Muster rund um die großen Lücken (Kirkwood gaps) hingegen nicht, wo viele größere Asteroiden zu fehlen scheinen. Während der großen Planeten-Migration muss ein Großteil der Hauptgürtelasteroiden herausgekickt worden sein: vielleicht die Erklärung für das schwere »Bombardement«, das den Mond vor 3,9 Mrd. Jahren heimsuchte. Daniel Fischer

Pressemitteilung: uanews.org/node/24237

Bahnen der Uranusmonde stark verbessert

Eine große Beobachtungskampagne zur Tag-und-Nachtgleiche auf dem Uranus 2007, als er uns sein Ring- wie Mondsystem von der Kante zeigte, hat weitere Erfolge zu vermelden: Mit fünf Teleskopen zwischen 40cm und 10 Metern Öffnung hat eine internationale Arbeitsgruppe bei 15 Gelegenheiten insgesamt acht gegenseitige Bedeckungen oder Verfinsterungen von Uranusmonden fotometrieren können. Die relative Astrometrie, die sich aus den Lichtkurven ergibt, hat Fehler von unter 10 Millibogensekunden und ist um ein Mehrfaches genauer als alle Positionsmessungen an den Monden seit Voyagers Besuch 1986. Einige Fehler in den Ephemeriden wurden prompt nachgewiesen (so fanden mehrere erwartete Ereignisse mit Miranda gar nicht statt) — und eine auch für Amateurastronomen erfreuliche Entdeckung gemacht. Wenn Wetter und Technik mitspielten, waren nämlich die Ergebnisse mit den Miniteleskopen (in Athen) ganz genau so gut wie mit dem 10-Meter-Teleskop in Südafrika! Daniel Fischer

Die Veröffentlichung: www.arxiv.org/abs/0902.4582

Etliche Meteoriten des »vorausgesagten Boliden« im Sudan gefunden

Er wurde im Weltraum entdeckt und als Asteroid 2008 TC3 verfolgt, während er auf die Erde zuraste. Sein Eintritt in die Atmosphäre wurde mit einer ganzen Anzahl Techniken beobachtet und es wurden — wie erst jetzt eher zufällig bekannt wurde — bereits 16 Meteoriten gefunden, die es bis auf die Erde schafften! Wohl weil eine große Veröffentlichung in einer restriktiven Zeitschrift geplant ist, wird kaum etwas über die Natur der Brocken verraten. Man weiß lediglich, dass die atmosphärische Explosion überraschend hoch erfolgte und es mit Sicherheit kein metallischer Körper war. Zwar gibt es bereits zehn gesehene und vermessene Feuerkugeln mit anschließenden Meteoritenfunden, aber dies ist der erste Fall, bei dem die Bahn des Mutterkörpers zuvor auch schon im Weltraum beobachtet wurde — und damit viel genauer bekannt ist als sich sonst aus der Bahn in der Atmosphäre rekonstruieren lässt. Daniel Fischer

Der Fall 2008 TC3: www.oculum.de/newsletter/astro/000/70/0/70.ap4lo.htm#5
Artikel mit Link zu Bildern: www.newscientist.com/article/dn16635
Der Stand der Suche: cosmicdiary.org/blogs/arbab_ibrahim_arbab/?p=25
Nachrichten aus der Astro-Szene

Das »Galileoscope« kann tatsächlich geordert werden

Das ambitionierte Projekt zum Internationalen Astronomiejahr stand schon mehrmals vor dem Scheitern, aber seit Ende Februar läuft die Produktion in China und werden tatsächlich Bestellungen für einen ungewöhnlichen Bausatz entgegen genommen, aus dem sich sowohl ein kleines Keplersches wie auch - zu Demonstrationszwecken - ein Galileisches Fernrohr zusammensetzen lässt. 15 US-Dollar kostet ein Exemplar, und da bisher nur Bestellungen über die USA möglich sind, kommt für den Versand einzelner Exemplare noch einmal ein ähnlicher Betrag dazu. Ob — wie letztes Jahr versprochen — günstigere Transportwege für Europa eingerichtet werden, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das Hauptereignis des IYA, die 100 Stunden Astronomie, auf Hochtouren: Um von der weltweiten Werbekampagne zu profitieren, sind die Veranstalter öffentlicher Beobachtungen vom 2. bis 5. April aufgerufen, alle Termine unbedingt auch auf der internationalen Webseite zu registrieren.

Daniel Fischer

Pressemitteilung zum Galileoscope: www.iau.org/public_press/news/release/iau0906
Hintergrund: astrojahr.blogspot.com/2008/12/details-zum-offiziellen-galileoscope.html
100 Stunden Astronomie: www.100hoursofastronomy.org

SaharaSky sucht Astro-Partner

Fritz G. Koring, Amateur-Astronom und Betreiber des »SaharaSky«-Hotels mit Sternwarte in Süd-Marokko, sucht einen Partner, der mit einer Kapitalbeteiligung für 6 Monate die Leitung von Sternwarte und Hotel übernimmt. Herr Koring sieht dies als Chance für einen pensionierten Amateur-Astronomen, der hier das Hobby mit einer Führungsaufgabe verbinden kann. In herrlicher Naturlandschaft am Rande der Sahara, ohne Luft- und Lichtverschmutzung trifft er auf zahlreiche Amateur-Astronomen und -Fotografen aus der ganzen Welt. Eine 180m2 große Suite als Wohnung im Hotel erleichtert den Aufenthalt in der Hamada bei Zagora.

Interessenten werden gebeten, sich direkt mit Herrn Koring in Verbindung zu setzen.

Kontakt: Tel.: 00212-61-172866, bb[at]saharasky.com
TV-Hinweise (von Manfred Holl)
6.3. 14:25, DiscovCh Die Missionen der NASA: Die Shuttle-Ära (50 min.), Wdh.: 7.3.: 1:45
7.3. 22:10, n-tv Von den Nazis zur NASA: Wernher von Braun (50 min.), Wdh.: 8.3.: 3:45, 16:10, 9.3.: 23:10
8.3. 20:00, BR-alpha Was ist ein Blazar? (15 min.)
23:25, ZDF ZDF-History: Apokalypse in Sibirien - Das Geheimnis von Tunguska (45 min.)
9.3. 14:25, DiscovCh Die Missionen der NASA: Hubble-Blick in die Sterne (50 min.), Wdh.: 10.3.: 1:50
22:05, N24 Asteroiden — Apokalypse aus dem All (55 min.), Wdh.: 10.3.: 1:05, 17:05
10.3. 14:25, DiscovCh Die Missionen der NASA: Ganz normale Helden (50 min.), Wdh.: 11.3.: 1:45
11.3. 9:45, HR3 Ich diente nur der Forschung: u.a.: Wernher von Braun und die V 2 (45 min.)
14:25, DiscovCh Die Missionen der NASA: Wettlauf im All, Wdh.: 12.3.: 1:55
22:45, BR-alpha Alpha Centauri: Was ist im Tau-Ceti-System los? (15 min.), Wdh.: 12.3.: 1:45, 8:15, 15.3.: 20:00
12.3. 14:20, DiscovCh Die Missionen der NASA: Der Adler ist gelandet (50 min.), Wdh.: 13.3.: 1:55
13.3. 14:20, DiscovCh Die Missionen der NASA: Handschlag im All (50 min.), Wdh.: 14.3.: 1:55
16:30, 3Sat ZDF-History: Apokalypse in Sibirien — Das Geheimnis von Tunguska (45 min.)
14.3. 7:30, Phoenix Die Zukunft der Milchstraße (45 min.)
18.3. 22:45, BR-alpha Alpha Centauri: Warum ist nicht Nichts? (15 min.), Wdh.: 19.3.: 1:45, 8:15
Mitteilungen der Redaktion

Mitmachen: Okular-Umfrage

Wer baut die besten Okulare? Welcher Okulartyp hat die höchste Nutzerzufriedenheit? Welcher Okularhersteller ist am meisten verbreitet? Interessieren Sie diese Fragen auch, dann dürfen Sie unsere große Okular-Umfrage nicht verpassen — die zweite große interstellarum-Umfrage nach der Teleskop-Umfrage um vergangenen Jahr. Selbstverständlich werden Ihre Antworten anonym erhoben. Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und sagen Sie uns Ihre Meinung!

interstellarum-Teleskop-Umfrage: www.oculum.de/interstellarum/umfrage.asp

interstellarum 63 erscheint

interstellarum 63 (April/Mai 2009) ist ab Freitag, dem 13.3. am Kiosk erhältlich. Sie lesen dort unter anderem:

  • Die ersten Astronomen: Was zeigt die Himmelsscheibe von Nebra?
  • Deep-Sky: Zoom auf den Eta-Carinae-Nebel
  • Mond-Spaziergang: Durch das Meer der Heiterkeit
  • Astrofotografie: Ein virtuelles Firmament
  • Planeten: Merkur im Visier der Amateure
  • 2. — 4. April: 100 Stunden Astronomie!


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