Ausgabe 67
5. September 2008
AME 2008
Aktuelle Ereignisse
Wichtige Astronomische Ereignisse vom 5.9. – 19.9.2008
7.9. 16:04:10 MESZ Mond Erstes Viertel
11.9. 06:16:21 MESZ Merkur in größter östlicher Elongation 26,9°
13.9. 04:21:31 MESZ Uranus in Opposition
15.9. 11:13:27 MESZ Vollmond
Auszug aus: »Das Astronomische Jahr 2008«, interstellarum-Jahrbuch. Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg).

Rückblick: Partielle Mondfinsternis im Bild

Zahlreichen Lesern gelangen schöne Eindrücke der partiellen Mondfinsternis vom 16.8. Neben den hier veröffentlichten ersten Eindrücken stellen wir Einsendungen in Heft 61 zusammen - wir freuen uns über Ihre Einsendung an redaktion@interstellarum.de.

Digitalfoto, 22:28:05 MESZ, 5"-Refraktor bei 780mm, Canon EOS 40D, ISO 250, 1×0,6s. [Wilfried Langer]
Links: 0:52 MESZ, Mond im Halbschatten der Erde. Rechts: 2:13 MESZ, unverfinsterter Vollmond. Aufnahmen mit Digitalkamera Minolta Z2 auf Stativ bei 63mm Brennweite, ISO 100, Belichtungszeit 1/500s bei Blende 5,0. [Wolfgang Vollmann]

Uranus in Opposition

Am 13. September steht Uranus in Opposition. Der erst 1781 von Wilhelm Herschel entdeckte Gasplanet erreicht zu diesem Zeitpunkt eine Helligkeit von 5,7m und kann damit unter einem dunklen Himmel sogar mit dem bloßen Auge wahrgenommen werden. Um das richtige Lichtpünktchen als Uranus zu identifizieren, ist ein Fernglas oder ein Teleskop allerdings sehr hilfreich und eine Aufsuchkarte unerlässlich. Er befindet sich südlich des Pegasus-Sternquadrats am nördlichen Rand des Sternbilds Wassermann in einer an hellen Sternen armen Gegend. Im Teleskop zeigt sich Uranus bei ausreichender Vergrößerung als grünliches Scheibchen mit einem Winkeldurchmesser von 3,6". Letztes Jahr blickten wir genau auf die Äquatorebene von Uranus, die gleichzeitig seine Ringebene ist. Dies führt dazu, dass auch dieses Jahr Erscheinungen der Uranusmonde wie Verfinsterungen, Bedeckungen und Durchgänge zu beobachten sind. Während die Monde selbst in größeren Teleskopen mit mindestens 250mm Öffnung zu erkennen sind, erfordert die Beobachtung der Erscheinungen sehr große Geräte und exzellente Bedingungen. Am einfachsten wahrzunehmen sind noch die Verfinsterungen.

Peter Friedrich

Erster Helligkeitsausbruch von CI Cygni seit 1975

Lichtkurve von CI Cygni, 1973 bis 2000. [British Astronomical Association, Variable Star Section]

CI Cygni ist einer der seltenen symbiotischen Veränderlichen, die das Spektrum von zwei eng zusammen stehenden Sternen zeigen. Ein kühler Riesenstern (Spektrum M5 II) und ein heißer Hauptreihenstern umkreisen sich alle 855 Tage und das System zeigt einen Bedeckungslichtwechsel. Das Sternsystem ist normalerweise 11m bis 12m hell. Im August 2008 stieg die Helligkeit bis auf 9,3m an - einer der seltenen Helligkeitsausbrüche findet derzeit statt, der erste seit März 1975! Die Ursache der Eruptionen dürfte im Massenaustausch vom Riesenstern zur heißen Komponente bzw. in der Akkretionsscheibe um die heiße Komponente zu suchen sein.

Die AAVSO ruft zu visuellen und photometrischen Beobachtungen des Sterns auf. CI Cygni ist 1,4° WNW von Eta Cygni (4,0m) im Hals des Schwans zu finden und im kleinen Fernrohr beobachtbar. Beobachter sollten die Vergleichssternhelligkeiten der AAVSO-Karte verwenden.

Wolfgang Vollmann

CI Cyg Kurzportrait: www.aavso.org/vstar/vsots/0702.shtml
AAVSO Alert Notice: www.aavso.org/publications/alerts/alert382.shtml
AAVSO-Karte: www.aavso.org/observing/charts/vsp/index.html?pickname=CI%20Cyg
Meldungen aus der Forschung

Die größte Himmelsdurchmusterung

Die größte Karte des Universums ist das zentrale, aber bei weitem nicht einzige Ergebnis der Sloan Digital Sky Survey: Dargestellt sind alle Galaxien bis zu einer Rotverschiebung von 0,15 oder 2 Mrd. Lichtjahren Entfernung, deren Distanzen die SDSS gemessen hat, in eine Ebene projiziert. Rote Punkte markieren dabei Galaxien, die von älteren Sternen dominiert werden. Die Anordnung der Galaxien auf Filamenten, die große Hohlräume umschließen, tritt besonders im unteren "Tortenstück" hervor, weil es - senkrecht zur Bildebene - weniger dick ist. Die Lücken zwischen den beiden Teilen verursacht unsere eigene Milchstraßenebene: Der Staub verhindert hier systematische extragalaktische Astronomie. [M. Blanton and the SDSS]
So kompliziert erscheint der Halo einer typischen Spiralgalaxie in Computersimulation, voller Sternspuren zerrissener Satellitengalaxien - und die SDSS-Beobachtungen von Sternen unserer eigenen Milchstraße bestätigen dieses Bild. Der simulierte Halo hat 1 Mio. Lichtjahre Durchmesser; die sichtbare Spirale hat man sich winzig klein in seinem Zentrum vorzustellen. [K. Johnston, J. Bullock]

Seit dem Jahr 2000 ist nach zehnjähriger Vorbereitung ein speziell entwickeltes 2,5m-Teleskop auf einem Berg in New Mexico ununterbrochen damit beschäftigt, den Himmel mit einer 125-Megapixel-Kamera in vielen Farben aufzunehmen oder von jeweils bis zu 640 Galaxien oder Sternen gleichzeitig Spektren zu gewinnen. Vor dieser Durchmusterung namens Sloan Digital Sky Survey (SDSS) gab es überhaupt keinen tiefen und mehrfarbigen Katalog im sichtbaren Licht, der große Teile des Himmels abdeckte, aber das hat sich gründlich geändert. Farbbilder von rund 300 Millionen Himmelsobjekten lagern nun in einem gewaltigen Datenarchiv, das jedermann zugänglich ist, und die detaillierten Eigenschaften von über einer Million Objekten sind bekannt. Von fast einer Million Galaxien und über 100000 Quasaren sind die Rotverschiebungen gemessen worden, das Maß schlechthin für ihre Entfernung: Eine dreidimensionale Karte von mehr als einem Viertel des Himmels mit Entfernungsangaben bis 2 Mrd. Lichtjahre (Abb.) ist das sichtbarste Ergebnis der achtjährigen Beobachtungskampagnen, die bis zum 14. Juli dieses Jahres liefen - und mit dem 15. Juli hat schon die SDSS-III begonnen.

Bei der ersten Phase 2000 bis 2005 hatte die dreidimensionale Kartierung unserer kosmischen Nachbarschaft im Mittelpunkt gestanden, die Kernaufgabe der SDSS - in Konkurrenz übrigens zu einem ähnlichen australischen Projekt, 2dFGRS. Danach waren drei Beobachtungsprogramme parallel vorangetrieben worden: eine weitere tiefe Durchmusterung in neuen Himmelsarealen, eine Supernova-Jagd in fernen Galaxien zu kosmologischem Nutzen und die "Sloan Extension for Galactic Understanding and Exploration" (SEGUE), die sich mit der Struktur des Halos unserer eigenen Milchstraße beschäftigte. Die SDSS-III besteht sogar aus vier parallelen Programmen: Das detaillierte Klumpungsverhalten der kosmischen Galaxienverteilung in einem 7 Mal größeren Volumen soll Auskunft über wichtige Grundparameter des Alls geben, zwei SEGUE-Nachfolger werden den Aufbau der Milchstraße weit draußen wie nahe des Zentrums ergründen, und die Radialgeschwindigkeiten von 11000 Sternen werden überwacht, um die Statistik der Riesenplaneten zu verbessern. Und während SDSS-III bis 2014 Unmengen neuer Daten gewinnt, wird auch die Analyse der von SDSS-I und -II angehäuften mit immer neuen Methoden vorangetrieben. Selbst der Mithilfe enthusiastischer Amateurastronomen bedient man sich dabei zuweilen.

Kaum ein Feld der Astronomie hat nicht von der SDSS profitiert: Die Flut der wissenschaftlichen Arbeiten - es sind bis jetzt rund 5000! - ist längst unüberschaubar geworden. Ein ganz neues Ergebnis ist der Nachweis, dass die markanten Hohlräume in der Galaxienverteilung ("Voids") nicht nur keine sichtbaren Galaxien, sondern auch keine Halos aus Dunkler Materie enthalten. Aus dem Klumpungsmuster der SDSS-Galaxien in den dichten Filamenten war die Beziehung zwischen ihnen und ihren Halos ermittelt und dann per Simulationsrechnung das Muster der Voids vorausgesagt worden, wenn dort keinerlei Materie sitzt: Rechnung und beobachtetes Bild stimmen überein. SEGUE verdanken wir die Erkenntnis, dass es in den inneren 75000 Lichtjahren der Milchstraße hunderte lange "Ströme" aus Sternen geben muss, die Überbleibsel von Zwerggalaxien, die von Gezeitenkräften zerrissen wurden. Die Bewegungen von einer Viertelmillion Halosternen hat SEGUE vermessen und 14 Ströme - 11 davon vorher unbekannt - entdeckt, woraus sich die enorme Zahl hochrechnen lässt. Die SDSS hat aber auch 14 überlebende Satellitengalaxien aufgespürt, die meisten viel lichtschwächer als die 10 vorher bekannten Zwerge (siehe Kurzmeldung unten). Und auch zahlreiche Bewohner des Sonnensystems sind der SDSS-Kamera ins Bildfeld geraten, darunter auch mancher Exot wie die in einem Artikel unten beschriebene "Mini-Sedna".

Daniel Fischer



Übergang zur SDSS-III: www.sdss.org/news/releases/20080815.mission_final.html
Milchstraßen-Halo: www.sdss.org/news/releases/20080816.segue_final.html
SDSS-III: www.sdss3.org

8,4-Meter-Spiegel für das LSST "perfekt" gelungen

Es soll die nächste Generation der Himmelsdurchmusterungen einleiten, und auch wenn die Gesamtfinanzierung des Large Synoptic Survey Telescope noch nicht gesichert ist, so haben doch zwei private Spenden von zusammen 30 Mio. US-Dollar schon einmal die Herstellung der drei entscheidenden Teleskopspiegel ermöglicht. Das Herzstück der Optik ist im August aus dem Ofen des Steward Observatory Mirror Lab an der University of Arizona in Tucson geholt und für "perfekt" befunden worden: Bis der 8,4-Meter-Spiegel aber fertig ist, dürfte es 2012 werden (und das ganze Teleskop steht frühestens 2015 in Nordchile). Zum ersten Mal wird ein und derselbe Spiegelkörper dieser Größe gleichzeitig als Hauptspiegel (Außenbereich) und Tertiärspiegel (die inneren 5 Meter) geschliffen werden, über dem dann ein 3,4m großer Sekundärspiegel sitzen wird. Das LSST soll eine neue Dimension der astronomischen Forschung eröffnen: Es hat mit 3,5° Durchmesser ein riesiges Gesichtsfeld, das eine Kamera mit 3,2 Gigapixeln ausfüllen wird und das das ungewöhnliche optische Design erzwang. Bei gutem Wetter könnten bis zu 200000 Bilder pro Jahr entstehen, über ein Petabyte (!) Daten, wobei der komplette erreichbare Himmel alle drei Tage einmal vollständig mit enormer Grenzgröße aufgenommen werden soll. Nicht nur liefert dies (aufsummiert) eine immer tiefere Karte des Himmels, veränderliche oder sich bewegende Quellen werden sofort erkannt. Eine Fülle von Auswertetechniken ist geplant, und auch die Öffentlichkeit darf mitmachen - aber nur, wenn die National Science Foundation der USA jene 400 Mio. Dollar zur Verfügung stellt, die das komplette Teleskop kosten würde.

Daniel Fischer

Pressemitteilung: www.lsst.org/News/docs/LSSTC08-outoftheoven.pdf

"Mini-Sedna" mit Apheldistanz von über 2000AE

Im Jahr 2004 sorgte die Entdeckung eines Himmelskörpers jenseits des Kuiper-Gürtels für erhebliches Aufsehen, der in manchen Kreisen gar als "10. Planet" gehandelt wurde: War (90377) Sedna mit einem Perihel in 76 und einem Aphel in 976 Astronomischen Einheiten bei 12000 Jahren Umlaufszeit direkt aus der hypothetischen Oortschen Kometenwolke entlaufen? Sedna blieb ein einsamer Exot, aber die Sloan Digital Sky Survey ist im Rahmen der Supernovajagd in ihrer 2. Phase (siehe Artikel oben) im Jahre 2006 auf ein weiteres Objekt mit einer sogar noch weiter in den Raum reichenden Bahn gestoßen, das allerdings mit 50km bis 100km Durchmesser wesentlich kleiner als Sedna mit ihren vielleicht 1600km ist. 2006 SQ372, dessen erstaunliche Eigenschaften erst jetzt im Rahmen einer großen SDSS-Tagung allgemein bekannt wurden, kommt der Sonne zwar bis auf 24 AE nahe, entfernt sich aber laut einer Bahnanalyse bis auf 2100 AE!

Der Orbit des erstaunlichen Himmelskörpers 2006 SQ372 (blau) im Vergleich mit den Bahnen von Neptun (weiß), Pluto (grün) und Sedna (rot). Der Ausschnitt zeigt weiß die Bahnen von Jupiter bis Neptun: Selbst in diesem Maßstab ist die Bahn der Erde um die Sonne nicht darstellbar. [N. Kaib]

Diese Dimension der Bahn würde einer Umlaufszeit von rund 30000 Jahren entsprechen, aber der beobachtete Bogen am Himmel ist noch ziemlich kurz, und es könnten ebenso "nur" 22000 Jahre (bei einer Apheldistanz von 1600AE) sein. 2006 SQ372 konnte der SDSS überhaupt nur ins Netz gehen, weil das Objekt gerade nahe seinem Perihel steht und damit immerhin 22m hell ist: Da liegt die Vermutung nahe, dass es noch viel mehr solcher Himmelskörper gibt. Weder bei Sedna noch dieser Mini-Ausgabe, die man auch als größeren Kometenkern ansprechen könnte, ist dabei wirklich geklärt, was sie auf ihre exotischen Bahnen gebracht hat: Sie können ebenso aus der Oortschen Wolke nach innen geschleudert worden sein, deren Hauptzone zehnmal weiter draußen beginnt als selbst 2006 SQ372 Aphel liegt, wie aus dem Kuiper-Gürtel nach außen entwichen sein. Künftige Himmelsdurchmusterungen wie mit dem LSST (siehe Artikel oben) dürften eine ganze Population von Sedna-Verwandten aufspüren, die dann vielleicht ihre Herkunft verraten wird - vielleicht in 10 Jahren.

Daniel Fischer

Entdeckungsmeldung 2007: www.cfa.harvard.edu/mpec/K07/K07A27.html
Pressemitteilung 2008: www.sdss.org/news/releases/20080818.sq372_final.html

Alle Satellitengalaxien der Milchstraße haben dieselbe Masse!

Ihre Leuchtkräfte überspannen einen Faktor von 10000 - aber die Gesamtmasse, die in den innersten 1000 Lichtjahren sitzt, ist immer dieselbe, ohne jeden Trend: 10 Millionen Sonnenmassen. Diesen erstaunlichen Befund hat jetzt die Messung von Sterngeschwindigkeiten entlang der Sichtlinie in 18 der 23 Zwerggalaxien in unmittelbarer Nachbarschaft der Milchstraße ergeben, darunter viele der Entdeckungen der SDSS (siehe Artikel oben). Da die leuchtschwächeren Zwerge natürlich viel weniger Sterne enthalten, ist bei ihnen der Anteil der Dunklen Materie gewaltig: Pro Kubik-Parsec findet man jeweils eine Zehntel Sonnenmasse. Was die "Einheitsmasse" der Zwerggalaxien bedeutet, ist noch unklar: Sind Dunkelmaterie-Halos unter 10 Mio. Sonnenmassen aufgrund irgendwelcher Effekte immer sternfrei - oder sind schon gar keine entstanden? Daniel Fischer

Pressemitteilung: today.uci.edu/news/release_detail.asp?key=1802

Sterne gäbe es auch in ganz anderen Universen

Gerne wird behauptet, dass die grundlegenden physikalischen Parameter des Universums auf geradezu verdächtige Weise "feinabgestimmt" seien, so dass Sterne mit Kernfusion und alles was sonst noch zur Entstehung von Leben nötig ist überhaupt funktionieren kann. Stimmt gar nicht, zeigt jetzt zumindest in Sachen Sterne eine systematische Analyse der kernphysikalischen Grundlagen mit dem schönen Titel "Stars In Other Universes": Von allen plausiblen Parallelwelten mit anderen Grundparametern der Physik sollten in rund einem Viertel Sterne leuchten, weil eine anhaltende Kernfusion möglich ist. Und es mag in anders gearteten Universen überdies alternative Prozesse geben, die ebenfalls leuchtende Himmelskörper zur Folge haben. Daniel Fischer

Original-Veröffentlichung: arxiv.org/abs/0807.3697

Unser Planetensystem doch ein Sonderfall?

Über 300 Planeten fremder Sterne sind inzwischen entdeckt worden, und die Vielfalt der von der Natur realisierten Planetensysteme hat die Theoretiker zunächst überrumpelt, die die Situation im Sonnensystem einst für typisch hielten. Jetzt ist eine besonders detaillierte Simulation der Planetenentstehung in zirkumstellaren Scheiben veröffentlicht worden, bei der hundert verschiedene Anfangsbedingungen durchgespielt wurden: Je nach Lebensdauer der Scheibe entstehen zahlreiche große Planeten, wobei regelmäßig der massereichste das System gehörig durcheinander wirbelt. Ein Endzustand wie bei uns mit je einem Jupiter und Saturn kam so gut wie nie vor, während Gegenstücke zu Uranus und Neptun fast die Regel zu sein scheinen. Die tatsächlichen Beobachtungen anderer Planetensysteme scheinen die Trends der Simulation zu bestätigen, unterliegen aber noch von starken Auswahleffekten: Der Weisheit letzter Schluss ist diese Arbeit auch nicht. Daniel Fischer

Pressemitteilung: www.northwestern.edu/newscenter/stories/2008/08/planetarysystems.html
Nachrichten aus der Astro-Szene
Terminkalender vom 5.9.2008 – 19.9.2008
4.9.–7.9. 3. Astro Tage Ostfriesland (ATO), Zwischenbergen/Dorfgemeinschaftshaus Astronomie-Club-Ostfriesland, www.ato.astronomie-club-ostfriesland.de
5.9.–7.9. Space-Agents Teleskoptreffen (SATT), Taubensuhl, Naturpark Pfälzer Wald Michael Rastetter, www.space-agents.de
5.9. 7. Hofer Teleskoptreffen, Sternwarte Hof Sebastian Wolfrum, Sternwarte Hof, Egerländer Weg 25, D-95032 Hof, 09281/95278, info@sternwarte-hof.de, www.sternwarte-hof.de
6.9. 6. Astronomietag 2008 mit zahlreichen Veranstaltungen in Deutschland und der Schweiz Übersicht aller Veranstaltungen www.astronomietag.de www.astronomie.ch/events/tagderastronomie.html
13.9. 3. Internationale Astronomiemesse AME in Villingen-Schwenningen Siegried Bergthal, 0741/2706210, info@astro-messe.de, www.astro-messe.de

Astronomietag am Samstag

Am 6.9. findet der sechste Astronomietag statt. 175 Veranstaltungen in ganz Deutschland sowie knapp 30 in der Schweiz sind angekündigt: Von der Sternwartenführung über Vorträge bis zu Beobachtungsabenden reicht die Palette der Angebote. Nutzen Sie diese meist kostenlosen Veranstaltungen und besuchen Sie eine Sternwarte in Ihrer Nähe. Ausführliche Informationen mit Suchfunktionen enthalten die zentralen Internetseiten für Deutschland und die Schweiz.

Astronomietag-Veranstaltungen in Deutschland: www.astronomietag.de
Astronomietag-Veranstaltungen in der Schweiz: www.astronomie.ch/events/tagderastronomie.html

Die Astromesse ruft am 13.9.

Teleskope aller Art und Vorträge von ausgewiesenen Experten bietet die Astronomiemesse in Villingen-Schwenningen am 13.9.2008.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das trifft diesmal insbesondere auf die 3. Astronomie-Messe in Villingen-Schwenningen zu. Mehr Aussteller als jemals zuvor haben sich angemeldet, darunter auch zahlreiche aus dem europäischen Ausland. Daneben gibt es ein gewohnt hochkarätig besetztes Vortragsprogramm:

11:00 Uhr Stefan Seip: Die digitale Spiegelreflex als Astrokamera
12:00 Uhr Prof. Dr. Hanns Ruder: Dunkle Materie, dunkle Energie
13:00 Uhr Daniel Fischer: 400 Jahre Fernrohre - die Jagd nach dem wahren Erfinder
14:00 Uhr Wolfgang Lille: Sonnenfotografie im H-alpha und Weißlich mit Digitalkameras
15:00 Uhr Stefan Krause: Reisen zu den Sonnenfinsternissen 2008 & 2009

Die Messetore öffnen um 10 Uhr - bis 17 Uhr haben die Besucher Zeit, die Angebote der über 80 Aussteller zu begutachten, sich in einem der Treffpunkte mit Gleichgesinnten auszutauschen oder bei einem Imbiss zu entspannen. Der Eintrittspreis beträgt 10€, ermäßigt 8€.

Astro-Messe in Villingen-Schwenningen: www.astromesse.de

Space-Agents Teleskoptreffen am 5.-7.9.

Am kommenden Wochenende findet im Pfälzer Wald bei Eußerthal das Teleskoptreffen der "Space Agents"-Gruppe ab. Neben der gemeinsamen Sternbeobachtung wird es ein umfangreiches Tagesprogramm geben, so dass sich ein Besuch auch bei schlechtem Wetter lohnt. Die Unterbringung wird in der "Waldwerkstatt" sein, die einen großen Aufenthaltsraum, Schlafplätze, Küche und sanitäre Anlagen bietet. Die Kosten liegen pauschal bei 6 Euro/Nacht für Stellplatz und Unterbringung. Wer die Romantik liebt, kann auch in seinem Zelt schlafen, Plätze sind genug vorhanden. Auch für die Verpflegung wird in gewissem Rahmen gesorgt sein: heiße Würstchen und Getränke werden zum Selbstkostenpreis ausgegeben. Nur 100 Meter weiter ist eine Gaststätte zu finden, in der man sich auch größeren kulinarischen Genüssen hingeben kann. Die Organisatoren bitten um Anmeldung, die im Internet erfolgen kann.

Space-Agents Teleskoptreffen: www.space-agents.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=147
TV-Hinweise (von Manfred Holl)
5.9. 18:30, 3 Sat nano: u.a. Polarlicht-Jäger (30 min.), Wdh.: 8.9.: 3 Sat, 1:00, 9:45, SF 1, 10:30, RBB, 12:00, BR-alpha, 16:30, 9.9.: MDR, 7:15
22:30, Phoenix Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Galileo Galilei und Leonardo da Vinci (30 min.)
7.9. 14:00, arte CHALLENGER - Countdown einer Katastrophe (100 min.)
20:15, BR-alpha Alpha Centauri: Was passiert, wenn eine Supernova explodiert? (15 min.)
8.9. 8:05, WDR 3 total phaenomenal: Wellen, die wärmen (15 min.), Wdh.: 15.9., 8:05
9.9. 19:15, ZDF doku Labor mit Aussicht: Astronauten forschen im All (15 min.), Wdh.: 11.9.: 6:00, 13:00, 12.9.: 7:30, 19.9.: 6:00, 13:00
10.9. 7:20, WDR 3 total phänomenal: Satelliten weisen den Weg (15 min.), Wdh.: 17.9., 7:20
22:45, BR-alpha Alpha Centauri: Was ist die Coriolis-Kraft? (15 min.), Wdh.: 11.9.: 1:45, 8:15, 14.9.: 20:00
11.9. 8:15, SWR 3 Kontinente auf Wanderschaft (15 min.)
8:30, SWR 3 Von der Sonne verwöhnt (15 min.)
14.9. 3:10, Phoenix Entscheidung Längengrad (40 min.)
15.9 21:30, 3 Sat hitec: Urknall - Auf der Suche nach der Weltformel (30 min.), Wdh.: 19.9.: 2:45
17.9. 22:45, BR-alpha Alpha Centauri: Was ist ein Higgs-Teilchen? (15 min.)
Mitteilungen der Redaktion

Der Starhopper auf der Astro-Messe

Lang erwartet - endlich da: Thomas Jäger, interstellarum-Lesern als langjähriger "Starhopper" aus der Zeitschrift bekannt, wird sein gleichnamiges Buch auf der Astro-Messe in Villingen-Schwenningen am 13.9. vorstellen. Aus der beliebten Rubrik in interstellarum, in der zwischen 1994 und 2006 insgesamt 33 Himmelstouren vorgestellt wurden, sind nun die schönsten Touren komplett neu überarbeitet und in Buchform zusammengestellt. Insgesamt 20 Touren - jeweils fünf pro Jahreszeit - führen über den gesamten von Mitteleuropa aus sichtbaren Himmel. Maßgeschneiderte Karten und ausführliche Hinweise für das Aufsuchen lassen auch Einsteiger mühelos die fast 300 beschriebenen Objekte besuchen. Der ausführliche Einleitungsteil gibt ausführliche Anleitungen zur Praxis des Aufsuchens für alle Geräte vom Dobson bis zum Goto-Teleskop. Am Stand des Oculum-Verlags haben Sie die Möglichkeit, den Starhopper persönlich kennenzulernen - und Ihr Exemplar des Buches signieren zu lassen.

Der Starhopper - 20 Himmelstouren für Hobby-Astronomen
288 Seiten, Softcover, 24cm × 17cm, durchgehend farbig, ISBN 978-3-938469-23-1, September 2008 (1. Auflage)
19,90 Euro zzgl. Versand

Starhopper-Buch: www.oculum.de/oculum/titel.asp?ID=0409200813411389&Nr=30

Schon abgestimmt? Astro-Neuheit des Jahres 2008

Was war die wichtigste Produktneuheit für die Amateurastronomie im Jahr 2008? Diese Frage beantworten diesmal die interstellarum-Leser: Sagen Sie uns, welche von 8 im Laufe des Jahres im interstellarum-»Produktspiegel« vorgestellten Neuerungen Sie am bedeutensten finden:

  • Vixen NLV-Okulare (Heft 55)
  • Meade Deep-Sky-Imager III (Heft 56)
  • Lunt H-alpha-Filter (Heft 57)
  • Baader Steeltrack-Okularauszug (Heft 57)
  • Meade DS-2090 MAK-GT (Heft 58)
  • Gerd Neumann Multiadapter (Heft 58)
  • Meade ED-Apo 127 (Heft 59)
  • Fujinon HCF-Ferngläser (Heft 59)

Sie können kostenlos und anonym abstimmen. Das Ergebnis wird im interstellarum-Themenheft "Teleskope" vorgestellt.

Umfrage Astro-Neuheit 2008: www.umfrageprofi.de/vote/v_index.php?fbid=czo2OiIxMDAzNTAiOw==

interstellarum Thema Teleskope: Subskriptionsangebot sichern!

Verpassen Sie nicht das erste Themenheft der interstellarum-Redaktion! Zum ersten Mal überhaupt erhalten Sie eine komplette Marktübersicht zu Teleskopen, Montierungen und Zubehör - das gibt es in keiner Zeitschrift und nirgendwo im Internet!

Wir berichten außerdem ausführlich über aktuelle und angekündigte Produktneuheiten. Das Heft enthält drei Produktvergleiche in interstellarum-Qualität und die Auswertung der weltweit größten Umfrage unter Teleskopbesitzern.

Außerdem bereiten wir für Sie vor:

  • komplette Marktübersicht zu Teleskopen, Montierungen, Okularen, Zubehör
  • alle Produktneuheiten 2008/2009
  • Leserwahl zur Astro-Neuheit des Jahres
  • drei Produktvergleiche in bekannter interstellarum-Qualität zu Teleskopen und Zubehör
  • Weihnachts-Schnäppchenmarkt
  • Auswertung der weltweit größten Umfrage unter Teleskopbesitzern

Bestellen Sie jetzt und sichern Sie sich Ihre Ausgabe – für interstellarum-Abonnenten gibt es eine versandkostenfreie Bestellmöglichkeit, aber nur noch bis 30.9.2008. Erscheinungstermin ist der 17. Oktober.

Bestellmöglichkeit für Abonnenten: www.oculum.de/interstellarum/subskription.asp
Bestellmöglichkeit für Nicht-Abonnenten: www.oculum.de/interstellarum/onlineshop.asp
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