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Roter Planet leuchtet: Mars in Opposition am 3. März

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Ansichten des Mars in der Nacht der größten Annäherung vom 4.3. zum 5.3. [interstellarum]
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Während sich der Mars weiter auf das Sternbild Löwe zu bewegt, befinden sich auch die Kleinplanete Flora, Astraea und Hebe in diesem Himmelsareal in Opposition und werden dabei teilweise heller als 10,m0. [interstellarum, Frank Gasparini]

Bedingt durch die Umlaufzeiten von Erde und Mars um die Sonne gelangen wir nur gut alle zwei Jahre in eine Oppositionsstellung zum Roten Planeten. Die mittlere synodische Umlaufzeit des Mars beträgt 779,94 Tage, so dass im Mittel nach 2,13 Jahren wieder eine Oppositionsstellung erreicht sein sollte. Allerdings ist die Marsbahn relativ exzentrisch (0,0935) – aus diesem Grund verschiebt sich dieser Zeitpunkt mehr oder weniger stark. Ein weiterer Effekt der Exzentrizität der Marsbahn ist die große Variabilität der geringsten Entfernungen Erde-Mars um den Oppositionszeitpunkt. Dabei kann auch der Zeitpunkt des geringsten Abstandes bis zu gut acht Tage vom Oppositionsdatum differieren. Der Minimal-Abstand reicht von etwa 55 Mio. Kilometern bis etwas mehr als 100 Mio. Kilometern. Zur Opposition im Jahr 2003 gab es einen Minimum-Rekord von 55,5 Mio. Kilometern, der erst im Jahre 2287 unterboten werden wird. 2012 herrschen allerdings gegenteilige Verhältnisse, denn es tritt der nahezu größtmögliche Oppositions-Abstand von über 100 Mio. Kilometern ein.

Am 3. März gelangt Mars in die Oppositionsstellung. Die Helligkeit des Mars erreicht –1,m2. Der Planet befindet sich zu diesem Zeitpunkt im südlichen Teil des Löwen und kulminiert um Mitternacht in rund 50° Höhe. Zwei Tage später, am 5. März, wird das Marsscheibchen mit nur 13,90" die maximale Ausdehnung bei dieser Opposition erreichen. Dabei ist der Mars 100,78 Mio. Kilometer von der Erde entfernt. Im Vergleich dazu war zur Jahrtausend-Opposition 2003 das Marsscheibchen mit 25,13" 1,8× so groß. Der Mars-Nordpol ist 22° in Richtung Erde geneigt, so dass die nördliche Hemisphäre gut sichtbar ist. Auf dieser herrscht zum Oppositionszeitpunkt Frühling, so dass im Teleskop die abschmelzende Polkappe beobachtet werden kann. Außerdem sind die dunklen Strukturen der Oberfläche sowie Wolken, Reif und Eis zu sehen (vgl. interstellarum 79, S. 24).

Am Abend des 15. März zieht der Rote Planet retrograd durch die Galaxiengruppe M 95, M 96 und M 105. Dabei wird er am 16.3. M 96 nur 8' nördlich passieren. In den nächsten Marsoppositionen 2014 und 2016 wird sich der Abstand Erde-Mars wieder verringern. Die nächste nahe Marsopposition wird am 27. Juli 2018 stattfinden – die Entfernung zum Mars beträgt dann komfortable 57,5 Mio. Kilometer. Allerdings werden dann auch die Beobachtungsbedingungen in Europa wieder schlechter sein: Mars kulminiert zur Opposition in nur rund 15° Höhe.

André Knöfel

Merkur und Venus in größter Elongation

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Merkur, Venus und Jupiter am Abendhimmel. [interstellarum, Frank Gasparini]

Der sonnennächste Planet Merkur erreicht am 5. März seine größte östliche Elongation und kann damit optimal beobachtet werden. Seine scheinbare Entfernung zur Sonne beträgt etwas mehr als 18°, seine Helligkeit –0,m4. Zu Beginn der Sichtbarkeitsperiode Ende Februar erreicht Merkur noch eine Helligkeit von –1m, die jedoch schnell abnimmt. Nach dem Sonnenuntergang gegen 18:00 MEZ ist Merkur als heller Punkt am Westhimmel zu sehen. Zum Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont) etwa 30min nach Sonnenuntergang kann man ihn in 11° Höhe aufspüren. Zum Ende der nautischen Dämmerung (Sonne 12° unter Horizont) gut eine Stunde nach Sonnenuntergang ist Merkur immer noch in 5° Höhe über dem Westhorizont sichtbar. In größeren Fernrohren zeigt sich der Planet als »Halbmerkur« mit einem Winkeldurchmesser von rund 7".

Venus steigert ihre Helligkeit im Laufe des Februar immer weiter und erreicht im März –4,m5. Dabei dominiert sie den Abendhimmel und ist nach dem Mond das hellste Objekt am Nachthimmel. Mitte März überholt der Abendstern Jupiter in rund 3° Abstand. Am 27. März erreicht Venus ihre größte östliche Elongation und ist 46° von der Sonne entfernt. Sie geht dann erst gegen 24:00 MESZ, knapp fünf Stunden nach der Sonne, unter.

André Knöfel